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Dax: Weit hat er es bisher nicht gebracht..

Der Dax handelt im Spannungsfeld zwischen 12290 und 12100 Punkten: wer nicht im Markt ist bereits, der kann abwarten, was passiert – der Bruch der 12100er-Marke wäre fatal für die Bullen..

Markus Fugmann

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Angesichts der Euphorie und der Hoffnung – dass sich der Handelskrieg zwischen den USA und China auf wundersame Weise schon irgendwie lösen wird, weil eine unterklassige Delegation Chinas mit einer ebeno unterklassigen Delegation der USA versucht, den gerissenen Gesprächsfaden wieder aufzunehmen – ist doch vergleichsweise wenig passiert beim deutschen Leitindex. Während der Dow Jones so stark anstieg wie seit dem April nicht mehr, war das Plus biem Dax vergleichsweise mickrig, hat der Dax vor allem charttechnisch noch nicht einmal eine einzige wichtige Hürde genommen!

Das zeigt ein Blick auf den Dax-Chart:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Eigentlich wäre es doch zu erwarten gewesen, dass der Index zumindest bis zur 12290er-Marke laufen würde, also jener Unterstützung aus Anfang Juli, von der ausgehend damals eine Rally startete, die den Dax bis knapp unter die 12900er-Marke hievte.

Also jene 12290er-Marke, die am Dienstag noch einmal verteidigt worden war, aber nach einer von dort ausgehenden kurzen Aufwärtsbewegung brach dann diese Marke schließlich am MIttwoch – und der deutsche Leitindex fiel auf das Juni-Tief im Bereich der 12100er-Marke zurück. Seitdem ist weder die Überwindung der 12290er-Marke, geschweige denn der Nackenlinie der aktiven Schulter-Kopf-Schulter-Formation bei 12490/12500 Punkten gelungen.

Nun ist der Bereich um die 12100 Punkte-Marke zentral: hier konnte der Index vorgestern den Abverkauf stoppen, im Juni hatte sich in diesem Bereich ein Dreifach-Boden gebildet. Das ist also faktisch ein hartes Brett, diese 12100er-Zone – aber wenn dieses harte Brett brechen sollte, könnte es richtig knallen: es ist sicher nicht abwegig anzunehmen, dass knapp unterhalb der 12100er-Marke zahlreiche Stopps für Long-Positionen liegen, die dann aktiviert würden und so eine Verkaufswelle auslösen dürften!

Damit handelt der Dax also im Spannungsfeld zwischen 12290 und 12100 Punkten: wer nicht im Markt ist bereits, der kann abwarten, was passiert: gelänge der Anstieg über 12290, erhöht sich die Chance, dass der Dax zumindest bis zur Nackenlinie bei 12490 Punkten läuft. Bricht jedoch der Dreifachboden im Bereich der 12100er-Marke, weisen frische Short-Positionen ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis auf.

Man darf gespannt sein, wie sich heute die US-Tech-Werte schlagen, nachdem sowohl Applied Materials als auch Nvidia – zwei der Lieblinge der Tech-Euphorie – gestern nachbörslich ihre Ausblicke gesenkt haben für das nächste Quartal. Es scheint nun wieder eher die Zeit gekommen zu sein für die klassischen Industriewerte, während der Tech-Sektor irgendwie ausgelutscht erscheint – dort ist die beste aller Welten eingepreist, aber nun senken die Unternehmen ihre Ausblicke. Vielleicht ist das ein Strohhalm der Hoffnung für den Dax, diese neue Fokussierung auf die Industriewerte..

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Aktienmärkte: Bis US-Wahl jede Rally „gedeckelt“? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ist von nun an jede Rally der Aktienmärkte „gedeckelt“, solange die Unsicherheit über den Ausgang und die Folgewirkungen der US-Wahl besteht? So sieht es zumindest die US-Großbank Goldman Sachs. Entscheidend ist vor allem, ob Trump im Vorfeld der Wahl doch noch sagt, dass er auch eine Niederlage akzeptieren würde – was jedoch aufgrund seiner konstanten Kritik an der Briefwahl in den USA eher unwahrscheinlich ist. Gerade angesichts der deutlich steigenden Zahl an Brief-Wählern dürfte die Fersehdebatte zwischen Biden und Trump heute besondere Bedeutung haben, und wenn Biden keine schlechte Figur machen sollte, wäre das für die US-Demokraten schon ein wichtiger Punktsieg. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld der Debatte nervös und zappeln hin und her..

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Rüdiger Born: Chancen im Nasdaq

Rüdiger Born

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Aktienmärkte: Dänemark, der Börsenstar des Jahres

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Jeden Tag blicken wir gespannt auf die Aktienmärkte in den USA, um an der Wall Street die wundersame Rally der Hightechwerte zu verfolgen. Apple, Amazon und Co haben den Nasdaq zu einem Highflyer gemacht, dessen Performance aufgrund von nur sieben Titeln die Indizes der Welt in den Schatten gestellt hat.

Aber relativ unbemerkt gibt es in Europa einen der kleinsten Aktienmärkte, der sogar in Schlagweite zur Technologiebörse in den USA geblieben ist: der OMX in Dänemark.

Aktienmärkte: Der dänische Leitindex trotzt Corona

Dänemark ist nicht nur ein relativ kleines Land in Europa mit gerade einmal 5,8 Millionen Einwohnern, auch umfasst der Leitindex OMX Copenhagen nur 20 Aktien. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, sich im Coronajahr an die Performance-Spitze der größeren Aktienmärkte der Welt zu setzen. Zum Ende letzter Woche ergab sich dabei folgende Performance zum 1.1. 2020:

OMX Kopenhagen + 16,9 Prozent
CSI China + 11,6 Prozent
S&P 500 + 0,5 Prozent
Dax – 9,1 Prozent
Einzig der Nasdaq 100 lieferte mit plus 22 Prozent noch etwas mehr. Allerdings spielt auch der Wechselkurs noch eine Rolle und da hat die dänische Krone gegenüber dem Euro sogar noch etwas aufgewertet.

Gründe für das gute Abschneiden

Da ist zum einen die Entwicklung von COVID-19 in dem skandinavischen Land zu nennen. Aufgrund eines frühen Lockdowns litt das Land nicht so sehr unter den ökonomischen Folgen der Pandemie, das dänische Bruttoinlandsprodukt verlor im zweiten Quartal um 6,9 Prozent, weniger als der Durchschnitt in Europa (-12,1%), aber auch weniger als Deutschland oder den USA (-9,7%/9,5%). Hinzu kommen die weltweit üblichen Rettungspakete, die auch die dänische Regierung verabschiedet hat. Alles das wäre aber nicht in der Lage, den Index so zu „pushen“ – es ist vielmehr die Zusammensetzung des Leitindex in Dänemark.

Es sind eine Reihe von Pharma- und Biotechfirmen, die im Index sehr dominant vertreten sind und die von der Pandemie im Besonderen profitiert haben: Der weltgrößte Insulinhersteller Novo Nordisk, die Medizintechnikfirma Ambu, Coloplast, Genmab, CHR Hanssen und Novozymes, Firmennamen, die in unseren Breiten nicht allzu bekannt sind. Damit kommen die Gesundheitsfirmen auf die Hälfte der Marktkapitalisierung des Index in Höhe von 370 Millionen Euro. Dennoch ganz schon imposant im Vergleich zu unserem DAX, dem Leitindex in einem Land mit 83 Millionen Menschen, der gerade eine gute Billion Euro auf die Wage bringt.

Ein großer Nachteil eines Engagements ist damit schon erklärt, denn man fokussiert sich dann ziemlich stark auf eine Branche mit wenigen Titeln. Zumal die Unternehmensbewertung durch die Hausse deutlich nach oben gegangen ist. KGVs von 22 (Novo Nordisk) bis hin zu 60 (Genmab) oder 110 (Ambu) zeigen ein weiteres Gefahrenmoment auf. Aber die Wachstumsstory ist noch intakt und der dänische Index ist noch wenig auf dem Radar internationaler Fonds gesichtet – anders als etablierte Aktienmärkte dieser Welt. Natürlich gibt es zu Zeiten von Corona auch Verlierer im OMX, wie den Bürodienstleisters ISS, die Danskebank oder die Brauerei Carlsberg. Diese vermochten es aber nicht, die Performance des Index arg zu dezimieren.

Fazit

„We Are Red We Are White, We Are Danish Dynamite“, lautete einmal ein Song des fußballbegeisterten Dänemark, insbesondere beim Gewinn des Europameistertitels 1992 in Schweden. Ausgerechnet gegen den damals amtierenden Weltmeister Deutschland. Scheint so, als ob für die Börse des kleinen nordischen Landes in diesem Jahr auch wieder so ein kontinentaler Titel möglich ist.

Der Index OMX ist der heimliche Star der Aktienmärkte Europas

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