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Der Euro legt zu – gute Umfragwerte für Macron, Petry-Rückzug

FMW-Redaktion

Der Euro legt heute vormittag stärker zu, und das aus zwei Gründen. Der erste ist, dass neue Umfragen nun Macron vor Le Pen sehen: so etwa die Umfage von Cevipof mit Macron bei 23% (-2%), Le Pen bei 22,5% (-2,5%), Fillon liegt bei 19%, der linke Mélenchon bei 19%. Laut einer Umfrage von Opinionway sieht im zweiten Wahlgang Macron mit 65% deutlich vor Le Pen bei 35%. Einer Umfrage von BVA zufolge liegt Macron bei 24%, Le Pen bei 23%.

Marine Le Pen hatte sich vorgestern geweigert, bei der Dikussion des Fernsehsenders TF1 aufzutreten, weil im Hintergrundbild im Fernsehstudio die Europa-Fahne zu sehen war. Daraufhin hatte die EU-Kommission getwittert:

„Proud of our flag, a symbol of unity, solidarity and harmony between the people of Europe. Let’s not hide it.“

Le Pens Stellvertreter Floran Philippot hatte daraufhin gekontert, dass man die „Oligarchie“ der EU-Bürokraten in die Mottenkiste der Geschichte versenken werde. Generell wird aber der Verzicht Le Pens, bei TF1 aufzuterten, als negativ für die Wahlchancen Le Pens gewertet.

Der zweite Grund für den Anstieg des Euro ist der Verzicht von Frauke Petry auf die Spitzenkandidatur der AfD, die sie in einer ausführlichen Videobotschaft auf ihrer Facebook-Seite gestern Abend begründet hatte.

Der Verzicht Petrys, des wohl bekanntesten Gesichts der AfD könnte die Chancen der Partei schmälern und so die Pro-Euro-Parteien im Bundestag beflügeln, so viele ausländische Kommentatoren. In der AfD ist nun ein Streit ausgebrochen, ob die Partei überhaupt mit einem oder mehreren Spitzenkandidaten auftreten soll im Wahlkampf.

a.o. Bundesparteitag der Alternative für Deutschland am 4./5. Juli 2015 in Essen, Gruga Halle

Foto: Olaf Kosinsky – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41397770

Das alles gibt der Gemeinschaftswährung Auftrieb:



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4 Kommentare

  1. Macron ist eigentlich ein unabhängiger Kandidat. Der wird von keiner Partei unterstützt, wohl eher u.a. von Soros oder Rothschilds. Problem ist, wenn der Gewinnt, steht hinter dem nicht mal ein Minderheits Partei im Parlament. Dürfte extrem schwer für den werden, schwierige Reform Gesetze durchs Parlament zu bringen. Der Politische Stillstand dürfte mit Macron in Frankreich weiter gehen. Hauptsache Pro EU und den Rest macht die EZB ja. Darf bloß keine Kriese mal kommen.

  2. Frau Petry ist NICHT zurückgetreten.
    Sie wird weiterhin Bundessprecherin bleiben.
    Ebenso ist Fr. Petry in Sachsen Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl.
    Sie wird jedoch am kommenden Wochenende auf dem Parteitag in Köln nicht für eine Position im Spitzenteam für den Bundestagswahlkampfs auf Bundesebene kandidieren!

    1. Es steht ja auch nichts von einem Rücktritt in dem Artikel, sondern: „Der zweite Grund für den Anstieg des Euro ist der Verzicht von Frauke Petry auf die Spitzenkandidatur der AfD“

  3. Na, wenn man sich den ganzen Krempel durchliest, da könnte man schon sagen : Der Populismus, der hat bei uns, in Deutschland , keine Chance. Auch wenn der Populimus eine „Modeerscheinung“ ist, siehe Donald, siehe Brexit…

    Der Anstieg des EUR hat was mit der Frau Petry zu tun ? Welche Drogen nehmt Ihr ? :D

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