Devisen

Der Ölpreis hat sich zuletzt von der Dollar-Korrelation entkoppelt

FMW-Redaktion

Da Öl in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein schwacher Dollar einen steigenden Ölpreis – umgekehrt natürlich bedeutet ein starker Dollar einen schwachen Ölpreis. Fällt also das Währungspaar EURUSD, was ja einen steigenden Dollar darstellt, müsste auch der Ölpreis fallen. Dies ist normalerweise auch der Fall, wie dieser erste Langfristchart zeigt.

Die augenblickliche Entwicklung zeigt, wie stark der Drang der Öl-Trader ist, den Ölpreis hochdrücken zu wollen. Seit einer Woche hat sich Öl vom Dollar entkoppelt. Der US-Dollar wertet kräftig auf – EURUSD fiel von 1,16 Anfang Mai auf jetzt um die 1,12 – der Ölpreis wollte aber nicht wie üblich das Spielchen mitmachen und bleibt seit gut einer Woche unter der 50 Dollar-Marke kleben. Rückläufige US-Produktion, Waldbrände, Engpässe in Afrika, steigende Nachfrage in den USA usw – diese Euphorie der Märkte gepaart mit unterstützenden Aussagen der Internationalen Energie-Agentur + Goldman Sachs über eine Ausbalancierung des Ölmarktes (Angebotsmenge vs Nachfragemenge) scheinen alle „üblichen“ Mechanismen hinter sich zu lassen. Bleibt das so?

Oder wird entweder EURUSD sich nach oben anpassen, oder andererseits Öl sich nach unten anpassen?

Öl EURUSD 2
Dieser langfristige Chart seit 2013 verdeutlicht die große Korrelation zwischen Dollar und Öl. Der Ölpreis und EURUSD laufen langfristig gesehen parallel.

Öl EURUSD
Öl (schwarz) vs EURUSD (orange) seit dem 18. April.



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