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Ernst Wolff: Der Spekulationswahn und die Krypto-Währungen

Zehn Jahre nach dem Beinahe-Zusammenbruch des globalen Finanzsystems gleicht die Wirtschafts- und Finanzwelt erneut einem Spielcasino. Der Grund: Die zur Rettung des Systems erzeugten und zu immer niedrigeren…

Redaktion

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Gastkommentar von Ernst Wolff

Zehn Jahre nach dem Beinahe-Zusammenbruch des globalen Finanzsystems gleicht die Wirtschafts- und Finanzwelt erneut einem Spielcasino. Der Grund: Die zur Rettung des Systems erzeugten und zu immer niedrigeren Zinssätzen vergebenen Geldmengen sind zum überwiegenden Teil nicht in die Realwirtschaft, sondern in den Finanzsektor geflossen.

Da das Geld von den Zentralbanken nicht verschenkt, sondern verliehen wird, haben wir es gegenwärtig mit der weltweit höchsten Verschuldung aller Zeiten zu tun. Und weil der größte Teil des Geldes in die Spekulation wandert, erleben Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkte zurzeit einen Kursrekord nach dem anderen.


Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches „Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs“, erschienen im Tectum-Verlag, Marburg.

Der Run auf die Krypto-Währungen

Die dadurch entstandene Stimmung an den Börsen führt einerseits dazu, dass immer neues Geld geliehen und eingesetzt wird, um am vermeintlichen Goldrausch teilzuhaben. Andererseits wird fieberhaft nach neuen Möglichkeiten gesucht, um vor dem Ende des Rausches noch weitere Gewinnmöglichkeiten zu schaffen.

Besonders erfolgreich sind dabei Geschäftsmodelle, die Investoren dazu bringen, die Kurse durch gegenseitiges Überbieten auf immer neue Rekordstände zu treiben. Ein extremes Beispiel hierfür bieten die Krypto-Währungen, allen voran Bitcoin.

Bis vor einiger Zeit lehnten die Banken die Krypto-Währungen noch rundheraus ab. Sie fürchteten, die zugrunde liegende Blockchain-Technologie (die direkte Übermittlung eines geldwerten Datensatzes vom Absender zum Empfänger ohne den Weg über die Banken) könnte das Bankwesen überflüssig machen. Inzwischen aber haben die Banken ihre Strategie geändert und versuchen, am Bitcoin-Rausch mitzuverdienen. Selbst die Chicagoer Börse wird in das Geschäft einsteigen und zum Jahresende Bitcoin-basierte Derivate anbieten.

Das zeigt aber nur, dass der Spekulationswahn inzwischen keine Grenzen mehr kennt. Bei Bitcoin und anderen Krypto-Währungen handelt es sich nämlich keinesfalls um Währungen (also Gewährleistungen für einen Wert), sondern um künstlich erschaffene Spekulationsobjekte, die an keinen realen Wert (also einen mit Hilfe von menschlicher Arbeit erzeugten Gebrauchsgegenstand wie zum Beispiel eine Edelmetall-Münze) gebunden sind.

Ein Blick in die Geschichte

Es lohnt sich, zum Verständnis der Zusammenhänge auf die historische Entstehung von Währungen zurückzublicken: In grauer Vorzeit wurden auf Märkten ausschließlich Waren gegen Waren getauscht. Da das mit der Zeit zu aufwändig wurde, wurden Edelmetalle in Form von Münzen als Tauschmittel eingesetzt. Später wurde das Papiergeld eingeführt.

Sowohl Münzen, als auch Geldnoten hatten eines gemein: Sie repräsentierten reale Werte. Allerdings ermöglichte die Einführung des Papiergeldes die Erzeugung von mehr Geld als in Wirklichkeit durch Waren gedeckt war – die Geburtsstunde der Inflation. Sie führt dazu, dass sich die Kaufkraft der einzelnen Münze oder des einzelnen Geldscheines verringert, wenn ungedecktes neues Geld in Umlauf gebracht wird.

Seit der Einführung des elektronischen Zahlungsverkehrs sind der Geldschöpfung endgültig keine Grenzen mehr gesetzt. So sind seit der Krise von 2008 von den Zentralbanken weltweit zwischen 14 und 16 Billionen US-Dollar an ungedecktem neuen Geld geschaffen worden und zu einem großen Teil direkt ins Finanzcasino geflossen.

Im Finanzsektor werden keine Werte geschaffen

Hier aber liegt der Hund begraben: Im Finanzsektor werden nämlich keine Werte geschaffen. Hier wechselt nur Geld den Besitzer. Da das ganze System aber kreditgetrieben ist, wird zur Bedienung von Zinsen und zum Abtrag von Schulden ständig neues Geld benötigt. Wegen der seit Jahren weitgehend stagnierenden Weltwirtschaft und der daher sehr geringen Wertschöpfung springen seit 2008 die Zentralbanken ein und schaffen neues Geld – ohne jeden materiellen Gegenwert.

Dieser künstlich angeheizte Kreislauf führt zwangsläufig zu einer Entwertung des Geldes und schlussendlich in die Hyperinflation. Bisher zeigt sich diese – wegen der (vor allem durch die Austeritätspolitik bedingten) geringen Massenkaufkraft – allerdings kaum im Alltag, dafür aber umso mehr an den Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkten, an denen die Kurse boomen.

Dass Bitcoin und die andere Krypto-Währungen gerade jetzt einen solch gigantischen Aufschwung erleben, liegt vor allem daran, dass sie die letzte und höchste Form der Finanzspekulation darstellen: Hatten Derivate („abgeleitete“ Finanzprodukte) zumindest noch einen indirekten Bezug zu realen Werten, so handelt es sich bei Krypto-Währungen um absolut synthetische Erzeugnisse, die nichts, aber auch gar nichts mehr mit der Realwirtschaft zu tun haben.

Krypto-Währungen sind also nichts anderes als die ultimative logische Konsequenz der Explosion des Finanzsektors. Je nachdem, wie lange das gegenwärtige auf totaler Manipulation durch die Zentralbanken basierende Finanzsystem noch existiert, kann ihr Kurs noch weiter in die Höhe schnellen und immer neue Rekorde aufstellen. Das zeigt aber nicht, wie wertvoll die Krypto-Währungen sind, sondern beweist, wie wenig unser Geld in Wirklichkeit noch wert ist.

Sobald das zurzeit noch mit Mühe von den Zentralbanken aufrecht erhaltene Kartenhaus des globalen Finanzsystems in sich zusammenfällt – und dazu wird es mit hundertprozentiger Sicherheit kommen – werden Bitcoin und Co. sowie der Rest der künstlichen Finanzprodukte auf ihren tatsächlichen Wert reduziert werden. Und dieser liegt – wegen der nicht vorhandenen Deckung durch einen realen Wert – bei Null.

21 Kommentare

21 Comments

  1. Avatar

    Feldmaen

    30. November 2017 11:02 at 11:02

    Da bin ich ja mal gespannt ob der Herr Wolf recht behalten wird. Ich habe das Gefühl, dass er sich mit dem technischen Hintergrund einiger Kryptowährungen überhaupt nicht beschäftigt hat und diese einfach pauschal als Höhepunkt der Finanzspekulation abwatscht. Glaubwürdiger ist er deshalb für mich nicht geworden. Natürlich haben wir es mit einer Spekulationsblase zu tun, aber auch mit einigen Innovationen in der Informationstechnologie. Das Internet der Werte entsteht. Klar dass sich ein Herr Wolf darunter nichts vorstellen kann, aber ich würde diesen „neuen Markt“ 2.0 nicht unterschätzen und ihn gleich dem Untergang weihen. Sehr einseitig Herr Wolf!

    • Avatar

      Gerd

      30. November 2017 11:21 at 11:21

      Da muss ich mal wieder sagen, Feldmaen, das hat mit der dahinter stehenden Technik überhaupt nichts zu tun.
      Die fantastische Technik ändert nichts daran, dass das ein reines Schneeballsystem ist. Es handelt sich um ein Kartenhaus, welches auf ein anderes Kartenhaus (Notenbankgeld) noch oben draufgesetzt wurde.
      Im Moment zu nichts anderem gut als zu spekulieren – und das kinderleicht ohne auf eine Fundementalanalyse achten zu müssen. Weil es eben keine Fundamente gibt.

      Ich widerspreche dem Autor lediglich dahingehend, dass der BTC jemals auf Null sinken wird, weil sich immer wieder neue Spieler finden werden.
      Und ich kreide ihm an, dass er auch weiterhin den Begriff „Währung“ verwendet, obwohl er im Text eindeutig belegt, dass es keine ist. Da soll er doch zumindest abschließend von KryptoGELD, Cybergeld oder neutral von Kryptos sprechen. Ich habe es schon oft geschrieben, der Begriff Währung verniedlicht das den Kryptos innewohnende Risiko.

      • Avatar

        Feldmaen

        30. November 2017 11:45 at 11:45

        Gerd, wir werden sehen. Bitcoin und Co polarisieren. Sie und viele andere gehören zu den absoluten Kritikern. Auf der anderen Seite gibt es die Fanatiker, welche den Bitcoin als neue Weltleitwährung sehen. Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen. Ich kann ihnen nur eines raten, gewöhnen sie sich schon mal an Kryptowährungen, sie werden uns noch lange beschäftigen. Und vielleicht versuchen sie auch mal die Chancen und Möglichkeiten eines neuen Währungssystems zu sehen, ohne natürlich die nötige Skepsis zu verlieren.

        • Avatar

          Gerd

          30. November 2017 12:21 at 12:21

          Nicht dass wir uns total falsch verstehen, gerade bei Ihnen möchte ich das nicht.
          Ich gebe zu, dass am Jahresanfang die Technik für mich einer der Hauptgründe war, niemals in so ein „Teufelszeug“ einzusteigen. Ich hab da null Vertrauen gehabt. Das hat sich schon lange geändert. Leider zu spät. Jetzt aber halte ich die Technik sogar für geeignet, dass die Notenbanken auf diese ihre jeweiligen Währungen aufbauen.

          Aber eben die Notenbanken und vor allen Dingen jede Notenbank für sich.
          1. Ich kann nämlich keine weltweit gültige Weltkryptowährung einführen, welche für alle Länder eine und dieselbe ist. Z.B. der BTC als Weltwährung. Das geht nicht.
          Das klappt ja wie bekannt nicht mal mit den relativ wenigen Ländern im Euroraum mit der Gemeinschaftswährung Euro.

          2. Wie wollte man das technisch veranstalten? Angenommen die Notenbanken dieser Welt würden sich doch entscheiden, ihre individuellen Währungen zu eliminieren und den BTC allumfassend als Währung einzuführen. Wie kommt die Weltbevölkerung in den Besitz der Bitcoins???
          Indem 6,99 Mrd. Menschen die Bitcoins von denjenigen 100 Millionen erwerben, die ihn dann schon haben? Das heißt sie „übergeben“ ihr Notenbankgeld an die Kryptobesitzer? Kann nicht sein, oder?
          Dann hätten die ja auf einmal keine Kryptos mehr sondern ihrerseits das Notenbankgeld auf dem Konto.
          Also, wenn überhaupt, ginge das nur mittels der Notenbanken. Wobei aber der Punkt 1. dennoch ungelöst bliebe. Es gibt erst dann eine Weltwährung, wenn wir die NWO haben mit einer Weltregierung an der Spitze. Und das wiederum beruht auf der Theorie, dass sich da bestimmte Eliten verschworen hätten (Verschwörungstheorie).

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            Feldmaen

            30. November 2017 13:05 at 13:05

            Ich sehe die Kryptowährungen nicht als Währung in diesem Sinne. Eine Währung ist immer auch ein Instrument des Staates um seine Steuern ein zu treiben. Wir an es gibt eine neue Welt-Krypto-Währung, sie wäre ja nur legitim, wenn man in den partizipierenden Nationen auch damit seine Steuern begleichen könnte. Darin liegt doch die Macht der Staaten und Notenbanken. So lange ich meine Steuern in Euros bezahlen muss, sei es Mehrwert-, Einkommens- oder KFZ-Steuer, brauch ich den Euro, da kann ich Bitcoin etc. ohne Ende haben. Das wissen die Notenbanken auch und sehen derzeit auch keine große Gefahr in den Kryptos, sonst wären die schon längst eingeschritten.

            Ich spreche ja immer wieder von XRP. Ripple hat niemals den Anspruch gehabt irgendwelche bestehenden FIAT Währungen ab zu schaffen oder eine neue Währung zu erschaffen. XRP ist so etwas wie eine digitale Werteinheit, die ich in Sekundenschnelle um den Globus schicken kann und in alle möglichen anderen Währungen tauschen kann. Es soll eine Art neutrale Brückenwährung sein um den internationalen Geldverkehr zu Beschleunigen. Deswegen wird XRP auch von den Notenbanken anerkannt. Es gab sogar schon ein Seminar von Ripple, in diesem wurden Vertreter von vielen Notenbanken geladen um die Zukunft des internationalen Zahlungsverkehrs zu diskutieren. Mit XRP sollen Banken in Zukunft bis zu 60% an Kosten im internationalen Zahlungsverkehr einsparen, das sind Summen von vielen Milliarden Dollar.

            Oder Etherium, Neo und Co. Hier geht es um Verträge die auf einem dezentralen Netzwerk vertrauenswürdig gespeichert werden. Die Absicht eine neue Währung zu schaffen besteht hier absolut nicht.

            Und deshalb rege ich mich über die einseitige Betrachtung von Herrn Wolf so auf, nicht dass er komplett falsch liegt, dass bestimmt nicht. Aber bei all dem Hype, Chaos und dem hohen Grad an Spekulation in der Kryptoszene, sollte man doch auch ein bisschen zwischen Innovation und Spinnerei unterscheiden können.

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            Walter W.

            30. November 2017 17:44 at 17:44

            @Feldmaen

            Nur ist das Ziel von Ripple nicht Geld zu „tauschen“ sondern das Versenden zu ermöglichen. Daher die Substitution vom SWIFT-System…

          • Avatar

            Feldmaen

            30. November 2017 22:42 at 22:42

            @Walter, sowohl als auch. Wenn ich z.B. eine Rechnung in Amerika bezahlen möchte tausche ich in Deutschland bei einem „Marketmaker“ EUR-XRP, schicke diese innerhalb von 4 Sekunden in die Staaten zu einem anderen „Marketmaker“ (eine Bank die XRP zur Verfügung stellt) welche dann wiederum XRP in Dollar täuscht. XRP ist somit Transport- und Tauschmittel. Und es geht um Bankgutschriften (Settlement), nicht Bezahlung (Payments). Bezahlen kann ich ja mit Visa oder PayPal auch schon, die Bankgutschriften benötigen aber derzeit immer noch mehrere Tage. Dabei ist unser SEPA System mit das schnellste.

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    sonnenuhr123

    30. November 2017 11:40 at 11:40

    Bin grundsätzlich auch derselben Meinung wie Herr Wolff.Die Notenbanken haben diese Übertreibungen mit ihrem Geld drucken zu verantworten. Wie sie aus dieser Nummer wieder rauskommen wollen ohne das es zu riesigen Verwerfungen kommt, keine Ahnung. Ich finde auch das Prinzip der Kryptowährungen interessant. Aber was dann von diesen Währungen übbrigbleibt weiß momentan kein Mensch.Im Papiergeld z.B. Euro hat man zumindest die Wirtschaftskraft vom Euroraum. Aber bei den Kryptowährungen nichts. Hab mal einen Link von den größten Blasen der Geschichte eingefügt, kann sich jeder seine Meinung bilden.
    http://www.mmnews.de/wirtschaft/37636-maerkte-bitcoin-und-blockchain-geht-gaga

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      Gerd

      30. November 2017 16:29 at 16:29

      Ich kriege die Seite leider nicht geöffnet. Anscheinend seit Stunden schon überlastet.

      Weil da wohl was von den „größten Blasen der Geschichte“ drinstehen sollte, schreibe ich bei der Gelegenheit noch, was ich immer und immer wiederhole. Beim Bitcoin handelt es sich um keine Blase. In keinster Weise. Ob der nun bei 500 stünde, bei 5000, 10000 oder 100000.

      Der nachstehende Satz von Wikipedia (unter Spekulationsblase) könnte von mir sein:
      „Als …Blase wird in der Makroökonomie eine Marktsituation bezeichnet, in der der Preis eines Handelsgutes, Vermögensgegenstandes (Immobilien und Wertpapiere wie zum Beispiel Aktien oder Anleihen) bei hohen Umsätzen über seinem inneren Wert,..auch Fundamentalwert..,liegt.“
      Bei einem Krypto fehlt dieser Fundamentalwert, das Fundament auf das ein realer Wert überhaupt aufbauen könnte, von vornherein. Da ist nichts. Da gibt es keinen inneren Wert.
      Ein Krypto ist bei 1 Dollar schon zu teuer. Oder aber auch nicht – dann ist er bei 10000 Dollar allerdings auch nicht zu teuer. Er lässt sich eben nicht bewerten. Wieviel dafür bezahlt wird, hängt schlichtweg davon ab wie reibungslos das Schneeballsytem am Laufen gehalten werden kann.

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        Columbo

        30. November 2017 16:56 at 16:56

        @Gerd, dann verstehe ich aber das Mining nicht. Ich dachte, soundsoviel Rechenleistung+Stromkosten ergeben einen Bitcoin. Im Bitcoin ist eine Arbeitsleistung enthalten, ist das nicht eine Art Grundwert?

        • Avatar

          Gerd

          30. November 2017 17:26 at 17:26

          Aber Columbo. Das würde doch wenn schon eher das Gegenteil bedeuten.

          Da ist ja so ähnlich wie es einem Bekannten während langer Wohnungsabwesenheit passiert ist. Er hat das heiße Wasser im Bad laufen lassen. Das hatte bei der späteren Nebenkostenabrechnung viel Geld gekostet (rund 500 Euro). In seinem Waschbecken hat er bei der Rückkehr ein manierliches Kalkgebilde vorgefunden.
          Da hat er auch nicht gesagt, das ist mir jetzt rund 500Euro wert, ich versuche das rauszulösen und stell mir die Gacke in die Vitrine.

          Also nur weil ich für irgendeinen Schmarrn nutzlos Energie und Resourcen verbrauche/vergeude, verschafft das für sich genommen diesen Dingern noch keinen Wert. Und so wie die Kryptos im Moment noch genutzt werden, ist das leider ein Blödsinn. Es sei denn, man schreibt der Spekulation an sich einen Wert zu. Oder den dunklen Bezahltmachenschaften im Darknetz. Die sekundenschnelle Überweisung für seriöse Käufe haben wir im nächsten Jahr auch bei unseren Banken.

          Ich bin mit Feldmaen aber tendenziell der gleichen Meinung, dass man die Kryptos irgendwann auf anderem Gebiet auch mal zu was Vernünftigem gebrauchen können wird. Weil man mit der Blockchaintechnologie an und für sich schon was Gutes erfunden hat.

      • Avatar

        Wolfgang M.

        30. November 2017 17:12 at 17:12

        @Gerd. Was mich am dem Bitcoin-Hype so erstaunt, ist nicht einmal die Preisentwicklung, sondern das Energieproblem, welches mehr oder weniger ignoriert wird. Eine einzige Bitcoin-Transaktion verursacht derzeit (bei 400 000 täglich) Stromkosten von 30 bis 100 €, je nach Standort. Die Gesamtstrommenge/p.a. beläuft sich derzeit auf 30 TW/s, bereits 30% mehr als vor einem Monat! und entspricht damit fast dem Jahresstromverbrauch von Irland. Wenn sich die dezentrale Blockchain-Technologie nicht verändern sollte, kann man sich gar nicht vorstellen, was dies bei Zig-Milionen Transaktionen bedeuten würde. Viele Miner sitzen in China in der Nähe billiger Kohlekraftwerke. Ich bin jetzt wirklich kein grüner Aktivist, aber im Zeitalter weltweiter CO 2-Einsparung, in der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, ist eine Technologie, die bereits bei einer Transaktion Tonnen CO 2 produziert fortschrittlich? Ist das die Zukunft. Müssten da nicht die Umweltbehörden den Stecker ziehen? Wo ist da mein Denkfehler? Gruß

        • Avatar

          Feldmaen

          30. November 2017 17:35 at 17:35

          XRP ist pre-mined, da verursacht eine Transaktion kosten die gegen null gehen.

        • Avatar

          Gerd

          30. November 2017 18:09 at 18:09

          Wolfgang M., wenn überhaupt, könnte das Feldmaen viel besser beantworten als ich.

          Wobei mir die Aussage „Eine einzige Bitcoin-Transaktion verursacht derzeit (bei 400 000 täglich) Stromkosten von 30 bis 100 €..“
          schon etwas spanisch vorkommt. Eine einzige ja wohl nun doch nicht, oder? Das kann ich mir nicht vorstellen.

          Von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) oder anderen Umweltorganisationen hört man diesbezüglich nichts.
          Von den Grünen sowieso nicht, weil Umwelt von der Thematik her bei denen ja sowieso bestenfalls noch an dritter Stelle auf deren Prioritätenliste steht.

          Ansonsten:
          Autos demnächst alle elektrisch. Banktransaktionen nur mit Blockchain. Da wird unendlich viel Strom gebraucht.
          Was schlussfolgern wir als Leser dieser Seite daraus. Kauft keine Kryptos, kauft nicht bevorzugt BP oder Shell – kauft eventuell Eon und RWE.

        • Avatar

          Michael

          30. November 2017 20:19 at 20:19

          @Wolfgang M., ein Bekannter von mir betreibt Krypto-Mining seit etwa 1 Jahr, derzeit noch mit einem Drittel der geplanten Leistung. Auf seinem System laufen derzeit 6 Grafikkarten GPUs, natürlich 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Geplant ist die dreifache Leistung. Bereits mit diesem Drittel verbrutzelt die Hardware etwa 29 kWh pro Tag. Das sind dann über den Daumen gepeilt etwa 5,- € Stromkosten pro Tag. Damit schürft er derzeit etwa 0,0008 Bitcoins pro Tag, also einen aktuellen Gegenwert von etwa 8 €.
          Was eine Transaktion kostet, kann ich Ihnen nicht sagen, die hängt ja vom Einkaufswert des Produktes oder der Dienstleistung ab, die jemand per Bitcoin bezahlt (also hauptsächlich Schwarzmarkt, Downloads, Waffen, Drogen, Pornografie im Dark Web, aber auch über vereinzelte Anbieter wie Amazon im WWW). Einen ganzen Bitcoin zu schürfen, verursacht für ihn derzeit etwa Stromkosten von 6250,- €. Zuzüglich der Kosten für den Anbieter, über den er an einem Pool teilnehmen kann.
          Unter einem Kurs von etwa 6500,- bis 7000,- zahlt er als Miner also drauf. Anschaffungskosten und Verschleiß bei Dauerbetrieb sind hierbei noch nicht berücksichtigt.
          Die Hitzeentwicklung von Grafikkarten, die sich die heiße Luft gegenseitig per Lüfter zufächern, sorgt für zusätzliche Probleme. Zur Kühlung des Systems und des Raumes müssen weitere stromfressende Maßnahmen (Klimaanlage) ergriffen werden.
          Das Ganze ist also energietechnisch gesehen der absolute Irrsinn. Was Umweltbehörden, Klimaabkommen und Zukunft angeht, machen Sie keinen Denkfehler. Sie liegen absolut richtig.

          Wirtschaftlich gesehen ist es unter dem o.g. Kurs ebenfalls Wahnsinn, weshalb die jüngsten Flash-Crashes dort ihren Boden gefunden haben dürften, weil sonst das ganze Kartenhaus-Schneeball-System kollabiert wäre.

          Für die allwissenden Theoretiker hier ist das Gesagte sicherlich wie immer Blödsinn, Allwissen vor empirischen Fakten. Für meinen Bekannten würde es mich freuen, wäre nicht die traurige Realität.

          • Avatar

            Wolfgang M.

            30. November 2017 21:51 at 21:51

            @Michael. Danke, für diesen kleinen Erfahrungsbericht, sehr aufschlussreich.

          • Avatar

            Feldmaen

            30. November 2017 22:06 at 22:06

            „Für die allwissenden Theoretiker hier ist das Gesagte sicherlich wie immer Blödsinn, Allwissen vor empirischen Fakten. Für meinen Bekannten würde es mich freuen, wäre nicht die traurige Realität.“

            Nein das besagte ist kein Blödsinn, was den Proof of Work Algorithmus angeht haben sie völlig Recht. Deshalb gilt ja auch der Bitcoin für viele in der Szene schon als überholt. Das Mining lohnt sich eigentlich nur noch in großen Farmen mit niedrigen Primärenergiekosten (China, 5 Cent kWh). Deshalb ist das Bitcoin Netzwerk auch überhaupt nicht für einen weltweiten Zahlungsverkehr geeignet.

            „Was eine Transaktion kostet, kann ich Ihnen nicht sagen, die hängt ja vom Einkaufswert des Produktes oder der Dienstleistung ab, die jemand per Bitcoin bezahlt (also hauptsächlich Schwarzmarkt, Downloads, Waffen, Drogen, Pornografie im Dark Web, aber auch über vereinzelte Anbieter wie Amazon im WWW)“

            Stimmt nicht, die Transaktionskosten bestimmen die Miner. Diese werden für das Schreiben der Transaktion auf den jeweiligen Block erhoben. Ich weiß nicht wo die Information her haben dass die Transaktionskosten vom Warenwert eines gekauften Produktes abhängig sind. Höre ich zum ersten Mal. Aber vielleicht haben sie ja eine Quelle oder Erklärung?

          • Avatar

            Michael

            30. November 2017 22:50 at 22:50

            @Feldmaen, da habe ich inhaltlich und begrifflich etwas vollkommen falsch verstanden oder verwechselt. Das Ganze von meinem Bekannten zu hören und zu verstehen, war auch ganz schön anstrengend, so ganz verstanden habe ich den technischen Ablauf noch lange nicht.
            Sorry für den Käse, den ich dahingehend verzapft habe.

            Sorry auch dafür, dass ich Sie mit Kommentaren gestern und vorgestern vor den Kopf gestoßen habe. Da war ich ein echter Vollpfosten, zu wenig fokussiert und habe mich emotional von Bauerntrampeln & Kameraden, Apokalyptikern und rechtsverblendeten Spinnern provozieren lassen.

          • Avatar

            Feldmaen

            1. Dezember 2017 08:19 at 08:19

            @Michael, danke für ihr Feedback. Wissen sie, dies ist eine Seite welche mir samt ihrer Kommentarfunktion sehr am Herzen liegt. Hier kann man noch wirklich etwas von den Autoren und Kommentatoren lernen. Ich von ihnen, sie von mir. Selbst @bauer liefert für mich Anregungen, manchmal erheitern mich seine Kommentare sogar.
            Klar gehört der ein oder andere Spruch oder ein Wink mit dem Zaunpfahl dazu, dadurch bekommen Diskussionen eine gewisse Lebendigkeit.

            Manchmal habe ich aber auch Bedenken, dass hier der ein oder andere sich nicht mehr traut etwas zu schreiben, weil er dann dafür von den anderen denunziert und für dumm verkauft wird. Und dieses Verhalten gehört dann eher in die Grundschule, aber nicht auf eine qualitativ so hochwertige Seite wie diese.

            Mann muss es sportlich sehen, den anderen versuchen zu überzeugen ohne den Respekt zu verlieren.

  3. Avatar

    Beobachter

    30. November 2017 12:50 at 12:50

    @Gerd,ich sehe das genau so u.der Herr Wolff liegt wieder mal hundert % richtig.Wenn das SCHNEEBALLSYSTEM ( Nullsummenspiel )nicht bald gestoppt wird gibt es wieder ein Desaster und der Normalbürger der nie an eine leistungslose Aufwertung
    einer künstlichen Nichtwährung glaubt wird das Ganze mit seinen Steuern wieder ausfressen müssen.Man sagt immer ,Bildung sei unsere Zukunft.
    WENN EINER MIT MEHR ALS SECHS SCHULJAHREN AN EINE SOLCHE SACHE GLAUBT, DER SOLLTE MAL IN SICH GEHEN ( in sein Hirn) U. ÜBERLEGEN.
    Übrigens gestern gabs ein Gerücht, dass der Elon Musk dahinterstecke, würde noch passen !!!

  4. Avatar

    Raimund Albert

    30. November 2017 15:40 at 15:40

    Wundert mich, dass Sie in dieser (Spekulations-)Wüste predigen, Herr Wolff.
    Die Grundfrage, und das gilt für alle derzeit benutzten Geldformen, ist doch: Wo ist der Wert? Beim Fiatgeld, bei Geld-Derivaten? Druckkosten? Sind es beim Bitcoin die Stromkosten? Die Weltwirtschaft auf Bitcoin-(Krypto-)Basis – ein energiepolitisches Horrorszenario! Nur wenn Wert inkorporiert ist, ist Geld nicht mehr beliebig vermehrbar, ansonsten geht das (Geld-)System über in den Schneeball-Modus. Da sind wir bereits. Vielleicht kommen noch weitere Pseudo-Innovationen (für Spieler), Langsam aber sicher gehen hierfür die Ideen (die Sicherheiten ohnehin) aus. Die echten (realen) Werte werden sich ohne Kompromisse durchsetzen. Dabei viel Spass, denn auch Realwerteigentümer werden absolut ärmer – am Ende sicher relativ reicher, Ob sie davon noch etwas haben?

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Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Es gibt tausende verschiedene Kryptowährungen, doch keine kann es bis heute mit Bitcoin aufnehmen. 65 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung von mehr als 5.500 Kryptowährungen entfällt auf Bitcoin. Doch in China, wo ohnehin schon ein enormer Marktanteil auf digitales Bezahlen mittels Handy-Apps entfällt, entsteht jetzt eine Kryptowährung, die es mit Bitcoin aufnehmen könnte, ohne mit Bitcoin viele Gemeinsamkeiten zu haben.

Bitcoin und Co. sind bei Chinas Machthabern verpönt, da sie schwer zu kontrollierende Kapitalflüsse darstellen. Da es keinen freien Kapitalverkehr zwischen China und der Welt gibt und auch im Inland am besten alle Zahlungsflüsse kontrolliert werden sollen, standen Kryptowährungen lange auf der Abschussliste. Mining-Farmen galten sogar als im Land unerwünschte Branchen, Farmen wurden ab Januar 2018 geschlossen und Bitcoin selbst wurde ab Dezember 2013 schrittweise verboten. Ab September 2017 ist der Betrieb von Tradingplattformen für Kryptowährungen untersagt.

Inzwischen hat sich die Meinung etwas geändert. Bestehende Kryptowährungen sind noch immer verpönt. Doch die Staatsführung hat erkannt, dass Kryptowährungen wie Bitcoin perfekt nachvollziehbare und bis in alle Ewigkeit gespeicherte Zahlungsmittelflüsse abbilden, wenn bekannt ist, wem welche Wallet gehört. Staatlich kontrollierte Kryptowährungen wären somit das perfekte Überwachungsinstrument.

Chinas Bitcoin-Alternative heißt DCEP

Daher hat sich die Stimmung in der Führung inzwischen merklich gewandelt. Im November 2019 fand sogar ein Blockchain-Gipfel in China statt. Ziel ist die Erforschung und Entwicklung einer eigenen, chinesischen Alternative zu Bitcoin. Inzwischen begann bereits ein Pilotprogramm in vier Städten mit einer digitalisierten Version der staatlichen Währung Renmbini, genannte DCEP. Für die chinesischen Bürger entfallen dabei alle Vorteile, die klassische Kryptowährungen bieten, ohne dass die staatliche Kryptowährung dafür im Tausch neue Vorteile gegenüber zum Beispiel Bitcoin böte. Eine digitalisierte Form der staatlichen Währung können die Menschen schließlich bereits mit zum Beispiel Alipay oder WeChat nutzen.

Um die neue staatliche Währung unter die Menschen zu bringen, bedient sich die Regierung daher eines Tricks: Staatliche Leistungen werden in der neuen Kryptowährung ausgezahlt, was die Menschen dazu zwingt, diese neue Währung auch einzusetzen. Damit hat die Regierung auch die Möglichkeit, die neue Kryptowährung im Rekordtempo zu einem global unerreichten Marktanteil zu verhelfen. In letzter Konsequenz könnten z.B. Steuerzahlungen als Kryptowährung gefordert werden, was dann jeden chinesischen Steuerzahler zwänge, die Währung nicht nur einzusetzen, sondern auch einzunehmen.

In China ist die Bevölkerung bereit für digitale Zahlungsabwicklung

Schon ohne staatlichen Zwang werden 16% des chinesischen Bruttoinlandsprodukts mit Alipay und Co. abgewickelt, also privaten Handy-Apps. Mit staatlichem Zwang ließe sich der Anteil des digitalen Renminbi sicherlich auf noch deutlich größere Anteile heben. Damit bestünde für China dann auch die Möglichkeit, internationale Transaktionen ohne die Nutzung westlich dominierter Systeme wie Swift oder den Umweg über den US-Dollar abzuwickeln. Schon heute können chinesische Touristen in Westeuropa mit chinesischen Apps bezahlen. Künftig könnten zum Beispiel auch vom Westen sanktionierte Staaten wie der Iran auf die chinesische Bitcoin-Alternative umschwenken.

Ziel des digitalen Renminbis ist, dass er ohne Bankkonto auskommt. Die Wallet ist in diesem Fall das Konto. Noch immer gibt es in China 225 Millionen Menschen ohne Bankkonto. Gleichzeitig gibt es aber mehr Mobilfunkverträge als Einwohner. Die chinesische Bitcoin-Alternative wäre insofern ein Entwicklungsprogramm, das hunderten Millionen Menschen erstmals Zugang zu einem kontoähnlichen Produkt böte.

DCEP hat wenig Gemeinsamkeiten mit Bitcoin und Co.

Mit den von Krypto-Fans propagierten Vorteilen einer Kryptowährung hat DCEP natürlich fast nichts mehr gemeinsam. DCEP ist vollständig staatlich kontrolliert, die Geldmenge ist prinzipiell unbegrenzt und es gibt keine Blockchain. Insofern hat DCEP mehr mit Handy-Payment-Apps gemeinsam als mit Bitcoin und Co.

Sollte sich DCEP jedoch durchsetzen, stünde die Frage im Raum, wozu es die technisch deutlich aufwendigeren Kryptowährungen überhaupt noch braucht. Zweifelsohne verbrauchen die meisten Kryptowährungen Unmengen an Strom, um die kryptographischen Berechnungen durchführen zu können, die für den Betrieb der Blockchains erforderlich sind. Am Ende könnte also eine digitale Währung, die mit Kryptowährungen kaum etwas gemeinsam hat, den Stern der Kryptowährungen zum Sinken bringen.

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