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Deutsche Bank: Spürbar rückläufige Umsätze und Gewinne – Sewing will Investmentbanking drastisch einstampfen

Die Deutsche Bank hat ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Erlös (das selbe wie der Umsatz bei Industrieunternehmen) beträgt 6,98 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 7,35). Die Hauptgründe für diesen 5%-Umsatzrückgang…

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FMW-Redaktion

Die Deutsche Bank hat ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Erlös (das selbe wie der Umsatz bei Industrieunternehmen) beträgt 6,98 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 7,35). Die Hauptgründe für diesen 5%-Umsatzrückgang binnen 12 Monaten waren laut Deutscher Bank in Wechselkursveränderungen zu suchen, insbesondere bei der Aufwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar. Auch die geringeren Erträge der Unternehmens- und Investmentbank seien Schuld gewesen.

Der Gewinn (nach Steuern) beträgt 120 Millionen Euro (Vorjahresquartal 575/erwartet ca 370).

Wenigstens eine gute Sache gibt es zu verkünden. Die Kosten sind mit 6,35 Milliarden Euro de facto gleich geblieben gegenüber 6,34 Milliarden Euro vor einem Jahr.

Die harte Kernkapitalquote liegt bei 13,4% nach 11,8% vor 12 Monaten. Sieh an, ein Verdienst von John Cryan!

Das Segment Investmentbanking schrumpft binnen 12 Monaten beim Erlös (Umsatz) von 4,4 auf 3,8 Milliarden Euro.

Das „normale Bankgeschäft“ mit Privat- und Firmenkunden kann sich knapp halten mit 2,64 nach 2,7 Milliarden Euro.

Vorbörslich notiert die Deutsche Bank-Aktie aktuell mit -3,9%.

Hier die Headline-Aussage des neuen CEO Sewing im Wortlaut:

Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank: „Sowohl mit unserer Vermögensverwaltung DWS als auch in der Privat- und Firmenkundenbank sind wir auf einem guten Weg, wenngleich wir auch hier deutlich profitabler werden müssen. Auch unsere Unternehmens- und Investmentbank ist in einigen Geschäftsfeldern erfolgreich unterwegs und konnte Marktanteile halten oder gewinnen. Gleichzeitig sind wir in anderen Bereichen dieser Sparte nicht stark genug. Deshalb müssen wir entschlossen handeln und unsere Strategie anpassen. Dabei haben wir keine Zeit zu verlieren, denn die aktuellen Renditen für unsere Aktionäre sind schlicht nicht akzeptabel.“

Der neue CEO Christian Sewing verkündet heute zeitgleich zu den Quartalszahlen eine offenbar breit angelegte Initiative. Das Investmentbanking soll in vielen Detailbereichen deutlich zurückgefahren werden. Zitat Deutsche Bank (entscheidend ist wohl der letzte Satz):

Die Bank will sich konsequenter auf stabilere Ertragsquellen konzentrieren und die Geschäftsfelder stärken, die für europäische und multinationale Kunden besonders relevant sind. Um die Ressourcen besser zu verteilen sowie Kapital und Bilanz effizienter zu nutzen, wird die Bank andere Bereiche zurückfahren, in denen der Vorstand im veränderten Marktumfeld keine nachhaltigen Wettbewerbsvorteile mehr sieht.

Konkret hat der Vorstand drei Maßnahmen beschlossen:

— Im Beratungs- und Finanzierungsgeschäft (Corporate Finance) konzentriert sich die Deutsche Bank künftig auf die Branchen und Segmente mit Bezug zu ihren europäischen Kunden sowie auf Emissions- und Finanzierungsgeschäfte, in denen sie zu den Marktführern gehört. In den USA und in Asien wird sie ihr Geschäft in den Sektoren reduzieren, die kaum grenzüberschreitend aktiv sind. Eine weltweite Expertise bietet die Bank weiterhin für Unternehmen, Finanzinstitute und Finanzinvestoren, die für die Wirtschaft in Deutschland und Europa besonders relevant sind.

— Das Zinsgeschäft in den USA wird deutlich verkleinert, um die Bilanz der Bank, die Verschuldungsposition und die Repo-Finanzierung zu reduzieren. Aufrechterhalten bleibt das europäische Geschäft, das größer und für die Kunden bedeutender ist und so bessere Ergebnisse erzielt.

— Das weltweite Aktiengeschäft wird der Vorstand genau prüfen. Auch hier dürfte das Geschäft in bestimmten Bereichen zurückgefahren werden. Unter anderem will die Bank das Bilanzvolumen im Geschäft mit Hedgefonds (Prime Finance) reduzieren, indem sie den Schwerpunkt auf die wichtigsten Kunden legt und ihre Ressourcen darauf konzentriert.

Die Bank beabsichtigt, die Kosten in der Unternehmens- und Investmentbank sowie den angeschlossenen Infrastrukturfunktionen deutlich zu senken.

Deutsche Bank
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Wie sieht derzeit die Lage im Dax aus, und wie könnte der aktive Börsianer derzeit agieren um Gewinne in einem Seitwärtsmarkt mitzunehmen? Einige interessante Aussagen dazu macht ein Experte im folgenden Interview mit Manuel Koch. Auch erwähnt wird eine mögliche geldpolitische Wende seitens der EZB.

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Neu: Warum Disruptoren für Sie so lukrativ sind – Werbung

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Lieber Börsianer,

US-Investoren lieben diese neue Aktiengattung. Die Rede ist von den sogenannten Disruptoren. Was ist das? Den Begriff des Disruptors prägte vor einigen Jahren der US-Ökonom Clayton M. Christensen.

Er meint damit Unternehmen, die das bestehende Marktgleichgewicht in aller Regel mit großer Dynamik kreativ zerstören. Anders formuliert: Hier werden Erfolgsserien bereits bestehender Technologien oder etwa Produktionsverfahren unterbrochen (englisch: to disrupt). Im deutschsprachigen Raum sprechen wir dann von disruptiven Technologien.

Landläufig verstehen viele Anleger darunter vor allem Neuerungen im Bereich Software oder Internet. Tatsächlich ist das faszinierende Feld dieser Disruptoren vieler größer. Auch nicht-technische Innovationen können einen Markt erheblich verändern.

Ein Beispiel aus der Vergangenheit: Nach dem Zweiten Weltkrieg startete ein Einzelhändler, den wir heute unter dem Namen Aldi kennen, ein gänzlich neues Geschäftsmodell. Man setzte nicht mehr auf Frischprodukte wie Obst und Gemüse, sondern lang haltbare Konserven und ähnliches. Das Modell des Lebensmittel-Discounters war geboren.

In der jüngeren Vergangenheit etwa sorgte die US-Kaffeehauskette Starbucks für Furore und konstruktive Unruhe im Markt. Die Performance dieser Disruptor-Aktie in den vergangenen 10 Jahren: über 2.200 % Kursplus. Tatsächlich machte diese US-Aktie viele Anleger wohlhabend, einige unter uns machte die Starbucks-Aktie sogar zu kleinen Millionären.

Es muss nicht immer Internet sein

Wie gesagt: Es muss nicht immer Internet sein. Trotzdem gilt natürlich, dass aus dieser Branche in den vergangenen Jahren sehr viele Disruptoren erwachsen sind. Dafür stehen Namen wie Alphabet, Amazon oder etwa in China Tencent oder Alibaba.
Nun kennen wir natürlich alle die Disruptoren der Vergangenheit. Aber was sind die Disruptoren der nächsten Jahren? In meinem Börsendienst RENDITE TELEGRAMM befasse ich mich schwerpunktmäßig genau mit dieser Aktiengattung. Anhand eines aufwendigen Prüfschemas…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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