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Videoausblick: Die große Chance für Mario Draghi

Mario Draghi hat heute eine große Chance: nachdem der Euro aufgrund des Anstiegs der US-Renditen und der damit verbundenen Dollar-Stärke unter Druck ist, könnte der EZB-Chef den Euro noch schwächer reden mit dovishen Aussagen. Sollte Draghi heute „erfolgreich“ sein mit seiner Rhetorik und dem Euro damit weiter zusetzen, könnte das dem Dax noch einmal Rückendeckung geben..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Mario Draghi hat heute eine große Chance: nachdem der Euro aufgrund des Anstiegs der US-Renditen und der damit verbundenen Dollar-Stärke unter Druck ist, könnte der EZB-Chef den Euro noch schwächer reden mit dovishen Aussagen. Basis dafür könnte die Konjunktur-Eintrübung in der Eurozone seit Februar sein, und es ist zu erwarten, dass die Aussagen in Sachen Wachstum und Inflation vorsichtiger ausfallen als zuletzt (bei der letzten Sitzung hatte die EZB erstmals den Passus weggelassen, wonach man die Anleihekäufe noch ausweiten könne wenn nötig). Sollte Draghi heute „erfolgreich“ sein mit seiner Rhetorik und dem Euro damit weiter zusetzen, könnte das dem Dax noch einmal Rückendeckung geben. Die gestrigen Facebook-Zahlen waren stark, aber eigentlich irrelevant..

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4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    ToniTrade

    26. April 2018 08:05 at 08:05

    Hallo Fugi,
    wie sehen Sie denn grundsätzlich die Entwicklung der europäischen Märkte im mittelfristigen Zeitrahmen? Die Bewertungen sind ja deutlich niedriger als im Verhältnis zu den US Indizies, die anbahnende Euroschwäche könnte somit den DAX und Co helfen.
    Mich würde wie gesagt, ihr mittelfristiger Ausblick zum Euroraum interessieren, in den USA ist ja schon alles eingepreist…
    Vielen Dank und Gruß
    Toni

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      26. April 2018 08:10 at 08:10

      @ToniTrade, das ist ein weites Feld! Grundsätzlich ist der Dax viel vernünftiger bewertet, und wenn der Handelskrieg nicht eskaliert, wäre das die Voraussetzung für zumindest stabile Märkte. Aber vieles spricht dafür, dass es bis zum Herbst (September) sehr schwierig bleibt an den Märkten..

  2. Avatar

    Wolfgang M.

    26. April 2018 10:05 at 10:05

    Wenige Tage vor der Notenbanksitzung der EZB hat die Deutsche Bundesbank, aufgrund einer Anfrage aus dem Bundestag, die Gesamtzahlen bilanziert, die die Niedrigzinspolitik nach der Finanzkrise von 2008 bis 2017 verursacht hat. Damit werden auch die Effekte der finanziellen Repression (Entschuldung/Entlastung der EU-Staaten durch Niedrigzinsen auf Kosten der Sparer) deutlich, im Positiven, wie auch im Negativen. Die 19 Eu-Länder genossen seit 2008 eine Zinserparnis von 1,15 Bio. €, Deutschland 294 Mrd., Frankreich 275 Mrd. und Italien 216 Mrd., auf der Basis der damaligen Zinsen. Damit wird auch deutlich, woher die „schwarze Null“ im deutschen Haushalt herrührt, von den Zinsgeschenken und nicht so sehr von der Haushaltsdisziplin. Das Positive daran ist, dass viele Länder ihre Haushaltsdefizite verringern konnten, problematisch in der kurzfristigen Sicht verbleiben Portugal und Spanien, in der Gesamtverschuldung aber insbesondere Italien. Das Land sitzt trotz starker Entlastung nach wie vor auf einer Gesamtverschuldung von unverändert über 130% zum BIP.
    Das Negative daran ist natürlich die inflationsbedingte Entwertung der Geldvermögung (insbesondere beim Kleinsparer) und die Auswirkung auf die typische deutsche Altersvorsorge. Die Pensionskassen sind überwiegen anleihenbasiert und die vergangene 10-Jahresphase wird auf lange Sicht eine deutliche Versorgungslücke hinterlassen, allein schon wegen des Zinseszinseffektes. Nicht zu reden von den wirtschaftlichen Auswirkungen, wie das Überleben von Zombiefirmen u.v.m.
    Interessant wird es daher sein, was der Römer und Ex-Notenbankchef, Mario Draghi, heute zur weiteren Politik hinsichtlich Inflation und Wirtschaftsaussichten sagen wird. Er führt ja gelegentlich neue Parameter ins Feld, zur Begründung seines Attentismus. In einem Europa der zwei Geschwindigkeiten, wo der Norden höhere Zinssätze bräuchte, der Süden mit Draghis Heimat aber nicht.
    Wie Markus Fugmann heute schon erwähnt hat, vielleicht ein symbolisches Zins-Schrittchen zum Ende seiner Amtszeit Ende 2019.

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Indiz für die jüngste Zocker-Orgie in US-Aktien und Bitcoin – man schaue auf die Such-Trends

Claudio Kummerfeld

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Bunte Kurstafel

Markus Fugmann hatte die letzten Tage darüber berichtet, so auch heute früh (siehe hier). Vor allem über einen gigantischen großen Zocker-Blog auf Reddit (siehe hier) formiert sich quasi täglich neu eine gigantische Crowd aus gierigen Jung-Zockern, um sich auf einzelne US-Aktien zu stürzen. Besonders interessant waren die letzten Tage kräftige Kursanstiege Aktien wie „Gamestop“, bei denen es hohe Short-Volumina gab. Profi-Spekulanten wie Hedgefonds hatten große Wetten auf fallende Kurse aufgebaut. Steigt der Aktienkurs nun aber kräftig, kann der Verlust dieser Profis ins Unendliche steigen.

Und die Banken und Broker, die solchen Hedgefonds oft Kredite für ihre Spekulationen gewähren, könnten kalte Füße kriegen und mehr Sicherheiten verlangen – oder die Short-Positionen zwangsweise schließen, wodurch der Aufwärtssog der Aktien noch mehr verstärkt wird. Auf genau diese Bewegung hofften die Zocker wohl bei Gamestop und anderen Aktien. Man schaue in der folgenden Grafik, wie die Beliebtheit für den Google-Suchbegriff „Short Squeeze“ in den USA in den letzten fünf Jahren aussah. Erst in den letzten Tagen explodierte die Beliebtheit dieses Suchbegriffs extrem. Mit Short Squeeze bezeichnen Börsianer einen stark steigenden Aktienkurs, der durch das Schließen von Short-Positionen verursacht wird. Der Wert 100 in der Grafik steht für die höchste Beliebtheit des jeweiligen Suchbegriffs.

Im folgenden Chart sehen wie in den Google Trends für die letzten fünf Jahre die weltweite Beliebtheit des Suchbegriffs „Bitcoin“. Man sieht, dass bei der ersten großen Hausse Ende 2017 die maximale Beliebtheit von 100 Punkten erreicht wurde, und Anfang diesen Jahres nur ein Wert von 69 – jetzt nur noch 42 Punkte. Die Gier der Internet-Gemeinde nach dem Thema war damals also wohl noch größer als heute. Offenbar scheint sich ganz aktuell die „Meute“ auf die kleinen US-Aktien zu stürzen – weil die wohl von einer Meute Klein-Zocker leichter kräftig im Kurs zu bewegen sind?

Chart zeigt Beliebtheit der Suche nach Bitcoin

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Robuste Ergebnisse auf breiter Front

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die gemeldeten und heute Abend anstehenden Quartalszahlen sind heute ein wichtiges Thema.

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SAP in der Krise: Ist das eine Chance für uns? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war ganz harte Kost, die der europäische Software-Riese SAP am 26. Oktober für seine Aktionäre hatte. Die Cloud-Sparte blieb überraschend deutlich hinter den Erwartungen zurück. Einzelne Anwendungen wie die Software Concur (Verwaltung und Organisation von Geschäftsreisen) floppten völlig. Und noch mehr: Die Walldorfer kassierten auch gleich die Gewinnschätzungen für die nächsten Jahre, wie wir aus dem Quartalsbericht entnehmen mussten.

So kam es wie es kommen musste. Die Aktie des DAX-Schwergewichts kollabierte an jenem Tag binnen weniger Sekunden und verlor 20 % ihres ursprünglichen Marktwertes. Per saldo sank die SAP-Aktie von über 140 Euro unter 100 Euro ab. Milliarden Euro waren plötzlich durch den Schornstein.

Ungefähr im gleichen Zeitraum meldete die US-Konkurrenz bestes Zahlenwerk. Oracle und Salesforce nutzten die Dollarschwäche des vergangenen Jahres und griffen den deutschen Software-Riesen in seinem europäischen Heimatmarkt an. Die Analysten hängten wie üblich ihr Mäntelchen in den Wind und urteilten vernichtend über das Software-Unternehmen. Der Tenor: Eine Wachstumsgeschichte geht zu Ende. SAP bringt es nicht mehr.

In der Tat befindet sich die Walldorfer Software-Schmiede in einer veritablen Krise. So wird der Umsatz 2021 kaum noch wachsen, der Gewinn wird großer Wahrscheinlichkeit sogar rückläufig sein.

Das sind die Stärken der SAP

Aber gemach! SAP ist unverändert ein großartiges Unternehmen, dessen Software-Anwendungen weltweit in rund 25 Branchen genutzt werden. Bei Großunternehmen sind die Deutschen immer noch das Maß aller Dinge. 9 von 10 Playern nutzen mindestens eine kleine SAP-Anwendung. Die Kundenkartei der Walldorfer liest sich imposant. Dort finden Sie typische Traditionsunternehmen wie Chevron, Ford oder AT&T. Aber auch die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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