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Deutsche Bank: Überraschender kleiner Gewinn im 1. Quartal

FMW-Redaktion

Die Deutsche Bank hat ihre Quartalszahlen vermeldet. Der Gewinn pro Aktie lag bei 0,15 Euro im Gegensatz zu 0,38 Euro im Q1 2015. Erstaunlich, denn Analysten hatten mit einem Verlust gerechnet. Der Gewinn in Euro lag bei 236 Millionen (Erwartungen um die -300 Millionen).

Deutsche Bank 10
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Hier die Deutsche Bank im Originalkommentar zu den Quartalszahlen:


„Die Finanzmärkte waren im ersten Quartal schwierig, in denen sich Zweifel an der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft widerspiegelten. Deshalb hielten sich die Kunden an den Kapitalmärkten zurück, unsere Erträge waren im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, vor allem im Wertpapierhandel und bei Unternehmensfinanzierungen. Hier wirkte sich auch aus, dass wir uns im Rahmen unserer Strategie aus bestimmten Geschäften zurückgezogen oder diese deutlich reduziert haben. Dennoch haben wir Fortschritte gemacht: Wir haben unsere IT modernisiert und die operative Abtrennung der Deutschen Postbank nahezu abgeschlossen. Wir haben weitere Vermögenswerte veräußert, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Wir sind dabei, uns aus ausgewählten Ländern ganz oder teilweise zurückzuziehen. Darüber hinaus haben wir den Prozess zur Annahme neuer Kunden entscheidend verbessert. „Für uns steht im Mittelpunkt, dass wir unsere Strategie umsetzen. Das Jahr 2016 bildet dabei den Schwerpunkt der Restrukturierung. Der Verkauf der Hua Xia Bank-Beteiligung, dessen Abschluss wir für das zweite Quartal erwarten, wird unsere Kapitalquoten verbessern. Weiterhin investieren wir in unsere IT, stärken unsere Kontrollen und arbeiten
daran, die ausstehenden Rechtsstreitigkeiten beizulegen.“

Im ersten Quartal sanken die Erträge der Deutschen Bank (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) um 22% auf 8,1 Milliarden Euro. Hier wirkten sich die schwierigen Bedingungen an den Kapitalmärkten aus, die zu Zurückhaltung bei den Kunden geführt haben. Dies hat die Erträge in den marktnahen Bereichen Wertpapierhandel, Unternehmensfinanzierungen und Vermögensverwaltung deutlich beeinflusst. Trotz der
anhaltend niedrigen Zinsen gingen die Erträge in der Transaktionsbank und dem Geschäft mit Privat- und Firmenkunden sowie vermögenden Kunden weniger stark zurück. In den Erträgen schlugen sich die strategischen Entscheidungen nieder, bestimmte Geschäfte zu straffen oder aufzugeben. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft war mit 304 Millionen Euro um 20% geringer als im Vorquartal, aber im Jahresvergleich auf Grund von Einzelereignissen in bestimmten Portfolien um 40% höher. Die zinsunabhängigen Aufwendungen sanken im ersten Quartal um 17% auf 7,2 Milliarden Euro gegenüber 8,7 Milliarden Euro im ergleichszeitraum. Die Kosten fielen vor allem, weil die Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten um 1,4 Milliarden Euro niedriger waren als im Vorjahresquartal. Die Rückstellungen für Restrukturierungs- und
Abfindungskosten stiegen um 218 Millionen Euro auf 285 Millionen Euro, da die Bank ihr Deutschlandgeschäft umbaut. Die bereinigten Kosten sanken im Vergleich zum Vorjahr um 4% oder 246 Millionen Euro auf 6,7 Milliarden Euro, da die Aufwendungen für sofort fällige Bonuszahlungen sowie Anwartschaften geringer ausfielen.



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