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Deutsche-Börse Fusion mit LSE vor dem Scheitern

Eigentlich dachte man die Fusion der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange (LSE) werde wahrscheinlich am Veto des Bundeslands Hessen scheitern, das als Aufsichtsorgan den Deal…

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FMW-Redaktion

Eigentlich dachte man die Fusion der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange (LSE) werde wahrscheinlich am Veto des Bundeslands Hessen scheitern, das als Aufsichtsorgan den Deal blockieren kann. Aber bevor Hessen sein Urteil fällt, wollte man die Prüfung der EU-Kommission abwarten. Und genau von da scheint es jetzt so viel Gegenwind zu geben, dass die LSE von sich aus nun ein Scheitern der Fusion ins Spiel bringt.

Beide Seiten waren bisher bereit die französische Clearingtochter der LSE abzugeben um die EU-Kommission glücklich zu machen (Teile abstoßen wg. Kartellbedenken usw). Aber laut LSE fordert die EU-Kommission nun ebenfalls, dass die LSE ihre Handelsplattform für europäische Staatsanleihen “MTS” abstoßen soll. Das ist aber anscheinend zu viel des Guten für die LSE. So schreibt sie aktuell, dass man basierend auf der aktuellen Position der EU-Kommission davon ausgehe, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Kommission die Fusion genehmigen wird. Denn damit meint man ja, dass man selbst die Bedingungen der EU nicht erfüllen will, und daher von einer Ablehnung aus Brüssel ausgeht.

Die LSE schreibt weiter in ihrer offiziellen Mitteilung, dass man eine Frist der EU-Kommission zur Einreichung weiter Zugeständnisse, die bis zum heutigen Montag läuft, verstreichen lassen und keinen MTS-Verkauf anbieten werde. Die Deutsche Börse bestätigte ihre Unterstützung für die Entscheidung der LSE, dass man MTS nicht verkaufen wolle. Damit scheinen die Fronten extrem verhärtet zu sein. Was soll die EU-Kommission machen? Nachgeben? Das wäre ein alberner Gesichtsverlust. Bleibt es bei diesen Positionen, war es das womöglich mit der Fusion.

Laut LSE warte man nun auf die endgültige Reaktion der EU-Kommission zum Fusionsvorhaben, dann wohl basierend auf dem aktuellen Angebot der LSE/Deutsche Börse. Eine Entscheidung aus Brüssel erwartet man bis Ende März. Mit einer Standard-Aussage versucht die LSE Hoffnung zu machen. Man sei überzeugt von den Vorteilen der Fusion und sehe die kräftige Unterstützung der Aktionäre. Man werde weiterhin Schritte unternehmen um die Fusion voranzubringen… klingt nach Standardfloskeln.

Eigentlich ist es komisch, dass die Fusion an einer “Kleinigkeit” wie der MTS scheitern sollte. Aber vielleicht wären Funktionäre und Politiker auf beiden Seiten in Wirklichkeit mehr als glücklich, wenn die Fusion scheitert. Denn auf beiden Seiten gibt es nachvollziehbare nationale Befindlichkeiten wegen dem Standort. Vor allem Frankfurt würde letztlich alles verlieren, auch wenn es auf dem Papier unterhalb der Holding weiterhin eine Börsenleitung für Frankfurt mit Sitz in Frankfurt gäbe. Die Ansagen kämen aber künftig alle aus London. Scheitert die Fusion, wäre der Ruf der Deutschen Börse als Fusions-Dilettant wohl komplett. Man versuchte in der Vergangenheit schon die NYSE und die LSE zu kaufen, was immer scheiterte.

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Geldanlage: Dieser Mix bringt seit 120 Jahren die besten Renditen!

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Geldanlage mit mehr oder weniger Risiko? Der Mix macht´s

Wenn sich eine Schweizer Bank mit Professoren aus London und Cambridge zusammentut, um langfristige Rendite-Entwicklungen verschiedener Anlageklassen über 120 Jahre zu untersuchen, dann sollten Anleger das Ergebnis genau studieren. Denn was 120 Jahre lang gute Renditen abwarf, ist aller Wahrscheinlichkeit nach auch die richtige Wahl für Ihre Geldanlage. Schauen wir uns also an, was die Credit Suisse herausfand.

Wenig überraschend lautet das Ergebnis, dass Aktien global gesehen vor Anleihen und vor Geldmarktpapieren liegen. Um die Inflation bereinigt, warfen Aktien seit dem Jahr 1900 jährlich eine Rendite von 5,2% ab. Anleihen, in die Versicherungen und Pensionsfonds besonders große Anteile des Anlagevermögens investieren, kamen hingegen nur auf 2%. Die vor allem zum kurzfristigen Parken von Cash-Reserven genutzten Geldmarktpapiere, in dem Fall Schatzwechsel, brachten es als ein Instrument der Geldanlage hingegen nur auf 0,8%.

In Japan liegen Aktien mit Anleihen seit 50 Jahren fast gleichauf bei der Geldanlage

Nun könnten sich alle Aktionäre beruhigt zurücklehnen und darauf hoffen, dass sie mit ihrer Geldanlage in 50 Jahren reich sein werden. Doch so einfach ist es nicht. Denken wir nur an folgendes Szenario: Aktien crashen und laufen dann für Jahrzehnte seitwärts. Dass das kein Szenario aus dem Märchenbuch oder von weitgehend unbekannten Märkten in irgendwelchen Schwellenländern ist, zeigt Japan. Dort ist genau das passiert.

Die Einzelauswertung für Japan zeigt, dass Aktien als Geldanlage über 120 Jahre gesehen dann immer noch eine üppige Rendite abwerfen. Doch 120 Jahre werden nur die wenigsten Anleger alt. Auf Sicht von 50 Jahren liegen in Japan bereits die Anleihen vorn, wenn auch knapp mit 3,8% zu 3,6% Rendite. Auf Sicht von 20 Jahren ist die mit Anleihen erzielte Rendite in Japan jedoch den Aktien meilenweit voraus. Während Aktienbesitzer nur eine Realrendite von 1,5% erzielen konnten, spielten Anleihen 3,7% pro Jahr ein. Geldmarktpapiere sind im Japan-Szenario in allen Zeithorizonten Kapitalvernichter gewesen. In 120 Jahren verloren Geldmarkt-Anleger 1,8% Realrendite pro Jahr. In 20 Jahren immerhin noch 0,1%. Nur auf Sicht von 50 Jahren konnte eine Mini-Rendite von 0,2% eingefahren werden.

Weltweit brachten Anleihen in 20 Jahren kaum noch Mehr-Rendite

OK, nun mag Japan ein besonderer Fall sein, oder nicht? Nein, weltweit haben Anleihen bei der Geldanlage Aktien in den vergangenen 20 Jahren geschlagen. Global gesehen konnten Anleger seit dem Jahr 2000 mit Anleihen 4,8% verdienen, mit Aktien jedoch nur 3,1%. Auch auf Sicht von 50 Jahren ist der Rendite-Vorsprung von Aktien nicht mehr so üppig, wie man glauben könnte. 5,5% für Aktien vs. 4,8% für Anleihen dürften den einen oder anderen Anleger zum Nachdenken bringen. Lohnt sich das höhere Risiko von Aktien wirklich, wenn auf Sicht von 50 Jahren nur ein Renditevorsprung von 0,7 Prozentpunkten pro Jahr dabei herausspringt?

Von allen untersuchten Märkten schaffte es nur einer, auch in den vergangenen 20 Jahren mit Aktien eine deutliche Mehr-Rendite gegenüber Anleihen zu erzielen: China. 9,6% Real-Rendite mit Aktien stehen nur 3,1% Real-Rendite mit Anleihen gegenüber. Doch Chinas Markt gleicht inzwischen weitgehend dem Japans, Westeuropas oder dem der USA: Die Unternehmen zeigen nur noch mageres Gewinnwachstum, die Wirtschaft wächst kaum noch, doch die Schulden steigen unaufhörlich. Das hat auch Folgen für die Geldanlage!

Geldanlage-Strategie für China: Anleihen kaufen!

Auch bei den Zinsen geht China bereits den westlichen und japanischen Weg. Der Leitzins sank von 5,1% im Mai 2015 auf 3,85% im Mai 2020 und erwartet wird eine weitere Absenkung auf 3,7% bis zum Quartalsende. Sinkende Zinsen bedeuten gleichzeitig auch steigende Preise für bereits früher herausgegebene Anleihen. Je länger die Restlaufzeit der Anleihen ist und je stärker die Zinsen sinken, umso größere Kurszuwächse kann ein Anleger mit diesen Papieren erzielen.

Eine aussichtsreiche Anlage-Strategie kann also darin bestehen, jetzt auf chinesische Anleihen zu setzen und sinkende Zinsen sowie damit einhergehend steigende Anleihe-Preise zu erwarten! Insgesamt erwarten die Studien-Autoren weltweit sinkende Real-Renditen in allen Anlage-Klassen. Je niedriger die Realzinsen sind, also die gezahlten Zinsen abzüglich Inflation, umso geringer würden auch die Real-Renditen der verschiedenen Anlageklassen ausfallen. Die Bäume wachsen bei der Geldanlage inzwischen nicht mehr in den Himmel. Zu erwarten sind künftig wohl eher bodennahe Sträucher.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – “Warten auf Trump”

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ja, wie zutreffend ist die Headline zu seinem aktuellen Video! Der ganze Markt wartet aktuell auf die Trump-PK zu den erwarteten Reaktionen auf Chinas Sicherheitsgesetz.

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