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Und schon wieder die Deutsche Bank: Onlinebanking fehlerhaft, nichts los im Investmentbanking

Deutsche Bank-Chef John Cryan hatte es ja inzwischen diverse Male angekündigt. Man setzt auch weiter volle Pulle auf das Investmentbanking, obwohl die Sparte die meisten Probleme der...

FMW-Redaktion

Deutsche Bank-Chef John Cryan hatte es ja inzwischen diverse Male angekündigt. Man setzt auch weiter volle Pulle auf das Investmentbanking, obwohl die Sparte die meisten Probleme der Bank zu verantworten hat. Auch streicht man mit massiven Filialschließungen das Kerngeschäft weiter zusammen – kostet ja eh nur Geld, stimmts?

Aber gerade im Investmentbanking gehen ihr große Deals durch die Lappen. Gerade jetzt beim größten deutschen Deal aller Zeiten, dem Monanto-Kauf durch Bayer, ist die Deutsche außen vor. Viele ausländische Banken schwärmen gerade jetzt davon, dass deutsche Konzerne aufgrund der billigen EZB-Millarden groß shoppen gehen, oder dies in den nächten Monaten vorhaben. Aber ausgerechnet bei der Deutschen Bank sind wichtige Mitarbeiter von Bord gegangen, und verabschiedeten sich zum Beispiel zur Bank of America. Wer sitzt schon gerne auf einem sinkenden Schiff?

Unter den weltweit zehn größten Banken, die sich um Übernahmen und Fusionen kümmenrn, ist die Deutsche Bank jetzt nicht mehr vertreten. Gerade von der deutschen Bayer nicht beteiligt zu werden an dem großen Deal schlechthin, ist peinlich für die Deutsche. Die Aufkäufe deutscher Unternehmen im Ausland stiegen in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 500%. Es gäbe also jede Menge Möglichkeit zu expandieren. Als wäre dieser langfristige Verlust an Umsätzen und Reputation nicht schlimm genug, kommt es ganz aktuell nochmal knüppeldick in Sachen Reputation und Verlässlichkeit.

Zum zweiten mal innerhalb von drei Monaten gibt es massive Probleme mit Kontobuchungen bei der Deutschen Bank. Im Juni wurden bei 2,9 Millionen Kunden 13 Millionen Buchungen falsch angezeigt. Buchungen erschienen oft doppelt, auch die Kontostände waren falsch. Heute Vormittag kam es dazu, dass bei Kunden Umsatzanzeigen von gestern ganz fehlten, zumindest in der Online-Darstellung. Angeblich soll jetzt alles wieder korrekt laufen. Ein PR-Desaster ohne Gleichen. Darf man fragen: Wie oft noch, und was denn noch alles?



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3 Kommentare

  1. Darf man fragen: Wie oft noch, und was denn noch alles?,,,,
    Ja,darf man…..OUT OF ORDER
    Stellt euch mal vor,es ist Krieg und keiner geht hin!
    Ihr seid bereits mittendrin und seid Machtlos!
    Aus Wolfsburg wird Detroit und die DEUTSCHE BANK macht dann in DE das Licht aus…

    Gute Nacht

  2. Aus Wolfsburg wird Detroit. So abwegig scheint das gar nicht zu sein. Zumindest wurden in Wolfsburg aufgrund der fehlenden Gewerbesteuereinnahmen schon einige Projekte auf Eis gelegt.

  3. Ihr solltet euch mal die CoBa vornehmen. Seit über einem Jahr immer wieder (gravierende) Fehler beim Onlinebankig. Als Antwort tönt immer noch die Arroganz der mit Steuergeld geretteten Banker.

    Schiene

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