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Die Junk-Rally! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte steigen heute aus zahlreichen Gründen – aber das Volumen an der Wall Street ist überaus gering – daher ist diese Rally qualitativ eher minderwertig und hat „Junk-Charakter“

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Die Aktienmärkte steigen heute aus zahlreichen Gründen: erstens weil sie stark überverkauft waren (vor allem die Tech-Werte im Nasdaq), zweitens weil vor allem in Sachen Brexit und Italien etwas Beruhigung eingekehrt ist (was besonders dem Dax hilft), drittens weil der Ölpreis steigt, viertens weil die US-Konsumparty in den USA vor allem im Online-Bereich gut gelaufen ist, fünftens weil die Hoffnung besteht, dass Jerome Powell in seiner Rede am Mittwoch dovisher sein wird als zuletzt. Aber das Volumen an der Wall Street ist überaus gering – daher ist diese Rally qualitativ eher minderwertig und hat „Junk-Charakter“ (so wie Junk Food eher minderqualitatives Essen ist)…


By Thayne Tuason – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=66493006

8 Kommentare

8 Comments

  1. Macwoiferl

    26. November 2018 18:17 at 18:17

    Mir unerklärlich:
    Wie schaffen die Amis einen Konsumrekord nach dem nächsten?
    Die Konten sind doch überzogen bis Anschlag.
    Wenn neue Jobs dann nur Billiglöhne?
    Wer leiht, allen Ernstes, einem Ami noch Geld?
    Wer kauft da alles?

    Antworten???

    • Markus Fugmann

      26. November 2018 18:21 at 18:21

      @Macwoiferl, das hat mehrere Gründe: erstens die Auswirkungen der US-Steuerreform, zweitens die noch gute Lage am Arbeitsmarkt, dazu kommt noch, dass sich die Amis, trotz der Rückschläge an der Wall Street, aufgrund der positiven Entwicklung der Aktienmärkte (etwa im Vergleich zur Amtsübernahme von Trump im November 2016) auf dem Papier wohlhabender fühlen – im nächsten Jahr wird das schon anders aussehen..

  2. Offline- Verkäufer

    26. November 2018 19:23 at 19:23

    Man kann feststellen, dass die Rallys in letzter Zeit generell schwach sind. Es hat sich etwas geändert seit sogar aus den hochgelobten Äpfeln ( Apple ) Apfelmus gemacht wurde.
    Zudem sehe ich die Riesenumsätze an Black- Friday für die Firmen nicht positiv.Wenn man heute fähig ist dank Online -Käufen an 2Tagen einen Grossteil des Jahresumsatzes mit Höchstrabatten zu generieren ist das nicht unbedingt Mehrumsatz für das ganze Jahr. Ein Teil dieser Umsätze wird später im Normalmargengeschäft fehlen u.die Gewinne der Firmen schmälern.Diese Ansicht kommt aus dem Munde eines Schreibets mit 35 Jahren Verkaufserfahrung.

  3. Macwoiferl

    26. November 2018 19:28 at 19:28

    @Markus Fugmann, vielen Dank!

    Ich sehe auf der US-Schuldenuhr (www.usdebtclock.org) einen PRIVATschuldenstand von etwas über 19 Bio. USD.
    (aufgesplittet in Immo-, Studenten- und Kreditkartenschulden etc.) Pro Bürger etwas mehr als 58.700 USD.
    Das kann doch keine Bank der Erde mitmachen, wenn ich 1000 USD verdiene netto oder meinetwegen 2000 USD und 58 k Schulden habe und am Black Friday 2k ausgebe für 4 neue Fernseher und am Cyber Monday nochmals 3 k für zwei neue I-Macs.
    Hinzu kommt ja noch der Kaufrausch bis Weihnachten.

    Was treiben die da drüben was wir nicht treiben hier?

    Sollte ich kurzfristig auswandern – in den USA auf Pump in Saus und Braus leben und dann, wenn die Rechnungen kommen, wieder ab nach Deutschland?

    Oder sind die Umsatzzahlen einfach nur noch „fake news?“

    ?????

  4. Macwoiferl

    26. November 2018 19:38 at 19:38

    Post Scriptum:
    Die Aktien die mich „reich“ machen bzw. fühlen lassen:
    auf Pump gekauft.
    Selbstverständlich!

  5. Wolfgang M.

    26. November 2018 19:49 at 19:49

    Die Amerikaner konsumieren tatsächlich, als ob es kein Morgen gäbe – deshalb ist die Umschreibung der Umsätze mit „anständig“ schon eine kleine Untertreibung. Hier die vorläufigen Zahlen: Umsatzsteigerungen Online – Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr: Thanksgiving Day + 28%, Black Friday + 23,6%, Small Business Saturday + 24%, Cyber Monday + 17,6% (geschätzt) !!
    Das könnte schon das Vertrauen in die hohen Aktienkurse sein (selbst die Einbrüche der Vormonate sind aus langfristiger Sicht (noch) keine echte Konsumbremse). Die Lohnsteigerungen mit 3,1% und die Inanspruchnahme der Beleihungsgrenzen der Kreditkarten können nicht die Ursache sein.
    Deshalb habe ich schon mehrfach die Ansicht geäußert, dass es bei einem Aktienmarktrückgang von deutlich über 20% schnell an die Konjunktursubstanz ginge, bei einer 70% Konsum-Ökonomie.
    Gruß

  6. Macwoiferl

    26. November 2018 21:00 at 21:00

    Abgesehen davon: Wer hat Platz für 4 Fernseher, drei I-Macs und 19 neue Kochgeschirr-Sets?
    Sparquote in den USA: 3,3 Prozent, ein Dritte der deutschen Sparrate.
    Der NZZ vom 14.02.2018 konnte man entnehmen: die Verschuldung erreicht neue Höhen.
    Es wird aber – und darin liegt der Haken – gegengerechnet mit den Aktiva: den Anlagevermögen.
    So konnten sich laut NZZ die Privathaushalte gegenüber 2008/2009 sogar ein wenig entschulden – trotz Konsumorgien.
    Das Geheimnis: Das passiert auf dem Papier. Und funktioniert nur, wenn die Kurse ständig STEIGEN.
    Denn:

    77% der Amerikaner (Rekordwert!!) hängen in Aktien (dwn vom 9.1.2018)

    @WolfgangM: Da passen nun Ihre Anmerkungen! Ein Aktienmarktrückgang ist tödlich für diese Taschenspielertricks. Weswegen man mit allen Mitteln notwendige Kurseinbrüche verhindert. Stichwort: Trump und seine Finanz-Junta.

    Klar ist: Es wird den China-Deal geben (der real derselbe Schmu ist wie der Nordkorea-Deal), flankiert von einem Trump-Gegacker, das jeden Hennenstall wie eine Spielzeugfarm wirken lässt. Der Herr Notenbankchef sollte, wenn er zu hawkish einherkommt, sehr bald bei geplanten Autofahrten zuvor die Bremsen gründlich checken und den Wagen besser absperren. Kudlow und Mnuchin bekommen weitere Helfer aus Wallstreet-Kreisen beigestellt. Und die Regierungsseite mit der US-Schuldenuhr wird aus Sicherheitsgründen vom Netz genommen.

    Das Spiel muss ewig weiterlaufen und lautet: KURSPFLEGE – whatever it takes.

  7. Bond-Kenner 007

    27. November 2018 07:24 at 07:24

    NOCH ETWAS VERGESSEN, DIE ANLAGEN des US- Rentensystems brauchen m.W. eine jährliche Rendite von ca. 8%.Ohne Aktienkurssteigerungen sind diese Renditen nicht mehr möglich.Übrigens ein weltweites Problem.Das tödliche System der letzten Jahre wird sich ins Gegenteil umkehren.
    In den letzte Jahren wurden mit künstlichen Tiefzinsen Anleihenkurse u.dadurch Aktienkurse gleichzeitig hochgetrieben, was alle Vermögenswerte gleichzeitig anhob.In NICHTMANIPULIERTEN Märkten
    sind Aktien- u.Anleihenkurse meistens gegenläufig, was bei Aktienkorrekturen einen gewissen Vermögensausgleich ergab.Jetzt kommt eine Phase wo Aktien u.Anleihen eher fallen als steigen.
    Die Leute werden merken dass sie theoretisch nicht mehr so reich sind , aber praktisch schnell ärmer werden.Die fehlenden Gelder der Altersvorsorge werden indirekt die Staaten als Mehrausgaben belasten.

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