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Die Lage an den Märkten – wie könnte es weitergehen?

Eine Gegenbewegung in dieser „Bear Market Rally“ liegt in der Luft, nach fünf Wochen großer Gewinne zählt der Januar 2019 bisher zu den besten Monaten im S&P 500..

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Fünf Wochen steigende Kurse in den USA, eine „Santa Claus Rally“, die sich deutlich ausgedehnt hat und dem Dow Jones sowie dem Marktriesen S&P 500 einen Anstieg von gut 11% in der Spitze gebracht hat – kann das so weitergehen?

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Was waren die Gründe?

Der große Auslöser für den Anstieg war die dovishe Kehrtwende der Fed, infolge deren sich viele Großanleger (insbesondere Hedgefonds) eindecken mussten, nach vorheriger starker Absicherung. Zudem eine unterdurchschnittliche Investitionsquote der Fondsmanager im Dezember (59%), die den passiven Fonds (ETFs) hinterherrennen mussten, steuerlich induzierte Verkäufe zum Jahresende, Adjustierung von Mischfonds, die aufgrund der Dezember-Verluste ihre Aktienquote anheben mussten (Rebalancing) und nicht zuletzt das Abebben der unmittelbaren Rezessionssorgen in den USA durch die ersten Unternehmenszahlen – all das könnte man als Ursachen herleiten. Aber diese technischen Vorgänge dürften jetzt abgeschlossen sein und den großen Anlegern dürfte klar sein, dass eine Rallye von dieser Größenordnung nicht von Dauer sein kann.

 

Wie geht es in dieser Woche weiter?

In dieser Woche kommen mit den ersten FAANG-Aktien die Quartalszahlen der Unternehmen, die maßgeblich für den Anstieg des letzten Jahres gesorgt hatten. Apple am 29. und am 31. Januar Amazon, heute beginnt der Reigen aber zunächst mit dem Baumaschinenhersteller Caterpillar, einem bedeutsamen Indikator für die globale Industrieproduktion.

Bisher verlief die Berichtssaison in den USA nicht wie von manchen befürchtet. Bis zum Freitag vor Börseneröffnung hatten 174 von 500 Unternehmen des S&P 500 gemeldet, 48 dabei enttäuscht, 126 die vorher stark abgesenkten Erwartungen übertroffen. Erstaunlicherweise waren es gerade die Aktien der Konsumgüterindustrie, die unter den Erwartungen blieben, währenddessen die „verprügelte“ Tech-Branche diese bei weitem (90%) übertraf.

Jedenfalls wurden die Indizes 2018 nur von wenigen Aktien (FAANG) nach oben getrieben, eine Entwicklung, welches insbesondere in der technischen Analyse als untrügliches Wendesignal angesehen wird. Man darf gespannt sein. Was werden vor allem die Ausblicke der „Großen“ verraten?

Dazu kommt noch das Thema Handelsstreit zwischen den USA und China, in dem der große Dealmaker zur Erreichung größerer Zugeständnisse noch ein Weilchen pokern könnte. Auffällig ist weiter das große Kommunikations-Chaos zwischen den Beteiligten (Kudlow, Lighthyzer, Mnuchin und natürlich Trump). Man könnte fast den Eindruck gewinnen, die linke Hand wüsste nicht was die rechte tut.

Dax Berichtssaison:

Nach all den Sorgen um Brexit und dem konjunkturellen Abschwung liegen hier die Erwartungen so tief, dass es manche Überraschung geben könnte. In dieser Woche starten SAP, Siemens und die Deutsche Bank. Allgemein wurden die Gewinnerwartungen für die Unternehmen schon um 10% gesenkt.

 

Fazit:

Eine Gegenbewegung in dieser „Bear Market Rally“ liegt in der Luft, nach fünf Wochen großer Gewinne zählt der Januar 2019 bisher zu den besten Monaten im S&P 500. Meines Wissens nach gab es im Januar seit 1950 nur drei Jahre mit einem Anstieg von über 10%.

Anschließend dürfte das von uns angedeutete volatile Jahr weiter für „Auf-und -Abs“ an den Märkten führen, für die es eine Erklärung immer erst im Nachhinein geben kann. Hinzu kommt noch ein Kurstreiber, den vor allem die Bären nicht mehr sehen können. Demnächst endet die Blackout Period, in der die die Firmen keine eigenen Aktien zurückkaufen durften. Bei den jüngsten Bilanzzahlen gab es einige Unternehmen, die, um ihre Anleger bei Laune zu halten, milliardenschwere Dividendenerhöhungen und Aktienrückkäufe angekündigt haben. Dazu noch die bereits genehmigten aber noch nicht durchgeführten Buybacks des Vorjahres. Standen da im Dezember nicht noch 300 Mrd. der insgesamt genehmigten 1,1 Bio.$ aus?

Ansonsten sollte das Wechselspiel Konjunktursorgen versus Nachlassen des monetären Gegenwindes noch ein Stückchen weitergehen, stark beeinflusst durch die Entwicklung in China.

Dort vergeht kaum ein Tag, an dem nicht weitere geldpolitische und strukturelle Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Verhinderung des scharfen Einbruchs angekündigt werden.

 

Foto: Deutsche Börse AG

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Marko

    28. Januar 2019 10:00 at 10:00

    Fazit :

    Wer sagt, dass einer der weltgrößten Derivatehändler der Welt (also : „System-relevant“), bei ca. 8 EUR zu „teuer“ ist, dem kann man auch nicht mehr helfen…

    Brexit hin oder her, der „Drehpunkt“ kommt… :D

    Hier wird immer noch so getan , als hätte die Fed „irgendwas zu sagen“… ;)

    „Hinzu kommt noch ein Kurstreiber, den vor allem die Bären nicht mehr sehen können.“

    Der „Kurstreiber“ ist die EZB.. :D

    Jedenfalls, steht der Bufu in „astronomischen“ Höhen ?

    VG

    Marko

  2. Avatar

    Marko

    28. Januar 2019 10:26 at 10:26

    Fakt ist : Die Amis sind viel zu weit vorgeprescht, seien es die Aktien, wie die Anleihen (FED),

    es kommt letztendlich nur darauf an, wie die Briten ihren Brexit-Kuddelmuddel lösen wollen, oder eben nicht.

    Die Briten sollten ihren Antrag zurückziehen ggf. neues Referendum, das sage ich seit 2016 (!). GB kann auf lange Sicht niemals ohne Europa „leben“ (mit anderen Worten : Der Brexit ist Unsinn), das sollte doch klar sein ?

    Die EZB sollte dann, irgendwann in 2019 „die erste Rakete starten“, d.h. 06/2019, 09/2019 oder 12/2019.

    Schaun mer mal…

    VG

    Marko

    • Avatar

      Columbo

      28. Januar 2019 10:58 at 10:58

      Ach @Marko, könnten Sie nicht mal ne neue Platte auflegen??
      Vom Brexit redet eh keiner mehr, außer Sie.?
      Die EZB soll Raketen(ich nehm mal an, sie meinen Zinserhöhungen) starten? Ja wie denn? Geht ja nicht mit den Südländern. Daß sich das noch nicht bis zu Ihnen herumgesprochen hat, wirklich erstaunlich.
      Immerhin bemühen Sie den „Lehmann“ nicht mehr, schon ein kleiner Fortschritt.

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Finanznews

Aktienmärkte: Entscheidende Muster- bullisch oder bärisch? Videoausblick

Markus Fugmann

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Nach wie vor gibt es widersprüchliche Signale für die Aktienmärkte: einerseits positive charttechnische Ausgangsformationen (inverse SKS beim S&P 500 etc.), andererseits deuten vor andere Indikatoren auf wenig Potential auf der Oberseite. Die aktuelle Seitwärtsrange der Aktienmärkte an der Wall Street bleibt weiter intakt, wahrscheinlich solange, bis endlich klar ist, ob man sich zwischen US-Republikanern und US-Demokraten auf ein Stimulus-Paket einigen kann. Die Märkte spielen weiter einen klaren Biden-Sieg – und das hat Konsequenzen für die verschiedenden Assets. Wie sehen diese Konsequenzen aus? Heute Nacht die letzte Fernsehdeabtte zwischen Trump und Biden – der US-Präsident braucht angesichts der derzeitigen Umfragen sehr schnell einen „game changer“..

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Indizes

DAX daily: Der Dax steht in Kürze an einer kritischen Schwelle

Stefan Jäger

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So langsam wird es eng für den Dax. Sollte sich nicht bald eine Erholung einstellen, dann könnten wir noch weitaus tiefere Kurse sehen. Auch am gestrigen Mittwoch hat der Dax an Boden verloren und verzeichnet zum dritten Mal in Folge einen Verlusttag. Bei den US-Indizes sieht die Lage auch nicht viel besser aus. Die Verluste an der Wall Street hielten sich zwar in Grenzen, dennoch stehen die großen Indizes wie der S&P500 und der Nasdaq an der Schwelle zu tieferen Kursen. Im gestrigen Handel ging es für den deutschen Leitindex bereits zur Börseneröffnung vom Tageshoch bei 12.765 kräftig abwärts, was ihn folglich bis zum Tagestief bei 12.545 gebracht hat. Damit hat der Index die Marken auf der Unterseite optimal abgearbeitet. Der Dax beendet den Handelstag mit einer weiteren Kursdelle bei 12.557 am Tagestief, der Abschlag beläuft sich dabei auf 179 Punkten (-1,41 %).

Nicht nur die Risiken rund um die Corona-Pandemie, die US-Präsidentschaftswahl, den Stimulus-Hickhack und den Brexit drücken auf die Stimmung, sondern auch noch ein kräftig anziehender Eurokurs. Zudem sind die Märkte aktuell stark Nachrichten getrieben, was die Situation nicht einfacher macht. Markus Fugmann hat die Themen in einem Video ausführlich besprochen. Setzt sich der Abwärtstrend im Dax fort, dann wären die 200-Tagelinie (EMA) bei 12.415 und das Tief vom 25.09. bei 12.339 weitere interessante Anlaufpunkte. Mit dem Bruch der 12.339 könnte sich die übergeordnet Seitwärtsrange nach unten auflösen. Das hätte dann deutlich tiefere Kurse zur Folge.

News und fundamentale Daten

Am heutigen Tag stehen für die Dax-Anleger wieder ein paar wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda. Vor wenigen Minuten wurde bereits das GfK Konsumklima aus Deutschland veröffentlicht. Der Index beschreibt das Vertrauen der deutschen Bürger in die konjunkturelle Entwicklung. Der Wert notiert zum sechsten Mal infolge im negativen Bereich – aktuell -3,1 (erwartet -2,8, vorher -1,7). Anschließend folgen noch Daten aus den USA, um 14:30 Uhr sehen wir die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten. Die Investoren werden auch diesmal wieder genau hinschauen, ob die Anzahl der Erst- und Folgeanträge weiter zurückgeht. Um 16:00 Uhr erscheinen dann noch die Daten der Verkäufe bestehender Häuser (Sep).

Darüber hinaus sehen wir wieder zahlreiche Unternehmensberichte. Unter anderem veröffentlichen die Blue Chips AT&T, Coca-Cola und Intel ihre Zahlen. Aber auch der Mischkonzern Danaher, der Festplattenhersteller Seagate und die Fluggesellschaft Southwest Airlines. In der Nacht auf Freitag folgt dann das zweite TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden. Nur diesmal kann die Debatte nicht so ausarten wie beim ersten Mal, da das Mikrofon stumm geschaltet ist, wenn der andere das Wort hat.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Die Abwärtsbewegung hat sich in der letzten Nacht fortgesetzt und ein Tief bei 12.450 erreicht. Vorbörslich notiert der Dax somit im Minus. Überwindet der Index jedoch die 12.520 ohne vorher ein neues Tief zu machen, dann könnte sich ein 123-Boden ausbilden. Demnach könnte er das Gap zum gestrigen Schlusskurs bei 12.557 schließen und zum Widerstand bei 12.600 laufen. Dort könnte er auch wieder den Rückwärtsgang einlegen und in Richtung des Nachttiefs fallen. Überwindet er allerdings den Bereich, dann folgen die nächsten Hürden bei 12.635 und 12.690. Darüber befindet sich noch eine Widerstandszone zwischen 12.725 und 12.765.

Scheitert der Dax nach einem kurzen Erholungsversuch an der 12.520 oder 12.545, dann dürfte sich die Korrektur fortsetzen. Dafür müsste er das Nachttief bei 12.450 unterschreiten. Dadurch ergeben sich weitere Ziele bei 12.415 (EMA200), 12.400 und 12.382. Dort könnte der Dax erst einmal Halt finden und einen Erholungsversuch starten. Sollte es noch tiefer gehen, dann folgt die 12.339. An dieser Stelle befindet sich auch die Unterkante der übergeordneten Seitwärtsrange (Jul – Okt). Bei einem Bruch befindet sich die nächste Unterstützung erst wieder an der 12.253.

DAX daily: Tagesausblick - H1-Chart - Dax auf dem Weg zur Unterkante der Range

Heutige Pivot Punkte (PP):

12.919 – Pivot Punkt R2

12.735 – Pivot Punkt R1

12.635 – Pivot Punkt

12.451 – Pivot Punkt S1

12.351 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

12.469 – Gap 25.09.

12.450 – Nachttief

12.400 – Tageschart

12.382 – 200 % Extension (vom Hoch 13.028)

12.339 – Tagestief 25.09.

12.253 – Tagstief 30.07.

12.247 – 261,8 % Extension (vom Hoch 13.028)

Dax Widerstände (WS):

12.520 – vorbörsliches Hoch

12.545 – Tagestief 21.10.

12.600 – Nackenlinie SKS (H4) – 100 % Ziel  12.015

12.680 -61,8 % Retracement (12.820 – 12.450)

12.725 – mehrfache US (H1)

12.765 – Tageshoch 21.10

12.850 – Tageshoch 20.10.

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Der Glaube stirbt zuletzt – aber er stirbt! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute wieder einmal mit einem starken Start – aber dann bröckelten die Gewinne wieder ab. Nach wie vor dreht sich alles um den Stimulus in den USA – nach erneut optimistischen Aussagen waren es dann Aussagen von Goldman Sachs, die die Euphorie bremsten. Dann wieder optimistische Aussagen von Nacy Pelosi – es ist derzeit ein Hin- und Her für die Aktienmärkte ohne klare Richtung, je nach Nachrichtenlage. Dennoch: eine Einigung wird vor der Wahl extrem schwierig, aber der Glaube stirbt bekanntlich zuletzt. Der Fokus richtet sich nun auf die morgige Debatte zwischen Trump und Biden. Der Dax dagegen bleibt weiter auffallend schwach..

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