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Draghis letzter Bluff! Marktgeflüster (Video)

Heute hat Draghi das letzte Mal in seiner Amtszeit einen ganz großen Bluff versucht: angeblich endloses QE bis die Inflation knapp unter 2% erreicht, aber gleichzeitig kann die EZB noch maximal neun Monate in dem Tempo weiter machen mit ihrem QE (dann ist das Potential ausgeschöpft: sie kann maximal 33% einer Anleihelaufzeit kaufen und Draghi hat selbst eingestanden, dass über diese Obergrenze nicht diskutiert werden könne). Die EZB erreicht – das sieht man heute – das Gegenteil davon, was sie erreichen will: sie drückt die Anleiherenditen nach unten und damit auch die Inflationserwartungen – die sie doch eigentlich nach oben bringen will. Der Devisenmarkt scheint den Bluff durschaut zu haben, oder warum sonst kann der Euro nach anfänglichem Fall wieder deutlich steigen?

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Hinweis: Das heutige Webinar EZB-Schicksalsentscheidung – und jetzt? (12.09., 20.00Uhr) können Sie unter folgendem Link live verfolgen:

https://www.youtube.com/watch?v=LPKCODzTOhI&feature=player_embedded



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3 Kommentare

  1. Warum machen die das? In der Spassendung „Asyl für Alle“ hat der Spassvogel mit 2Sätzen erklärt ,warum das Vorgehen der EZB Nichts mehr bringt, u.gesagt JEDER DEPP WEISS DAS u. trotzdem machen sie es.
    Die Schlussfolgerung war also: IN BRÜSSEL HAT ES ZUWENIG DEPPEN.!

  2. Korrigenda. Die Sendung heisst, Asül für Alle
    u.bei der EZB hat es zuwenig Deppen, in Brüssel hat es genug.

  3. Wer bei der Pressekonferenz gut zugehört hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass das zentrale Inflationsziel von 2% als solches wackelt. Meiner Meinung nach wird mit Christine Lagarde das langjährige Ziel gesenkt werden und zwar auf einen Wert, der es der EZB erlauben wird, gerade noch rechtzeitig aus dem Anleihenkaufprogramm auszusteigen, bevor die 33% Grenze erreicht wird. Zumindest deute ich es so.
    Wenn das passiert, wird die EZB ihre eigene Rolle erweitern können von der reinen Aufgabe „Hüterin der Währungsstabilitat“ zu einer deutlich erweiterten europäischen Steuerungs-Rolle für die sehr komplexen Aufgaben, die noch auf uns zukommen werden:
    – vorsichtiger Bilanzabbau durch Geld-Entwertung
    – Integration der unterschiedlichen nationalen Fiskal- und Wirtschaftsinteressen
    – Grundlagen schaffen für ein europäisches BGE (bedingungsloses Grundeinkommen) mit einer national unterschiedlicher Ausschüttungs-Höhe
    – Einführung einer Art von Tobin-Steuer auf EU Ebene

    Die Aufgaben werden also nicht einfacher werden. Allerdings kann unter der Führung einer klug geleiteten EZB das gelingen, was derzeit leider nicht gut aussieht – nämlich, dass das Ansehen der EU als sinnvolle Institution von deren Bewohnern als solche wahrgenommen und geschätzt wird.

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