Folgen Sie uns

Anleihen

Draghis Warnung an Italien: Wer aus der Eurozone austritt, muß seine Target-Schulden bezahlen!

Erstmals wird durch Draghi die Möglichkeit angesprochen, dass ein Land überhaupt die Eurozone verläßt!. Und wenn ein Land das tut, müssen die offenen Rechnungen bezahlt werden. Konkret würde das bedeuten, dass Italiens Notenbank sein negatives Target2-Saldo im Volumen von 358,6 Milliarden Euro begleichen müsste.

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

In letzter Zeit ist es eher still geworden um das Thema Target2-Verbindlichkeiten – und das, obwohl diese Taget2-Salden wieder Stände erreichen, wie wir sie zur Zeit der Finanzkrise und während der Euro-Krise im Jahr 2012 gesehen hatten. Auf die Problematik der Taget2-Salde, die im Grunde Ungleichgewichte der Kapitalstörme signalisieren, hatte zuerst Hans-Werner Sinn hingewiesen – und sich damit zunächst Kritik eingehandelt. Inzwischen aber sind die Thesen Sinns allgemein anerkannt, auch wenn es vereinzelt noch Ökonomen gibt, die meinen, das spiele keine Rolle, Zentralbanken könnten diese Ungleichgewichte irgendwie nullen – Vodoo-Ökonomie eben.

Dass dem nicht so ist, darauf hat nun am Freitag Mario Draghi höchstpersönlich hingewiesen in einem Brief an zwei italienische Abgeordnete des Europaparlaments (Marco Valli und Marco Zanni) – und dabei klar gemacht: wenn ein Land aus der Eurozone austritt, muß es zuvor seine Target2-Verbindlichkeiten restlos bezahlen:

„If a country were to leave the Eurosystem, its national central bank’s claims on or liabilities to the ECB would need to be settled in full.“

Bums! Erstens wird hier im Grunde erstmals durch Draghi die Möglichkeit angesprochen, dass ein Land überhaupt die Eurozone verläßt – das ist schon bedeutsam genug. Und wenn ein Land das tut, müssen die offenen Rechnungen bezahlt werden. Konkret würde das bedeuten, dass Italiens Notenbank sein negatives Target2-Saldo im Volumen von 358,6 Milliarden Euro begleichen müsste. Und ob die italienische Notenbank überhaupt dazu in der Lage wäre, ist eine andere Frage, wenn man nämlich gezwungen ist, auf eine schnell abwertende Lira umzustellen, gleichzeitig aber die Schulden in Euro bestehen bleiben und bedient werden müssen! Deutschland übrigens hat einen positiven Target2-Saldo von 754,1 Milliarden Euros, und sollte Italien austreten und die italienische Notenbank in der Lage sein, ihre Verbindlichkeiten zu begleichen, würde vor allem die Bundesbank eine dicke Überweisung bekommen. Ja wenn..

Draghi äußert sich in dem Brief auch zu den zuletzt wieder deutlich gestiegenen Ungleichgewichten der Traget2-Salden: Diese seien vor allem bedingt durch die Käufe von Staatsanleihen der EZB im Rahmen ihres APP-Programms:

„Furthermore, TARGET2 balances remain elevated as the liquidity created by our APP is largely concentratedin particular countries. This is a reflection of the financial structure in the euro area, in which banks with business models that attract more liquidity holdings are typically located in a small number of financial centres.“

Aha, soso. Damit sagt Draghi faktisch: es sind keine realwirtschaftlichen Kapitalströme, sondern Reaktionen von Banken auf die EZB-Politik, die zu diesen Ungleichgewichten führen. Eine steile These – denn faktisch fließt ja viel Kapital nach Deutschland, weil man eben Deutschland für einen sicheren Hafen hält – und etwa ein Land wie Italien eben nicht!

Und überhaupt, so Draghi, seien diese Ungleichewichte daher nicht Symptom einer Krise wie während der Finanzkrise und dann im Zeitraum 2100 bis 2012 (Eurokrise):

„The current upward trend in balances is therefore distinct from the increase in balances observed from mid-2007 to late 2008, and again from mid-2011 to mid-2012. The increase in TARGET2 balances in those periods was rooted in the market stress and fragmentation that resulted from the financial and sovereign debt crises. As banks in certain countries lost access to market-based funding, they replaced private sources of funding with central bank liquidity obtained from their national central banks through repurchase operations.
The subsequent redistribution of this liquidity, which was heavily influenced by market stress, led to higher TARGET2 balances. However, the current increase in TARGET2 balances is not a symptom of increased stress and is therefore inherently different from the previous episodes of rising balances.“

Also alles gut, nicht wahr? Aber wer austritt, muß dann leider doch die Rechnung bezahlen, so die unverhüllte Drohung Draghis!


EZB-Chef Mario Draghi mit Bundesbank-Chef Jens Weidmann bei den EZB Cultural Days. Jetzt wissen wir auch, warum Weidmann lächelt..

32 Kommentare

32 Comments

  1. Avatar

    micromegas

    23. Januar 2017 10:37 at 10:37

    Draghis Fantasieschulden. Kann er doch dann gerne wieder haben. Die Italiener machen es dann wie Draghi, einfach Geld aus dem nichts schöpfen und dann damit die EZB bezahlen.

    • Avatar

      nordsüd

      23. Januar 2017 10:59 at 10:59

      das können sie eben nicht, weil sie nur Lira (bzw. die eigene Währung) schöpfen können, nicht die „Fremdwährung“ Euro. Das darf meines Wissens nur die EZB, es sei denn diese erlaubt es Italien, ob das geht???
      Es sei denn Italien führt die DM ein, dann würden sich die Schulden deutlich reduzieren… (Unsinn aus).
      Was macht Herr Draghi wenn Italien austritt ohne vorher die Target2 Salden bezahlt zu haben?

      • Avatar

        Einzahler

        23. Januar 2017 16:01 at 16:01

        Dann fahrt ihr mit ein paar Leopardpanzern runter und holt euch das italienische Staatsgold ;-)

    • Avatar

      gerd

      23. Januar 2017 11:01 at 11:01

      Mit Lira? Da müssten die aber sehr, sehr viele drucken

  2. Avatar

    nas-tee

    23. Januar 2017 11:27 at 11:27

    Und was passiert wenn Deutschland austritt? Bekommt Deutschland dann sein Guthaben ausbezahlt? Worauf warten wir noch? Austreten und Draghi kauft dann von den verbliebenen Ländern einfach die Staatsschulden die sie für die Ausbezahlung an Deutschland benötigen auf. Das wäre zwar dann in Neue Deutsche Mark NDM gerechnet nicht soo ein guter Deal, aber immernoch besser als nix. Außerdem könnten wir ja dann für diese Währungs-Reserven in Euro ja im verbliebenen Rest des Euroraums ne Weile shoppen … z.B. französische Strom, spanische Ferienhäuser, Italienische Gemüse&Pasta, Niederländische Tulpen, und natürlich griechische Unterstützung bei der Aufnahme von Flüchtlingen.

    • Avatar

      nordsüd

      23. Januar 2017 11:43 at 11:43

      sinnvollerweise können nur Länder austreten, deren eigene Währung danach aufwertet, die eigenen Euro Schulden nehmen ab, die Forderungen gegen Euro Länder zwar auch, aber richtig, so können diese sie wenigstens überhaupt irgendwie bedienen.
      Nur eine Meinung…

    • Avatar

      GN

      23. Januar 2017 12:34 at 12:34

      ….was für ein Guthaben denn bitte??? Das ist lediglich eine Forderung, und so wie es aussieht wird die uneinbringlich sein….

  3. Avatar

    columbo

    23. Januar 2017 12:03 at 12:03

    Wenn Italien austritt, ist garantiert ein Typ wie Trump der Chef. Der wird alle auslachen und keinen Cent zurückzahlen. „Italia first“ wird es heißen und dann?
    In Argentinien ist schließlich auch niemand einmarschiert.

    • Avatar

      nordsüd

      23. Januar 2017 12:24 at 12:24

      Argentinien hatte keine Währungsunion.

      Sollte es eine EU Armee (oder Armee der Euro Staaten) geben, wäre es zumindest theoretisch denkbar, allerdings im ‚Friedensprojekt EU‘ wohl praktisch schwierig…
      Jedenfalls ein gruseliger Gedanke.

  4. Avatar

    leser

    23. Januar 2017 13:01 at 13:01

    Welcher ordentliche Kaufmann läßt Kredite in Höhe der Target2 Salden ohne jegliche harte Sicherheiten zu? Das machen nur Vabanque-Spieler.

    • Avatar

      verinet

      23. Januar 2017 16:35 at 16:35

      tja wer kann wohl so blöd sein?

  5. Avatar

    micromegas

    23. Januar 2017 13:07 at 13:07

    Hier das Video zum Statemant von Mario

    https://www.youtube.com/watch?v=gAGctmB670g

  6. Avatar

    N.Ritter

    23. Januar 2017 18:00 at 18:00

    Es gibt da nur ein klitzekleines Problemchen: Wenn die Banca d’Italia die Summe ihrer „Targetkredite“ via TARGET überweist – dann STEIGT der Negativsaldo….
    Und umgekehrt: Wenn die Bundesbank sich ihren Saldo überweisen lässt, STEIGT der Forderungssaldo. Irre nicht?

    • Avatar

      gerd

      23. Januar 2017 18:51 at 18:51

      Interessanter Aspekt. Klingt fast so, es bliebe nur die Bezahlung in Naturalien. Oder sie verscherbeln die Stadt Rom an Deutschland oder Südtirol.

      Aber wie wäre es, wenn sie es mit ihren anderen Reserven bezahlen würden? Zum einen mit Gold, was aber nicht reicht.
      Sie haben aber rund 30Mrd. Dollar an Devisen, welche die EZB in Euro tauscht und den Italienern gutbringt. So hätte sich der Schuldsaldo verringert. Aber einschließlich Gold kommt man da auch nur auf eine Tilgung von
      rund 100Mrd.

      Am Schluss bleibt wohl doch nur die Frage von LESER, wer außer Vabanque-Spieler denn solche Kredite ohne handfeste Sicherheit anwachsen lässt.
      Und als Ergänzung die rhetorische Frage-Antwort von verinet, ja weer denn wohl? Soo blöd sein kann eben nur…..Na, ja Dichter Heinrich Heine hat es seinerzeit schon geahnt und wurde um seinen Schlaf gebracht.

      • Avatar

        N.Ritter

        23. Januar 2017 19:21 at 19:21

        Ein paar denkbare Varianten gibt es schon, man muss dabei aber berücksichtigen, dass im Falle eines italienischen Euro-Austritts die BdI die Fähigkeit verliert, EUR zu schöpfen.
        1. Sie müsste sich dann also EUR am Devisenmarkt gegen neue italienische Währung beschaffen – würde für diese neue Währung wahrscheinlich hässlich werden.
        2. Sie könnte ihre auf EUR lautenden Forderungen an die italienischen Banken an die EZB abtreten – damit wäre die BdI bilanztechnisch aus dem Schneider, aber wenn die EZB dann versucht, die Forderungen bei den italienischen Banken einzutreiben – würde das wohl auch hässlich werden.
        3. BdI oder Italien werden verdonnert, irgendwelche vorhandenen Sachwerte zu übertragen – wie Sie sagen, Gold oder Immobilien, was auch immer. Die politischen Auswirkungen auf Italien und Europa insgesamt – siehe oben.

        Es gäbe natürlich auch noch eine (natürlich völlig absurde) andere Möglichkeit: DE und andere Spar- und Exportweltweister fangen an, zu investieren, Löhne adäquat zum Produktivitätsfortschritt + Zielinflationsrate der EZB ansteigen zu lassen, so dass sich die Niveauunterschiede zwischen den Eurostaaten verringern und die Aussenhandelsüberschüsse abbauen – dann fließen automatisch Gelder für Importe aus den Defizitländern in diese zurück und voila – die TARGET-Salden verringern sich ohne Daumenschrauben.

  7. Avatar

    Werner Ernst

    23. Januar 2017 18:09 at 18:09

    Wirtschaftlich ist die Zahlung für Italien nicht zu leisten.
    Möglich ist daher auch eine argumentative Beruhigungspille für die Länder in denen in Kürze gewählt wird und über die Politiker zu entscheiden sein wird, die dieses System implantiert haben ! Da wird nichts nennenswertes zurückkommen, wie auch ? Diese Gelder wurden bereits für Löhne , Renten, Gehälter und z.T. für Investitionen verkonsumiert !

    • Avatar

      N.Ritter

      23. Januar 2017 18:28 at 18:28

      Diese Gelder wurden nicht in Italien konsumiert – sie wurden ins Ausland (z.Bsp. nach Deutschland) überwiesen. Das ist ja die Ursache für die Existenz des Saldos: wenn die BdI einer italienischen Bank einen Kredit gibt (Geldschöpfung) entsteht zunächst in der Bilanz der BdI eine Kreditforderung an diese Bank, aber auch eine gleichhohe Verbindlichkeit gegenüber dieser Bank in Form des Guthabens auf dem BdI-Konto – die Bilanz der Notenbank ist ausgeglichen. Wenn die Bank jetzt das Guthaben an eine deutsche Bank überweist, hat die BdI immer noch die Forderung in der Bilanz, aber keine Verbindlichkeit mehr. Dafür hat die deutsche Bank ein Guthaben bei der Bundesbank (Verbindlichkeit der BBk), für die die BBk aber keine Forderung hat. Der Ausgleich sind in den beiden Notenbankbilanzen die TARGET-Salden.

      • Avatar

        gerd

        23. Januar 2017 19:01 at 19:01

        Ich drücks mal für mich einfacher aus.
        Die Gelder wurden natürlich nicht in Italien konsumiert, sondern die in Deutschland gekauften Waren wurden verkonsumiert.

        Die Gelder wurden aber auch nicht im eigentlichen Sinne nach Deutschland überwiesen. Die EZB hat den Italienern lediglich eine Target-Kreditlinie eingeräumt im Vertrauen darauf, dass der Target-Kredit irgendwie, irgendwann zurückgeführt wird.

        • Avatar

          gerd

          23. Januar 2017 19:03 at 19:03

          vorsorgliche Ergänzung:
          so zumindest verstehe ich es. Ich lass mich gerne eines Besseren belehren

          • Avatar

            N.Ritter

            23. Januar 2017 19:38 at 19:38

            Nein, die EZB hat eben KEINE Kreditlinie eingeräumt. Die TARGET-Salden sind bilanziell notwendige Augleichsposten, die dadurch zustande kommen, dass TARGET ein TECHNISCH einheitliches System ist, RECHTLICH aber aus einer Vielzahl von (nationalen) Systemen besteht. Das Guthaben einer deutschen Bank auf ihrem TARGET-Konto schlägt sich als Verbindlichkeit in der Bilanz der BBk nieder, das einer italienischen in der Bilanz der BdI usw. Wenn diese Banken untereinander Zahlungen austauschen, braucht es in den Bilanzen der Notenbanken Ausgleichsmechanismen. Alternativ hätte man die gesamte Kontoführung auf die EZB übertragen können – dann gäb es die Salden gar nicht. Das wollte aber niemand.

            Zum Konsumieren: ja, das können Zahlungen für importierte Güter sein, sind sie wahrscheinlich häufig auch. Kann aber auch sein, dass ausländische Banken deutsche Staatsanleihen gekauft haben (z. B. die BdI im Rahmen der Geldpolitik), oder Immobilien im Ausland. Es können auch Rückzahlungen von Krediten sein – alles mögliche.

  8. Avatar

    bauer

    23. Januar 2017 19:18 at 19:18

    glaubt hier wirklich noch jemand,das da irgendetwas an Euros zurückbez.wird?
    Zur Erinnerung an 2012:
    Sind ja nur Garantien,egal….
    Sie werden aber jetzt fällig!!!!!
    UND ZWAR VOM DEUTSCHEN MICHEL!!!!!
    ja ja,es ist Zahltag für jeden gemeldeten dt.BÜRGER!

  9. Avatar

    hubi stendahl

    23. Januar 2017 19:58 at 19:58

    Nun schaut, dass ihr das mit den Italienern in den Griff bekommt,,,,,,,,,,ihr Deutschen.

    Oder abgekürzt “ fuck you“ an Deutschland. Das ist doch leicht heraus zu lesen, wenn man weiß, dass eine Bank keine Armee schicken kann. Die EZB geht dann einfah unter und die Deutschen haben die Arxxxxkarte. Dumm gelaufen.

    • Avatar

      gerd

      23. Januar 2017 20:25 at 20:25

      Ja, so verstehe ich den Sachverhalt in der Konsequenz auch.

  10. Avatar

    gerd

    23. Januar 2017 20:24 at 20:24

    @N.Ritter
    Ihr erster Beitrag:
    „Dafür hat die deutsche Bank ein Guthaben bei der Bundesbank (Verbindlichkeit der BBk), f ü r d i e
    d i e B B k a b e r k e i n e F o r d e r u n g hat. Der Ausgleich sind in den beiden Notenbankbilanzen die TARGET-Salden“

    BBk hat keine Forderung (gegenüber dem DEUTSCHEN Kreditinstitut?) O.K.. Aber eben auch keine mit Sicherheiten unterlegte Forderung gegenüber der EZB. Oder?
    Wie gesagt, ich suche nach Wissenserweiterung

    Ihr zweiter Beitrag
    „Kann aber auch sein, dass ausländische Banken deutsche Staatsanleihen gekauft haben ….oder Immobilien….“
    Der Effekt ist derselbe. O.k..
    Aus dem Nichts von der Banca Italia geschaffenes Geld wird für den Kauf verwendet.

    Ergebnis ist für mich dennoch der Saldo zu Lasten Italiens, der real da ist. Auch wenn nur wegen buchungstechnischer Ausgleichsgründe so verfahren wird.

    Eine Lösung wäre auch, wie Sie schreiben, das sich die Handelsbilanzsalden zwischen den Ländern jeweils ins Gegenteil verkehrten. Da meinte ich ganz oben mit Naturalien.

    Nebenbei glaube aber immer noch, dass die Möglichkeit, Geld aus dem Nichts zu schaffen, für die einzelnen Zentralbanken nach oben begrenzt ist. Ich kann mich dunkel dran erinnern, dass die Geldautomaten in Griechenland vor rund zwei Jahren nur deshalb nicht total leer waren (als das Geld ins Ausland gebracht wurde), weil die griechische Notenbank (das griechische Geschäftsbankensystem) von der EZB die Erlaubnis erhielt, die Verbindlichkeiten auszuweiten. Indem die Kreditlinie, so nenne ich es mal, von der EZB angehoben wurde. Ganz grob, wirklich grob, ging es da hoch von rund 70Mrd auf 80Mrd.

    Wenn ich ganz falsch denke, bitte ich eine weiteres Mal um Nachhilfe

    • Avatar

      N.Ritter

      23. Januar 2017 22:02 at 22:02

      In der Eurozone ist die EZB die letzte Instanz, die festlegt, wieviel Geld neugeschöpft wird und die Nationalen Zentralbanken haben das umzusetzen. Dadurch ist ist Fähigkeit der einzelnen NZB’en in der Tat begrenzt (genau wie in Ihrem Griechenland-Beispiel beschrieben).

      Das Problem bei Italien (und anderen Ländern mit Negativsaldo) ist nicht, dass sie mehr Geld schöpfen als sie dürfen, sondern dass es sofort ins Ausland abfließt. Zu einem guten Teil natürlich wegen Importüberschüssen dieser Länder, aber auch weil Inländer Geld ins Ausland „in Sicherheit“ bringen, investieren, Kredite real zurückzahlen usw. Man kann das so auslegen, dass die „unzuverlässigen“ Südländer ihren Bürgern Wohlstand auf Pump ermöglichen – allerdings sollte man da nicht vergessen, dass die aus dem Verkauf unserer Produkte und den Kapitalflüssen nach DE resultierende Einkommen und Arbeitsplätze eben auch hier anfallen.
      Die Sünder finanzieren unter anderem die geringe Arbeitslosenquote, für die sich unsere Regierung selbst feiert.
      Das Problem ist für mich die Auffassung von Herrn Sinn (und nun offenbar auch von Herrn Draghi), dass diese systembedingten Verrechnungssalden mit echten Sachwerten ausgeglichen werden sollen. Herr Sinn bringt in seiner Argumentation immer die amerikanische FED als Beispiel, weil die in ihrem FedWire-System einen Ausgleichsmechanismus haben. Ich kenne jetzt das System da nicht so genau, aber soweit ich es verstanden habe, gleichen die gar nichts in „hard Assets“ aus – die schieben einfach nur die wertpapierbesicherten Forderungen aus einer Distrikt-FED in die andere, damit die Forderungen und Verbindlichkeiten wieder in der gleichen Bilanz stehen und fertig. Ich habe aber nicht den Eindruck, dass man sich hier mit der Abtretung von griechischen Kreditforderungen begnügen möchte….
      Und dabei wär’s ganz einfach: wir bräuchten diese Einnahmen nur wieder für Produkte dieser Länder ausgeben oder dort investieren, und dann hätten wir unsere Rückflüsse an realen Werten und die Salden würden sich wieder verringern.

  11. Avatar

    Volante

    24. Januar 2017 08:34 at 08:34

    Eine Währung sie zu knechten, sie alle zu finden, ins dunkel zu treiben und ewig zu binden.

    Der Euro ist Teufelswerkzeug ;)

  12. Avatar

    Wolfgang Koch

    24. Januar 2017 11:00 at 11:00

    Draghi’s obige Warnung hätte zu Zeiten,als die Notenbanken noch nicht die Marketmaker waren,ein Börsenbeben ausgelöst! Mittlerweile sind die Märkte so stoned,dass sie sowas eklatantes in ihren permanenten Drogenräuschen gar nicht mehr mitbekommen!Der Turkey ist aber so sicher,wie das Amen in der Kirche!

  13. Avatar

    SimsalabimFinanzkasper

    24. Januar 2017 12:28 at 12:28

    Die Lösung ist einfach und frei von jeder Verskalvung der Menschen.
    Man erschafft einen neuen Euroschein. Vielleicht 100.000.000.000.000.000 Euro. Nimmt ein bißchen buntes Papier, schreibt da ganz viele Abkürzungen drauf, die sowieso nicht schützensfähig sind EBE, ESB, EZB,… und nie in einer Legende aufgeklärt werden. Dann druckt man irgendwo eine blaue Flagge mit goldenen Sternen drauf, die schon im Eutiner Schloss von der späteren Katharina der Großen Zarin von Russland an die Decke gemalt wurde vor mehreren hundert Jahren und irgendeiner macht dann noch eine Paraphe drauf und ein Copyrightzeichen.
    Da der ESm in Bar einzuzahlen ist, schickt man Draghi dann das Papierchen und sagt hiermit sind die Tragetschulden und der ESM bezahlt, schicke mir bitte die übrige Differenz in Gold, weil ich keine anderen Euro Scheine als Geld oder Tauschmittel akzeptieren.
    Ach ja und übrigens Dein Haus in Italien haben wir gerade gepfändet, weil auch hier gibt es keine Staatshaftung. Wir wären aber bereit dir das Haus nach persönlicher Übergabe der Restmenge in Gold wieder rauszugeben. Die letzten 100 Milliarden darf er auch gerne in Getreide und Honig und Bernstein zahlen.

    Wer es immer noch nciht verstanden hat sollte man das Wort „Giralkartoffel“ im Internet suchen und es sich durchlesen.

  14. Avatar

    Ecker

    24. Januar 2017 14:48 at 14:48

    Es sind Italiener. Die lassen sich vom Draghi kaum was sagen. Wenn die austreten wollen, tun sie,s. Und was will der Draghi dann machen? Mehr als heiße Luft ist die Drohung nicht. Die führen die Lire wieder ein und sperren die Auslandsschulden und husten dme Rest der Eurozombiezone was.

  15. Avatar

    sorglos

    6. Februar 2017 20:30 at 20:30

    wo bleibt der sachliche komentar eines FACHMANNS !!!!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

weiterlesen

Anleihen

Anleihen und Zinsen – eine weltweite Vernichtung der Anlegergelder

Avatar

Veröffentlicht

am

Für viele Großanleger gibt es seit Jahrzehnten eigentlich nur zwei große Anlageklassen – Anleihen oder Aktien: Um das Anlagekapital langfristig zu vermehren, oder um regelmäßig Zinsen oder Dividenden einzunehmen, wie es zum Beispiel Pensionsfonds tun, um die Kunden im Alter zu versorgen. Und gerade dieser ehemals so sichere und zuverlässliche Renditebringer ist durch die Interventionen der Notenbanken geradezu marginalisiert worden. Dabei müssen viele Institutionelle wie Versicherungen sogar ihren Hauptanteil der Finanzanlagen in Anleihen positionieren. Dort geschieht derzeit weiterhin viel Absurdes mit weitreichenden Konsequenzen.

Anleihen: Lage an den Rentenmärkten wird immer skurriler

In Europa schütteln viele Ökonomen nur noch den Kopf über die Kapitalmarktzinsen, speziell im Bereich der Staatsanleihen.

Zinsen um die ein Prozent für Langläufer in hoch verschuldeten Ländern, wie Griechenland oder Italien, liegen auf Höhe mit den amerikanischen Pendants. Einem Land (USA), welches trotz der eminent hohen aktuellen Verschuldung in seiner 244-jährigen Geschichte noch nie einen Staatsbankrott erleben musste und welches noch einen absoluten Ausnahmestatus innehat, da der US-Dollar als Weltreservewährung einen Sonderbonus genießt.

Aber auch für die am längsten laufenden Anleihen der Staaten im Zentrum Europas – Österreich, Schweiz und Deutschland – müssen für die 30- oder 50-jährigen Staatsanleihen fast keine Zinsen mehr gezahlt werden.

Die ultimative Begründung für die derzeitige Ausnahmestellung der Aktienmärkte

Diese wird von einer Erhebung durch die US-Großbank JPMorgan geliefert:

Weltweit gibt es für 17 Billionen Dollar an Anleihen keine oder sogar Minuszinsen
Berücksichtigt man die jeweiligen Inflationsraten, so beträgt die Summe der Anleihen, die eine negative Realrendite abwerfen 32 Billionen Dollar, oder 76 Prozent aller Staatsanleihen von Industrieländern
Woher sollen die vielen Kapitalsammelstellen, die auf Einnahmen angewiesen sind, eine Rendite erwirtschaften?

Fazit

Die Zinslandschaft in großen Teilen der Welt ist fast schon als brutal zu bezeichnen – für die Halter der Papiere.

Man kann täglich hundert Indikatoren heranziehen, um die Überbewertung der Aktienmärkte zu begründen. Vom Shiller-KGV, dem Buffett-Indikator, historischen Vergleichen zur Bewertung von Aktien zur Gesamtwirtschaft und vieles mehr. Aber wir haben auch eine historisch einmalige Situation. Wenn allein die drei großen Notenbanken (Fed, EZB, BoJ) in ihren Bilanzen schon über 20 Billionen Dollar stehen haben, die zum großen Teil von Käufen von Anleihen herrühren, kann es das Regulativ Anleihemarkt zu Aktienmarkt in alter Form nicht mehr geben.

Anders ausgedrückt: Was juckt ein KGV der Aktienmärkte von 20 bis 30, wenn selbst die großen Anleihemärkte ein mindestens dreistelliges aufweisen?

Und noch sieht es nicht nach einer Wende aus – weder bei den Käufen von Anleihen, noch bei den Kapitalmarktzinsen. Die Kapitalsammelstellen stehen täglich vor dem Problem, einerseits neue Gelder anlegen zu müssen, andererseits ihren Auszahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dies ist für mich der Hauptgrund dafür, warum die Aktienmärkte einfach nicht größer korrigieren wollen. „There is no alternative!“ (TINA).

Zwar gab es den brutalen Einbruch wegen Corona im Februar/März, aber damals musste jeder Aktieninvestor mit dem Schlimmsten rechnen und seither hat die „Zerstörung“ der Zinsmärkte erst so richtig Fahrt aufgenommen. Wie könnte dieser Zustand sich zumindest etwas ändern? Schon öfters erwähnt: Ein substanzieller Anstieg der Inflation, der zu einem Anstieg der Kapitalmarktzinsen führt – nicht zu einem Anstieg der Leitzinsen.

Werden neue Schuldenprogramne 2021 bei einer Erholung der Wirtschaft dazu führen? Wenn es zumindest wieder etwas positive Realzinsen gibt? Wir werden es sehen, zunächst an den Zins-Charts.

Die absurde Entwicklung bei Anleihen - oder warum die Aktienmärkte so hoch stehen

weiterlesen

Allgemein

Italien: Wirtschaftskrise zu Ende, oder was? Und was machen die Anleihemärkte?

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Italien-Flagge in Rom

Erst am 31. August berichteten wir von den jüngsten BIP-Daten aus Italien für das zweite Quartal. Die Wirtschaftsleistung in Italien war im Vergleich zum 1. Quartal um 12,8 Prozent abgestürzt. Im Jahresvergleich zum zweiten Quartal 2019 war es ein Absturz von 17,7 Prozent. Dies ist laut Trading Economics der stärkste Einbruch der Wirtschaftsleistung in Italien seit den 60er-Jahren gewesen. Jüngst gab es staatliche Schätzungen zum BIP-Einbruch in Italien für das Gesamtjahr. Man schätzt einen Rückgang von 9 Prozent. Der italienische Wirtschaftsminister sagte, dasss das dritte Quartal sehr gut werden wird. Und wenn es auch im vierten Quartal ein bescheidenes Wachstum gebe, dann könne man das erwartete BIP-Minus von neun Prozent nach oben revidieren.

Industriedaten aus Italien

Und dann vor einer Woche wurden von den staatlichen Statistikern in Rom die jüngsten Daten zur Industrieproduktion im August veröffentlicht. Was für eine Überraschung. Das übelst gebeutelte Italien feiert (zumindest gemäß dieser Daten) ein Comeback. Die Industrieproduktion stieg im August im Vergleich zu Juli um satte 7,7 Prozent, während ein Plus von lediglich 1 Prozent erwartet wurde. Im Durchschnitt der letzten drei Monate stieg sie im Vergleich zum Durchschnitt der vorigen drei Monate um 34,6 Prozent. Aber noch deutlich wichtiger ist, dass sie im Jahresvergleich zu August 2019 nur noch um 0,3 Prozent gesunken ist. Damit kann man sagen, dass die Industrie in Italien das Corona-Tal verlassen hat.

Heute nun haben die amtlichen Statistiker die wichtigen Auftragseingänge für die Industrie in Italien veröffentlicht. Sie sind eigentlich noch wichtiger als die aktuellen Umsätze, denn die Aufträge zeigen, was in den nächsten Monaten passieren wird. Und auch hier sieht es gut aus. Die Aufträge stiegen im August im Monatsvergleich um 15,1 Prozent, und im Jahresvergleich um 6,1 Prozent. Geht man also davon aus, dass die Industrie über den Berg ist, dann heißt das was? Da man anhand der BIP-Daten aus dem zweiten Quartal erahnen kann, dass auch das dritte Quartal im Jahresvergleich noch im Minus liegen wird, dürften die Dienstleistungen in Italien noch spürbar zurückliegen, anders als die Industrie. Das ist verständlich. Der Tourismus fehlt dem Land.


source: tradingeconomics.com

Italien im Märchen-Zustand bei Anleiherendite

Den Kapitalmarkt interessiert das nicht. Die EZB flutet dermaßen alles und jeden mit frisch gedrucktem Geld, so dass die Anleihekurse steigen, auch die für Italien. Vor allem große Spekulanten am Anleihemarkt dürften kaufen, um sie dann später zu (hoffentlich?) höheren Kursen an die EZB zu verkaufen. Denn die will ja unbedingt kaufen bis der Arzt kommt. Steigende Anleihekurse bedeuten für den Käufer automatisch eine geringere Rendite auf sein Investment. Die Anleiherendite ist zugleich auch eine Risikoprämie für den Anleger. Je höher das Risiko, dass der Schuldner (Italien) nicht zurückzahlt, desto höher normalerweise die Rendite. Aber wie man sieht… keine Spur von Risiko? Nein, das Risiko ist da, nur kauft die EZB ohne Ende, was die Kurse treibt und die Renditen runter drückt. Die Rendite für zehnjährige italienischen Staatsanleihen sieht man hier im Verlauf seit April. Damals noch im Hoch bei 2,17 Prozent, so ist sie erst gestern auf ihr Rekordtief bei 0,63 Prozent gefallen (aktuell 0,68 Prozent).

Rendite für zehnjährige Staatsanleihen aus Italien

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen