Asien

Droht China eine finanzielle Kernschmelze?

Von Reinhard Köpkens

Während US-Analysten Chinas Ausblick weiterhin rosig sehen, schlägt die Deutsche Bank recht kritische Töne an.

Der folgende Artikel, veröffentlicht auf cash.ch, stützt sich auf eine Meldung bei Bloomberg – und bestätigt die Skepsis, mit der Finanzmarktwelt-Autoren Chinas Zukunft betrachten.

 

cash.ch, 27.12.2013

Chinas Vorstoß zur Öffnung seiner Volkswirtschaft hat von Goldman Sachs bis hin zu Morgan Stanley Lob geerntet. Anders die Einschätzung der Deutschen Bank: Sie warnt vor einer China-Krise.

Auch Jefferies feierte die Ankündigungen Pekings und sagte im November eine “massive” mehrjährige Bullenrallye am Aktienmarkt voraus.

Diese Begeisterung teilt John-Paul Smith nicht. Wenn sich der Aktienstratege der Deutschen Bank das Land anschaut, dann sieht er nach eigenen Angaben dieselben Anzeichen für eine finanzielle Kernschmelze, die ihn den Börsen-Crash in Russland von 1998 schon Monate früher vorhersagen ließen.

Chinas Wachstum wird Smith zufolge durch himmelhohe Kredite an die Unternehmen angeheizt. Dieses hochriskante Modell müsse durch Schritte hin zu einem freien Markt und Haushaltskürzungen ersetzt werden – so wie die Maßnahmen, die Russland nach dem Staatsbankrott und dem darauf folgenden Einbruch des Micex Index um 44 Prozent zu Wachstum verhalfen, sagt er.

Es droht die Schuldenfalle

“Es gibt die Möglichkeit einer Schuldenfalle bei den Industriefirmen, die bereits im kommenden Jahr eine die gesamte Volkswirtschaft erfassende Finanzkrise auslösen könnten”, sagte Smith am im Dezember in einem Interview mit Bloomberg News in London. Zuvor hatte er in einer Studie wegen der Erwartung einer Wachstumsverlangsamung in China für 2014 einen Rückgang bei Schwellenmarkt-Aktien um zehn Prozent vorausgesagt. “Wenn ich bei China falsch liege, dann liege ich mit allem falsch.”….



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