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„Echt unglaublich“: CFD-Broker Plus500 meldet Zuwächse im 1. Halbjahr

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

Echt unglaublich, möchte man (natürlich ohne ironischen Hintergedanken) meinen, wenn man die heutige Veröffentlichung des CFD-Brokers Plus500 betrachtet, der von einer wochenlangen Einfrierung eines Großteils seiner Konten im 2. Quartal betroffen war. In dessen Folge muss es natürlich zwangsläufig zu Umsatzeinbußen, Geldabflüssen etc kommen.

Anscheinend hat Plus500 ein Zaubermittel gefunden, um all dem entgegenzuwirken. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2014 sollen die Umsätze im 1. Halbjahr 2015 um 21 Mio auf 127 Mio Dollar gestiegen sein, und die Anzahl neuer Konten soll um fast 20.000 auf 52.217 gestiegen sein. Die Anzahl der aktiven Kunden soll von 67.232 auf 93.267 gestiegen sein. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (Kommission) soll aber von 1.580 auf 1.362 Dollar gefallen sein.

Also fast alles gut bei Plus500? Man muss betonen: Dies sind Daten, von denen Plus500 selbst behauptet, dass sie noch nicht von externen Wirtschaftsprüfern gecheckt wurden. Stand 30.06.2015 sollen in den Cash-Beständen der Firma 97,5 Mio Dollar vorhanden gewesen sein (ohne Kundengelder). Überhaupt schreibt Plus500, dass die Einfrierung der Kundenkonten (sinngemäß zusammengefasst) eher eine kurze, aber überschaubare Phase im 2. Quartal war, die das Geschäft insgesamt kaum beeinflusst hat. Wie gesagt, das behauptet Plus500 selbst.

Merkwürdig, dass man nur kurz nach diesem Einfrierungs-Desaster derzeit versucht unter das Dach des Softwareanbieters Playtech zu schlüpfen. Sicher nur ein Zufall, dass beides zeitlich so nah aufeinander fällt. Am 16.07. entscheiden die Aktionäre, ob Plus500 von Playtech gekauft wird. Die Aktie von Plus500 verharrt weiterhin bei 385pence.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Killer

    11. November 2017 15:13 at 15:13

    Wir werden auch die Aktionäre von plus500 wegen Mittäterschaft zur Verantwortung ziehen. Hier können sich alle Geschädigten melden. http://www.plus500-geschädigte.de

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Riskante Euphorie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen wird die derzeit riskante Euphorie an der Wall Street.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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