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Zur Abwechslung gute Nachrichten für Habeck Energiewende Deutschland: Rekord Strom-Produktion durch Wind erwartet

Sturm nächste Woche

Energiewende Deutschland Strom Windkraft

Zur Abwechslung gibt es nun positive Nachrichten für die Energiewende in Deutschland: Die deutsche Strom-Produktion durch Windkraft wird voraussichtlich ein neues Rekordhoch erreichen, wenn Anfang nächster Woche ein Sturm über Nordeuropa hinwegfegt. Seit der Absschaltung seiner Atomkraftwerke ist Deutschland vom Strom-Exporteur zum Strom-Importeur geworden.

Energiewende in Deutschland: Nächste Woche Rekord Strom-Produktion durch Wind erwartet

Laut einem Bloomberg-Modell wird die Produktion von Tausenden von Wind-Turbinen in Deutschland am Montag um 11.00 Uhr mit 57.949 Megawatt ein neues Allzeithoch erreichen. Der bisherige Rekord von 53.022 Megawatt wurde kurz vor Weihnachten erreicht.

Die Windkraft ist in Deutschland die mit Abstand größte grüne Energiequelle, die zusammen mit der Solarenergie im vergangenen Jahr erstmals mehr als die Hälfte der gesamten Stromversorgung des Landes ausmachte. Die Aussicht auf einen sprunghaften Anstieg der Windenergieerzeugung trug dazu bei, die Erdgaspreise Anfang der Woche zu dämpfen.

Der Deutsche Wetterdienst rechnet in der Nacht zum Montag mit stürmischen Böen im Norden, Westen und in der Mitte des Landes, mit besonders schweren Sturmböen an der Nordsee und in der Nähe der Berggipfel. Starke Winde und gelegentliche orkanartige Böen werden erst ab Mittwoch nachlassen. Die starke Produktion durch Windkraft nächste Woche dürfte die am Markt gehandelten Strom-Preise drücken, da der Windkraft-Strom kaum speicherbar ist und die Erzeuger daher versuchen müssen, ihren Strom „loszuwerden“.

Trotz des erwarteten Strom-Rekords hat Deutschland weiter ein Grundproblem: die sogenannnte Grundlastfähigkeit – also eine Energieproduktion, die immer funktioniert, und nicht nur, wenn der Wind weht und die Sonne scheint.

Wetterwechsel in Europa voraus

Auch im Vereinigten Königreich nehmen die Windgeschwindigkeiten zu. Das Met Office hat für Sonntagabend und Montagmorgen Wetterwarnungen für Teile des Landes, einschließlich London, herausgegeben. Der Sturm Isha wird in Küstennähe Böen von bis zu 129 Kilometern pro Stunde bringen, hieß es.

„Störungen im Reiseverkehr und bei der Energieversorgung sind wahrscheinlich“, so das Met Office. Großbritannien hat im vergangenen Monat einen Rekord bei der Winderzeugung aufgestellt, so dass die Leistung von Gaskraftwerken auf den niedrigsten Stand seit fast vier Jahren gesunken ist.

Auch in der nordischen Region wird ein hohes Maß an Windenergie erwartet, mit Prognosen von bis zu 22.000 Megawatt. Diese wird am Montag ihren Höhepunkt erreichen, wenn das Tiefdruckgebiet am stärksten ist, so der Energieversorger Bixia AB in einem Bericht.

In der Zwischenzeit gilt für den Norden und Westen des Vereinigten Königreichs nach wie vor die gelbe Warnstufe für Schnee und Eis, so dass am Freitag weitere Beeinträchtigungen drohen.

Das Eintreffen des Sturms Isha wird auch deutlich mildere Temperaturen in der Region mit sich bringen. London wird am Dienstag 13 °C erreichen, was der Vorhersage für Rom entspricht, während Paris laut Maxar Technologies Inc. auf 14 °C klettern wird. In Teilen des Mittelmeers wird es sogar noch wärmer sein, in Madrid am Mittwoch bis zu 18 Grad.

FMW/Bloomberg

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19 Kommentare

  1. @Markus Fugmann

    „Seit der Absschaltung seiner Atomkraftwerke ist Deutschland vom Strom-Exporteur zum Strom-Exporteur geworden.“ Kleiner Vertipper?

    1. danke Michael, ist korrigiert!

    2. Ach der Fugmann wieder mit seinem Reflex zum Stromimporteur Deutschland. Wenn Sie wenigstens mal mehr als diese eine Tatsache bringen würden.

      Fakten: Der Strompreis ist danach gesunken. Der meiste Import war günstiger Windstrom und Wasserkraft aus Skandinaviem. FrankreiCh hat endlich wieder ein paar seiner Schrottakws ans Netz gebracht. Deutschland hat noch nie so viel CO2 freuen Stroms erzeugt wie 2023. Und der günstige Steom aus Skandinaviem und der eigene hat einfach den teuren Kohlehstrom aus dem Netz gedrängt. Sonst seid ihr doch immer so für freie Wirtschaft und den Mark und wenn er mal funktioniert ist es auch nicht recht? Sie sollten sich schon für was entscheiden, außer fürs Framing.

      1. Da kann ich nur zustimmen! Danke für den Beitrag. Ich hoffe die

  2. Wieso gute Nachricht? Viel Strom von der Windkraft kostet viel an Subventionen und der überschüssige Strom ist ein milliardenschweres Minusgeschäft.

    1. @Dagoberti

      Sie zielen sicher auf die 2,3 Milliarden an negativem Exportsaldo ab, die Deutschland 2023 aufzuweisen hatte.
      https://www.stromdaten.info/ANALYSE/importexport/index.php

      Jetzt muss ich schon einmal ganz ahnungslos bei einem Kenner der Materie wie Ihnen nachfragen, weil ich persönlich mit dem Thema nicht so vertraut bin. Ich muss Sie vorwarnen, Sie haben da sehr viele Fragen bei mir aufgeworfen…

      Wer verkauft bzw. exportiert denn Strom? Das dürften doch die Erzeuger sein, oder?
      Und wer kauft bzw. importiert Strom? Das sollten doch eher die Versorger und die Großabnehmer und Direkteinkäufer aus der Industrie sein?
      Also wer macht denn bei niedrigen oder negativen Börsenpreisen nun ein milliardenschweres Minusgeschäft?
      Die Erzeuger? Die Versorger? Die Industrie? Alle? Gar ganz Deutschland?
      Oder vermischen und verwechseln Sie vielleicht verschiedene Marktsegmente, die betriebswirtschaftlich betrachtet gar nichts miteinander zu tun haben – bildlich gesprochen Äpfel mit Birnen?

      Sind die 2,3 Milliarden Minus tatsächlich einzig nur auf die 300 von 8.760 Stunden mit negativen Strompreisen zurückzuführen? Oder auf die Tatsache, dass die Importpreise schon immer höher waren, als die Exportpreise, weil Deutschland mit seinem enormem Energiebedarf und der damit verbundenen hohen Nachfrage in Spitzenlastzeiten einfach die Preise in die Höhe treibt?

      Und warum kaufen Industrie und Versorger auf einmal im Ausland ein statt von deutschen Erzeugern? Letztere könnten doch einfach noch mehr fossile Kraftwerke anschmeißen, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen nicht ausreicht. Das hat man doch jahrzehntelang selbst in besten Atomkraftzeiten so gemacht, und zwar zu ruinösen Exportpreisen um die 30 €/MWh. Inzwischen gibt es wenigstens schon 70 € für die MWh.
      Deutschland war stets Netto-Exporteur, und das bei einem jährlichen Anteil fossiler Erzeugung um die 50 % und mehr.
      Kernkraft spielte da mit 13 bis 17 % nicht so die große Rolle, um derart hohe Überschüsse und Exportmengen zu rechtfertigen. Hätte man damals nicht auch einfach die fossilen Kraftwerke abschalten oder drosseln können, statt den Strom für 30 € zu verramschen?

      Und warum exportierte Deutschland Jahr für Jahr 10 bis 15 TWh mehr Strom nach Frankreich, als von dort importiert wurde? Man hört und liest doch allerorten, dass Atomstrom so unglaublich günstig ist. Warum nur hat dann Frankreich soviel deutschen Kohle- und Gasstrom in Zeiten eingekauft, als Wind und PV in Deutschland noch keine Rolle spielten?

      Ich kann mir all das einfach nicht erklären, ich bin verwirrt und freue mich daher schon auf eine plausible und fundierte Erklärung von einem Wirtschaftsfachmann wie Ihnen!

  3. Danke für den Hinweis! Da warte ich noch bis Anfang nächster Woche mit dem Laden unseres E-Autos über die Wallbox. Das dürfte dann dank dynamischem Tibber-Tarif und Smartmeter wieder so günstig werden, wie Anfang Januar, mehrmals im Dezember 2023, Mitte November, ebenso mehrfach im Oktober, Mitte September, ein paarmal im August, eigentlich das ganze Jahr…

    Schön, wenn man praktisch das ganze Jahr fast kostenlos und komplett sauber Autofahren kann.
    Ach ja, unseren Speicher im Haus werde ich dann bei der Gelegenheit auch gleich füllen. Ich habe das bei uns mit ein paar Softwareintegrationen zur Ladesteuerung im Home Assistant über die Open-Source-Schnittstelle realisiert. Inzwischen könnte es auch schon vorgefertigte kommerzielle Lösungen für Nicht-Bastler geben.
    https://efahrer.chip.de/news/grandioses-speichersystem-fuer-pv-anlagen-es-kauft-strom-wenn-er-guenstig-ist_1011704

    Bisher haben sich wie immer gierige Netzbetreiber und Energieversorger dagegen gesträubt, illegal ist das allerdings auch nicht wirklich. In anderen Ländern, vor allem im skandinavischen Raum, ist das bereits eine Selbstverständlichkeit. Dort nimmt man allerdings Verbraucher und Erzeuger auch mit und schafft gesellschaftlichen Konsens und gute Kompromisse für alle Seiten, während hierzulande an allen Ecken und Enden irgendwelche Lobbyisten ihre Pfründe mit allen Mitteln verteidigen. Dazu gesellen zu allem Überfluss leider noch die vielen Wut-Ideologen, die tief in der Vergangenheit feststecken und geradezu panische Angst vor Veränderung, Innovation und Fortschritt zu haben scheinen. Wenn es anderswo möglich ist, warum nicht auch bei uns?

    1. @Daniel: Genau den gleichen Gedanken hatte ich auch als ich die Überschrift lass, Tibbertarif nutzen und alle Speicher voll machen. Die Überschrift ist aber m.M.n. nach das einzig Gute an dem Artikel, ich weiß nicht wie man über Grundlast, Windkraft GB und Kernkraft D schreben kann, ohne nur einmal zu erwähnen das 6 von 9 KKWs in GB nicht laufen…

      1. @Z0P0
        Ähnlich war es doch auch letztes Jahr, als 8 Monate lang die französischen Meiler massenweise außer Gefecht waren. Auch darüber war fast nie ein Wort zu lesen, ganz so, als wäre es den Autoren und Kommentatoren peinlich gewesen, am makellos glänzenden Narrativ der ach so günstigen und zuverlässigen Wundertechnologie zu kratzen.
        Schlimmer noch, kritisiert wurden die vergleichsweise hohen Strompreise und die verhältnismäßig hohe CO2-Intensität der deutschen Stromerzeugung zu dieser Zeit, ohne aber nur im Ansatz auf Frankreich als bedeutenden Mitverursacher einzugehen.

        Seit der Schrott wieder soweit läuft, mehren sich wieder überproportional die Lobeshymnen, wie zuverlässig, günstig und sauber doch die französische Stromerzeugung ist.
        Zwar wurde bis zur Elektro-Heizsaison wieder alles soweit zusammengeflickt, aber der Klimawandel sorgte einmal mehr für sehr milde Spätherbst- und Wintertemperaturen bis zur ersten Januarwoche. Interessant ist in dem Zusammenhang, dass in Frankreich natürlich ebenso dieselben Marktmechanismen greifen, wie in Deutschland. Bei Überschuss sinken die Preise und der Strom muss ans Ausland verscherbelt werden (23. und 24. November). Bei hoher Nachfrage steigen die Preise und Strom muss zu diesen Konditionen importiert werden (29. November bis 1. Dezember).
        Einziger Unterschied: In Deutschland sind die EE daran schuld und treiben das Land in den Ruin. In Frankreich ist das keiner Erwähnung wert, weil es ganz normale Marktmechanismen sind.

        https://www.smard.de/page/home/marktdaten/78?marketDataAttributes=%7B%22resolution%22:%22hour%22,%22from%22:1700607600000,%22to%22:1701557999999,%22moduleIds%22:%5B22004404,8000254,22004546%5D,%22selectedCategory%22:null,%22activeChart%22:true,%22style%22:%22color%22,%22categoriesModuleOrder%22:%7B%7D,%22region%22:%22DE%22%7D

  4. Die hohe Windeinspeisung (und das gleiche gilt auch für die hohe Sonneneinspeisung im Sommer) führt dazu, dass die SPOT-Preise an der EPEX / EEX gegen Null gedrückt werden und da in der jetzigen Zeit auch thermische Kraftwerke laufen, die Fernwärme erzeugen, werden diese nicht abschalten können, also wird es wahrscheinlich sogar zu Negativpreise kommen.

    Man sollte sich daher klar machen, dass aufgrund der hohen installierten Leistung von Wind und Sonne immer bei hinreichender Einspeisung der Strompreis im Spot gegen Null läuft, d.h. der Strom von Wind und Sonne ist NICHTS wert. Eine wirtschaftlicher Betrieb über den Strommarkt von Windkraftanlagen oder Solaranlagen ist so also gar nicht möglich. Diese beiden Energieformen müssen also dauerhaft durch garantierte Einspeisevergütungen alimentiert werden, also letztendlich aus Steuermitteln bzw. die EEG-Umlage auf der Stromrechnung. In der Konsequenz steigen die Preise für die Residuallast, so dass Wind und Sonne niemals zu dauerhaft günstigen Preisen führen können.

    1. Das ist Quatsch. Der Betreiber kann sehr genau berechnen, wieviel Strom wann zu welchem Preis im Schnitt erzeugt werden kann, also ob sich die Investition an der Stelle lohnt, oder nicht. Der durchschnittliche Gstehungspreis ist weit unter dem Durchschnittspreis. Dass da Tage dabei sind, an denen der Stroms verschenkt wird, gesschenkt.
      Außerdem müssen große Windparks ihren Strom über PPA verkaufen und nicht zur festen Einspeisevergütung wir kleine Dachsolaranlagen. Bringt auch nur noch 8ct/KWh.
      Aber Sie wissen ja heute schon, dass das nichts wird. Soviel Dunning-Kruger Ist beeindruckend!

      1. Der Gestehungspreis unter dem Durchschnittspreis – wie lustig, aber es ist Fasching. Die milliardenschweren Subventionen und die Milliarden, die der negative Strompreis verschlingt, hat ein Schlauberger wohl herausgerechnet. Typisch grün der Versuch, die Leute hinter die Fichte führen zu wollen. Funktioniert aber nicht mehr.

        1. dazu kommt vermutlich noch hohe Netzentgelte und die sollten gleichermaßen von denjenigen bezahlt werden die einspeisen obwohl kein bedarf da ist wie auch denjenigen die viel strom nutzen, die last muss ja verteilt und geliefert werden.
          oder man legt sich einige tage vorher fest wieviel man einspeist damit das eben geregelt wird, wenn man sich verschätzt muss man kompensieren, also nach oben wie nach unten verschätzt.
          der zappelstrom ist das problem des produzenten, kann ja gerne einen akku dazwischen schalten um das zu glätten.

    2. @Andi, @Dagoberti
      Der Strom von Wind und Sonne ist nicht NICHTS wert, er ermöglicht es Großverbrauchern in der Industrie zum Beispiel, für die entsprechenden Tage schon im voraus supergünstigen Strom einzukaufen. Gleiches gilt für alle Energieversorger, Stadtwerke usw. Schlecht ist das nur für die Energieerzeuger, die aber ihrerseits die meiste Zeit im Jahr von den hohen Strompreisen fossiler Kraftwerke in der Merit-Order profitieren.
      Ein wirtschaftlicher Betrieb von Windkraftanlagen oder Solaranlagen über den Strommarkt ist also sehr wohl möglich.
      Unaufgeklärte ahnungslose Leute wie Sie tun immer so, als wären Null- oder Negativpreise für alle ein Verlustgeschäft. Für andere Marktteilnehmer ist genau das Gegenteil der Fall, und übers Jahr gesehen gleicht sich das auch für die Erzeuger locker wieder aus.
      Das gilt genauso für Exporte und Importe. Gibt es in DE Überschüsse oder einen hohen Anteil Erneuerbarer, profitiert das Ausland. Ist das im Ausland der Fall, profitieren wir, wie das Halbjahr von Mai bis Oktober für jedermann ersichtlich bewiesen hat. Immer ohne faktische Grundlagen einfach zu behaupten, DE verschenke seinen Strom und importiert extrem teuer, ist einfach nur hirnrissig und völlig an den Haaren herbeigezogen.
      Beweisen und belegen will die Behauptung ohnehin keiner von Ihnen, ganz einfach deshalb, weil es nicht möglich ist. Das ist das Frustrierende an alternativen Fakten aus einem Paralleluniversum.

      Garantierte Einspeisevergütungen für größere Anlagen jenseits 750 kWp bei PV und bei Windkraft über 100 kW gibt es schon längst nicht mehr. Zwischen 300 und 750 kWp erhält der Betreiber lediglich 6,2 Cent/kWh, sollte er sich für die garantierte Einspeisevergütung entscheiden. Wesentlich lukrativer dürfte also auch in dieser bescheidenen Anlagengröße schon das Direktvermarktungsmodell sein. Für größere Anlagen ist die Direktvermarktung verpflichtend. Für richtig große Anlagen wird die Marktprämie in einem Ausschreibungsverfahren vergeben, in dem diejenigen Anlagenbetreiber den Zuschlag erhalten, die die niedrigste Marktprämie fordern.

      Die EEG-Umlage auf der Stromrechnung gibt es ebenfalls schon längere Zeit nicht mehr, falls Sie das noch nicht bemerkt haben sollten.
      Und wieso sollten die Preise für Residuallast steigen, wenn Erneuerbare einen hohen Anteil haben? Wissen Sie überhaupt, was Residuallast ist? An Tagen mit 100% Erneuerbaren gibt es die nicht mehr, und was es nicht gibt, kann auch nicht teuer sein.

      Ich kann einfach nicht nachvollziehen, warum immer wieder dieser komplett substanzlose Schmarrn erzählt wird, dass Wind und PV keinen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen. Sie ziehen hier Extremfälle und Ausreißertage heran, genauso wie es am anderen Ende der Wurst bei den paar wenigen Flautentagen mit geringem Anteil von EE gemacht wird.
      Und 95% der Zeit werden einfach ignoriert, in denen die Erneuerbaren ausreichende Gewinne einfahren und gleichzeitig über die Merit-Order die Strompreise auf ein günstiges Niveau drücken.
      Das wurde alles schon so oft hier im Forum erklärt und bis ins kleinste Detail belegt – alleine kapieren oder akzeptieren wollen Sie es nicht. Die Fakten passen wohl nicht so toll ins Wutkonzept von Frustrierten, die die Regierung stürzen wollen.

      Gehen Sie doch einfach auf Verivox oder überlassen Sie Ihren Stromvertrag einem kostenlosen Tarifaufpasser. Dann werden Sie erkennen, dass Sie die kWh für 27 Cent und teilweise auch schon weit darunter erhalten. Das ist in etwa das Niveau von 2020. Wer sich das nicht leisten kann, sollte ernsthaft einen Jobwechsel in Betracht ziehen oder einfach mehr arbeiten, statt den ganzen Tag auf Foren Unfug zu posten und herumzujammern.

      1. @Dieter Stubenvoll
        . .EEG-Umlage nicht mehr auf der Stromrechnung..-> 15 Mrd. neue Schulden einfach super. Man merkts halt nicht direkt in Geldbeutel
        . .Und 95% der Zeit werden einfach ignoriert, in denen die Erneuerbaren ausreichende Gewinne einfahren und gleichzeitig über die Merit-Order die Strompreise auf ein günstiges Niveau drücken…
        Je mehr zugebaut wird, umso kleiner wird dieser Wert werden.
        Und bei PV ist der Ertrag um die Mittagszeit am grössten, wenn in Zukunft die Preise im Sommer tiefsten sein werden.
        Ich kann bei Plänen von 210 GW Photovoltaik nur den Kopf schütteln. Die erzeugte Menge (falls gespeichert werden kann) kann im Monat Juni den ganzen Bedarf decken. Was machen wir dann mit Wind, Biomasse und Wasserkraftstrom?
        Technische wäre die Sache schon machbar. Aber zum welchem Preis?
        Mit den aktuell verfügbaren Speichertechniken extrem teuer. Bin gespannt auf die künftige Entwicklung.
        Ich hoffe das es am Schluss nicht ein teures Milliardengrab wird

        1. @Jörg Eberl
          Die Ausbaupläne gehen etwa von einer Verdoppelung des Strombedarfs aus. Also müssen wir die Diskussion auch auf dieser Basis führen. Ich gehe Schritt für Schritt auf Ihre „Argumente“ ein.

          Strompreise:
          Je mehr zugebaut wird, umso kleiner wird dieser Wert werden.
          Das gilt nur dann, wenn nur der Zubau, nicht aber der Verbrauch steigen würde. Und wenn weiterhin Kohlekraftwerke sinnlose Grundlast produzieren würden, weil sie nicht einfach abgeschaltet oder extrem weit heruntergefahren werden können. Und wenn Überschussproduktion weiterhin nur für den Export, und nicht für Speicherung, Prozesswärme oder Power-to-X verwendet würde.
          Aber genau das alles soll ja ab ca. 2035 sukzessive eben nicht mehr der Fall sein.

          Seit dem EEG 2017 gilt die Direktvermarktung nach dem Marktprämienmodell. Bei großen Anlagen gibt es im Vorfeld Gebotsverfahren, in denen ein Stromerzeuger zu einem bestimmten Preis anbietet und dann den Zuschlag erhält, oder eben auch nicht, wenn er zu teuer ist.
          Mittlere und größere PV-Anlagen und Onshore-WEAs haben durchschnittliche Gestehungskosten von 6 Cent/kWh.
          https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/studien/studie-stromgestehungskosten-erneuerbare-energien/jcr:content/contentPar/sectioncomponent/sectionParsys/textwithinlinedimage/imageComponent1/image.img.4col.large.jpg/1627979908410/Abb1-LCOE2021-web.jpg

          Nehmen wir einmal an, ein Erzeuger bietet zu diesem Preis an und erhält den Zuschlag (das ist ziemlich realistisch, für 2024 lagen die durchschnittlichen Auktionspreise bei 5,88 Cent, bei Direktvermarktung kleinerer und mittlerer Anlagen beträgt der anzulegende Wert 6,2 Cent).
          Dieser Preis ist also garantiert, bei höheren durchschnittlichen Börsenpreisen erhöht sich der Gewinn, bei niedrigeren Börsenpreisen wird die Differenz zu den 6 Cent durch eine Marktprämie ausgeglichen. Die Börsenpreise werden immer am Ende des Monats als Monatsdurchschnitt (sog. Marktwert) berechnet.
          Die monatlichen Börsenstrompreise, also der Marktwert, bewegen sich zwischen 68 und 128 €/MWh, die Erzeuger lagen also stets im Gewinnbereich, der Steuerzahler musste seit fast drei Jahren nicht einen Cent beisteuern.
          https://www.energy-charts.info/charts/price_average/chart.htm?l=de&c=DE&year=2023&interval=month&month=-1

          PV-Ertrag:
          Und bei PV ist der Ertrag um die Mittagszeit am grössten, wenn in Zukunft die Preise im Sommer tiefsten sein werden.
          Der PV-Ertrag ist abhängig von Ausrichtung und Neigung der Module. Moderne Anlagen richten sich bereits automatisch aus, folgen also den ganzen Tag über der Sonne und stellen dabei den optimalen Neigungswinkel ein. Auch bei starr montierten Modulen kann es sich durchaus lohnen, diese Richtung Osten oder Westen oder 50:50 auszurichten. Ganz einfach aus dem Grund, weil zu der Zeit die Strompreise wesentlich höher sind und der Ertrag nicht sonderlich weit unter der Südausrichtung liegt.
          Sehr hohe Erträge sind also von 9 bis 18:30 Uhr zu realisieren.
          https://solar.stoffstrom.org/wp-content/uploads/2021/07/Ausrichtung-einer-PV-Anlage.png

          Installierte Leistung:
          Ich kann bei Plänen von 210 GW Photovoltaik nur den Kopf schütteln. Die erzeugte Menge (falls gespeichert werden kann) kann im Monat Juni den ganzen Bedarf decken. Was machen wir dann mit Wind, Biomasse und Wasserkraftstrom?
          Schon heute sind 82 GW an PV-Leistung installiert.
          https://www.energy-charts.info/charts/installed_power/chart.htm?l=de&c=DE
          PV-Strom deckt derzeit 11,8% der Stromerzeugung ab. Bei 210 GW und der doppelt so hohen Last wären es dann eben 15%, was ist daran so verwerflich?
          https://www.energy-charts.info/charts/energy_pie/chart.htm?l=de&c=DE&interval=year&year=2023&legendItems=11111111111111111
          Für Juli ergibt sich derzeit ein Anteil von 21,4%, nach dem Ausbau und bei doppelt so hoher Last wären es rund 27%.
          https://www.energy-charts.info/charts/energy_pie/chart.htm?l=de&c=DE&interval=month&year=2023&legendItems=111111111111111&month=07
          Wie damit der komplette Bedarf gedeckt werden soll, müssten Sie schon näher erläutern.
          Was wir mit den anderen genannten EE-Quellen machen, beantwortet sich angesichts dieser Fakten von alleine. Im Übrigen sollte Biomasse ohnehin besser als flexible Backup-Technologie genutzt werden, oder notfalls für Spitzenlasten.

          Neue Schulden:
          EEG-Umlage nicht mehr auf der Stromrechnung..-> 15 Mrd. neue Schulden einfach super. Man merkts halt nicht direkt in Geldbeutel
          Von welchen neuen Schulden Sie hier reden und wie diese mit der deutsche Stromproduktion zusammenhängen, kann ich ohne nähere Angaben nicht nachvollziehen. Sie dazu auch oben unter Strompreise:, letzter Absatz.

          Meinen Sie vielleicht den Bundeshaushalt 2024?
          Oder die 15 Milliarden € Steuerentlastung bei der Lohn- und Einkommensteuer, die in diesem Jahr wirksam wurden (und die nur Sie nicht direkt im Geldbeutel merken)? 😉

  5. Leider ist Herr Fugmann weiter auf dem Holzweg. Wir brauchen keine grundlastfähigen Kraftwerke mehr, sondern flexible Reservekraftwerke, die minutenschnell Strom bereitstellen können. Wobei unser aktuelle Kraftwerkskapazität ausreicht in jeder Lage auch ohne Importe bei einer Dunkelflaute die Stromversorgung sicherzustellen. Erst für den beabsichtigten Ausstieg und Abschaltung der Braunkohlekraftwerke ab 2030 bis 2038 werden neue Kapazitäten gebraucht. Ob dies Gaskraftwerke oder Speicherlösungen sein werden, wird die technische und wirtschaftliche Entwicklung zeigen.

  6. ich als laie komme gedanklich nicht mit.

    jetzt lassen sich die kommenatre so verstehen als wäre strom sehr günstig und als hätten wir in saxhen strom ein luxusproblem.

    zum anderen, gibts doch diese deindustrialisierung und die firmen die ihren standort wexhseln nennen als hauptgrund die teuren energiekosten, wie zb einen zu nennen der aluminiumhersteller der aus DE naxh frankreich seine produktion verlagert hat.
    oder kleinfirmen die pleite gehen nennen mitunter die teuren energiekosten.

    deshalb bitte ich um aufklärung.

    oder denken hier einige kleinkariert, also nur ihren eigenen verbrauch und lassen das grosse ganze im land, in der wirtsxhaft komplett aus.

    vg md

  7. Optimal gelaufen bisher: Anteil EE an der Last zwischen 65 und 102%, die Pumpspeicher konnten schön befüllt werden, durchschnittliche Tages-Börsenstrompreise zwischen 50 und 54 €/MWh.
    https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&week=04&legendItems=10111111111111111111111111110000000

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