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Euro vs US-Dollar: Fed in Panik – Dollar runter?

Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar bewegte sich am Freitag zum Wochenabschluss überwiegend in südliche Richtung. Nachdem sich der wichtige Widerstand bei 1,1220 als zu stark erwiesen hat, haben die Händler die Short-Seite erneut angegriffen. Es hat sich eine frische Dynamik auf der Unterseite entwickelt und der Kurs verlor am Freitag über 150 Pips. Im Tief notierte Euro vs US-Dollar bei 1,1054. In den Abendstunden konnte sich EUR/USD jedoch wieder ein wenig erholen.

Am Sonntagabend startete der Euro vs US-Dollar den Handel mit einem Gap auf der Oberseite. Der Kurs stieg bis 1,1198. Der kurzfristige Anstieg des Euro wurde überwiegend durch die unerwartete Zinssenkung der US-Notenbank verursacht. Die Fed hat überraschend den Leitzins um einen ganzen Prozentpunkt gesenkt, und somit liegt er aktuell in einem Korridor zwischen 0 und 0,25 %. Mit diesen drastischen Maßnahmen will die amerikanische Notenbank die Wirtschaft vor den Auswirkungen des Coronavirus schützen. Zusätzlich werden 700 Milliarden Dollar in die Anleihekäufe investiert um die Wirtschaft weiter anzukurbeln und um den Banken Notfallkredite zu ermöglichen.

Coronavirus in den USA

US-Präsident Donald Trump begrüßte diesen Schritt. Endlich konnte ihn die Fed, wie er selbst betont hat, „glücklich machen“. Das war wohl das erste Mal, dass die US-Notenbank ein Kompliment von Seiten des Präsidenten zu hören bekam. Das Coronavirus ist in den USA noch nicht richtig angekommen. Amerika steht erst vor dem Anfang der Pandemie. Es herrscht jedoch jetzt schon große Angst in der Bevölkerung, die sich unter anderem in Hamsterkäufen zeigt. Wenn aber das Coronavirus richtig ankommt, kann das auch für den US-Dollar negative Konsequenzen haben. Es ist kein Geheimnis, dass das US-Gesundheitssystem bei weitem nicht so gut ist wie das in Europa. Es dauert nicht mehr lange, und das Coronavirus wird auch die USA fest im Griff haben. Vielleicht diese Ängste neben der Gier sind der Hauptgrund, warum Donald Trump heimlich versucht, deutsche Wissenschaftler abzuwerben und mit hohen finanziellen Summen nach Amerika zu locken. Zum Glück hat die Tübinger Forschungsfirma CureVac, die ein Corona-Impfstoff entwickelt, mitgeteilt, dass es keine Exklusivität geben wird und dass der Impfstoff der gesamten Weltbevölkerung helfen sollte.

Das Coronavirus breitet sich auch in Europa und Deutschland weiter rasant aus. Immer mehr europäische Länder machen ihre Grenzen dicht. Gestern Abend teilte der deutsche Innenminister Horst Seehofer in einer Pressekonferenz mit, dass ab heute die Grenzen zu Frankreich, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark verstärkt kontrolliert werden. Polen und Tschechien haben ihre Grenzen ebenfalls zugemacht. Die Einschränkungen und drastische Maßnahmen, die gerade innerhalb der EU vorgenommen werden, haben bis jetzt keine dramatischen Auswirkungen auf den Euro gehabt. Die Leitwährung hält sich stabil. Zugegeben, es herrscht mehr Volatilität, aber die entsteht überwiegend durch die Turbulenzen an den Wertpapiermärkten.

Euro vs US-Dollar zum Wochenstart

Aktuell (Montagmorgen) befindet sich der Euro zum US-Dollar über 1,1130. Die Indikatoren im kurzfristigen Bereich liefern schon frische Long- Signale. Der Markt verhält sich noch ruhig, da die meisten Händler noch nicht positioniert sind. Das wird sich sicherlich in den nächsten Stunden ändern. Der Major hat nach der Korrektur der letzten Woche wieder Potential auf der Oberseite. Die Zinssenkung der Fed kann den US-Dollar zusätzlich schwächen. Viele Trader werden heute wahrscheinlich die Long-Seite favorisieren. Als erstes Kursziel kann man den Widerstand bei 1,1181 sehen. Sollte diese Marke erobert werden, wird die 1,1200 „big figure“ angesteuert. Der Pivot Point liegt beim Euro vs US-Dollar bei 1,1125.

Euro vs US-Dollar im Chart

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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