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Euro vs USD-Dollar: Kann der Euro auf eine Erholung hoffen?

Das Euro-Symbol

Die Folgen der Coronavirus-Pandemie spiegeln sich immer heftiger in der Kursentwicklung von Euro zum US-Dollar. Nachdem die WHO Europa zum Epizentrum des Covid-19 erklärt hat, bekommt auch die Leitwährung die negativen Konsequenzen immer mehr zu spüren. Der Kurs befindet sich aktuell im freien Fall. Um die dramatischen Folgen für die europäische Wirtschaft abzumildern und um den Euro zu stützen, kündigte jetzt die EZB ein hunderte Milliarden schweres Notkaufprogramm an. 750 Milliarden werden in die Staats- und Unternehmensanleihen investiert. Damit will die Europäische Zentralbank die Turbulenzen an den Finanzmärkten mildern. Ob diese Maßnahmen sich wirksam zeigen werden und ob der Euro seine Talfahrt stoppen wird, werden wir in den nächsten Tagen erfahren. Christine Lagarde zeigt sich auf jeden Fall entschlossen, mit aller Macht die europäische Wirtschaft zu stützen. Auch die USA haben weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus unternommen. Die Kosten für die Corona-Tests sowie die Patientenbehandlungen sollen vom Staat übernommen werden.

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Da Millionen Amerikaner sowieso keine Krankenversicherung haben, ist es der einzige Weg, wie die USA die Corona-Krise überhaupt in den Griff bekommen könnten. Wie so oft in den Krisenzeiten, so auch jetzt, gewinnt der Dollar allgemein an Stärke. Alles, was nur geht, wird zu Cash gemacht. Und so wie es aussieht, ist es nicht der Euro, nicht der Yen und auch nicht das Pfund, die gesucht werden. Es ist wieder der US-Dollar. Warum? Weil in der Krise viele Investoren ihre Positionen liquidieren müssen bzw. Dollars brauchen, um ihre bestehenden Positionen mit Marge zu hinterlegen. Hinzu kommt, dass die Wekt eben in Dollar verschuldet ist – und Kreditgeber nervös werden und ihre Kredite zurück fordern – viele Investoren müssen sich also so schnell wie möglich Dollar-Liquidität verschaffen!

Es hat sicherlich auch psychologische Gründe. Euro zum US-Dollar hat in der gestrigen Handelssitzung den starken Abwärtstrend weiter fortgesetzt. Der Kurs ist zwischenzeitlich wieder um 200 Pips gefallen und notierte im Tief bei ca. 1,0800. Es war erneut ein schwarzer Tag für den Euro. Die Hiobsbotschaften, die fast stündlich aus dem Euroraum veröffentlicht werden, sorgen für Panik auch auf dem Devisenmarkt.

Ausblick für den Euro am heutigen Handelstag

Der Euro zum US-Dollar konnte sich nach dem massiven Sturz gestern, in den Abendstunden doch noch etwas erholen. Die Daytrader, welche die Shortseite gehandelt haben, haben ihre Positionen geschlossen, was zu einer Entlastung geführt hat. Der Kurs ist kurzfristig sogar wieder bis 1,0980 gestiegen. Der Euro hat einen turbulenten Tag hinter sich, und er bleibt weiterhin angeschlagen. Aktuell (Donnerstagmorgen) notiert der Kurs bei 1,0920. Es wird spannend werden, ob sich der Major über die 1,0900 Marke halten wird. In der asiatischen Session bewegte sich EUR/USD nur in einer engen Range. Die asiatischen Wertpapiermärkte haben sich auf breiter Front von der negativen Seite gezeigt.

Sollten die letzten Maßnahmen der EZB ihre Wirkung zeigen, kann der Euro heute eine leichte Erholung erfahren. Zu viel Hoffnung sollte man sich jedoch nicht machen, da die Lage in Europa seit gestern nicht besser geworden ist. Ganz im Gegenteil, die Zahl der Infizierten steigt weiter exponentiell an. In Deutschland liegt sie aktuell, laut Johns-Hopkins-Universität, bei 12.327. Es gibt 28 Todesfälle in Deutschland. Aus technischer Sicht könnte demnächst eine Erholung anstehen. Die Indikatoren sind ausgereizt. Die Entscheidung dafür wird wahrscheinlich auf dem Niveau von 1,0900 fallen. Sollte die „big figure“ verteidigt werden, steigen die Chancen für einen Rebound. Der erste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,0963 (23,6 Fibonacci-Level). Sollte auch diese Hürde brechen, wäre der Weg bis 1,1000 frei. Hier wird aber die Luft für den Euro schon dünner werden.

Wenn dagegen die 1,0900 brechen wird, wird sich der Abwärtstrend weiter fortsetzen. Die erste Unterstützung liegt bei 1,0877. Wenn diese genommen wird, wird der Major das letzte Tief bei 1,0800 ansteuern. Wer heute den Euro vs US-Dollar handeln will, sollte die Entwicklung auf den Wertpapiermärkten weiter im Auge behalten. Es kann wieder turbulent werden.

Euro vs US-Dollar im Chartverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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