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Europäische Einlagensicherung: DIW präsentiert die „Vorteile für alle“

Redaktion

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Banken in Frankfurt - Vorteile für durch Europäische Einlagensicherung?

Seit geraumer Zeit spukt das Gespenst für eine angedachte „Europäische Einlagensicherung“ namens „EDIS“ durch Europa. Bisher zahlen Banken in Europa in nationale Töpfe ein, aus denen bei Bankenpleiten Einlagenverluste erstattet werden. Seit Jahren aber wird vor allem Deutschland von vielen Seiten gedrängt, doch endlich einer gemeinsamen Einlagensicherung zuzustimmen. Nach dem Motto „alle zahlen ein in einen großen Topf, dadurch sind alle besser abgesichert“.

Europäische Einlagensicherung soll alles besser machen

Das große Solidar-Prinzip also. Alle haften für alle. Was dabei ignoriert wird: Egal wie man diese Europäische Einlagensicherung nun ausgestaltet. Letztlich führt es immer dazu, dass die Länder mit schwachen Rücklagen, schwachen Bankensystemen, und vor allem krisenanfälligen Volkswirtschaften, im Ernstfall von so einem prall gefüllten Topf profitieren, in den vor allem starke Länder mit viel Volumen an Bankeinlagen einzahlen.

Es wäre letztlich eine Haftung der Starken für die Schwachen, und eben keine Verbesserung für alle. Man kann es ganz offen sagen und auch für gut befinden (das ist auch völlig in Ordnung!), wenn die Starken für die Schwachen haften sollen. Aber vor allem in Deutschland soll dieser gemeinsame Topf verkauft werden als Verbesserung für alle! Ein Kompromissvorschlag von Olaf Scholz zu EDIS sieht vor ein europäisches Rückversicherungssystem einzuführen, das neben den jeweiligen nationalen Einlagensicherungen existiert, und erst dann einspringt, wenn diese leergefegt sind. Tja, aber sowas kann schnell passieren, wenn Volkswirtschaften den Bach runtergehen, und mehrere wichtige Banken in einem bestimmten Land in Schieflage geraten.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), geleitet von Professor Marcel Fratzscher, steht vor allem wegen seinem Chef im Ruf eine klare Tendenz zu mehr Schulden und mehr Staatsausgaben zu haben. Auch geht der Ruf in Richtung mehr Vergemeinschaftung auf europäischer Ebene. Da verwundert das Papier nicht, dass heute vom DIW zum Thema „Europäische Einlagensicherung“ veröffentlicht wurde. Packt man alles auf einen großen Haufen, hat das nur Vorteile für alle? So lautet wohl die Devise des DIW. Zitat:

Eine effiziente europäische Einlagensicherung kann die Folgen von Banken- und Finanzkrisen abmildern. Auch aus deutscher Sicht spricht viel für eine stärkere Risikoteilung im europäischen Bankensystem und damit für eine zügige EDIS-Einführung. Zumal auch die Harmonisierung und Integration der Finanzmärkte in Europa einen guten Schritt vorankäme, was insgesamt die Stabilität erhöhen würde.

Konkrete Vorteile kalkulierbar?

Das DIW ist sogar der Meinung, dass es in der Lage sei zu kalkulieren, wie groß der Vorteil mit so einer EU-Einlagensicherung ist gegenüber einem Krisen-Szenario ohne diesen Topf. Und sogar die deutschen Banken könnten demnächst profitieren, wenn diese Europäische Einlagensicherung denn zügig eingeführt werden sollte. Zitat auszugsweise vom DIW:

In ihrer Studie haben die Autoren diesem EDIS-Kompromissvorschlag zwei weitere Szenarien gegenübergestellt: In einem ohne EDIS würde der jeweilige Staat einspringen und die Bankeinlagen retten, wenn die entsprechenden nationalen Einlagensicherungsfonds erschöpft sind. In einem weiteren Szenario gibt es gar keine Absicherung über die nationalen Fonds hinaus – weder vom Staat, noch durch ein europäisches System. Für diese drei Szenarien berechneten Clemens, Gebauer und König die Auswirkungen von Kredit- und Einlagenausfällen in Höhe von – in Anlehnung an jüngste Schätzungen – insgesamt sechs Prozent über ein Jahr, die infolge einer Insolvenzwelle bei Unternehmen entstehen. Unter die Lupe nahmen sie dabei diverse makroökonomische Kennzahlen, etwa das Bruttoinlandsprodukt, den Konsum der privaten Haushalte, die Kreditvergabe und die Staatsverschuldung.

Das Ergebnis: Im Szenario mit europäischer Einlagensicherung sinkt der private Konsum zwar ebenfalls, aber um 20 Prozent weniger stark als im Fall, in dem der Staat einspringt. Im Vergleich zum Zeitpunkt vor den Kredit- und Einlagenausfällen entspricht die Konsumreduktion infolge des höheren Ausfallrisikos demnach 0,4 statt 0,5 Prozent. Der Rückgang der Kreditvergabe an Unternehmen kann mit EDIS um immerhin zehn Prozent gedämpft werden und entspricht etwa 1,2 Prozent. Ein markanter Effekt zeigt sich bei der Staatsschuldenquote: Im Falle einer Rettung durch den Fiskus steigt diese im Vorkrisenvergleich um bis zu zwei Prozent, während sie bei einer Absicherung durch die europäische Einlagensicherung kurzfristig sogar sinkt. Stets die schlechteste aller Möglichkeiten ist, die SparerInnen im Stich zu lassen – in diesem Szenario, wenn weder der Staat noch EDIS einspringen, sind die Kosten am größten.

Die Studienergebnisse sprechen für eine zügige Einführung einer europäischen Einlagensicherung – zumal allein schon aufgrund der in der Corona-Krise vorübergehend ausgesetzten Insolvenzmeldepflicht im Herbst mit einem deutlichen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen zu rechnen ist. In Deutschland dürften vor allem kleine und mittelständische Firmen betroffen sein. In der Folge könnten unter anderem bei Sparkassen und Volksbanken, die mit solchen Unternehmen einen Großteil ihres Geschäfts machen, Kredite wackeln.

Frage: Kann man so etwas überhaupt kalkulieren, diesen um 20 Prozent geringeren Konsumrückgang? Das DIW kann es offenbar?Erstaunlich, möchte man da sagen!

DIW mit Schaubild zur Einlagensicherung mit und ohne EDIS

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    franko33

    5. August 2020 16:48 at 16:48

    Sind wir im Kindergarten ?

    Mir fällt nichts mehr dazu ein bis auf die einzigste Möglichkeit:
    Beendet diese Sache ! Nur der Crash ist die Lösung (vor einer Verselbstständigung
    der Bürokratie)

    • Avatar

      Francesco75

      5. August 2020 22:55 at 22:55

      @Franko33, dazu fällt keinem mehr etwas ein, denn jeder schnallt, dass selbst der Kindergarten jeden Mist posten darf!

      Beendet diese Sache! Sucht und findet eine Lösung vor einer Verselbstständigung plumper Textbausteine.

  2. Avatar

    Columbo

    5. August 2020 18:48 at 18:48

    Alle haften für alle…?
    Ich denke da an zwei bestimmte Banken in DE, für die ich als Italiener eigentlich nicht so gern haften möchte.
    Auf jeden Fall scheint das DIW Markus Krall zu lesen.

    • Avatar

      leftutti

      5. August 2020 22:39 at 22:39

      @Columbo, gibt es nicht auch einige Banken in Italien, für die man als Deutscher nicht so gerne haften möchte und dennoch schon musste?

      Unabhängig von DIW-Phantastereien und Krall-Margeddon, muss sich Italien neu erfinden, reformieren und zu einem europäischen Staat des dritten Jahrtausends entwickeln. Ohne diese Bereitschaft droht die EU zu scheitern, und Italien wird ewig als das Land gelten, das eine großartige Idee zum Einsturz brachte.

      • Avatar

        Columbo

        6. August 2020 12:38 at 12:38

        @Leftutti

        Klar, beruht auf Gegenseitigkeit.
        Nicht nur Italien muß sich neu erfinden, ganz Europa!
        Oder halt eben nicht: Dann treten alle aus und jeder baut sich eine Ringmauer mit Zinnen und Pechnasen um sein Land. So ein mittelalterliches Flair hat auch was, wenn man sich nicht gerade abschlachtet.
        Ich werde mich dann als Minnesänger betätigen.

        • Avatar

          leftutti

          6. August 2020 23:52 at 23:52

          @Columbo, du kannst nicht singen, obwohl du in einer Band spielst.

          Ich stimme zu, Europa ist trotz der guten Idee schlecht konstruiert. Jeder kleine Depp wie Malta oder Zypern kann sein Veto einlegen und Entscheidungen blockieren. Zu viele Ost-Länder wurden integriert, die noch nicht einmal die einfachsten Grundprinzipien von Rechtstaalichkeit und Demokratie begriffen haben.

          Europa muss auf ein Mehrheitsrecht oder zumindest eine 2/3-Mehrheit umgestellt werden.
          Aber mal ganz ehrlich: Italien als bedeutende Wirtschaftsnation schleppt seit 70 Jahren Korruption, Verschuldung, Steuerbetrug, Steuererlass u.v.m. im Gepäck.

  3. Avatar

    Mike Lohmann

    5. August 2020 19:19 at 19:19

    Ach ja die DIW wieder… wo lernt man denn sowas? Also ich wäre dafür, dass dringend ein Intelligenztest für Leute eingeführt wird, die im Namen des Volkes bisher nur Schulden machen.

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Sparquote explodiert – der deutsche Michel sorgt in der Krise vor!

Claudio Kummerfeld

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Stapel an Geldmünzen als Symbol für höhere Sparquote

Zur Sparquote kommen wir gleich noch. Aber erstmal eine Frage für Sie: Was macht man in Krisenzeiten, wenn extrem viel Unsicherheit herrscht? Das Konsumverhalten hat sich schon nachweislich geändert. Die Deutschen geben weniger für Bekleidung aus, dafür mehr für die Einrichtung ihrer vier Wände, was aktuelle Daten belegen. Aber wenn man nicht gerade arbeitslos geworden ist, und nun dank entfallender Events, Restaurantbesuche und Urlaubsbuchungen viel Geld übrig hat, was macht man? Während die Amerikaner wie die Geisteskranken seit Monaten ihr Geld in die Börse pumpen, macht der deutsche Michel was?

Ja, Sie haben richtig geraten. Der deutsche Michel pumpt sein Geld aufs Sparbuch – offensichtlich ist es egal, dass man real sogar Geld verliert. Gut, seit drei Monaten schwankt die Inflation in Deutschland an der Null-Linie und ist derzeit sogar negativ. Aber seit Jahren verzeichnen die Sparer bei Nullzinsen nach Abzug der Inflation reale Wertverluste. Nimmt man an, dass die Inflation wieder über die Null-Linie steigt, geht dieser Trend so weiter. Aber wie wir es schon mehrmals die letzten Jahre thematisiert hatten – was der Sparer am Zins verliert, gleicht er ganz einfach aus, in dem er Monat für Monat einfach mehr Geld zurücklegt!

Sparquote in Deutschland explodiert

Dieses Verhalten untermauert eine heute veröffentlichte Studie des Bundesverbands der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Die Sparquote, also der Anteil vom verfügbaren Einkommen der Bürger, der auf die hohe Kante gelegt wird, lag von 2015-2019 immer im Bereich zwischen 10,1 und 10,8 Prozent. Jetzt soll dieser Anteil (die Sparquote) in 2020 aber laut BVR auf 15 Prozent hochspringen! Was sich auf das gesamte Einkommen bezogen nicht nach viel anhört, ist aber mal eben ein Plus von grob gesagt 50 Prozent in der Sparquote bei den privaten Haushalten.

Laut dem Bankenverband sei dieser massive Anstieg des Sparens ist ein Corona-Sondereffekt. Ausgefallene Urlaubsreisen und verschobene Autokäufe würden nur allmählich nachgeholt. Auch in 2021 dürfte die Sparquote noch erhöht bleiben und erst danach wieder auf rund 11 Prozent zurückgehen, so der BVR. Und der Verband bestätigt unsere These, dass die Menschen bei ausbleibenden Zinsen einfach mehr Geld auf die Hohe Kante packen, als Ausgleich. Zitat BVR:

Die Sparquote sei in Deutschland im internationalen Vergleich in den vergangenen Jahren vergleichsweise hoch und stabil geblieben, so der BVR. Martin: „Die Sparkultur ist in Deutschland fest verankert.“ Die historisch niedrigen Zinsen senkten die Sparanreize, erhöhten aber wegen des fehlenden Zinseszinseffekts das für ein Vorsorgeziel nötige Sparvolumen. Ein nachlassendes Sparen war in den vergangenen Jahren allerdings bei Sparern mit niedrigen Einkommen festzustellen.

Der deutsche Michel bleibt Sparbuch-Liebhaber, und kann mit der Börse nach wie vor kaum etwas anfangen. Dies kann man aus den folgenden Aussagen des BVR herauslesen:

Die Deutschen seien bei der Geldanlage weiterhin risikoscheu. Dies zeigten die vorliegenden Zahlen zur Geldvermögensbildung der Bundesbank. Im Zeitraum vom zweiten Quartal 2019 bis zum ersten Quartal 2020 hätten die privaten Haushalte 282 Milliarden Euro neues Geldvermögen gebildet. Dieser Betrag ergebe sich im Wesentlichen aus dem Sparen zuzüglich der Netto-Kreditaufnahme und abzüglich der Sachinvestitionen, hauptsächlich in Form des Wohnungsbaus. Mit 49 Prozent sei fast die Hälfte der Geldvermögensbildung in Form von Bargeld und Bankeinlagen geflossen, sehr hoch liege mit 28 Prozent auch der Anteil des Versicherungssparens.

Der Anteil des Wertpapiersparens, wozu neben Investmentfonds, Aktien und an anderen Anteilsrechten auch Schuldverschreibungen zählen, habe bei 23 Prozent gelegen. Wertpapiere hätten als Anlageform zuletzt etwas an Bedeutung gewonnen, im internationalen Vergleich sei ihr Anteil aber ausbaufähig. Beispielsweise liege der Anteil der Wertpapieranlage in Schweden und Finnland bei rund 50 Prozent. Martin: „Mit einer stärkeren Geldanlage in Investmentfonds und Aktien können Sparer höhere Renditechancen bei überschaubaren Risiken erreichen, wenn grundlegende Anlageprinzipien eingehalten werden.“ Hierzu zählt eine breite Streuung der Investments, wie sie über Investmentfonds erreicht werden kann, eine langfristige Anlageperspektive und ausreichende Liquiditätspolster für den Fall unvorhergesehener Ausgabenotwendigkeiten.

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Einzelhandelsumsätze: Krise vorbei – nur Bekleidungsgeschäfte haben ein Problem

Claudio Kummerfeld

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Frau mit Einkaufstaschen

Erst vorgestern berichteten wir über das veränderte Konsumverhalten der Deutschen im Zuge der Coronakrise. Die Menschen würden den Rotstift zuerst bei Urlaub, Bekleidung oder Schmuck ansetzen. Und diese Erkenntnis, gewonnen aus Umfragedaten von Creditreform, erkennt man auch in den heute veröffentlichten Einzelhandelsumsätzen vom Statistischen Bundesamt für den Monat August. Noch nicht wieder auf dem Vorjahresniveau sind demnach nämlich die Einzelhandelsumsätze in den Bereichen Textilien, Bekleidung, Schuhe, Lederwaren, sowie der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) mit real -10,1 % und -2,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Aber abgesehen davon sind die gesamten Einzelhandelsumsätze im Vergleich zu Februar und auch im Jahresvergleich zu August 2019 inzwischen wieder höher! Damit kann man also sagen: Die Menschen konsumieren wieder mehr als vor der Krise, von daher ist die Konsum-Angst offenbar verflogen – nur das Konsumverhalten hat sich verschoben, zum Beispiel von Bekleidung hin zu Wohnungseinrichtung. Deutlich zugenommen hat auch der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf mit einem realen Plus von 8,1 Prozent.

Die gesamten Einzelhandelsumsätze sind im August im Jahresvergleich um 3,7 Prozent gestiegen (der August 2019 hatte sogar einen Verkaufstag mehr), und im Monatsvergleich um 3,1 Prozent. Hier weitere Details der Statistiker im Wortlaut:

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im August 2020 real 2,6 % und nominal 5,4 % mehr um als im August 2019. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real 2,9 % und nominal 5,6 % über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (wie zum Beispiel der Facheinzelhandel mit Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder Getränken) setzte im entsprechenden Vergleich real 0,3 % und nominal 3,7 % mehr um. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im August 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 4,5 % und nominal um 5,4 %. Das größte Umsatzplus zum Vorjahresmonat mit real 23,0 % und nominal 24,4 % erzielte der Internet- und Versandhandel.

Grafik zeigt Details der Einzelhandelsumsätze im August

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Das ist die erfolgreichste deutsche Anlegerin – Werbung

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Lieber Börsianer,

vorgestern ist Beate Sander mit 82 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Hierzulande wurde sie bekannt als die „Börsen-Oma“, die in den 90er-Jahren völlig unbeleckt an die Börse startete und aus 60.000 DM weit über 2 Millionen Euro machte. Sie gilt zu Recht als die erfolgreichste Privatanlegerin Deutschlands.

Dabei war ihr der Börsenerfolg definitiv nicht in die Wiege gelegt. Sie wuchs in Rostock auf und hat im Arbeiter- und Bauernstaat sicherlich nicht viel über den freien Markt gelernt. Als Jugendliche kam sie nach Süddeutschland und schlug dort eine Laufbahn als Realschullehrerin ein.

Im Alter von 60 Jahren hat sie dann ihrem Leben eine Wende gegeben und wurde Börsianerin, ohne dabei ihre Aufgaben als Pädagogin zu vernachlässigen. Ich wiederhole mich, ihrem Sohn hinterlässt sie nun ein Depotvermögen von weit über 2 Millionen Euro. Daneben setzte sie sich erfolgreich für die Aktienkultur in Deutschland ein, schrieb einige Börsenratgeber und verfasste regelmäßig Börsen-Kolumnen etwa in der Bild-Zeitung.

Ihre Erfolgsformel: Kaufen, wenn die Welt vermeintlich untergeht

Was war ihr Erfolgsrezept? Frau Sander pflegte einen offensiven Anlagestil und war in besonderem Maße an Technologie und Innovation interessiert. Gewissermaßen war das Silicon Valley ihre zweite Heimat. Daneben zeichnete sie sich durch einen streng antizyklischen Ansatz aus. So nutzte sie die Finanzkrise bzw. den Börsen-Crash von 2008, um ihr Depot nochmals auszubauen. Sie hat damals, als viele Anleger…..

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