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EZB-Entscheidung: Nullzins über Sommer 2019 hinaus, Anleihe-Reinvestitionen noch länger

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Die EZB-Entscheidung wurde soeben verkündet.

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Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00%.

Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,40%.

Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25%.

Um 14:30 Uhr folgt die extrem wichtige PK von Mario Draghi. Wir berichten dann umgehend über alle aktuellen Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

Auf der heutigen Sitzung beschloss der EZB-Rat, den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität unverändert bei 0,00 %, 0,25 % bzw. -0,40 % zu belassen. Der EZB-Rat geht davon aus, dass die EZB-Leitzinsen mindestens über den Sommer 2019 und in jedem Fall so lange wie erforderlich auf ihrem aktuellen Niveau bleiben werden, um eine fortgesetzte nachhaltige Annäherung der Inflation an ein Niveau von unter, aber nahe 2 % auf mittlere Sicht sicherzustellen.

Was die geldpolitischen Sondermaßnahmen betrifft, so beabsichtigt der EZB-Rat, die Tilgungsbeträge der im Rahmen des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten erworbenen Wertpapiere für längere Zeit über den Zeitpunkt hinaus, zu dem er mit der Erhöhung der Leitzinsen beginnt, und in jedem Fall so lange wie erforderlich bei Fälligkeit weiterhin vollumfänglich wieder anzulegen, um günstige Liquiditätsbedingungen und eine umfangreiche geldpolitische Akkommodierung aufrechtzuerhalten.

EZB-Entscheidung - EZB-Tower in Frankfurt
Die Zentrale in Frankfurt. Foto: EZB

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    leftutti

    24. Januar 2019 14:27 at 14:27

    Nun denn, Herr Draghi, ich hoffe, Sie kommen nicht wieder zu spät zur Pressekonferenz. Bitte rechtzeitig die Honoratiorenfratze aufsetzen: Süffisantes und überhebliches Grinsen, gewichtiger und seriöser Blick. Lasst uns die Schauermärchenstunde zu Inflation und andere Lügengeschichten beginnen.
    Dazu passend folgende Ankündigung zur jüngsten Preisanpassung meines Stromanbieters: Ihr Paketpreis verändert sich zum 01.02.2019 von 448,00 EUR (brutto) auf 581,00 EUR (brutto). Das sind 29,7%, es bleibt viel Arbeit, um das auf unter, aber nahe 2% zu bringen. Bei der Krankenversicherung waren es allerdings nur etwa 20%, somit denke ich, dass wir auf einem guten Weg sind.
    Und was ist das schon im Verhältnis zum BIP?!

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      tm

      24. Januar 2019 16:13 at 16:13

      :-) achso, die Statistiken, die nicht Ihrer Wahrnehmung entsprechen, sind alle gefälscht?

      Also meien Krankenversicherung ist nun das dritte Jahr in Folge nicht teurer geworden – nach Ihrer Logik hätten wir dann sogar 0%& Inflation.

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        Michael

        24. Januar 2019 23:36 at 23:36

        @tm, wie Ihnen bereits aufgefallen sein dürfte, unterstütze ich gerne und oft Ihre Ansichten, wann immer Substanz dahinter steckt.
        Was mir jedoch zusehends (statistisch signifikant) auffällt ist, dass Sie inzwischen auf nahezu jeden Kommentar in auf mich fast hilflos wirkender Weise mit dem Argument der absoluten Wahrheit antworten, die irgendwelchen Statistiken inhärent sein soll. Und dies in einer Art und Weise, die zunehmend auf Unterstellungen und Suggestivfragen basiert und die den von Ihnen kritisierten Kommentatoren Intentionen unterstellt, welche ich nicht ansatzweise darin zu erkennen vermag.
        Sind Sie die Reinkarnation von Einstein, der endlich die große, absolute vereinheitlichende Theorie der Relativität in einem Premiumaccount bei statista.de gefunden hat?

        Ein Beispiel, wie ein neutraler Leser Ihre Kommentare wahrnimmt:
        Leftutti spricht ironisch-satirisch und seine persönliche Situation betreffend virtuell mit Draghi über seine 20 bis 30% Beitragsanpassungen bei PKV und Strom.
        Sie antworten: ? achso, die Statistiken, die nicht Ihrer Wahrnehmung entsprechen, sind alle gefälscht? Also meien Krankenversicherung ist nun das dritte Jahr in Folge nicht teurer geworden.
        Leftutti: Wo steht etwas von Statistiken? Sind Sie privat krankenversichert?
        Sie: Also meine private Inflaiton insgesamt liegt bei rund 1% … Oh man oh man… Sie unterstellen mir also, dass ich die Fakten anzweifel? Genau das machen doch SIE! Ja, die Beiträge vieler PKVs sind relativ kräftig gestiegen, habe ich nicht angezweifelt – aber was soll da Ihr Argument sein? Sie weichen mal wieder aus und versuchen abzulenken.

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      Bundessuperminister für wirtschaftliche Entwicklung, relativierende Interpretation und Schildbürgertum

      25. Januar 2019 00:11 at 00:11

      Offizielle Statistiken aus unserer großartigen GroKo sind Fakt! Seit mehr als einer Dekade stellen wir mit Unterstützung kostenintensiver neutraler Berater und großartiger Argumente der besten Fachleute und Wissenschaftler aus Wirtschaft und Finanzindustrie auch kritischen Bürgern und Wählern Zahlen und Fakten zur Verfügung. Bitte erkennen Sie endlich die Relevanz und Wahrheit in diesen offiziellen Zahlen. Wenn es in Einzelfällen zu Abweichungen kommen sollte, bedauern wir dies zutiefst.

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    leftutti

    24. Januar 2019 16:49 at 16:49

    @tm, Themaverfehlung! Wo steht etwas von Statistiken?

    Sind Sie privat krankenversichert? Wenn ja, wie hoch war der kumulierte Anstieg in den letzten 10 Jahren? Bei mir waren es knapp 65%, jedoch nur, weil ich vor 2 Jahren die Selbstbeteiligung von 600 auf 3.000 EUR erhöht habe. Ansonsten wären es über 80%. Und das bei einer der anerkanntermaßen angeblich beitragsstabilsten PKVs in Deutschland.

    Ich freue mich schon auf die Statistiken, die beweisen sollen, dass das schlicht nicht stimmt, was auf meinen Versicherungsscheinen zur Beitragsanpassung steht.

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      tm

      24. Januar 2019 17:06 at 17:06

      Jawoll Herr Lehrer!

      Sie haben geschrieben: „Das sind 29,7%, es bleibt viel Arbeit, um das auf unter, aber nahe 2% zu bringen.“ Offenkundig zweifeln Sie die offizielel Inflationsrate an und sehen die Inflation massiv höher. Oder interpretiere ich Sie hier falsch?

      Also meine private Inflaiton insgesamt liegt bei rund 1% – der Punkt ist doch gerade, dass es völlig unerheblich ist, wie hoch die Preissteigerung bei einem einzelnen Gut ist, entscheidend ist der gewichtete Durchschnitt.

      Oh man oh man… Sie unterstellen mir also, dass ich die Fakten anzweifel? Genau das machen doch SIE! Ja, die Beiträge vieler PKVs sind relativ kräftig gestiegen, habe ich nicht angezweifelt – aber was soll da Ihr Argument sein?

      Sie weichen mal wieder aus und versuchen abzulenken. Sie haben oben mit zwei Gegenbeispielen versucht, die offizielel Inflationsrate ins Lächerliche zu ziehen und das ist einfach eine unredliche Argumentationsweise. Aber Ihnen geht es ja ohnehin nicht um den Austausch von Argumenten, oder?

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        leftutti

        24. Januar 2019 18:17 at 18:17

        Genau, Herr Schlauwiener! Richtig ist, Sie, nicht ich weichen mal wieder aus und versuchen abzulenken.
        Richtig ist auch, dass ich so meine Zweifel habe an der Seriosität bzw. der Praxisrelevanz der Art, wie die offizielle Inflationsrate berechnet wird (Warenkorb, Gewichtungen etc.)
        Sie sprechen ja selbst das Thema der privaten Inflation an. Nehmen wir beispielsweise einen steuerzahlenden und schwer arbeitenden selbständigen Bürger mit einen Nettoeinkommen von 1.900 EUR. nehmen wir weiterhin ein paar typische Kosten dieses Bürgers:
        Warmmiete: 700,-
        PKV: 600,-
        Private Altersvorsorge: 400,-
        Private Spritkosten: 50,-
        Verbleibender Betrag für Lebensunterhalt: 150,-

        Steigen nun in seinem privaten Inflations-Warenkorb die Posten Warmmiete aufgrund von Mieterhöhungen, Strom- und Gaspreiserhöhungen sowie die PKV im Durchschnitt um 5%, muss der arme Kerl 65,- EUR mehr für diese Posten ausgeben.
        Zu seinem Glück sinken jedoch die Preise für Nahrungsmittel um sensationelle 30%, was ihm eine finanzielle Erleichterung von 45,- EUR verschafft. Dennoch ändert das nichts an der Tatsache, dass ihm 20,- EUR weniger für den Lebensunterhalt zur Verfügung stehen.
        Die offizielle Inflationsberechnung wäre in diesem Beispiel mit Sicherheit im deflationären Bereich, weil sie eben nur wenig mit den faktischen Gegebenheiten der Realität vieler Menschen am Hut hat.

        Um mir jetzt nicht die Finger wund zu tippen, erlaube ich mir, Herrn Dirk Müller zu zitieren: Man bilde einen sogenannten ,Warenkorb‘: Da komme einfach alles rein, was der Bürger (angeblich) braucht, und schaue dann, wie sich diese Preise verändern. Das klingt ganz gut, ermöglicht aber eine Menge Tricks. Ich kann die Zusammenstellung in meinem Warenkorb beispielsweise so ändern, dass ich von den Dingen, die teurer werden, einfach weniger in den Warenkorb lege und dafür mehr von jenen Dingen, deren Preise fallen. So wurde beispielsweise die Gewichtung von Lebensmitteln, deren Preise in den letzten Jahren dramatisch anzogen, von 13,1 Prozent im Jahr 1995 auf 10,4 Prozent im Jahr 2005 reduziert! Gleichzeitig wurde der Anteil von Freizeit und Kultur, zu dem auch die immer billiger werdenden Fernreisen zählen, von 10,4 auf 11,6 Prozent erhöht. Im Klartext heißt das: Man will der armen Rentnerin erklären, dass sie halt Pech hat, wenn ihr ganzes Geld, das sie nach den Ausgaben für Wohnen und Heizen noch übrig hat, für immer teurere Lebensmittel draufgeht. Würde sie weniger essen und stattdessen öfter nach Mauritius fliegen, hätte sie auch nicht so eine hohe persönliche Inflationsrate – was für ein Zynismus!

        https://www.focus.de/finanzen/news/preise-die-inflationsluege_id_3441718.html
        https://www.wiwo.de/politik/konjunktur/inflationsrate-wo-der-warenkorb-fehler-hat/19671764-2.html

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          Prof. Dr. Donald Marx

          24. Januar 2019 22:33 at 22:33

          Sehr geehrter Herr Studienrat leftutti,
          zur Abbildung der Realität im unendlichen und chaotischen Kosmos statistischer Herangehensweisen und Interpretationsmöglichkeiten präferieren Sie in Ihrem hypothetischen Rechenbeispiel eine individuellere und differenziertere, an die Lebens- bzw. wirtschaftliche Situation verschiedener Einkommensklassen angepasste Version. Um mich kurz zu fassen, im Prinzip ist dies relativ und auch absolut einfach: Sie haben damit recht!

          Gerne möchte ich Ihr Beispiel gedanklich-statistisch-hypothetisch weiterführen. Die von Ihnen genannten Zahlen zur Einkommens- und privaten Ausgabesituation (mit Ausnahme der augenzwinkernden und ironischen Komponenten von um 30% sinkender Lebensmittelpreise und 50,- EUR monatlicher privater Spritkosten) sind eine durchaus relevante, realistische durchschnittliche Grundlage.
          Nennen wir den Selbständigen im weiteren Verlauf „Repräsentant A“):

          Da Repräsentant A fast 90% der Ausgaben, bezogen auf sein zur Verfügung stehendes Einkommen, für Miete und Vorsorgeaufwendungen verbraucht, müssten natürlich konsequenterweise auch die Gewichtungen seines privaten Warenkorbes für diese Positionen bei der Inflationsberechnung entsprechend angepasst werden. Da er sich Urlaubsreisen schon rein rechnerisch nicht leisten kann, müsste dieser Posten in seiner individuellen Gewichtung bei NULL liegen und dürfte damit keine Komponente seines Warenkorbes sein.
          Nun kommt jedoch ein weiter Selbständiger, nennen wir ihn Ausreißer B, ins Spiel: Ebenfalls selbständig, steht ihm jedoch ein Netto-Einkommen von 19.000 EUR zur Verfügung. Gleichzeitig bezahlt er nicht einen Cent mehr für dieselbe PKV und dieselbe Wohnung. Vermutlich bemerkt Ausreißer B noch nicht einmal die Erhöhungen in diesen statistisch-relativ für ihn kaum relevanten Ausgabe-Positionen, da er sich zu sehr über die 30% günstigeren Preise bei Kaviar, Trüffeln und Champagner auf einem Luxusschiff bei einer seiner Weltreisen freuen darf.

          Im weiteren Verlauf betrachten wir weitere acht Repräsentanten der Kategorie A in unserem Beispiel. Zusammen haben die neun tapferen Recken ein Netto-Einkommen von 17.100 EUR. Ausreißer B stehen bekanntermaßen 19.000 EUR zur Verfügung.
          Statistisch betrachtet, liegt das Netto-Einkommen eines Selbständigen also bei 3.610 EUR.
          Was ist nun Fakt, was bildet die Realität besser ab, was ist die redliche oder unredliche Argumentationsweise bei folgenden Aussagen?

          1.) Das durchschnittliche Netto-Einkommen eines Selbständigen liegt bei veritablen 3.610 EUR.
          2.) Ein statistisch signifikant überwältigender Anteil von 90% aller Selbständigen muss mit einem Netto-Einkommen von 1.900 EUR auskommen und davon etwa 90% für Miete, Energie und Vorsorgeaufwendungen aufbringen. Aufgrund ständig steigender Preisanpassungen in diesen Segmenten sinkt das monatliche Budget in Höhe von 150 EUR für Grundnahrungsmittel auf 85 EUR.

          Fragen Sie, lieber Herr Lehrer leftutti, Ihren hochbegabten Musterschüler in Statistik und erodierender Glaubwürdigkeit und akzeptieren Sie, dass der (willkürlich-zufällig-zweckgerichtet variabel gewichtete) Durchschnitt einfach Wahrheit ist.
          Wie sagte der brillante Denker und konsequente Logiker:
          Also meien Krankenversicherung ist nun das dritte Jahr in Folge nicht teurer geworden – Ja, die Beiträge vieler PKVs sind relativ kräftig gestiegen, habe ich nicht angezweifelt – aber was soll da Ihr Argument sein?

  3. Avatar

    Michael

    25. Januar 2019 00:26 at 00:26

    Schade, dass Kommentare sehr oft erst viele Stunden nach Absendung veröffentlicht werden, was eine lebhafte Diskussion sehr erschwert…

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Autozulassungen in Deutschland im März mit starkem Einbruch!

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Autoparkplatz - Autozulassungen sind stark rückläufig

Nach und nach trudeln dieser Tage die ersten konjunkturellen Daten für den Monat März ein. Wie wir es auch jüngst schon bei anderen Themen geschrieben haben, so sagen wir es auch hier beim Thema Autozulassungen. Was man im März sieht, ist nur der Vorbote für die Einbrüche in allen Wirtschaftsbereichen, die wir im April erst noch sehen werden! Denn in der ersten März-Hälfte lief die Geschäftstätigkeit in der deutschen Volkswirtschaft ja noch halbwegs normal. Aber kommen wir nun zu den Autozulassungen in Deutschland für den Monat März. Sie brechen wie es zu erwarten war deutlich ein. Dabei gehen sie für gewerbliche und private Kunden in etwa gleich stark zurück. Erstaunlich: Die Wohnmobilzulassungen lagen im März um +2,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat! Kapseln sich da einige Menschen ab, um im Wohnmobil abgeschirmt von der Coronakrise zu sein? Denkbar wäre es! Hier das Kraftfahrtbundesamt im Wortlaut mit den interessantesten Details:

215.119 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im März 2020 neu zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigte sich in den Zeiten der Corona-Krise ein Rückgang von -37,7 Prozent. Die Anzahl der gewerblichen Neuzulassungen ging um -39,6 Prozent zurück, ihr Anteil betrug 61,9 Prozent, private Neuzulassungen büßten -34,4 Prozent ein. Nach Ende des ersten Quartals des laufenden Jahres zeigte sich insgesamt ein Rückgang der Pkw-Neuzulassungen von -20,3 Prozent.

Die Rückgänge der Neuzulassungszahlen zeigten im Vergleich zum März 2019 Auswirkungen bei allen deutschen Marken, wobei die Bandbreite zwischen -20,7 Prozent bei Mini und -84,4 Prozent bei Smart lag. VW war mit 18,9 Prozent anteilsstärkste Marke.

Die alternativen Antriebsarten wiesen im Vergleich zum Vorjahresmonat teils dreistellige Zuwächse auf. Bei den Hybriden zeigte sich mit 28.735 Neuwagen ein Plus von 62,0 Prozent, darunter 9.426 Plug-in-Hybride (+207,9 %). Es kamen 10.329 Elektrofahrzeuge und damit +56,1 Prozent mehr zur Zulassung als im Vergleichsmonat. Erdgasbetriebene Pkw legten mit 507 Einheiten um +8,6 Prozent zu und erreichten einen Anteil von 0,2 Prozent. 82 flüssiggasbetriebene Pkw bescherten hingegen ein Minus von -89,8 Prozent (Anteil 0,0 %). Die Neuzulassung von Benzinern ging um -48,3 Prozent zurück, dennoch betrug ihr Anteil mit 107.507 Neuwagen 50,0 Prozent. 67.937 Pkw waren mit der Kraftstoffart Diesel ausgestattet. Nach einem Rückgang von -39,3 Prozent erreichten Sie einen Anteil von 31,6 Prozent.

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Coronavirus: Wie lange kann Deutschlands Wirtschaft still stehen, ohne zu kollabieren?

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Wie lange kann die Wirtschaft in Deutschland wegen des Coronavirus still stehen, ohne zu kollabieren? Gibt es einen Zeitpunkt, den der shutdown nicht überschreiten darf, wenn man die Wirtschaft Deutschlands wieder kontrolliert herauf fahren möchte?

Schon jetzt fordern viele, dass man Ende April die Wirtschaft wieder anlaufen läßt und die Sonder-Maßnahmen wie Ausgangsbregrenzungen wieder zurück fährt: Immer mehr Ärzte sprechen sich gegen die Maßnahmen aus, aber nicht gegen das „Cocooning“ der Gefährdeten (sprich der Älteren). Auch Professor Fuest vom Ifo-Institut, oberster Wirtschaftsberater der Bundesregierung, spricht sich für ein baldiges Einleiten der Exitstrategie aus.

Die Verdoppelung der Erkrankungen mit dem Coronavirus ist in Deutschland schon auf 10 Tage gestiegen, vor drei Wochen waren es 2, dann 3, dann letzte Woche 5,5 – nach Aussage von Angela Merkel. Die 10-Tagefrist war einmal Zielmarke für den langsamen Ausstieg. Jetzt hat man diese auf 14 Tage angehoben, aber auch das werden wir bereits in wenigen Tagen erreichen.

Coronavirus und lockdown: Was sagen die Wirtschafts-Experten?

Heute hat das ifo Institut eine Umfrage unter Deutschlands Ökonomen veröffentlicht (in Zusammenarbeit mit der „FAZ“ – befragt wurden dabei 155 Professoren/innen). Was halten Sie von den Maßnahmen der Bundesregierung zur Abfederung der ökonomischen Verwerfungen? Was zum Vorgehen der EZB?

Und vor allem – wie lange glauben die Befragten, könne Deutschlands Wirtschaft noch still stehen, ohne zu kollabieren? Das ist die derzeit wahrscheinlich entscheidende Frage – sie wird die Diskussion darüber beeinflussen, wann einzelne Schutz-Maßnahmen gegen das Coronavirus wieder Stück für Stück rückgängig gemacht werden.

Hier im Wortlaut das Ergebnis der Umfrage des ifo:

„In einem Sondergutachten schätzt der Sachverständigenrat den Rückgang des deutschen BIP im laufenden Jahr aufgrund der Coronakrise auf 2,8 bis 5,4% (Feld et al. 2020). Das ifo Institut beziffert in einer aktuellen Studie (Dorn et al. 2020) die Kosten eines zweimonatigen Shutdowns für Deutschland sogar auf 255 bis 495 Mrd. Euro bzw. eine reduzierte Jahreswachstumsrate des BIP von 7,2 bis 11,2 Prozentpunkten. Jede Verlängerung des Shutdowns um eine weitere Woche verursacht einen Rückgang des BIP-Wachstums um geschätzt 0,7 bis 1,6 Prozentpunkte. Die am Ökonomenpanel teilnehmenden Ökonom*innen geben im Durchschnitt an, dass Deutschland den gegenwärtigen Shutdown maximal 11 Wochen durchhalten könne, bevor das Risiko einer wirtschaftlichen Destabilisierung zu groß werde. Allerdings sei die weitere Entwicklung mit großen Unsicherheiten verbunden und eine seriöse Berechnung daher nicht möglich. Dementsprechend stark variieren die Schätzungen: Die Antworten reichen von 0 bis 50 Wochen und 95% liegen zwischen 0 und 24 Wochen.

Es entsteht gegenwärtig ein Tradeoff zwischen hohen wirtschaftlichen Kosten einer ausgeprägten Rezession und Gesundheitsrisiken, die bei einer Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen entstehen. 57% der Teilnehmer*innen des Ökonomenpanels sprechen sich dafür aus, den gegenwärtigen Shutdown aufgrund der volkswirtschaftlichen Kosten schon nach durchschnittlich acht Wochen zu beenden, selbst wenn zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausreichend medizinische Behandlungsmöglichkeiten vorhanden seien. 95% der Antworten dieser Teilnehmer*innen liegen zwischen 0 und 16 Wochen. Sie begründen dies mit der Möglichkeit, die Wirtschaft kontrolliert wieder hochzufahren, während gleichzeitig Risikogruppen weiterhin geschützt würden. 35% würden hingegen den Shutdown erst zu einem Zeitpunkt beenden, an dem die medizinische Versorgung für alle Bürger*innen umfassend gesichert ist.“

Wie lange kann der shutdown der deztschen Wirtschaft ausgehalten werden?

(Grafik: ifo)

Wie lange Deutschlands Wirtschaft wegen des Coronavirus still stehen?

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Verbraucherpreise Eurozone: Öl-Schock zeigt Wirkung! Südeuropa kurz vor Deflation

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Verbraucherpreise für März veröffentlicht

Soeben haben die Statistiker von Eurostat die Verbraucherpreise für den Monat März als Vorabschätzung veröffentlicht. Sie steigen im Jahresvergleich nur noch um 0,7 Prozent nach 1,2 Prozent im Februar. Der Ölpreis-Crash der letzten Wochen hatte der Inflation in Deutschland (siehe hier) gestern noch nicht zu stark zugesetzt. Die gestiegenen Lebensmittelpreise konnten den Schnitt für Deutschland bei 1,4 Prozent halten. Aber in der Eurozone insgesamt, da knallt der Öl-Schock deutlich rein!

Die Verbraucherpreise für Energie sanken im März im Jahresvergleich nämlich um 4,3 Prozent. Lebensmittel halten mit einem Plus von 2,4 Prozent dagegen, was den Schnitt noch rettet mit 0,7 Prozent! Interessant ist auch der Blick auf die einzelnen Länder. Spanien (+0,2 Prozent), Italien (+0,1 Prozent) und Griechenland (+0,1 Prozent) hängen mit ihren Daten schon kurz vor dem Eintritt in die Deflation!

Statistik der aktuellen Verbraucherpreise in der Eurozone

Daten zur Inflation nach Ländern aufgeteilt

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