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Fed – Ehemalige Notenbankchefs weisen Trump in die Schranken

Das dürfte dem US-Präsidenten nicht gefallen haben. Nach zahllosen verbalen Attacken auf die Fed und dabei insbesondere auf ihren Chairman Jerome Powell gerichtet, schlossen sich jetzt die noch lebenden ehemaligen Chefs der Notenbank zusammen, um sich ganz vehement für die Unabhängigkeit der Fed, der Hüterin von Zinsen und Geldwertstabilität, einzusetzen.

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Die Angriffe auf die Unabhängigkeit der Fed

Jetzt haben sich die vier noch lebenden ehemaligen Notenbankchefs der Fed, Paul Volcker, Alan Greenspan, Ben Bernanke und Janet Yellen aufgerafft, um in einem Gastbeitrag im „Wall Street Journal“ eine gemeinsame Erklärung für die Unabhängigkeit der Federal Reserve abzugeben. Auslöser waren natürlich die immer heftiger werdenden Attacken Donald Trumps gegenüber der US-Notenbank in Gestalt von Chairman Jerome Powell, „der einen lausigen Job mache und von großer Ahnungslosigkeit geprägt sei.“

„Die Fed und ihr Vorsitzender müssten unabhängig und im besten Interesse der Wirtschaft handeln dürfen, frei von kurzfristigem politischem Druck und insbesondere ohne die Gefahr einer Absetzung oder Degradierung von Führungskräften aus politischen Gründen. Es ist wichtig, die Fähigkeit der Federal Reserve zu erhalten, Entscheidungen im besten Interesse der Nation zu treffen, nicht auf Basis der Interessen einer kleinen Gruppe von Politikern.“

Ein einmaliger Vorgang in den USA, der den Präsidenten bestimmt sauer aufgestoßen ist. Aber wie sagten schon einige der geschassten Regierungsmitgliedern des Präsidenten? Er sei von einer außergewöhnlichen Beratungsresistenz geprägt, wenn die Vorschläge nicht in sein Weltbild passten. Demzufolge sollte der Appell der erfahrenen Geldpolitiker im Sande verlaufen.

 

Die Fed müsse vom politischen Druck befreit werden, so die ehemaligen Chefs der Fed

Paul Volcker, Alan Greenspan und Ben Bernanke



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5 Kommentare

  1. Seit wann ist die FED unabhängig? Ist sie nicht die einzige National/Zentralbank in vollständig im privatem Besitz ist?

    1. Wie oft wird dieser Unsinnn noch in den verschiedenen Foren wiederholt?

      Die Fed ist öffentlich-rechtlich organisiert. Die privaten Banken, die mit der Fed Geschäfte machen wollen, müssen zwangsweise Anteile halten, die aber praktisch keine Mitspracherechte und keinen Anspruch auf Gewinnbeteiligung mit sich bringen.

      1. Eine öffentlich-rechtliche Rechtsform steht dem doch nicht im Wege. Stichpunkt PPP, nichts ist unmöglich ;)
        Sind Sie sich bei den Mitspracherechten und insbesondere bei der Gewinnbeteiligung sicher?
        Haben Sie da Quallen zu?

    2. Lassen Sie doch bitte das im und das zweite ist weg, dann führt dies zu sehr viel besserer Leserlichkeit. Danke

  2. Die FED ist Teil des Sumpfes und der Sumpf ist nicht trocken … ich halte die Theorie von Peter Schiff am wahrscheinlichsten. Man wartet seitens der Demokraten noch etwas ab, so ca. bis 6 Monate vor der Präsidentschafts-Wahl, d.h. so ca. bis Frühjahr 2020. Dann fängt man an sich vom Narrativ der „strong US economy“ zu verabschieden und Trump wird der blame guy, der Sündenbock, für ein „überraschend“ (haha) starkes Haushaltsdefizit und die steigenden Schulden sein. Plötzlich wird dann das Geld in den USA knapp werden und die Steuerentlastungen werden plötzlich wieder die üblichen „Geschenke“ an die Reichen gewesen sein. Dann kommen auch in den USA Negativ-Zinsen und QE4 mit schätzungsweise 250Mrd. USD/Monat. Das ist dann der Moment der Wahrheit.

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