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Fed: Tiefzins und Geldvermehrung ohne Ende – ein Kommentar

Auf seiner zweitägigen Sitzung hat der Rat der US-Zentralbank (Fed) beschlossen, den Leitzins unverändert bei 0,00–0,25 Prozentpunkten zu lassen; diese Entscheidung war im Vorfeld erwartet worden.

Die Fed signalisiert mit ihrer neuen Zinsprognose, dass sie den Leitzins bis Ende 2023auf dem aktuellen Niveau halten wird.

Die Wachstumsraten für das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) sieht die Fed nunmehr etwas optimistischer: Im laufenden Jahr wird es um 3,7% gegenüber dem Vorjahr fallen (Juni-Schätzung: -6,5% J/J); und für 2021 wird ein Wachstum von 4,0% J/J erwartet (Juni-Schätzung: 5,0% J/J).

Die jahresdurchschnittliche Konsumgüterpreisinflation wird auf 1,2% in 2020 und auf 1,7% in 2021 geschätzt (nach 0,8% beziehungsweise 1,6% in der Juni-Schätzung).

Das Aufkaufen von Schulden in großem Stil (also das Ausweiten der US-Dollar-Geldmenge) geht natürlich weiter, ließ die Fed wissen.

Soweit der „Fed-Sprech“.

 

LOCKDOWN-KATASTROPHE

Die US-Wirtschaft ist nach wie vor schwer angeschlagen – auch wenn sie sich aus dem tiefen Absturz herausarbeitet, den der politisch diktierte Lockdown verursacht hat.

So betrugen die Erstanträge für Arbeitslosenhilfe bis zum 4. September 2020 immer noch 884.000 – und waren damit mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt seit 1967.

Das US-Haushaltsdefizit wird vermutlich 3,3 Billionen US$ in 2020 betragen – das wären schwindelerregende 16 Prozent des US-Bruttoinlandsproduktes.

Um die Haushaltslöcher zu finanzieren, schafft die Fed neue Dollar „aus dem Nichts“. Das erklärt auch, warum die US-Geldmengen derzeit so stark wachsen:

Ende August 2020 betrug die Jahreswachstumsrate der Geldmenge M1 (Bargeld und Sichtguthaben bei Banken) 40,9%, die der Geldmenge M2 24,2%.

Die „Überschussgeldmenge“, die sich dadurch aufbaut, ist gewaltig – denn die US-Produktion ist massiv eingebrochen.

Die Äußerung von Fed-Chef Jerome H. Powell in der Pressekonferenz signalisierten: Eine Abkehr von der extremen Tiefzinspolitik ist nicht in Sicht – und dass wohl nicht nur wegen der Präsidentschaftswahl im November dieses Jahres.

Die Folge ist absehbar: Die Kaufkraft des US-Dollar wird leiden, weil die Konsumgüter- und/oder Vermögenspreisinflation anziehen wird.

Die Fed steht mit ihrer inflationären Geldpolitik nicht allein da. Die Europäische Zentralbank (EZB), die Bank von Japan und Bank von England folgen ihr auf dem Fuße.

Der „große Gorilla“, der weltweit im Raum steht, hat einen Namen: Geldentwertung.

Genau darauf zielen die Zentralbanken ab: das Schuldgeldsystem mit neu geschaffenem Geld vor dem Zusammenbruch zu bewahren, es zu inflationieren.

AUF GOLD UND SILBER SETZEN

Nach der hitzigen Aufwärtsbewegung, die ab etwa Mitte Juli 2020 einsetzte, haben der Gold- und Silberpreis leicht korrigiert; der langfristige Aufwärtstrend ist aber weiter intakt.

Die Aussicht auf weiterhin extrem niedrige Zinsen, stark steigende Geldmengen und ein Anziehen der Teuerungsraten – und zwar für Konsumgüter- und/oder Vermögenspreise – geben den Preisen für Gold und Silber weiter Rückenwind.

Die Fed sorgt für eine Entwertung des Dollars



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6 Kommentare

  1. Herr Fugmann sagen sie dem Krall Denunzianten einfach , dass er für sein Tun eine andere Plattform aussuchen soll.Mir erscheint er immer dämlicher. Gibt es auf FMW jemand der ihn nützlich findet? ( ausser Claas) Oder er sollte sich mindestens ein anderes Ziel aussuchen, vielleicht einmal einen Linksabbieger.
    Die Aufarbeitung der Scholz Wirecard Geschichte wäre auch noch eine Aufagabe für einen Gerechtigkeitsfanatiker.

  2. Mein Kommentar ergibt keinen Sinn wenn der Vorposter gelöscht wurde. Warum? Wurde er wegen übler Nachrede verhaftet?

    1. @Left-Out, genau, nach Sibirien verschickt..

      1. Zuvor hat er noch einen Tee getrunken, wo ihm irgendetwas reingeträufelt wurde… ;-)

    2. Hääh??!!?? Was erlauben und denke Dumm-Strunz-Auti? Diese Spieler beklagen mehr als spiel! Lallt schwach wie eine Flasche leer. Strunz-Left-Auti dagegen egal, hat nur gespielt 25 Prozent diese und jede Spiel! Habe fertig!

  3. Wenn er dort russische Genossen ins Visier nimmt ,wird er bald wieder als Giftpatient in Berlin zurück sein.

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