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FMW deckt einen Skandal auf: Beim Glückspiel ist der Staat tolerant, aber bei Finanzprodukten muß der arme Kunde geschützt werden!

Über das klamheimliche Interesse der Behörden, bei Glückspielanbietern nicht so genau hinzuschauen – wenn die Steuereinnahmen sprudeln..

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Wer etwa bei einer Bank ein Produkt kaufen will, der muß ein eigens angefertigtes Beratungsprotokoll unterzeichnen. Und wer CFDs handelt, um den kümmert man sich besonders: er könnte ja Geld verlieren, also wird der CFD-Handel strengstens reguliert, die Hebel massiv reduziert. Natürlich nur zum Schutz der Kunden, versteht sich – denn die Obrigkeit ist dann besonders empathisch mit den Bürgern, wenn es weniger zu verdienen gibt..

Aber im Glückspiel ist die Sache etwas anders gelagert – das zeigen wir aufgrund einer aufwändigen, intensiven Recherche zu diesem Thema. Im Fokus steht der Glückspiel-Anbieter OnlineCasino.de, der bei großen Medien wie Bild, Sat1, Pro7 etc. Werbung schaltet. Wir haben uns das genauer angesehen – und festgestellt, dass dieser Anbieter zwar Glückspiel für Einwohner des Bundeslandes Schleswig-Holstein anbieten darf, seine Werbung aber gleichwohl bundesweit läuft. Wer nicht in Schleswig-Holstein wohnt, wird auf eine Seite aus Malta „weiter geroutet“ (schon gemäß Datenschutzgrundverordnung höchst fragwürdig!).

Unserer Recherche zu diesem Thema zeigt: beim Glückspiel kucken die Behörden nicht so genau hin. Oder wie es ein (anonym bleiben wollender) Mitarbeiter des Hamburger Inneminiteriums formuliert:

„Es ist wie bei Don Quichotte und den Windmühlen. Solange der Fiskus ein klammheimliches Interesse hat Steuern zu kassieren, ist es für die kleinen Glücksspielaufsichten in den Ländern da fast unmöglich gegen vorzugehen“.

Schon aus Mangel an Personal also kuckt man nicht so genau hin – wobei der Abbau des dafür zuständigen Personals natürlich allerreinster Zufall ist..

Die Zahl der Geschädigten dürfte groß sein – aber in sehr vielen Fällen können die Geschädigten ihre Einzahlungen von den kreditkartenanbietern zurück fordern, über die sie die Einzahlung auf ein solches Glückspiel-Konto getätigt haben (beim Anbieter OnlineCasino.de beispielsweise gilt das für alle, die nicht in ihren Wohnsitz in Schleswig-Holstein haben – aber auch diejenigen, die im nördlichsten Bundesland leben, haben dafür eine gute Chance! Wer geschädigt ist, dem helfen wir weiter, schreiben Sie bitte eine Mail an mail@finanzmarktwelt.de).

Wer den gestern von uns publizierten Artikel bislang übersehen hat – hier noch einmal das brisante Ergebnis unserer Recherche. Wir würden uns freuen, wenn Sie als Leser den Artikel über soziale Medien wie Twitter, Facebook etc. weiter verbreiten, um damit den Geschädigten zu helfen und sie auf ihre Rechte aufmerksam zu machen einserseits, andererseits aber auch Druck aufzubauen auf die deutschen Behörden, beim Glückspiel endlich genauer hinzuschauen:

OnlineCasino.de: Falsches Spiel mit dem Glückspiel – Kundenanspruch auf Gelderstattung

2 Kommentare

2 Comments

  1. Gixxer

    23. Oktober 2018 12:55 at 12:55

    Nicht nur, dass ihr in Sachen Finanzen äußerst schnell und kompetent bei der Sache seid, jetzt macht ihr sogar noch einen auf Verbraucherschützer.
    Ganz ganz großes Lob von mir hierfür!

  2. Feedback

    23. Oktober 2018 13:05 at 13:05

    Zitat FMW: „Wer etwa bei einer Bank ein Produkt kaufen will, der muß ein eigens angefertigtes Beratungsprotokoll unterzeichnen.“

    Stimmte weder unter MiFID I noch seit 03.01.2018 unter MiFID II.
    Die neue Geeignetheitserklärung muss nicht unterzeichnet werden.

    Ansonsten gern weiter kritisch Berichterstatten 🙂

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Türkische Waffengeschäfte mit Russland – Trumps Reaktionen und wieder muss Deutschland bangen

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Das Sanktionskarussell dreht sich immer weiter. Die amerikanisch-türkischen Beziehungen stehen bekanntlich nicht zum Besten. Aber gerade jetzt droht sich ein echter Handelsstreit zwischen den beiden Ländern zu entwickeln, der auch andere Nationen in Mitleidenschaft ziehen könnte.

Das Waffengeschäft der Türkei mit Russland

Obwohl die USA Präsident Erdogan davor gewarnt haben ein russisches Luftabwehr-Waffensystem zu erwerben, scheint die Türkei bereits „Nägel mit Köpfen“ gemacht zu haben. „Wir haben sie längst gekauft“, wie der türkische Staatschef erst kürzlich behauptete. Es handelt sich dabei um russische Boden-Luft-Raketen des Typs S-400. Dies wäre ein Verstoß gegen das CAATSE-Gesetz, welches, wie gegen den Iran angewendet, Sanktionen gegen das Land am Bosporus zur Folge hätte.

Die Strafmaßnahmen mit ihrer fatalen Streuwirkung

Sollten die USA zu solchen Maßnahmen greifen, wären sofort Länder betroffen, die Geschäfte mit der Türkei machen. Wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sofort berechnete, ginge es im Falle Deutschlands um ein Geschäft von 30 Milliarden Euro, also um Summen, die weitaus bedeutsamer wären als die, die mit dem Iran erzielt würden.

Deutsche Firmen haben nach DIHK-Angaben in der Türkei einen Kapitalstock von rund zehn Milliarden Euro aufgebaut, mit mehr als 130 000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 31,1 Milliarden Euro (2017). Die Firma Bosch hat allein 17 000 Mitarbeiter in der Türkei, dazu beträfen die Sanktionen Großkonzerne wie Siemens und viele Mittelständler wie Schmitz Cargobull, Jungheinrich, Hymer und viele andere. Insgesamt soll es sich um 7000 deutsche Firmen handeln. Das Ganze hat natürlich noch einen militärischen Hintergrund, denn die USA drohen der Türkei mit dem Ausschluss aus dem Rüstungsprogramm für das Tarnkappen-Kampfflugzeug F-35. Maschinen, die bereits gekauft sind, aber noch nicht ausgeliefert wurden.

Fazit

Egal wie man die militärischen und strategischen Beweggründe einschätzt, es zeigt wieder einmal die Dimensionen des globalisierten Welthandels. Sollte es zu Sanktionen kommen, wäre erneut der Ex-Exportweltmeister Deutschland betroffen. Wie würde die deutsche Wirtschaft im Verhältnis zu den USA reagieren? „You can make an educated guess!“

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Trading Day 2019 am 21. Juni

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Gesponserter Artikel

Verpassen Sie nicht das Online-Trading Event dieses Sommers: Ein ganzer Nachmittag mit Top-Tradern, die Sie mit auf ihre Trading-Reise nehmen. Mit dabei sind bekannte Namen wie Jochen Schmidt, André Stagge, Samir Boyardan sowie das Trading-Team der ATT Trading School aus Österreich.

Die komplette Agenda finden Sie unter folgendem Link: Agenda – Trading Day 2019

Trading – Der Traum vom schnellen Geld

Dieser Wunschgedanke begleitet viele Anleger tagtäglich bei ihren Aktivitäten an den Finanzmärkten. Aus diversen Gründen zerplatzt dieser Traum meist sehr schnell. Wie schaffen es Trader also, Gewinne zu erzielen? Wie bereiten Sie sich aufs Trading vor und wie agieren sie generell an den Märkten?

Auf diese Fragen gibt es keine Nonplusultra-Antwort. Zudem agieren Top-Trader je nach ihren eigenen Vorstellungen und Gewohnheiten: Der Daytrader handelt in einem kurzen Zeitfenster und sammelt Profite, der Chart-Tool-Trader nutzt Indikatoren, und wenn dann noch die Markttechnik ins Spiel kommt, könnte es für den einen oder anderen zu kompliziert werden.

Blicken Sie Top-Tradern online über die Schulter

Am Freitag, den 21. Juni 2019, veranstaltet XTB den Trading Day 2019. Ab 14:00 Uhr können Sie in insgesamt vier Einzel-Sessions diverse Top-Trader LIVE in Aktion erleben.
Nachfolgend eine Übersicht:

14:00 Uhr
Thema: Traden wie ein Portfoliomanager
Referent: André Stagge

15:00 Uhr
Thema: Chart-Tool-Trading in der xStation 5
Referent: Samir Boyardan

16:00 Uhr
Thema: Intraday-Trading nach markttechnischem Ansatz
Referent: Jochen Schmidt

17:00 Uhr
Thema: Wie denken und handeln professionelle Trader?
Referent: Ali Taghikhan, Stefan Koblitz, Dominik Müller (ATT Trading School)

Die Anmeldung sowie die Teilnahme sind kostenfrei. Eine einmalige Anmeldung ist ausreichend, um am gesamten Trading Day 2019 teilzunehmen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite von XTB: Trading Day 2019

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Boris Johnson Favorit – Pfund mit merkwürdiger Ruhe

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Gestern haben die Tories parteiintern eine erste Abstimmungsrunde abgehalten. Wer soll neuer Parteichef und damit auch neuer Premier von Großbritannien werden? Der Brexit-Hardliner Boris Johnson erzielte gestern mit 114 von 313 Stimmen mit weitem Abstand das beste Ergebnis. Der zweitbeste Kandidat nach Johnson hatte nur 43 Stimmen. 3 Bewerber schieden gestern bereits aus dem Partei-Auswahlverfahren aus, und 7 Kandidaten verbleiben noch.

Boris Johnson
Boris Johnson. Foto: EU2017EE Estonian Presidency – CC BY 2.0

Boris Johnson im Fokus

Es braucht nun also schon ein großes Wunder, damit die Tories NICHT Boris Johnson zu ihrem neuen Chef machen. Der Prozess wird sich aus formalen Gründen noch bis Juli hinziehen. Bis Ende Juli sollen dann alle 160.000 Parteimitglieder in einer Stichwahl abstimmen zwischen den beiden besten verbliebenen Kandidaten. Aus Sicht der EU-Befürworter auf der Insel besteht eigentlich nur noch die Hoffnung, dass sich alle Gegner von Boris Johnson in der Partei irgendwie hinter einem Kandidaten versammeln, der EU-freundlich eingestellt ist.

Am Mittwoch schrieben wir bereits über (nach unserer Meinung) wertlose Aussagen von Boris Johnson. Er versuchte klar zu machen, dass er ein besseres Ergebnis in Brüssel verhandeln könne als Theresa May. Und das sagte er, während kurz zuvor Jean-Claude Juncker mehr als klar gemacht hatte, dass die EU nicht neu verhandeln wird.


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Die britischen Aktien reagieren aktuell leicht negativ mit -35 auf 7337 Punkte im FTSE100. Das britische Pfund ist seit gestern Abend gegen den US-Dollar von 1,2685 auf aktuell 1,2658 gefallen. Somit reagiert der britische Kapitalmarkt de facto gar nicht geschockt darauf, dass der Grantler und Dampf-Plauderer Boris Johnson sehr wahrscheinlich bald den Brexit für UK durchführen wird.

Woher kommt die Gelassenheit? Wir verstehen es nicht. Schon seit Monaten treibt uns dieses Thema um. Die Briten vertrödeln immer mehr Zeit. Die EU gewährte zeitliche Aufschübe. Und man darf stark annehmen, dass die aktuelle Frist bis Oktober nun wirklich die aller, allerletzte Fristverlängerung war. Aber man sieht ja. Auch dieses Mal haben die Briten alle Zeit der Welt. Wir vermuten einfach mal, dass im britischen Pfund noch einiges an Abwärtspotenzial steckt, welches erst dann gehoben wird, wenn der Markt den Ernst der Lage irgendwann mal realisiert. Das soll natürlich keine Handelsempfehlung sein!

Pfund vs USD seit September 2018 - Boris Johnson im Fokus
Im Großen Bild ist das Pfund vs USD (seit September 2018) zwar am Fallen. Aber seit einigen Tagen zeigt der Chart trotz dramatischer politischer Lage in London eher einen Seitwärtstrend.

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