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Gegen den Mainstream denken! Steen Jakobsens geniale Zukunftsprognosen

Brillante Analysen und Prognosen eines Querdenkers! Lesen!

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Von Markus Fugmann

Steen Jakobsen ist CIO der Saxo Bank – und als Querdenker bekannt, der sich dem Mainstream entzieht. Nun hat Jakobsen in einem Rundumschlag seine Sicht der Dinge auf den Punkt gebracht – und diese Sicht hat es in sich! Sein Artikel trägt den Titel “Steen´s Chronicle: All great things are simple..except right now” – und wir möchten die deutschsprachigen Leser unbedingt mit diesen Thesen vertraut machen, die wir hier zusammenfassen!


Steen Jakobsen

Zunächst konstatiert Jakobsen vier Dinge:

– Der US-Dollar hat seinen Hochpunkt hinter sich und befindet sich nun am Beginn eines mehrjährigen Abwärtszyklus. Die USA als auch die gesamte Welt bräuchten einen schwächeren Dollar – die USA vor allem deshalb, weil das Geschäftsmodell des Landes sonst nicht mehr funktionieren würde

– Alles ist deflationär: Demografie, Technologie, Energie (weil die Preise bald stark fallen werden) und der gigantische globale Schuldenberg

– Der globale Kreditimpuls ist seit Ende 2016/Anfang 2017 rückläufig – und das wird sich mit einer Verzögerung von ca. neun Monaten beginnen auszuwirken (also praktisch jetzt!)

– Die US-Zinsen werden nicht mehr steigen, sondern wieder auf 0% fallen – daher werden die Renditen für die 10-jährige US-Staatsanleihe Ende2018/Anfang2019 auf 0% fallen. Der Grund: die Inflation in den USA wird nicht etwa auf 2% steigen, sondern weiter fallen. Dass die Fed das nicht erkennt und realisiert, liegt an ihrem dogmatischen Glauben an die Phillips-Kurve (die davon ausgeht, dass die Inflation anzieht, wenn der Arbeitsmarkt anzieht). Jakobsen aber sagt: es gibt angesichts des immensen technologischen Umbruchs keinen erkennbaren Zusammenhang mehr zwischen Inflation und Arbeitsmarkt – und weil die Notenbanken das nicht verstehen, wundern sie sich permanent, warum die Inflation einfach nicht mehr anzieht.

Vielmehr dominieren die deflationären Tendenzen klar. Ein Aspekt davon ist, dass von stark fallenden Energiepreisen auszugehen ist, Jakobsen erwartet in den nächsten Jahren einen Rückgang von 50%. Einer der Hauptgründe sieht Jakobsen im Siegeszug der Elektroautos, und es werde China sein, das hier den Unterschied ausmache: Pekings erste Priorität zur Bekämpfung der immensen Umweltverschmutzung und damit zur Erhaltung des sozialen Friedens im Lande sei die Durchsetzung der Elektromobilität. Da Autos für 55% des weltweiten Benzin- und Dieselverbrauchs stehen, wird die Nachfrage nach diesen verarbeiteten Ölprodukten massiv fallen.

Überhaupt sieht Jakobsen in Asien den entscheidenden Treiber: derzeit leben vier Milliarden Menschen auf diesem Kontinent, im Jahr 2050 werden es fünf Milliarden sein. In diesen Märkten aber haben die US-Tech-Giganten wie Amazon, Facebook und Google entweder keinen oder nur einen sehr geringen Marktanteil. Sehe man sich etwa Amazon an: wer die Aktie kaufe, bezahle für den Gewinn der nächsten 30 Jahre – und das sei alles andere als ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis angesichts der Tatsache, dass Amazon in den Wachstums-Märkten der Zukunft nicht wirklich präsent sei! Die US-Tech-Aktien seien weitgehend im Einklang mit der Fed-Bilanz gewachsen – doch jetzt komme von dieser Seite wenn überhaupt Gegenwind, da die Fed die Bilanz reduzieren wolle.

A propos Notenbanken: die Bank of Canada, die kürzlich für die Märkte überraschenderweise die Zinsen angehoben habe, sei die einzige Notenbank, die nicht dogmatisch an die Wirksamkeit der Phillips-Kurve glaube: sie habe, losgelöst von der Fed, nun schon zweimal die Zinsen angehoben, weil sie die Hausblase bekämpfen wolle (Kanadas Hauspreise sind zum Vorjahr um 13% gestiegen, im Vergleich zum Jahr 2000 um 200%!). Damit gehe die Bank of Canada voran: sie bekämpfe Blasen, während die Fed und die EZB sich noch nur wunderten, warum die Inflation nicht anziehen will!

Und die letzte und vielleicht wichtigste Empfehlung von Jakobsen: trauen sie den aktuellen Wirtschaftsdaten nicht, die doch eigentlich so gut aussehen. Der Grund: sie sind nur das (verzögerte) Produkt von Dingen, die vor neun Monaten passierten, als der globale Kreditimpuls seinen Hochpunkt erreicht habe. Da Kredite mit zeitlicher Verzögerung (neun bis 12 Monate) in die Realwirtschaft wirken, haben wir jetzt auch bei den Konjunkturdaten einen Hochpunkt. Aber nun beginne der globale Abschwung:


Grafik: Saxo Bank

Das immense Wachstum des Kreditimpulses sei vor allem von der EZB und von China ausgegangen. Aber die EZB werde tapern, China habe Kredite stark gedrosselt, die Fed werde ihre Bilanzsumme reduzieren. Da die Auswirkungen des deutlich verringerten Kreditimpulses mit neun bis 12 Monaten Verzögerung in der Realwirtschaft ankommen, sieht Jakobsen in der Periode zwischen Oktober 2017 und März 2018 eine deutliche Abkühlung der globalen Wirtschaft!

Sein eigenes Portfolio sieht derzeit übrigens so aus:

Aktien: 10% (vor allem Gold und Minenwerte)
Anleihen: 25% (neutral gewichtet)
Rohstoffe: 25% (neutral gewichtet)
Cash: 40% (übergewichtet)

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Beobachter

    8. September 2017 12:43 at 12:43

    Interessante Ansicht, übrigens auch der Superbär Albert Edwards sieht bei der nächsten Rezession US Anleihen mit 0 % Rendite,allerdings sieht er drastische Korrekturen bei den Aktien,höre hier nichts von Steen Jakobsens in Bezug auf Aktien ?
    Meine Beobachtung:
    Nach der Trump Wahl sind Aktien ,Zinsen u.der Dollar gestiegen.Nach diversen Enttäuschungen sind die Zinsen/ Anleihen wieder etwa auf Vorwahlniveau gefallen, der Dollar sogar tiefer, EINZIG DIE US -AKTIEN STEIGEN WEITER ,WAS AUCH DER DONALD MACHT ODER NICHT MACHT, wie lange noch ? ,übrigens hat es jedes Jahr 1-2Korrekturen gegeben, unter Trump gibt es nur steigende Börsen u.Schulden? ?

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    Gerd

    8. September 2017 12:45 at 12:45

    “Und die letzte und vielleicht wichtigste Empfehlung von Jakobsen: trauen sie den aktuellen Wirtschaftsdaten nicht, die doch eigentlich so gut aussehen.”

    So geht es mir mit den Daten zur Preisveränderung. Von wegen wir haben keine Inflation.
    Alles was wir wirklich brauchen, wird teurer. Dach übern Kopf, dass wir wissen, wo wir hingehören. Essen aufm Teller, dass der Magen nicht knurrt.
    Strom, damit der Tesla fährt. Fahrkarten, falls bei Stromausfall (wie in Texas u.s.w.) der Tesla doch nicht fährt.

    Was braucht man nicht unbedingt? Immer noch mal mehr hochauflösende Fernseher. Breitbandgeschwindigkeit von z.b. 200Mb plus. Noch mehr Festplattenspeicher und noch schnellere Prozessoren. Was ja grundsätzlich alles nicht schlecht ist, wenn es nicht dazu führte, die Inflationsrate optisch zu drücken, weil technische Verbesserungen bei gleichbleibenden Preisen als Preisrückgang gewertet wird.

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    Wolfgang M.

    8. September 2017 13:43 at 13:43

    Was mich an der Vorhersage des raschen Siegeszugs der E-Mobilität und damit verbunden dem Rückgang des Ölverbrauchs stört, ist die tatsächliche Faktenlage. Wir haben derzeit 1,1 Mrd. Kraftfahrzeuge weltweit. Davon werden gewiss 50 – 100 Mio jährlich, auch aus umweltpolitischen Gründen, verschrottet. Laut IEA wurden 2016 weltweit 750 000 Elektro- und Hybridfahrzeuge zugelassen, der Bestand weltweit beläuft sich auf 2 Mio Fahrzeugen. 2020 sollen nach deren Berechnungen 9-20 Mio Kfz elektrisch fahren (dabei ist schon die 1Mio Tesla beinhaltet, die E. Musk in Aussicht gestellt hat). Also werden dann über 50 Mio Neuzulassungen konventionell betrieben, der Alt-Bestand von 1Mrd. sowieso. Außerdem gibt es Studien, dass die Gesamtzahl der Kfz durch die Entwicklungsländer bis 2030 noch deutlich steigen soll. Was ich damit sagen will. Auch wenn das E-Auto seinen Siegeszug fortsetzen kann, kann der Ölverbrauch aufgrund der unglaublich großen Zahl von Verbrennern weltweit kaum schnell abnehmen, selbst bei einer Vervielfältigung der E-Mobilität. Für das Klima bedarf es weiterer flankierender Maßnahmen (Schiffe, Flugzeuge, Ölheizungen).

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    Columbo

    8. September 2017 13:51 at 13:51

    “Rückgang der Energiepreise um 50%…Siegeszug der Elektroautos…Durchsetzung der Elektromobilität zur Erhaltung des sozialen Friedens in Peking”.
    Unlogisch und blauäugig! Wenn die Energiepreise um 50% zurückgehen, wer will dann noch Elektromobilität, da wird dann in saubere Verbrennungsmotoren investiert, ist billiger und effektiver. Eine Diktatur wie China interessiert doch nicht der soziale Friede, der wird einfach durchgesetzt.

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      Gerd

      8. September 2017 14:01 at 14:01

      So sehe ich es auch. Und wenn von lebensgefährliche Luftverhältnissen in Peking berichtet wurde, ging es immer um die Feinstaubwerte, nie um Stickoxid. Und wie ich schon mal darlegte, produziert ein Elektroauto gegenüber einem herkömmlichen leider auch nur rund 15% Staub.

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        Markus Fugmann

        8. September 2017 14:21 at 14:21

        @Gerd und andere, die Elekroauto-These ist doch nur ein Aspekt; man sollte die Diskussione nicht nur auf diesen Bereich verengen..wichtiger sind m.E. seine Aussagen zu Kreditimpuls und Deflation!

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          Denker

          8. September 2017 19:59 at 19:59

          Kurz und gut,…das Ponzischema hat fertig. Punkt. …alles andere ist Wirtschaftsnebelkerzenkauderwelch.

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      Michael

      8. September 2017 22:09 at 22:09

      Solange der Wahn bei der Motorenentwicklung anhält, noch mehr Leistung bei einem gleichbleibenden realen Durchschnittsverbrauch von 10 bis 14 Litern pro 100 km herauszukitzeln, kann man nicht von sauberen Verbrennungsmotoren sprechen. Nicht im Ansatz!!!
      Würde die Entwicklung dahingehen, dass man sich mit der bisherigen sinnlos übertriebenen Motorenleistung für ein durchschnittliches Mittelklasse-Auto begnügt und dafür den Verbrauch auf 3 Liter senkt, könnte man von sauber sprechen.
      Gesetzt den Fall, die Leute hörten auf, massenweise 14- bis 18-Liter SUVs zu kaufen…

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        Petkov

        9. September 2017 08:25 at 08:25

        Na ja, 18l DIESEL bei einem modernen SUV ist wirklich sehr übertrieben. Sagen wir lieber 8-10. Reeller Verbrauch natürlich. Bei Benzinern könnten Sie Recht haben. Ich weiß nicht, wie es die neokommunistische Propagandamaschinerie in Deutschland immer wieder schafft, die Diskussion hinterfotzig geschickt an die einzige praktikable Interimslösung für die nächsten 20 Jahre zu führen: Gasautos (allerdings nicht Erdgas, da die Umrüstung zu teuer ist, sondern Propan-Butan (LPG)). Gleiche Reichweite, extrem ausgereifte, günstige Technologie, LPG ist mindestens so sicher wie Benzin und ZWEIMAL günstiger, kein Feinstaub, extrem niedeige Schadstoffemissionen, weniger CO2 usw. usw. Halb Europa löst so das Problem mit der Luftverschmutzung und die Bürger sparen zusätzlich Geld.

        Aber in Deutschland schafft man lieber zuerst den Diesel, dann den Benziner ab, gefährdet damit massiv die wichtigste Industrie des Landes, ohne irgendeine praktikable Alternative oder zumindest eine realistische Idee, wie es weitergeht, zu haben. Gleichzeitig aber 1,5 Millionen ungebildete, islam-konservative junge Männer ins Land lassen, die ein angebliches Fachkräfteproblem lösen sollen. Das deutsche Volk neigt wirklich dazu, sich alle 60-70 Jahre von FührerInnen zerstören zu lassen und traut sich nach wie vor nicht das Maul aufzumachen, weil es sich so “nicht gehört”. “Die da oben sind zuständig, ich nicht.” Einfach die Kernlehre von der Geschichte nicht gezogen.

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          Gerd

          9. September 2017 12:41 at 12:41

          Hallihallo, Petkov,

          –Feinstaub (nicht Stickoxyd):
          kommt beim KFZ zu rund 85% n i c h t aus dem Auspuff sondern entstehen durch Abrieb von Reifen, Bremsbelag, Straßenbelag und aufgewirbelten Staubpartikeln. Ein Elektro- oder Gasauto reduziert diesen Mist also leider auch nur um rund 15%.
          Die großen SUVs verursachen nicht nur bei der Herstellung viel Ungutes, verbrauchen nicht nur relativ mehr Energie während des Betriebs sondern haben aufgrund ihr dicken Reifen auch noch sehr viel mehr Reifenabrieb. Und das ist leider auch bei Elektro- oder Gasantrieb-SUVs nicht anders.

          Was würde helfen?
          Langsamer fahren, aber vor allen Dingen weniger fahren.
          Weniger fahren als Einzelner und besonders die Anzahl der fahrenden Menschen reduzieren.

          –off topic, und doch zu Ihrem Thema passend:
          ‘die Grünen’ sind (wie ‘die Linke’) auch auf der Suche, die Quadratur des Kreises hinzukriegen. Außer jetzt direkt vor der Wahl würden die es sonst jederzeit gut heißen, wenn noch weitere Zig Millionen ins Land strömen würden. O.k.
          Im Wahlkampf verhalten sie sich anders. Gestern protestierten sie in München gegen die zunehmende und nicht mehr hinnehmbare Versiegelung der Landschaft. O.k.
          Je mehr Menschen im Land leben, desto umweltfreundlicher und naturbelassener wird die Landschaft demnach!?
          Ist das bewusste Menschenverdummung oder haben die grüne Tinte gesoffen und glauben sowas selber?

          –Verkehrsdreck und Landschaftszubau:
          Je weniger Menschen im Land wären, desto mehr freie Wohnungen gäbe es – auch ohne Landschaften mit zusätzlichen Neubaugebieten einzubetonieren – umso weniger Arbeitnehmer wären gezwungen außerhalb zu wohnen und zu pendeln und umso weniger Straßen müssten vorhanden sein. Das hieße weniger Verkehrsemissionen und weniger Landschaftsversiegelung. Und das beide zugleich.
          Und umgekehrt gilt – leider – das Gegenteil.

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            Petkov

            10. September 2017 09:17 at 09:17

            Es ist alles richtig, was Sie sagen, lieber Gerd. Aber das schmälert nicht die Gültigkeit meiner Aussagen. Zu SUVs kann man stehen wie man will (und jede Haltung wäre gerechtfertigt). Fakt ist, diese Brummer tragen aktuell absolut entscheidend zum Erfolg der wichtigsten deutschen Industrie bei.

            Und zu den Gasautos: ich rede nicht nur von Feinstaub, sondern von Schadstoffen allgemein. Und da sind LPG-Autos (nicht Erdgas) für die nächste Zeit bis zur Batterierevolution alternativlos :-)

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    Steve

    8. September 2017 23:50 at 23:50

    Ich wette dagegen !

    Energiepreise sinken ? Hahaaa erstmal gibts nen fetten Aufschlag für den AKWrückbau .

    50% Rückgang =50% Steuerausfall .LoooL
    Im leben nicht .
    Einen Kasten Bier dagegen !

    Welcher Siegeszug ?
    Massiver Rückgang bei Benzin (sagen wir mal 10%) hiesse ein massiver Zuwachs an eAutos. In D wären das mehrere Millionen .
    Wer soll die kaufen …die 450€ jobber ?!
    Generation Smartphone die ohne APP nicht den Einkauf geregelt bekommen ?!

    ZWEI Kästen dagegen !

    Bevölkerung in China : blaaa
    Herr Horx hat schon vor Jahren mit damals aktuellen geburtenzahlen errechnet , das die Bevölkerung singen wird in china und japan .
    Die viel-kind-familie stirbt.
    Nachfolgend ist die einKindGeneration .
    >>50%reduzierung . einfache Rechnung .

    Die Zinsen werden nicht steigen ..wow innovativ .
    Hat das nicht ein Herr fugmann schon vor einiger Zeit gesagt ?

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Die Illusion der Börse – Eine Geschichte von Magiern und Notenbanken

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Die Illusion der Börse: Beginnen möchte ich mit einem Zitat von Kostolany – „Mit etwas Zynismus kann man behaupten, dass das ganze kapitalistische System eine Illusion, vielleicht sogar ein Schwindel ist, aber eben ein gut gemachter. Hoffen wir das er noch lange besteht.“

Der Magier und die Notenbank

Als ein passendes Beispiel dient ein Magier. Jeder weiß, dass es alles nur Illusionen sind. Aber sobald ein Magier die Bühne betritt und seine Zaubertricks aufführt, sind wir fasziniert. Jeder Moment ist voller Spannung und Aufregung. Die Börse ist für mich das Gleiche. Sie ist die größte Bühne der Welt, jeden Tag eine neue Show, jeden Tag ist es aufregend. Und wir können alle daran teilhaben. Mit einer Vielzahl an Instrumenten können wir handeln und dabei Gewinne erzielen. Aber letztendlich ist sie zu einer Illusion geworden. Seitdem der Markt nicht mehr seinem natürlichen Verhalten folgen darf und die Manipulation ausartet, übernimmt die Illusion die Oberhand und die Notenbanken haben die Rolle des Magiers übernommen.

Die Entwicklung und Auswirkung

Seit der Finanzkrise von 2008 (hier gut erklärt) hat sich die Börse mehr und mehr von der Realwirtschaft abgekoppelt. Bewertungen und Gewinnerwartungen der Unternehmen rücken mittlerweile immer weiter in den Hintergrund. Heutzutage schaut man nur noch gespannt auf das was die Notenbanken tun – es wird sogar darauf gewettet, welche Maßnahmen als nächstes Folgen. Natürlich darf man nicht abstreiten, dass Liquidität immer schon eine große Rolle an der Börse gespielt hat. Nur ist es inzwischen so, dass es nicht mehr ohne geht.

Unser Finanzsystem basiert auf dem Grundsatz „Höher, Schneller und Weiter“ (hier der jüngste Beweis für das Eigenleben der EZB). Wenn man rational denkt, muss man feststellen, dass dieses System auf Dauer nicht funktionieren kann. Aber um es nicht scheitern zu lassen, hat man sich vor langer Zeit überlegt einer Orgnisation außerhalb der Regierung – der Notenbank – die Macht und das Recht zu geben, Geld aus dem NICHTS zu drucken. Um das System aufrecht zu erhalten, bedarf es jetzt aber immer mehr umfangreichere Maßnahmen. Es reicht nicht mehr Zinsen zu senken – inzwischen haben wir Negativzinsen. Es reicht auch nicht mehr Stimulus durch QE-Programme zu erzeugen, sondern es bedarf Geldflutungen, die ihresgleichen suchen.

Jede kleine Korrektur an der Börse oder Wirtschaftskrise wird in einer Geldflut ertränkt. Die Schulden wachsen exponentiell. Seien Sie versichert, diese Schulden werden niemals zurückgezahlt. Allein in den letzten 20 Jahren hat sich die weltweite Verschuldung verdreifacht. Auch wenn wir das Geld gerne zurückzahlen würden, wo soll es herkommen? Um das zu tun benötigt man Wachstumsraten, die in der jetzigen Situation gar nicht machbar sind. Zwischen 2010 und 2019 musste für einen Dollar globalen Wachstums 2,5 Dollar an Schulden aufgewendet werden. Das kann nicht nachhaltig sein und ist auf Dauer zum Scheitern verurteilt.

Fazit

The FED bails out everything – but who is gonna bail out the FED at the end? – Die Notenbanken retten alles – die globale Wirtschaft, die Börse und die Zombieunternehmen – aber wer rettet am Ende die Notenbanken? Die Macht der Notenbanken ist unendlich. Solange das Vertrauen in Sie und in das Fiat-Geld vorhanden ist, solange kann dieses System funktionieren. Ich hoffe Ihnen ist bewusst, dass das Geld was sie in den Händen halten, weniger Wert ist, als das Papier auf dem es gedruckt ist. Sollte dieses Vertrauen irgendwann weichen – aus welchem Grund auch immer – dann kommt es zum Platzen der Blase. Aber bis dahin sollten wir die großartigen Möglichkeiten, die uns die Börse bietet, auch nutzen. Um auf unser Beispiel der Magier zurückzukommen: die Börse bleibt faszinierend, spannend und aussichtsreich, indem wir an die Illusion glauben. Also lasst uns alle GLAUBEN – solange es noch möglich ist!

Illusion der Börse - Geschichte von Magiern und Notenbanken

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Luftfahrtbranche: Der große Absturz nach der Coronakrise

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Es ist nachvollziehbar. Nach dem Ende der Coronakrise wird die Luftfahrtbranche nicht “mal eben so” zurückkehren auf die vorigen Auslastungsniveaus. Wer hat schon Lust in den Strandurlaub mit Maske zu fliegen, im Hotelrestaurant und am Strand mit Maske rumzulaufen? Und derzeit zeigt sich auch: Jede Menge Business Meetings sind in der Coronakrise zwangsweise über Videokonferenzen gelaufen. Und viele Unternehmen werden sich jetzt fragen: Warum überhaupt noch so viele Flüge und Hotelbuchungen? Das kostet enorm viel Geld. Die Videoschalten haben doch auch funktioniert. Außerdem werden sich weltweit wohl hunderte Millionen Menschen, die noch bis Februar zahlungskräftige Urlauber waren, dank Kurzarbeit (alleine 10 Millionen Anträge nur in Deutschland) und Arbeitslosigkeit auf absehbare Zeit keine Urlaubsreise mehr leisten können. Die Luftfahrtbranche wird, das sagt also schon der gesunde Menschenverstand, ihre Kapazitäten stark reduzieren müssen.

Luftfahrtbranche wird nachhaltig beeinträchtigt sein

Das gilt für Maschinen wie auch für die Menschen. Und die Luftfahrtbranche besteht ja nicht nur aus Airlines, sondern ebenso aus Flughäfen, Flugzeugherstellern und der riesigen Zulieferindustrie. Wie stark die Coronakrise ins Fleisch schneidet, zeigt die aktuelle Veröffentlichung des Turbinenherstellers Rolls Royce. Wo vermutlich auf lange Zeit deutlich weniger Flugzeuge neu nachgefragt werden, und wo Airbus und Boeing wohl mitten in einem Storno-Tornado für bestehende Orders stecken dürften, da brauchen die Hersteller folgerichtig auch weniger Jet-Turbinen. So hat Rolls Royce jüngst verkündet 9.000 von 52.000 Stellen streichen zu wollen. Nicht nur die Stellenstreichungen, aber auch die sonstige Ausgabenkürzungen sollen zu jährlichen Einsparungen von 1,3 Milliarden Pfund führen, so der Hersteller.

Emirates

Emirates ist einer der Giganten, wenn es um transatlantische Flüge geht. Tja, könnte man meinen. Die Scheichs am Golf sind doch alle reich? Da kann der Herrscher von Dubai doch mal kurz ein paar Milliarden zur Stützung rüberschieben? Nein. Es ist kein Geheimnis, dass Dubai kräftig in der Krise steckt. Und der Herrscher von Dubai hat auch nicht wirklich ein prall gefülltes Bankkonto (Dubai vor der Pleite?), da das Emirat kein Öl mehr hat, und versucht vom Tourismus zu leben. Emirates muss also profitabel arbeiten oder es zumindest versuchen. Also müssen die Kosten drastisch gesenkt werden, da ja wie gesagt nicht zu erwarten ist, dass die alten Kapazitäten auch nur annähernd wieder ausgelastet werden.

Laut aktuellen Branchenberichten plant Emirates auch nach dem nun beginnenden Neustart der Flüge eine drastische Reduzierung der Flotte. Die A380 wird wohl zum Auslaufmodell werden – wer braucht jetzt nämlich noch so viel Kapazität für einen einzigen Flug? 115 Stück der A380 standen vor der Krise im Flottenregister von Emirates. Nach Informationen von aero.de sehen die Pläne von Emirates vor nur noch 69 Stück der A380-Flotte zu aktivieren. 40 Prozent der aktuellen Flotte würden dauerhaft am Boden bleiben. Andere Medien wie das Handelsblatt gehen davon aus, dass nur noch 20 der Flugzeuge der A380-Flotte wieder für Emirates fliegen werden. Angeblich soll der Stellenabbau bei Emirates sich in einer Größenordnung von 30.000 Jobs bewegen.

Lufthansa

Tja, und die Lufthansa? Seit Tagen wartet man nun auf eine offizielle Bestätigung, dass der deutsche Staat eine gigantische Milliardenspritze in die letzte übrig gebliebene große deutsche Airline pumpen wird. Wir hatten es schon thematisiert. Egal wie, der deutsche Staat wird die Lufthansa retten – schon aus Gründen der Staatsraison. Man will zumindest eine große bedeutende Airline haben, genau wie auch die Italiener, Franzosen und Briten. Gestern gab die Lufthansa per Ad Hoc-Mitteilung bekannt, dass man “fortgeschrittene Gespräche” mit der Bundesregierung bestätige. Es geht um 9 Milliarden Euro, davon 3 Milliarden aus KfW-Krediten.

Auch wird hier wohl der neu gegründete deutsche Staatsfonds (gespeist aus Steuergeldern) zum Einsatz kommen, womit wir alle Anteilseigner an der Lufthansa werden – das dürfte dann möglichen ausländischen Käufern eine Übernahme der Lufthansa zu einem Spottpreis erschweren, wenn der Bund als fetter Klumpen bereits mit im Boot sitzt. Auch die Lufthansa wird ihre Flotte schrumpfen. Laut Aero.de sollen von den 14 stillgelegten A380 bei der Lufthansa nur sieben Maschinen reaktiviert werden. Sie sollen nur noch von München aus fliegen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr gehe davon aus, dass die Lufthansa nächstes Jahr 300 Flugzeuge weniger nutzen werde als vor der Krise.

Norwegian

Der einstige Senkrechtstarter der Luftfahrtbranche “Norwegian”, bei dem man sich jahrelang immer wieder bewunderswert fragte, wo dieser Erfolg herkommt, war de facto durch die Coronakrise schon am Ende, nachdem man für mehrere Tochtergesellschaften Insolvenz anmelden musste. Aber diese Woche hat der norwegische Staat endgültig eine 3 Milliarden Kronen schwere Kreditgarantie gegeben. Auch hat Norwegian jetzt zwei neue Großaktionäre. Die vom chinesischen Staat kontrollierte “BOC Aviation” hält 12,67 Prozent der Firmenanteile, und die irische Leasinggesellschaft “AerCap Holdings” hält 15,9 Prozent – über Wandelanleihen hat man zudem weitere 7,2 Prozent erworben.

Und sonst?

Bei Airbus sind angeblich 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Bei Boeing hat es die letzten Monate nicht nur wegen der Coronakrise, sondern auch wegen dem Problem mit der 737 Max Stornos gehagelt! Vor einigen Tagen sprach der Boeing-Chef von einem Stellenabbau in der Größenordnung von 10 Prozent bis Ende des Jahres. Und dass weltweit an so ziemlich allen Flughäfen Arbeitsplätze gefährdet sind, versteht sich von selbst. Und Aktien aus der Luftfahrtbranche? Jetzt günstig einsteigen? Es könnte (nicht muss) passieren, dass man endet wie einst die T-Aktionäre. Jahrzehnte später hofft man immer noch, dass man seinen Kaufkurs irgendwann mal wieder sieht.

Luftfahrtbranche im Abwärtsstrudel - Flughafen Dubai vor der Coronakrise
Flughafen Dubai in den “guten alten Zeiten” vor der Coronakrise. Foto: Konstantin von Wedelstaedt – Gallery page http://www.airliners.net/photo//1204297/L Photo http://cdn-www.airliners.net/aviation-photos/photos/7/9/2/1204297.jpg GFDL 1.2

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – China im Fokus

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Markus Koch spricht im folgenden Video LIVE zum Handelsstart in New York. China steht heute im Fokus. Die Wirtschaftsprognose hat die KP in Peking heute ganz gestrichen, zum ersten mal seit 1990. Das sorgt für Unsicherheit. Auch Chinas Durchgreifen in Hongkong sorgt heute an den Aktienmärkten für Unsicherheit.

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