Devisen

Goldpreis, Ölpreis und US-Dollar – da tut sich aktuell was

Gold mit Adler und US-Dollar

Der Goldpreis fällt diese Woche, langsam und gemächlich. Im Chart sehen wir seit Donnerstag letzter Woche in rot-grün den fallenden Goldpreis gegenüber dem steigenden US-Dollar (Dollar-Index) in blau. Diese negative Korrelation funktioniert wie es sein sollte. Der Goldpreis fällt seit Anfang der Woche von Preisniveaus über 1.860 Dollar auf aktuell 1.813 Dollar. Auch die aktuell steigende Rendite für US-Staatsanleihen drückt gegen Gold. Je höher sie ist, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold für Anleger.

US-Rendite drückt auch gegen Goldpreis

Heute Nacht notierte die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen schon bei 1,15 Prozent, jetzt sind es auch noch 1,13 Prozent (vor einer Woche noch 1,01 Prozent). Eine möglicherweise steigende Inflation in den USA, die wohl erstmal nicht von der Fed gebremst wird, sorgt für höhere Anleiherenditen. Carsten Fritsch von der Commerzbank liefert aktuell zum fallenden Goldpreis einen interessanten Kommentar. Daraus zitiere ich hier auszugsweise:

Die Debatte um eine mögliche Überhitzung der US-Wirtschaft infolge der massiven Impulse durch die Fiskalpolitik scheint nachzuhallen. Nur so ist zu erklären, warum die Rendite für 10-jährige US-Staatsanleihen seit Tagen immer weiter nach oben tendiert und aktuell bereits wieder bei 1,15% liegt. Den Vertretern der Fed scheint dies bislang allerdings keine größeren Bauchschmerzen zu bereiten. Ein regionaler Fed-Präsident sagte, eine Inflation von 2,5% wäre willkommen, 3% würden kein Problem darstellen. Angesichts dieser Aussagen kann man sich nur wundern, warum Gold derzeit unter Druck steht und nicht deutlich steigt. Letzteres dürfte unseres Erachtens nur eine Frage der Zeit sein.

Also, sehen wir in einigen Wochen wieder einen steigenden Goldpreis?

Chart zeigt Kursverlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

Ölpreis mit eigener Stärke

Der Ölpreis steigt weiter, und das trotz dem seit Tagen steigenden US-Dollar. Das zeigt ganz eindeutig, dass Öl derzeit (anders als der Goldpreis) ein Eigenleben führt im Sinne der Öl-Bullen. Es gibt derzeit einige Gründe für einen nachhaltig steigenden Ölpreis (mehr dazu hier). Diese Woche getroffene Äußerungen der OPEC zeigen ihre Entschlossenheit an der Angebotsverknappung arbeiten zu wollen. Die eigenständige Zusatzkürzung der Saudis um 1 Million Barrels pro Tag im Februar und März ist dazu noch ein klares Signal, dass man einen höheren Ölpreis sehen möchte. Der Markt scheint daran zu glauben, denn mit aktuell 56,02 Dollar im WTI-Öl sehen wir den höchsten Kurs seit Januar 2020. Anfang dieser Woche startete der Aufwärtstrend bei 52,30 Dollar. Im Chart sehen wir den Kursverlauf seit Anfang 2020. Gestern kamen noch die offiziellen US-Lagerdaten hinzu mit -1 Million Barrels im Wochenvergleich (hier die Details).

Chart zeigt Kursverlauf im Ölpreis seit Anfang 2020



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2 Kommentare

  1. Zur Zeit wird gerade in den Staaten der physische Markt für Edelmetall leergekauft.
    U.a. eine Reaktion auf das Drücken von Papiergold und Silber.
    Für die Notenbanken ein klarer Vorteil.
    Die physische Verknappung von z.b.Silber wird für die Herstellung vom ganzen Spektrum
    sämtlicher Produkte,die diesen Rohstoff benötigen ins Stocken bringen.
    Durch Nicht-Lieferbarkeit werden die Preise steigen .Wenn dann wieder und das mit ziemlicher Sicherheit die Preise
    für die Metalle wieder steigen,werden vielleicht die Produkte früher oder später wieder verfügbar sein.Das aber dann zu horrenden Preisen.Die realen Preise werden dann „durch
    die Decke schießen“.Ist dann das galoppierende Pferd der Hyperinflation aufzuhalten ?
    Zuerst werden sich die Staaten freuen sich „turbomäßig“ zu entschulden.Später………..

  2. geht man auf Internetrecherche bei US Händlern dann stellt man fest, dass jede Menge lieferbar ist zb. oz American Gold Eagle BU 221 Stück, oz Silver Round – Buffalo 1000 Stück und mehr… jmbullion könnte man für paar Millionen auch jetzt gleuch Gold kaufen.

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