Europa

Griechenland: Immobilienpreise fallen, weiterer Wohlstandsverlust

Von Markus Fugmann

Der Abwärtstrend am griechischen Immobilienmarkt beschleunigt sich: wie heute veröffentlichte Daten zeigen, fielen die Preise im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,6%. Im ersten Quartal hatte der Rückgang nur 4,1% zum Vorjahresquartal betragen.

Damit werden die Griechen faktisch ärmer, denn der Anteil an Immobilienbesitzern ist in Griechenland mit 80% sehr hoch – im Rest der EU liegt der Anteil bei 70, in Deutschland deutlich unter diesen Werten.

Nachdem die Preise in Griechenland 2013 10,8% gefallen waren, hatten sie sich 2014 wieder erholt, bevor dann seit diesem Jahr die Preise wieder scharf rückläufig sind. Seit Beginn der Krise 2008 sind die Immobilienpreise damit um 40% gefallen. Neben dem Wohlstandsverlust ist der Preisrückgang insbesondere für jene Griechen ein Problem, die ihre Kredite mit ihrer Immobilie besichert haben. Fallen nun die Preise, fordern die Banken weitere Sicherheiten für die gegebenen Kredite.

Einer der Gründe für den Rückgang der Preise seit 2008 ist auch die damals eingeführte Immobiliensteuer – zur Senkung der Staatsdefizite. Das aber hat, wie wir heute wissen, die Staatsfinanzen nicht wirklich saniert..



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