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Handelskrieg: China besteht auf Abbau der Zölle, stellt Käufe von US-Sojabohnen vorerst ein!

Die neuesten Entwicklungen zwischen den USA und China – und die Lage in Hongkong

Markus Fugmann

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China hat heute erneut darauf bestanden, dass der Handelskrieg nur dann beendet werden könne, wenn es zu einem Abbau der bereits bestehenden Zölle komme – dies sei die Voraussetzung für den Abschluß des Phase1-Deals. Der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums Gao Feng betonte heute während einer Pressekonferenz, dass der Umfang des Abbaus der Zölle die Bedeutung des Phase1-Deals reflektieren müsse:

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Gestern hatte Chinas Präsident Xi Jinping indirekt die USA kritisiert mit der Aussage, dass der zunehmende Protektionismus zu einem Abschwung der globalen Wirtschaft führe:

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Nach Insiderberichten hat China den Kauf von US-Sojabohnen vorerst eingestellt angesichts der „Unsicherheiten“ im Rahmen der Gespräche mit den USA. So waren zwar in dieser Woche von privaten Firmen in China einige Sojabohnen-Bestellungen erfolgt, allerdings seien diese viel geringer ausgefallen als erwartet (nur ca. 10 bis 15% der erwarteten Menge). Offenkunig ist eine der zentralen Probleme in den Verhandlungen die von den USA geforderte Menge an Käufen durch China – eigentlich doch einer der leichtesten Punkte, könnte man meinen.

Die heute veröffentlichten Konjunkturdaten aus China waren enttäuschend – der Handelskrieg hinterläßt offenkundig seine Spuren in der chinesischen Wirtschaft: das Wachstum des Einzelhandelsumsatzes war so schwach wie seit dem Jahr 2003 nicht mehr, die Investionen mit dem geringsten Wachstum seit dem Jahr 1998.

Einer der zentralen Punkte im Handelskrieg sind die Ereignisse in Hongkong: auch heute Nacht kam es dort zu schweren Ausschreitungen. Die Schulen in der Stadt sind aus Sicherheitsgründen bis einschließlich Sonntag geschlossen, und die Universität hat den Lehrbetrieb für das ganze restliche Semester eingestellt (Unterricht erfolgt nur noch online). Offenkundig soll das Campus-Gelände der Universität nun geräumt werden – das Gelände war der zentrale Versammlungsort der Protestierer in den letzten Wochen.

Die der Kommunistischen Partei Chinas nahestehende „Global Times“ hatte zuvor berichtet, dass an diesem Wochenende eine Ausgangssperre in Hongkong verhängt werden würde – hat diesen Bericht dann aber wieder gelöscht:

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So oder so: die Stimmung zwischen den USA und China scheint weiter angespannt zu sein, ein Deal alles andere als nahe. Das steht in deutlichem Widerspruch zu den jüngsten Aussagen von Larry Kudlow, der sich immer wieder bemüht, Optimismus in Sachen Phase1-Deal zu verbreiten:

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Im Handelskrieg ist der Phase1-Deal weiter nicht in Sicht

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    berti

    14. November 2019 10:04 at 10:04

    und die Futures zucken nicht mal *crazy*

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Indizes

DAX daily: Nichts los ohne die Wall Street – Dax bleibt unter 13.300

Stefan Jäger

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am

Es hatte sich abgezeichnet, im Dax geht einfach gar nichts ohne die US-Börsen. Die Wall Street kann zwar nach dem Feiertag heute wieder ins Geschehen eingreifen, dennoch ist kaum Besserung in Sicht. Die meisten Amerikanern nutzen den heutigen Black Friday als Brückentag. Somit muss man erneut mit einem geringem Handelsvolumen rechnen. Die Handelsspanne im deutschen Leitindex betrug gestern stolze 42 Punkte. Dabei hat der Dax ein Minus von 3 Punkten erzielt und schloss bei 13.286 Punkten. Wie bereits in den Tagen zuvor konnte der Index wieder keinen Schlusskurs über der 13.300er Marke zustande bringen. Dementsprechend geht das Ringen um den Bereich in die nächste Runde.

Nachdem Bund und Länder eine Ausweitung der Maßnahmen beschlossen haben, bleibt das Thema auch danach noch heiß diskutiert. Die aktuellen Lockdown-Restriktionen werden sich früher oder später in der Wirtschaft bemerkbar machen, das ist wahrscheinlich auch ein Grund für die ausbleibenden Impulse in Richtung der Februar-Höchststände. Die Anleger sind in dem derzeitig stark newsgetriebenen Marktumfeld in Wartestellung, vielleicht folgt am Montag schon die nächste Impfstoff-Meldung?

News und fundamentale Daten

Nachrichtentechnisch sieht es heute dürftig aus, daher schauen wir doch noch einmal auf das gestern veröffentlichte GfK-Konsumklima. Der Index der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat nämlich deutlich gemacht, was sich die meisten wohl schon gedacht haben – der Lockdown light hat auf die Verbraucherstimmung gedrückt. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung haben stärker nachgelassen als erwartet. Der aktuelle Dezember-Wert von -6,7 ist nach dem November -3,1 und dem Oktober -1,6 erneut rückläufig. Unter dem Strich kann man das schon als einen Trend bezeichnen.

Wie man gestern eindrucksvoll sehen konnte, werden die Aktienmärkte von den US-Börsen angetrieben. Die Stimmung bei den Anlegern an der Wall Street kann kaum euphorischer sein, das zeigt auch der Fear & Greed Index an. Dieser notiert nicht nur im „extrem Gier“ Bereich, sondern steigt auch noch weiter an, von zuvor 88 auf jetzt 91.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

An der derzeitigen Chart-Situation hat sich weiterhin nichts geändert, demnach haben die wichtigen Marken auch noch Bestand. Die regelmäßigen Leser(innen) unter Ihnen kennen die Marken wahrscheinlich schon auswendig. Wir alle warten auf den überfälligen Ausbruch aus der 300-Punkte-Range. Dafür müsste der Dax die Widerstandszone zwischen 13.300 und 13.340 endlich hinter sich lassen. Dadurch würde sich zuerst ein Ziel bei 13.460 ergeben. Danach könnte der Dax noch die 13.600 anlaufen, dann hätte er die Spanne der Seitwärtsrange nach oben abgearbeitet.

Oder der Dax leitet eine überfällige Korrektur ein, um vor der Jahresendrally nochmal durchzuatmen. Dafür müsste der Dax zunächst die Unterstützung bei 13.235 brechen. An der 13.140 folgt eine weitere Unterstützungszone. Darunter befindet sich die Unterkante der Range, in dem Bereich zwischen 13.050 und 13.000 fand der Dax mehrfach Halt. Fällt der Index schließlich unter die 13.000, dann ergeben sich Ziele bei 12.870 und 12.700. Wahrscheinlich werden wir erst in der kommenden Woche erfahren, wohin die Reise geht.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Tagesausblick 27.11. - H1-Chart - die Wall Street ist zurück

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.370– Pivot Punkt R2

13.323 – Pivot Punkt R1

13.286 – Pivot Punkt

13.238 – Pivot Punk.t S1

13.202 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.274 – Tagestief 26.11.

13.235 – Tagestief 25.11.

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.300 – neuralgischer Punkt

13.340 – mehrfacher WS

13.373 – Nachthoch

13.460 – September-Hoch

13.600 – Ausbruchsziel Seitwärtsrange

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Bitcoin

Dow 30.000 Punkte, Bitcoin mit Aussicht auf 20.000 – Ideen für Pfund und Hewlett Packard

Redaktion

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Der Dow Jones ist diese Woche über 30.000 Punkte geklettert, ein Rekordhoch! Die aktuelle Lage und die Aussichten bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. Ebenfalls ein wichtiges Thema im Video ist die seit Wochen vorhandene Euphorie im Bitcoin, auch wenn die Volatilität groß ist. Hier sei die Chance auf einen Anstieg Richtung 20.000 Dollar vorhanden (aktuell 17.192 Dollar). Aber dann könne es bei dieser runden Marke aus psychologischen Gründen zu Gewinnmitnahmen kommen.

Auch im Video besprochen werden aktuelle Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Das britische Pfund könne man gegen den US-Dollar kaufen über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Ebenso könne man derzeit über eine Stop-Buy-Order auf steigende Kurse in der Hewlett Packard-Aktie setzen. Beide Ideen werde im Video konkret begründet.

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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