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Headlines der Aussagen von Janet Yellen

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Vorab: soeben schon einmal eine klare Warnung von Fed-Vize Fischer: die Bewertungen an den Märkten (Aktien und Anleihen) seien extrem:

„Let me conclude my assessment of current financial stability conditions with a discussion of asset valuation pressures. Prices of risky assets have increased in most major asset markets in recent months even as risk-free rates also rose. In equity markets, price-to-earnings ratios now stand in the top quintiles of their historical distributions, while corporate bond spreads are near their post-crisis lows.“

Nun Yellen (in London in einem Gespräch mit einem Moderator bei der British Academy):

– noch hat Yellen nicht begonnen, man sitzt gepflegt in einem britischen Ledersessel..

– bisher noch nichts Konkretes von Yellen, blabla..

– Yellen spricht über Fed-Modelle, wer die Augen offen halten kann, hat gewonnen..

– Yellen sagt, die Fed spreche auch mit Menschen – das überrascht etwas, wenn man sich die Historie von Fehleinschätzungen der letzten Jahrzehnte ansieht; nun erzählt Yellen eine Anekdote, auch das noch..! Eine Late Night-Show wird Yellen nach ihrer Karriere als Notenbankerin wohl nicht moderieren, steht zu vermuten, ihr Unterhaltungswert ist mit dem Wort „mäßig“ maßlos übertrieben!

– Yellen: alle Finanzkrisen haben meist eine Ursache: Banken leihen sich kurzfristig Geld und investieren es in langfrsitigen, tendentiell illiquiden Anlagen

– die Fed versucht, in Sachen Risiken „contrarian“ zu sein, das ist die Lehre aus der Finanzkrise

– Banken sind deutlich widerstandsfähiger, das hat der kürzliche Streßtest der Fed gezeigt

– Yellen: glaube nicht, dass die nächste Finanzkrise noch zu unserer Lebenszeit passieren wird (FMW: ohh, da lehnt sich jemand sehr weit aus dem Fenster!)

– bisher noch keine wirkliche Aussage von Yellen zur aktuellen Geldpolitik der Fed

– der britische Moderator ist scheinbar schlicht zu höflich, um Yellen auf den Punkt zu bringen und zur aktuellen Geldpolitik zu befragen. Yellen erzählt über die Finanzkrsie, viele Banken hätten die Risiken nicht richtig eingeschätzt und ähnliche Tiefsinnigkeiten..

– die US-Aktienmärkte sind scheinbar so gelangweilt von Yellen, dass sie erst einmal nach Süden abtauchen..

– der Dax fällt unter die 12600er-Marke auf X-Dax-Basis – leigt aber nicht an Yellen..sondern: der US-Senat verschiebt Abstimmung über Ersetzung von Obamacare auf Termin nach 04.Juli, daas bedeutet: Trump hat keine Mehrheit für die Gesundheitsreform! Und das wiederum bedeutet, dass auch andere Vorhaben wie Steuersenkungen fragwürdiger werden!

– US-Finanz-Fernsehsender berichten jetzt über die Verschiebung der Abstimmung der Gesundheitsreform, gleich wird der republikanische Mehrheitsführer McConnell eine Pressestatement geben – Yellen ist gewissermaßen offline jetzt..

– der Nasdaq jetzt 1,5% im Minus, die FANG-Party ist gewissermaßen auch offline jetzt!

– Yellen: Zinsen werden längere Zeit niedrig bleiben

– Yellen: Bewertungen an den Märkten „somewhat rich“ – also ziemlich teuer

– Yellen: gehen nach wie vor davon aus. Dass die Phillips-Kurve gültig ist (FMW: also dass die Inflation ansteigt, wenn der US-Arbeitsmarkt sich weiter verbessert; das Problem ist aber der immer stärker werdende Niedriglohnsektor, deshalb gibt es kaum Lohndruck)

– Yellen: wir agieren nicht im Hinblick auf Asset-Preise

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Janet Yellen
Foto: Federal Reserve

20 Kommentare

20 Comments

  1. Avatar

    Robert14021984

    27. Juni 2017 19:16 at 19:16

    was für eine Herzzerreißende Geschichte…

  2. Avatar

    sascha

    27. Juni 2017 19:21 at 19:21

    Oma halt, was soll sie auch sagen …

  3. Avatar

    maitdjai

    27. Juni 2017 19:32 at 19:32

    Die traegt auch Hosenanzuege…

    • Avatar

      walter

      27. Juni 2017 19:36 at 19:36

      Muttis Mode ist halt weltweit vertreten…

  4. Avatar

    walter

    27. Juni 2017 19:34 at 19:34

    Also von meiner Oma J.Yelen,habe ich mir mehr erwartet,denn das Gold duempelt immer noch da unten herum…aber der DACHS kommt ins schwitzen!
    Beim Dow waere mal ein geschwollener Finger angebracht…

  5. Avatar

    peterchen

    27. Juni 2017 19:35 at 19:35

    ..noch zu unserer Lebenszeit..?
    Mit den Dingen die Sie getan hat, in der Situation in der wir momentan sind, ist das wohl der dümmste Bluff den es je gab. Das ist nicht mehr lächerlich, das ist unbeschreibbar.

  6. Avatar

    bigben

    27. Juni 2017 19:35 at 19:35

    FMW: ohh, da lehnt sich jemand sehr weit aus dem Fenster!

    ich wünsche ihr ein langes leben (ehrlich gemeint, gegenüber jedem von uns),
    denn dann kommt der rechenschaftsbericht !!!

  7. Avatar

    sascha

    27. Juni 2017 19:56 at 19:56

    war das alles ??? echt ???

    • Avatar

      maitdjai

      27. Juni 2017 20:01 at 20:01

      Offline eben…

  8. Avatar

    columbo

    27. Juni 2017 19:57 at 19:57

    „Yellen: alle Finanzkrisen haben meist eine Ursache: Banken leihen sich kurzfristig Geld und investieren es in langfrsitigen, tendentiell illiquiden Anlagen“.

    Würde es mal mit Gold versuchen!

    • Avatar

      walter

      27. Juni 2017 20:06 at 20:06

      Ein wahres Wort von Ihnen!
      Habe schon einen FAT FINGER vom taeglichen polieren…

  9. Avatar

    peterchen

    27. Juni 2017 20:02 at 20:02

    intervention!!! moaaaaaar

  10. Avatar

    sascha

    27. Juni 2017 20:12 at 20:12

    IWF senkt Wachstumsprognosen USA .. passt

  11. Avatar

    peterchen

    27. Juni 2017 20:14 at 20:14

    bleiben niedrig für lange zeit? wtf

    ah.. unsicherheit darüber? was ist hier los

  12. Avatar

    walter

    27. Juni 2017 20:24 at 20:24

    Jetzt hat Yellen ein Problem Der Markt glaubt nicht mehr an die Wachstums- und Zinsversprechen der US-Notenbankpräsidentin. Der Countdown zum nächsten Aktiencrash könnte begonnen haben.
    https://www.godmode-trader.de/artikel/jetzt-hat-yellen-ein-p…

  13. Avatar

    Columbo

    27. Juni 2017 20:36 at 20:36

    Aha, die Zinsen bleiben niedrig für längere Zeit.
    Netter Versuch heute von Draghi und Yellen.
    Bad cop, good cop?.

  14. Avatar

    PK

    27. Juni 2017 20:55 at 20:55

    super service von FMW !

    • Avatar

      Columbo

      27. Juni 2017 20:59 at 20:59

      Ja, super!

      • Avatar

        cadafi

        27. Juni 2017 22:02 at 22:02

        Super danke!

        Btfd

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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Aktien

Aber CFDs sind Termingeschäfte? Verbände für steuerliche Bevorzugung von Optionsscheinen

Claudio Kummerfeld

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Aktives Trading mit CFDs und Optionsscheinen könnte problematisch werden

Was sind CFDs? Die „Contracts for Difference“ erlauben gehebelte Wetten auf steigende und fallende Kurse. Die CFDs können Anleger zeitlich unbefristet lange halten. Und Optionsscheine? Die haben einen fest definierten Ablaufzeitpunkt. Und wie definiert man Termingeschäfte? In Kurzform: Dies sind Börsengeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrags (Abnahme und Lieferung der Ware) zu einem späteren Termin erfolgt. Also sind Optionsscheine doch Termingeschäfte, und CFDs irgendwie nicht so richtig?

Egal. Wenn der Gesetzgeber eine Feststellung trifft, dann ist das eben so – weil es nun mal der Gesetzgeber ist? So wurde vor Kurzem die seit Anfang Januar gültige Novellierung des Einkommensteuergesetzes beschlossen, wonach Verluste aus „Termingeschäften“ nur noch bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen. Dadurch wird die bizarre Realität entstehen, dass Anleger Steuern auf Gewinne zahlen müssen, obwohl sie effektiv in einem Börsenjahr im Handel keinen Gewinn erzielt haben (wir berichteten schon mehrmals). Danke Olaf Scholz, darf man da schon mal im Voraus sagen.

Klar zu sein scheint, dass die CFDs in die Kategorie der Termingeschäfte fallen im Sinne dieser Novelle des Einkommenssteuergesetzes – wohl ganz einfach, weil der Gesetzgeber es so will. Aber auch Optionsscheine, die per Definition doch viel eher Termingeschäfte sind? Wie man derzeit munkelt, wird das Bundesfinanzministerium noch eine Klarstellung für die ausführenden Steuerbehörden veröffentlichen, aus welcher hervorgehen könnte, dass auch Optionsscheine als Termingeschäfte zu betrachten wären. Das würde den Kreis der betroffenen Anleger deutlich erweitern.

Lobbyarbeit für Optionsscheine – von CFDs ist keine Rede

Aber halt. CFDs werden fast komplett von angelsächsischen und Offshore-Anbietern angeboten. Optionsscheine sind die Kinder der deutschen Bankenbranche. Und drei Mal darf man raten, wer den besseren Draht zu BaFin, Bundesfinanzministerium, Staatssekretären etc haben könnte? Diese Woche sieht man vom Deutschen Derivate-Verband, der Börse Stuttgart und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einen offiziellen Appell an das Bundesfinanzministerium (siehe hier), worin man eindringlich dazu auffordert Optionsscheine bezüglich dieser Neuregelung nicht als Termingeschäfte einzustufen. Man möchte also erreichen, dass Anleger auch weiterhin unbegrenzt Verluste aus Optionsscheinen mit Gewinnen aus Optionsscheinen verrechnen dürfen.

Gibt der Gesetzgeber dem nach, wäre dies ein glasklarer Vorteil für die Anbieter von Optionsscheinen, und ein riesiger Nachteil für die ausländischen CFD-Anbieter. Und wer ist denn Mitglied im Deutschen Derivate-Verband? Eben nicht die CFD-Anbieter, sondern so ziemlich alle deutschen Anbieter von Zertifikaten und Optionsscheinen, wie Deutsche Bank, Deka, Hypo, LBBW, DZ, Baader usw. Für CFDs bitten sie nicht um eine Ausnahme, sondern nur für Optionsscheine. Und die DSW? Hat sie die CFDs schon aufgegeben, und hofft nun noch darauf, wenigstens noch die Optionsscheine vor diesem Steuerirrsinn retten zu können? Aus dem Appell zitieren wir hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Börse Stuttgart und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) appellieren an das Bundesfinanzministerium, die Linie aus dem Juni 2020 beizubehalten und Optionsscheine nicht als Termingeschäfte einzuordnen. Im Entwurf des Anwendungsschreibens des BMF vom Juni 2020 wurden Optionsscheine nicht als Termingeschäfte klassifiziert und damit eine klare, angemessene Abgrenzung erreicht. Damit wird vermieden, dass Anleger in der Depotgestaltung beeinträchtigt werden und zudem aufwendige individuelle Veranlagungen vornehmen müssen. Anderenfalls drohen schwere steuerliche Nachteile, nachträgliche Steuerzahlungen und Unsicherheiten für hunderttausende von Anlegern. Für Termingeschäfte sieht das Jahressteuergesetz, das seit Jahresbeginn gilt, eine begrenzte Verlustverrechnungsmöglichkeit nur mit anderen Termingeschäften und Erträgen aus Stillhaltegeschäften vor.

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer: „Die steuerliche Neuregelung der Verlustverrechnung ist ein weiterer herber Schlag für Privatanleger und führt zu massiven Verunsicherungen. Vom Grundsatz her halten wir die Regelung insgesamt für verfassungswidrig. Der Entwurf des BMF-Schreibens war immerhin ein fairer Vorschlag, wie die Anwendung zumindest in Bezug auf Optionsscheine zu regeln ist, und würde betroffenen Anlegern eine Perspektive geben. Wenn das BMF jetzt von diesem ursprünglichen Entwurf abweicht, weckt das Unverständnis und offenbart einmal mehr die feindliche Gesinnung gegenüber Privatanlegern.“

Würden Optionsscheine jetzt durch das Anwendungsschreiben des BMF den Termingeschäften zugerechnet, wird die neugeschaffene Unwucht im Steuerrecht weiter dramatisch verschärft.

Es gibt gute sachliche Argumente dafür, warum Optionsscheine steuerlich als sonstige Finanzinstrumente und nicht als Termingeschäfte zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung sollte anhand der Erfüllungsweise von Optionsgeschäften vorgenommen werden. Diese ist bei Optionsscheinen „Zug-um-Zug“, sie sind daher bei der steuerlichen Behandlung den Kassageschäften zuzurechnen, und nicht den Termingeschäften. Diese Einschätzung wird auch von Wissenschaftlern geteilt.

Eine Studie der WHU aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass hunderttausende von Privatanlegern von einer solchen Klassifizierung betroffen wären. Zudem stellt die Studie der WHU fest, dass 68,8 Prozent der Nutzer von Hebelprodukten wie Optionsscheinen diese zur Absicherung einsetzen. Die Beschränkung der Verlustverrechnung erschwert es Anlegern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Quartalszahlen und Inflation

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. IBM und Intel werden heute Abend ihre Quartalszahlen veröffentlichen – sie werden von ihm vorab besprochen. Auch das Thema Inflation ist auf der Tagesordnung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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