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Headlines der PK von Janet Yellen – ihr Abschied naht..

Redaktion

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FMW-Redaktion

FMW: wenn die Fed das wirklich so durchziehen will, wie aus dem Statement des FOMC hervor geht, dann wird Trump sehr wahrscheinlich nicht Yellen erneut als Fed-Chefin bestätigen!

Derzeit: Fed Fund Futures preisen 66%-Wahrscheinlichkeit für Zinsschritt im Dezember ein, vor der Fed waren es 46%

– Jetzt beginnt Yellen – sie liest ein Statement vor..hier im Wortlaut:

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– Yellen: Wirtschaft stark, aber im 3.Quartal beeinflußt durch Hurrikanes

– Inflation etwas tiefer als erwartet, aber eher vorübergehend („transitory“); Hurrikanes werden Inflation ansteigen lassen

– Yellen wiederholt Arguemnt der letzten PK, dass Kosten für Telekommunikation gesunken seien – das gilt bei Tradern inzwischen als Witz..

– Yellen hustet immer wieder, hat erkennbar Probleme mit der Stimme

– Yellen: Zinsanhebungen notwendig, um Wachstum der Wirtschaft aufrecht zu erhalten (FMW: dann schaden Zinssenkungen der Wirtschaft??)

– Yellen: Bilanzsumme wird graduell und vorhersehbar sinken

Yellen „hat fertig“, jetzt kommen Fragen der Journalisten..

Zwischenfazit FMW: noch nichts Spektakuläres von Yellen, der Dollar steigt deutlich, der Euro unter 1,19, Gold an der 1300er-Unterstützung, die Rendite der kürzer laufenden US-Staatsanleihen deutlich höher, aber weil das lange Ende wenig reagiert, verflacht sich die Zinskurve, was den Banken nicht gefallen dürfte (Fristentransformation)

– Yellen betont immer wieder, dass die Fed nicht genau verstehe, warum die Inflation so gering ist (FMW: weil die Fed eben dogmatisch an die Phillips-Kurve glaubt, also an die Theorie, dass die Inflation anziehen müssen, wenn sich der Arbeitsmarkt gut entwickelt..)

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– Yellen: es wird sehr wahrscheinlich weitere Zinsanhebungen geben, weil wir denken, dass die Wirtschaft sehr stark ist; sollte das Wachstum stärker werden und die Inflation auch, dann müssen wir etwas aktiver werden als geplant; ausserdem wäre es gut, Spielraum zu haben im Falle eiens externen Schocks

– Inflation niedriger wegen „slack“ am Arbeitsmarkt und niedrigeren Ölpreisen (FMW: kurz zuvor hatte Yelen den Arbeitsmark als sehr stark bezeichnet..)

(FMW – kurzer Einschub: soeben die Meldung, dass Special prosecutor Mueller verlangt, dass das Weiße Haus Dokumente herausgibt über die Aktionen Trumps als Regierungschef (New York Times) – insgesamt will Mueller Informationen auf 13 verschiedenen Gebieten)

– Yellen: habe bis zum Ende meiner Amtszeit kein weiteres Treffen mehr mit Trump (FMW: das sagt alles! Yellen wird nicht nochmal Fed-Chefin! Sie wirkt phasenweise leicht konfus, leicht senil; Zeit, dass sie ihren Platz frei macht für jemanden, der etwas mehr Charisma hat..)

– übrigens: bislang hat noch keiner nach Fed-Vize Fischer gefragt (warum er so abrupt zurückgetreten ist)

(- noch ein kleiner Einschub: Puerto Rico nach Hurrikan zu 100% ohne Strom..)

– jetzt kommt die Frage nach Fischer..Yellen: werde ihn sehr vermissen, auch seine Freundschaft; werden aber auch ohne ihn unserer Verantwortung gerecht werden

– Yellen: es besteht die Gefahr, dass die Wirtschaft überhitzen könnte, wenn wir nicht die Zinsen anheben; dann müssten wir die Zinsen schneller anheben und würden damit eine Rezession riskieren

– FMW: der VIX (Volaerwartung für S&P) bei 9,91!


Foto: Federal Reserve

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    burberg

    20. September 2017 20:50 at 20:50

    Haben die Hurrikanes jetzt einen Einfluß oder nicht? Auf die Wirtschaft nein, auf die Inflation ja? Das Wachstum ist auch toll? Irgendwo ist da wohl ein Fichtenwald, hinter den man die Leute führen will.
    Die Wirtschaft steht also super da, na dann ist ja toll ( Aussenhandelsdefizit?)
    Ich spüre förmlich, wie der Donald überschäumt, wenn jetzt der USD wieder ansteigt.

  2. Avatar

    burberg

    20. September 2017 20:56 at 20:56

    Und der DOW steigt Richtung Norden, wer soll das noch kapieren. Da muß jetzt der DAX noch gen Süden marschieren, dann sind alle Klarheiten beseitigt.

  3. Avatar

    m.d

    20. September 2017 21:05 at 21:05

    danke fmw, ihr seid wie immer top.

  4. Avatar

    Bademeister

    20. September 2017 21:13 at 21:13

    Super Arbeit, danke!

  5. Avatar

    Daimlia

    20. September 2017 21:46 at 21:46

    Ich danke auch, FMW.
    Kann nicht verstehen, dass für diese (und wie immer prompte!) Arbeit bei W : O sogar ‚Daumen runter‘ vergeben werden… :-(.

  6. Avatar

    Lausi

    20. September 2017 22:03 at 22:03

    Yellen hustet und wirkt leicht senil? Na das kann ja (h)eiter werden :-) Ich glaube nicht, dass der Höhenflug des Euros schon vorbei ist. Charttechnisch sehe ich noch ein Ziel bei ca. 1,25. Na mal sehen…

  7. Avatar

    Michael

    20. September 2017 23:09 at 23:09

    Seit gefühlten Äonen hören wir von der FED das Argument aber eher vorübergehend („transitory“)
    Ständig vorübergehend seit Jahren bedeutet am Ende die Manifestation des Gegenteils.
    Ebenso wie der „Momentary Lapse of Reason“ (um einmal einen Song der großartigen Band Pink Floyd zu bemühen) des Donnie Trump längst zu einem Dauerzustand geworden ist.
    Und was das Thema „Überhitzen“ der Wirtschaft angeht, das widerlegen die Daten von 2017 zur Genüge. Bestenfalls überhitzen die Aktienmärkte, was aber in den Bereich des ehemaligen Arbeitgebers aller großen Notenbankchefs fällt und hier nicht weiter diskutiert werden soll.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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