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Heute, Kinder, wird´s was geben: Fed und Facebook! Und wir sind dabei..

Nervöse Märkte – und heute Abend zwei wichtige Ereignisse, über die wir so live wie möglich berichten: das Ergebnis der FOMC-Sitzung und die Zahlen von Facebook!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Sicher: es gab schon Fed-Sitzungen, die mit mehr Spannung erwartet worden waren als das Ergebnis der gestern begonnenen FOMC-Sitzung. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung liegt bei 7% – nicht eben viel. Dafür fokussiert sich alles auf die Dezember-Sitzung (14.12.), bei der die von den Fed Fund Futures eingepreiste Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt bei 76% liegt.

Die Daten aus den USA waren durchwachsen zuletzt, aber die Fed ist unter Handlungsdruck, nachdem sie zuvor so häufig „den Schwanz eingezogen“ hat. Also ist die Wahrscheinlichkeit wirklich hoch, dass man die Sitzung im Dezember für einen solchen Schritt nutzt, zumal im Anschluß dann Janet Yellen auf der vierteljährlich stattfindenden Pressekonferenz die Chance hätte, diesen Schritt zu erklären.

Was aber, wenn Trump die Wahl gewinnt? Zwar würde er dann erst ab 20.Januar das Amt übernehmen, aber es ist kein Geheimnis, dass die Tage Yellens als Fed-Chefin damit gezählt wären. Ob die Fed dann wirklich eine Zinsanhebung noch im Dezember beschließen könnte, wenn klar ist, dass in naher Zukunft die Fed eine andere Führung (und damit Philosophie!) haben wird, ist jedoch eher zweifelhaft! Insofern ist, da die Wahrscheinlichkeit für einen Sieg Trumps deutlich gestiegen ist, die heutige FOMC-Sitzung vielleicht schon eine Art Abgesang..

Jedenfalls werden wir ab 19Uhr wieder berichten – zumal die heutige Sitzung der Notenbank vor dem Hintergrund nervöser Märkte stattfindet. So oder so: es stehen große Umwälzungen bevor – das gilt auch für den Fall, dass Clinton siegt, denn der „Skandal“ um die E-Mails von ihr bzw. des Ex ihrer wichtigsten Beraterin würden ein Schatten über den Beginn ihrer Präsidentschaft werfen, und könnte sogar zu einem Amtsenthebungsverfahren führen. Ewtas, was bei Trump übrigens auch nicht ganz unwahrscheinlich wäre..

Das zweite wichtige Ereignis heute sind die Zahlen von Facebook. Wenn es so etwas wie „Heilung“ für die Märkte – und vor allem für den bisher enttäuschenden US-Tech-Sektor geben kann, dann wären es gute Facebook-Zahlen. Angesichts des schwer angeschlagenen Sentiments, das derzeit übrigens auch durch eine Flucht aus US-Unternehmensanleihen und vor allem auch aus US-Junk-Bonds gekennzeichnet ist, wäre das ein wichtiges Signal. Wie wir bereits in dem gestrigen Artikel „Morgen Abend kommen die Facebook-Quartalszahlen – ein Ausblick“ darlegten, sind die Erwartungen hoch:

„Die groben Durchschnittserwartungen für das letzte Quartal liegen um die Marke von 1 Dollar Gewinn pro Aktie herum. Im Vorjahresquartal lag man noch bei 0,57 Dollar. Beim Umsatz wird die 7 Milliarden Dollar-Marke erwartet, bei 4,5 Milliarden vor einem Jahr. Wichtig: Bis auf ein einziges Quartal hat Facebook seit dem Börsengang die durchschnittlichen Analystenerwartungen immer ordentlich übertroffen. In den letzten drei Quartalen übertraf man die Schätzungen immer um die 20%.
Alles andere als ein Übertreffen dieser vorher genannten Marken am morgigen Abend wäre da schon eine kleine Enttäuschung.“

Wir berichten so zeitnah wie möglich über die Facebook-Zahlen, die um 21.30Uhr erwartet werden (die genaue Uhrzeit ist bei den Quartalsergebnissen der US-Unternehmen häufig nicht wirklich klar, es heißt dann meist nur „nachbörslich“). Jedenfalls dürften die Facebook-Zahlen den morgigen Handelstag stark beeinflussen..

facebook-zuckerberg
Guillaume Paumier / Wikipedia (CC BY 3.0)

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    Paul Müller

    2. November 2016 20:33 at 20:33

    Wie kann eine Firma, die nichts wirklich brauchbares produziert als Daten zu sammeln und Menschen auszuspionieren, einen Handelstag so beeinflussen???
    Der Tag wird kommen an dem dieser Fantasieladen zu seinem wahren Wert zurückkehrt… auf 0,… so wie einst EM TV…

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Netflix und Tesla bringen gute Laune

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Netflix hat gestern Abend tolle Zahlen geliefert, und bei Tesla gibt es ein neues hohes Kursziel.

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Börse: Die Stimulus-Schecks und der große Börsen-Hype

Wiederholt sich das Muster an der Börse aus der ersten Corona-Welle? Damals stiegen Kleininvestoren ein, und nun kommen neue Schecks!

Wolfgang Müller

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Was sich im letzten Sommer durch die großzügigen Schecks der US-Regierung zur Unterstützung der Arbeitslosen an der Börse gezeigt hat, wiederholt sich mit den 600 Dollar-Schecks seit Jahresanfang in verschärfter Form. Man zockt mit dem staatlichen Geld immer zügelloser, in Pennystocks und in Optionen. Jetzt kommt bald die Aufstockung auf 2000 Dollar durch die Biden-Regierung – wird dies der Höhepunkt der Manie der Börse?

Börse: Corona und die Generation RobinHood

Es war ein großes Thema im Coronajahr 2020, die allein schon beim Neobroker RobinHood auf 13 Millionen, vorwiegend junger Anleger angewachsene Schar neuer und junger Investoren, die ihre Freizeit genutzt haben, um nahezu gebührenfrei an der Börse zu zocken. Zunächst mit den großen Aktien aus dem „Stay-at-Home-Umfeld“, Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft, Nvidia, oder Zoom und natürlich Tesla. Aber da dies so gut geklappt hatte, dann auch mit Hebelprodukten aus dem Optionsbereich. Was die Stillhalter dazu genötigt hatte, teure Aktien zur Absicherung auch noch nachzukaufen, Stichwort Gamma-Absicherung. Die Hausse nährte ständig die Hausse. Dies ist natürlich den großen Häusern in den USA nicht verborgen geblieben. Goldman Sachs holte sich die Liste der meist nachgefragten Aktien bei den Billigbrokern und bei den Favoriten der Hedgefonds – und siehe da, die Lieblinge der RobinHoodies schlugen die Benchmark und die Profis um Längen.

2020: S&P 500, plus 16 Prozent – Hedgefonds plus 40 Prozent – und die RobinHooder plus 80 Prozent. Dies ist natürlich nicht die Performance der Depots, sondern die Berechnung der Performance der Favoriten.

Das neue Thema Pennystocks

Das Jahr 2021 entwickelt sich in Teilbereichen noch extremer als das Jahr 2020. Die jungen Spekulanten hatten bemerkt, dass sich nach den Wahlen im November und der großen Impfstoffstory ein Favoritenwechsel ergeben hat, weg von Big Growth und Value, hin zu kleinen Nebenwerten. Überaus deutlich ersichtlich an der Performance des Russel 2000, der allein von Anfang November bis dato von 1520 auf 2150 Punkte gestiegen ist. Ein Index, wohlgemerkt, in dem sich so viele Titel befinden, die gar keine Gewinne machen, seit Jahren „Zombies“ genannt. Manch erfahrener Börsianer wird sich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, angesichts der Kurssprünge einiger kleiner und eigentlich unbekannter Aktien aus dem Feld der Pennystocks.

Das extremste und am meisten zitierte Beispiel ist eine Firma aus der Medizintechnik, Signal Advance. Infolge einer Verwechslung aufgrund eines Musk-Tweets: „Buy Signal“ hatte sich der Pennystocks schlicht verdreiundzwanzigfacht. Nicht ganz so extrem, aber immerhin auch schon mit 120 Prozent plus, notierte GameStop, eine Firma aus der Videobranche. Ob Energiesektor, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Solar oder sogar Aktien, die sich der Pleite genähert haben, Hauptsache billig, dann wird damit herumgezockt.

Das Volumen der gehandelten Billigaktien hatte bereits im Dezember die Billionengrenze erreicht.

Stimuli, oder die staatliche Quelle für das Zocken

Wie bereits angedeutet, viele Anleger hatten anscheinend nur darauf gewartet, dass der Staat ihnen endlich die lange erwartete Unterstützung mittels der 600 Dollar-Schecks zusandte. Der Beweis für diese Annahme ist der Anstieg des Handelsvolumens bei Pennystocks – Over the counter (OTC), also außerbörslich, der sich nach dem Erhalt der Schecks glatt fast versechfacht hatte.

Was bedeutet dies für die nahe Zukunft? Der neue US-Präsident hat letzte Woche sein 1,9 Billionen Dollar schweres Stimulusprogramm angekündigt, welches noch der Billigung durch den Kongress bedarf.

Eine Aufstockung um 1400 Dollar und es könnten weit über 100 Millionen Amerikaner in den Genuss der staatlichen Stimulus-Schecks geraten.

Wird sich das Verhalten der neuen Generation Anleger ein weiteres Mal wiederholen und das Geld unmittelbar wieder an der Börse landen, bei Werten, von denen unsereins noch gar nichts gehört hat?

Ein nochmaliger kurzfristiger Boom?

Daran sieht man einmal mehr, warum statistische und saisonale Annahmen stets mit Vorsicht zu genießen sind. Jedes Jahr, jeder Zyklus ist anders und bietet ständig Überraschungen. Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass kleinste Anlegergruppen mit staatlicher Stütze einen Einfluss auf die Kurse an der Börse ausüben können?

Fazit

Wieder ein Zeichen für eine Bubble an der Börse, die aber wie immer erst dann festgestellt wird, wenn sie geplatzt ist? Jede Übertreibung ist anders als die vorherige und die aktuelle Phase ist durch Umstände befördert worden, die es in dieser Kombination auch noch nicht gegeben hat. Die Notenbanken haben durch ihre Marginalisierung des Zinses den Aktienmarkt zu einer dominanten Anlageklasse gemacht, dann haben die neuen Broker die Handelsgebühren abgeschafft und das Handeln mit ganz niedrigen Beträgen möglich gemacht und zuletzt hat Vater Staat auch noch das nötige Spielgeld zur Verfügung gestellt, ungewollt. 2020 war es die Arbeitslosenunterstützung, die in manchen Staaten über 4000 Dollar pro Monat betragen hat, mehr als der Arbeitnehmer mit seiner Arbeit verdienen konnte. Dann kamen die 600 Dollar-Schecks und jetzt die nochmalige Aufstockung durch die neue US-Regierung.

Was mich wieder einmal in meiner These bestätigt, wann der Rally an der Börse sehr deutlich der Stecker gezogen werden könnte: Wenn die Wirtschaft ohne staatliche (Not-)Versorgung läuft, das Zinsniveau nur ein wenig weiter ansteigt und zusätzlich den jungen Zockern die staatlichen Schecks verwehrt werden.

Der Einfluß der Stimulus-Schecks auf die Börse

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Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

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