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HSH Nordbank-Skandal filmisch aufbereitet, und unser Kommentar zum ZDF

Wir haben uns schon diverse Male zum gigantischen Skandal rund um die HSH Nordbank geäußert, der die beiden Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein (deren Steuerzahler) mehr als 10 Milliarden Euro…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wir haben uns schon diverse Male zum gigantischen Skandal rund um die HSH Nordbank geäußert, der die beiden Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein (deren Steuerzahler) mehr als 10 Milliarden Euro kosten wird. Daran führt kein Weg vorbei. Ändern tut sich an dieser Belastung auch nichts, wenn die Bank in Kürze verkauft wird, denn es gibt hier staatliche Bürgschaften, die voll ausgeschöpft werden.

Die Kollegen vom ZDF haben in einer gestern ausgestrahlten 30-minütigen Dokumentation den ganzen Themenkomplex um die HSH Nordbank herum wie wir meinen gut aufbereitet. Beleuchtet wird auch die Ignoranz und/oder Inkompetenz der Politik. Zur Sprache kommt unter anderem auch die völlig ahnungslose ehemalige SH-Ministerpräsidentin Heide Simonis, die damals zugab einfach nicht verstanden zu haben, was das für komplexe Sachen sind, die ihr zur Kontrolle vorgelegt wurden.

ZDF

An dieser Stelle unser Kommentar zum ZDF selbst. Egal ob ARD oder ZDF – wir äußern uns regelmäßig äußerst kritisch über den Rundfunkbeitrag als Solches, und über die Sinnhaftigkeit der meisten Sendungen der Öffentlich Rechtlichen. Das soll aber nicht heißen, dass dort nur Schrott ausgetrahlt wird. Reportagen wie diese sind gut und wichtig. Denn dieser gigantische Schuldenskandal wird die Bürger im Norden über Jahrzehnte Kindergärten, Lehrerstellen, Straßenreparaturen etc kosten, die man nicht bezahlen kann, wegen der Kosten für die HSH-Bürgschaft.

Von daher ist es gut, dass das ZDF das Thema überhaupt mal anspricht. Die breite Öffentlichkeit scheint sich kaum bis gar nicht dafür zu interessieren. Abgesehen davon: Strafrechtlich wird eh kein Banker oder Politiker belangt. Was soll´s, es sind ja nur gut 11-12 Milliarden Euro. Egal – es waren eben kleine Fehleinschätzungen des Schiffsmarktes – kann mal passieren. Was soll daran schon strafrechtlich relevant sein?

Das ZDF wird wie wir alle wissen, von uns allen (Bürger und Unternehmen) zwangsweiese finanziert. Von daher verwundert es schon, warum das ZDF wie auch die ARD die meisten Reportagen nicht bei Youtube präsentiert, um sie zur Verwendung öffentlich freizugeben. Auch gibt es keinen Einbettungs-Link in der ZDF-Mediathek, um die Reportagen auf anderen Webseiten ausstrahlen zu können – obwohl doch alle diese Reportage zwangsweise bezahlt haben. Warum also diese Verweigerung der breiten Veröffentlichung? Denn damit würde der Inhalt der Reportage nämlich auch viel mehr Menschen zugänglich werden!

Wie auch immer. Da wir die Reportage hier nicht darstellen können, bitten wir Sie auf diesen Link zu klicken um sie sehen zu können. Eine sehenswerte informative Aufbereitung des Themas!


Neben Hamburg hier der zweite Sitz der HSH Nordbank-Zentrale in Kiel. Foto: Arne List – originally posted to Flickr as HSH Nordbank (CC BY-SA 2.0)

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Forexmonkey

    1. Februar 2018 20:16 at 20:16

    Hm, ist ein Wahnsinn aber ich kann mich erinnern als jeder zweiter Vermögensberater einem solchen Finanzfund aufschwätzen wollte. Ach Flori wo bist du nur gewesen, das wäre doch eine Spielwiese für dich gewesen, ein deja vu ala Vulcano!

  2. Avatar

    OZO

    1. Februar 2018 20:20 at 20:20

    Die breite Öffentlichkeit interessiert sich deshalb nicht dafür, weil sie genauso wenig davon versteht wie die von ihr gewählte Frau Simonis. Außerdem sind schon die Zahlen gar nicht für die Masse fassbar. Es krankt das demokratische System, weil niemand für die Konsequenzen von derartigen Fehlentscheidungen so zur Verantwortung gezogen wird, dass es persönlich schmerzt. Und die Bürger können und wollen das offensichtlich nicht kapieren und sind deshalb weit davon entfernt für echte Veränderungen auf die Barrikaden zu gehen. Wieso betraut der Wähler eine Frau Simonis mit der Kontrolle ohne sie vorher einer Prüfung unterzogen zu haben, ob Sie hierzu überhaupt die notwendigen Fähigkeiten mit sich bringt? Außerdem kann man ihr ja auch zum Vorwurf machen, dass Sie sich ja hätte bezahlte Berater heran holen können, wenn sie es selbst nicht kapiert hat. Wann stellen sich namhafte Leute endlich mal hin und führen der Masse mit wenigen Erklärungen die Schwächen unseres Systems auf und wie die Eliten aus Politik und Wirtschaft diese sträflich für sich ausnutzen? Das müsste eigentlich das Thema der Anschlusssendung im ZDF sein!

  3. Avatar

    R. Bombik

    2. Februar 2018 10:20 at 10:20

    Der Wahnsinn hat doch Methode. Auch Unternehmen werden mit in den Strudel gezogen. Es ist keine Neuigkeit, dass der Steuerzahler, der Bürger dieses Landes für solch fatale Fehler der sog. Fachleute einstehen muss, ob er will oder nicht. Der,die Verursacher kommt/en schadlos davon. Das Höchste der Gefühle ist ein Achselzucken. Der Bürger nimmt wohl wahr, ist an solchen Sendungen interessiert, kennt jedoch gleichzeitig seine eigene Machtlosigkeit und auf der anderen Seite die endlose Macht der Banken, die schaltet und waltet wie es ihr gerade beliebt. Was ist eigentlich die Aufgabe der Aufsichtsräte, der Kontrollgremien?

  4. Avatar

    Peter Elbers

    14. März 2018 04:05 at 04:05

    Mich interessiert sehr wohl, warum unsere Gesetze nicht ausreichen um die Verursacher solcher Krisen haftbar zu machen. Es muss endlich Schluss sein mit dem schamlosen und ungestraften Griff in die Taschen der Steuerzahler!

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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