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IAE: vorerst keine Ölpreis-Erholung, historische Verschiebung des Marktes

Markus Fugmann

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am

Die International Energy Agency (IAE) mit Sitz in Paris geht nicht davon aus, dass sich der Ölpreis schnell erholen wird. Wie die IAE in ihrem heute veröffentlichten Monatsbericht formuliert:

„How low the market’s floor will be is anybody’s guess. But the sell-off is having an impact. A price recovery – barring any major disruption – may not be imminent, but signs are mounting that the tide will turn“.

Und weiter:

„The most tangible price effects are on the supply front. Upstream spending plans have been the first casualty of the market’s rout. Companies have been taking an axe to their budgets, postponing or cancelling new projects, while trying to squeeze the most out of producing fields“.

Die IAE senkt nun ihre 2015-Prognose für die Produktion Kanadas um 95.000 Barrell pro Tag, für die USA um 80.000 Barrell pro Tag – Folge nachlassender Investitionen aufgrund des massiven Ölpreisrückgangs.

Besonders interessant ist hingegen, dass die IAE durch den gefallene Preis für Öl keinen Anstieg der Nachfrage erkennen kann (mit Ausnahme der USA). Das liege vor allem daran, dass das ökonomische Umfeld in den meisten Ländern schwach sei – und genau diese Schwäche wiederum sei ein Hauptgrund für den gefallenen Ölpreis. Damit widerspricht die IAE explizit der These, wonach nur das Überangebot an Öl durch den Auftsieg der amerikanischen Shale-Industrie für den Preisrückgang verantwortlich sei. Gleichwohl dürfte im ersten Halbjahr 2015 das Ölangebot weiter steigen, bevor dann im zweiten Halbjahr sich der Ölmarkt einpendeln werde.

Die IAE spricht darüber hinaus von einer historischen Verschiebung des Marktes, der eine Rückkehr zum vorherigen Status quo unmöglich mache:

„Rebalancing of the market does not equate to a return to the status quo ante. It is clear that the market is undergoing a historic shift.“

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Michael

    16. Januar 2015 20:28 at 20:28

    Als Berufspendler mit mehr als 100 km pro Tag kann man diese Aussage nur gut finden. :-) Die Börsen scheinen der Feind normaler Bürger zu sein. Die werden diese Feststellung spätestens in ein paar Monaten auf ihre Art quittieren.

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