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Deutschland: Der Doppel-Wums gegen Habeck und Scholz! Marktgeflüster (Video)

Aus dem Doppel-Wums für Deutschland ist ein Doppel-Wums gegen Habeck und Scholz geworden – nun fordert Habeck die Wirtschaft in Deutschland auf, irgendwie die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts fehlenden 60 Milliarden Euro beizusteuern. Habeck will also das Geld von jenen eintreiben, die nicht zuletzt durch die Politik von Scholz und Habeck so stark in Bedrängnis gekommen sind. Damit drohen nun, wie der Wirtschaftsminister heute zugeben mußte, erneut höhere Energiekosten – es ist das Desaster einer Bundesregierung, die uns noch vor kurzem ein grünes Wunder versprochen hatte. Besser dagegen die Stimmung an der Wall Street, vor allem weil das Schwergewicht Microsoft steigt, nachdem die Firma den geschassten OpenAI-Chef verpflichtet hat. Aber alles steht und fällt nun mit den morgigen Zahlen von Nvidia..

Hinweise aus Video:

1. Sondervermögen-Desaster: Habeck warnt vor deutlich höheren Energiepreisen

2. Bundesbank über Sondervermögen und Schuldenbremse – klare Worte



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132 Kommentare

  1. Der Wilshire 5000 ist bereits wieder bei fast 200% vom BIP. Mal schauen was passiert wenn der Ölpreis weiter ansteigt….

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    „Schuster bleib bei deinen Leisten“ , sage ich lieber …

    Die Märkte steigen heute wieder, weil die Wallstreet auf eine Zinswende, schon im Januar 2024 spekuliert. Als Maßstab gilt nun ausgerechnet das Jahr 2001,jenes schicksalhafte Jahr, indem so viele negative Weichen für die gestellt worden…( Afghanistan- Krieg,beginnende Vorbereitungen für den Irak-Krieg usw…

    Die Bullen treiben die FED, im Grunde, seit der dovishen Powell Rede ,vor sich her…um fast 2000 Punkte ist allein der Nasdaq 100 seitdem gestiegen…

    Er will nun mit Karacho aus dem zweijährigen Zeitwärtstrend nach oben ausbrechen, aber noch fehlen dazu ein paar hundert Punkte…
    Schon werden die ersten Kursziele für 2025 visioniert ,einige Superbullen sehen schon die 20 000 im Nasdaq 100 kommen…
    Ich bleibe bei meiner Meinung, die FED Rede von Powell, Anfang November, war ganz klar dovish.
    Seine Einlassung, zu den implizierten Buchverlusten der Banken und Versicherungen ,spricht Bände…
    Zudem hat die FED ihren eigenen Worten ,zur FED Bilanz- Reduktion , keine wirklichen Taten folgen lassen…
    Die Bullen werden jetzt versuchen, die amerikanische Umlaufrendite unter 4 Prozent zu drücken ,gehebelt und mit viel Kredit, sollte das möglich sein…

    Die FED ihrerseits ist nicht willens gegenzusteuern, sie könnte das leicht, scheut aber aus Angst vor der eigenen Courage zurück…
    So aber haben die Bären schlechte Karten….

    Wer sich dagegen stellt verliert sein Geld, sei es, weil er gar nicht erst investiert ist, sei es weil er unter Umständen aktiv gegen den Markt wettet, sei es mit Put-Optionen und Short- Zertifikaten oder Futures

    1. @Sebastian.
      „„Schuster bleib bei deinen Leisten“ , sage ich lieber … !“ Hast du damit etwa Markus Fugmann gemeint, den Historiker?
      „Die Märkte steigen heute wieder, weil die Wallstreet auf eine Zinswende, schon im Januar 2024 spekuliert. Als Maßstab gilt nun ausgerechnet das Jahr 2001,jenes schicksalhafte Jahr, indem so viele negative Weichen für die gestellt worden…( Afghanistan- Krieg,beginnende Vorbereitungen für den Irak-Krieg usw…“
      Damals wurden die USA am 11.September zum ersten Mal seit WW2 angegriffen. Bush: „America under attack.“ Wie stets ungeeignete Vergleiche mit der Jahrtausendwende.
      „Zudem hat die FED ihren eigenen Worten ,zur FED Bilanz- Reduktion , keine wirklichen Taten folgen lassen…“ Der nächste Unsinn. Die Fed hat von April 2022 bis heute ihre Bilanz um 1,15 Billionen Dollar reduziert, von 8,96 auf 7,81 Billionen Dollar, so stark wie noch nie. Du Experte glaubst wohl, die Fed hätte mit Brachialverkäufen von Anleihen das US-Bankensystem sprengen sollen?
      Man könnte psycho-analytisch fast einen Wiederholungszwang vermuten.
      Woher kommt die Beharrlichkeit dieses neurotischen Symptoms?
      Hat Sebastian S. nach der Jahrtausendwende etwa viel Geld an der Börse verloren?

  3. Moin, moin,

    die BRD fährt an die Wand. Gute Analyse von Herrn Fugmann, das bzw. die Probleme sind erkannt. Chapeau!

    Wenn ich Kinder hätte, stellt sich die Frage, die BRD zu verlassen (früher unter dem Begriff „Republikflucht“ bekannt). Es ist Zeit, die Pippi Langstrumpf Welt dieser Regierung zu beenden. Der Scherbenhaufen BRD war schon beim Antritt dieser Regierung und der Merkel-Zeit abzusehen (wir schaffen das, so ein Unsinn). Ist schon bekannt wer vor Gericht kommt von unseren etablierten „Qualitäts-Politikern“?

    Staatsquoten größer 50% sind Sozialismus. Ausgang sollte bekannt sein.

    Mein Fazit: Krügerränder kaufen und bunkern. Das geht auch mit Mitteln des Angestellten. EU und Berlin gehen unter, Gold bleibt danach das Mittel der Wahl. Also, seinen sie vorbereitet.

  4. Das Problem bei Linken ist, dass immer die Anderen Schuld sind, nie die eigene Dummheit, bzw. Unfähigkeit. Daher erfolgt auch kein Lernprozess bis alles am Boden liegt.

  5. grüsst euch.

    wie hört sich das an.

    man wird ja gezwungen eine wärmepumpe einzubauen.
    laut transgender gesetz erkläre ich aber öffentlich – ich habe mich gestern mit meiner ölheizung unterhalten, und die hat mir gesagt – ich veratehe mich ab jetzt als wärmepumpe !
    mit diesem irrsinn bin ich doch auf grünem level. das müssten die grünen doch so akzeptieren.

    ich hab es verstanden :)), man muss einfach auf gleicher level mit den grünen reden. geht ohne drogen nicht aber man muss es versuchen. es bleibt ja nix anderes übrig.

    1. In den nächsten Tagen wird die Katze aus dem Sack gelassen.
      Dann werden die deutschen Politeliten ihren Untertanen erklären, wo das Geld herkommen wird, damit die Ökosozialisten genug Geld zur Verfügung haben, um weiter auf dem Weg zur/gegen die Wand regieren zu können.
      Es wird dann noch nicht die ganze Wahrheit sein, aber die Bürger bekommen dann schon einmal einen kleinen Überblick, wo das Geld herkommen wird.
      Vorher noch Ängste erzeugen, und der Michel ist froh, dass er zahlen darf, wenn er dann doch gerettet wird.
      Es wird teuer werden.

      Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    2. Sinngemäßes Zitat von Dame Thatcher: wenn den Deutschen das Geld ausgeht, dann ist die EU und der Euro beendet. Aber Herr Scholz könnte doch bei der Warburg Bank anrufen, die sind ihm noch etwas schuldig. Blöd nur, wenn die auch Erinnerungslücken haben.

      1. @Domi
        Schämen Sie sich nicht, mit bösartigen Unterstellungen um sich zu werfen, wenn ihnen die sachlichen Argument ausgegangen sind? Typisch für eine rot-grüne Propagandaausbildung.

        1. …sagt ausgerechnet einer, der nicht einmal weiß, wie man „sachliche Argumente“ schreibt und der bisher noch nie auch nur eines davon zu gebrauchen wusste.

  6. Nur mal ein paar Higlights aus den Kommentaren aus dem Youtube-Kanal zu Deutschland: Der Doppel-Wums gegen Habeck und Scholz! Marktgeflüster:
    – Unehrenhaft entlassen und keine Rentenansprüche für die Volksverräter. Antwort eines Users darauf: Für jeden 3 Schuss…
    – Ich sag nur eins: bleibt gesund ! Diese makaber Spruch, der mich als Schwurbler ungeimpfte selbständige begleitet hat, kann jetzt mit viel Schadenfreude nur herzlich zurück pfeifen…
    – Wer hat uns verraten?
    – Lasst die Halunken am langen Arm verhungern
    – Der Herr hat in seiner Argumentation recht, aber bei der Lösungspartei verwechselt er die CDU mit der demokratischen AfD. Nur die AfD hat die richtigen und wirksamen Lösungen!!!
    – In meinem gesunden (?) Menschenverstand gehört der Habeck eingesperrt. Aber er darf immer weiter machen und zerstören.
    – Co2 Politik ist alles Lüge, Ursache und Wirkung wurden vertauscht
    – Deutschland GmbH voll an die Wand gefahren und danach islamisiert. Läuft alles nach Plan. Danke an alle Altparteien Wähler
    – Unsere sog. Regierungsmitglieder sind die eigentlichen Verfassungsfeinde. Aber das ist mir schon lange klar. Denn Sozialisten sind Feinde der Demokratie und auch die Grünen sind unter ihrem grünen Wams dunkelrotbraun.
    Und mein persönliches „Highlight“:
    – 45. Ich freue mich schon tierisch auf den Tag, an dem die verantwortlichen Volkszertreter und ihre Handlanger die Laternen schmücken
    Das ist Fugmann im November 2023. Traurig…
    Herr Lindner gucke auf den Fotos immer sehr bedröppelt, aber der spielt bei Herrn Fugmann komischerweise nie eine Rolle ;-)

    Noch besser wäre es, wenn es hier wieder um die Finanzmärkte gehen würde, aber diese Zeiten sind wohl vorbei!?

    1. @Frank, für die Kommentare auf Youtube (also für Beifall von der falschen Seite) bin ich nicht verantwortlich, nur für den Inhalt des Videos. Was gibt es am Video auszusetzen? Sachliche Kritik deinerseits?
      Und nein, es geht weiter um die Finanzmärkte, aber finanzmarktwelt.de will das Zusammenwirken von Wirtschaft, Politik und Finanzmärkten beleuchten, das ist unsere DNA!

      1. @Markus Fugmann Deutschland ist gebeutelt von Putins Bomben, die uns Inflation, Energiepreisschock und Flüchtlinge aus Syrien und der Ukraine gebracht haben. Deutschland steckt noch Corona in den Knochen.
        Wer jetzt Ängste schürt, dass die viertgrößte Volkswirtschaft (bald drittgrößte) der Welt, die mit (nur) 65% des BIP verschuldet ist, im Eiltempo zur argentinische Bananenrepublik verkommt, der zeigt keine Zusammenhänge auf, der weiß, wer ihm applaudieren wird.

        1. @Frank, also alles immer nur externe Faktoren („Putins Bomben“) etc.?? Nein, der Niedergang ist hausgemacht und verstärkt sich durch externe Faktoren nur noch. Wer davor die Augen verschließt, ist mitverantwortich dafür, dass es unseren Kindern schlechter gehen wird als uns!

          1. @Markus Fugmann Die marode analoge und digitale Infrastruktur, der Zustand der Schulen, die Abhängigkeit von fossilen Autokratien, der Mangel an Fachkräften sind hausgemachte Probleme und beileibe noch nicht alle. Und sie sind den Versäumnissen der letzten 20 Jahre geschuldet. Die Behebung dieser Missstände kostet enorme Anstrengungen sprich Geld. Die externen Faktoren – und das sind Putins Bomben – machen das nicht leichter, weil sie enorm viel Geld kosten, das uns jetzt an anderer Stelle fehlt. Die Staatsquote zu senken repariert uns nicht eine Autobahnbrücke. Kein Zug wird pünktlicher fahren. Keine Schule wird saniert. Wenn man das alles ignoriert und nicht behebt, ja, dann wird es unseren Kindern richtig schlecht gehen.

          2. @Frank, richtig, das sind die Altlasten aus der Merkel-Ära. Nur bringt die ideologische Politik der Bundesregierung leider Neu-Lasten, die unsere Wirtschaft noch stärker belasten als die Vernachlässigung aus der Merkel-Ära!

          3. @Markus Fugmann Missernten häufen sich, wir alle kennen die Bilder von regelrechten Sandstürmen in Meck-Pomm. Vielerorts sind die Versicherungsprämien für Ernteausfälle so hoch, dass sie nicht mehr aufgebracht werden können. Dann muss der Staat die Landwirte und Agrarkonzerne entschädigen. Höhere Lebensmittelpreise kommen für den Verbraucher noch oben drauf. Ausgetrocknete Flüsse verteuern Transporte, merkt man dann immer an der Tanke. Immer mehr Menschen kollabieren in der Hitze und beöasten das Gesundheitssystem. Immobilienbesitzer finden vielerorts keinen Versicherer mehr, weil Extremwettereignisse zunehmen und Gebäud-Elemtar–Versicherungen kein gutes Geschäft mehr sind. Wir sind politisch und finanziell erpressbar, weil wir nun mal kein Öl und Gas haben. Und was, wenn sich die Südeuropäer erstmal in Bewegung nach Norden setzen? Weil sie die Hitze nicht mehr aushalten und weil enorme Mengen an Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft und im Nahrungsmittelbereich wegfallen, weil es auch in den tiefsten Tiefen kein Wasser mehr gibt um die Tomaten zu bewässern? Die brauchen dann übrigens keinen Asylantrag stellen. Also für mich sind das wirtschaftliche Faktoren, auf die ich gerne eine Antwort hätte (nicht jetzt direkt von ihnen). Mir nützt es nichts – und unseren Kindern auch nicht – wenn man immer nur Ideologie ruft. Das sind reale Probleme mit enormen volkswirtschaftlichen Auswirkungen und sie werden sich verschärfen.

          4. Wer Klischees / Populismus und stumpfes Schwarz/Weiß-Denken bedient und sogar befeuert trägt seinen Teil zur Entwicklung bei. Das ist ein bisschen so wie wenn Trump sagt, dass er ja nichts dafür konnte, dass seine Anhänger das Parlament gestürmt haben. Ein bisschen Selbstreflektion würde helfen!

          5. @Longo, welche Klischees und welches Schwarz/Weiß-Denken? Bitte Beleg bringen statt einfach etwas zu behaupten!

          6. Z.B. das alle Handlungen der Grünen aus rein ideologischen Gründen passieren. Das ist schlicht ein dummes Klischee und auch vollkommen falsch, denn z.B. die Umstellung auf Wärmepumpen hat nicht den Grund die Leute möglichst viel Ärger zu machen oder möglichst viel Kosten zu verursachen. Ich warte ganz nebenbei immer noch auf Ihren Lösungsvorschlag zur Klimakrise.
            Ich würde sagen man muss irgendwann mal mit etwas anfangen und wenn man nicht erkennt, dass dafür Veränderungen im Heizungssektor zwingend erforderlich sind, dann will man das Problem einfach ignorieren. Und wenn man denkt, dass die Umstellung auf deutlich weniger CO2 Ausstoß ohne auch deutliche Schmerzen und Einschränkungen des Einzelnen von Statten gehen kann, dann macht man sich komplett etwas vor. Aber wir können natürlich auch immer sagen: „Aber der Chinese….“, abwarten und einfach nichts machen. Ist mir auch recht. Dann löscht sich die Menschheit halt selbst aus bzw. lebt auf einem deutlich weniger lebenswerten Planeten. Nicht heute, nicht morgen und nicht in 10 Jahren, aber vielleicht in 30-50 Jahren. Kann mir ja egal sein.
            Man kann über Maßnahmen diskutieren, aber wer selbst keine Lösungen hat, sollte vielleicht etwas zurückhaltender agieren. Im Kern wird sich wahrscheinlich eh nie was ändern, weil der Mensch in der Masse viel zu dumm und egoistisch ist, um das große nicht fassbare Ganze als Ziel erkennen zu können und danach zu handeln. Vielleicht muss der Klimawandel erstmal die Bevölkerung weltweit auf die Hälfte reduzieren, damit sich was ändert, aber dann ist es wahrscheinlich längst zu spät!

          7. „Vielleicht muss der Klimawandel erstmal die Bevölkerung weltweit auf die Hälfte reduzieren, damit sich was ändert, aber dann ist es wahrscheinlich längst zu spät!“

            Aber Longibongi.
            Da muss man sich keine Sorgen machen und depressiv werden.
            Die Grünen werden schon dafür sorgen das die Hälfte der Weltbevölkerung illegal nach Deutschland fliehen kann und hier lebt es sich mit dem Bürgergeld doch ganz gut.

            Lösungsvorschläge:

            Bürgergeld eindampfen statt weiter aufstocken.
            Vernünftige Einwanderungspolitik.

            Atomkraft statt LNG Gas und Kohle !!!

            Wollen die Grünen aber nicht hören und jetzt kommen wahrscheinlich seitenweise Erklärungen, warum die Atomkraft bei uns im gelobten Land der echten Klimaretter kein Baustein der Energiewende sein kann und warum jeder hier Einreisen kann wie es ihm gefällt.

            Abschaffung der Dienstwagenprivilegien.
            Abschaffung der Dieselsubventionen.
            Abschaffung der Kerosinsubventionen.
            Abschaffung der überbordenden Bürokratie. Weniger Staat und mehr Unternehmertum.
            Keine 9 Euro oder 49 Euro Tickets für die Bahn. Das ist nicht kostendeckend und das Klima wird damit auch nicht gerettet.

            Diätenkürzungen.

            Weniger Geld für die Pateienfinanzierung (Wir kommen beispielsweise auch ohne tausende sinnloser Parteiplakate an den Straßen aus…..Parteiwerbung geht auch digital)

            Etc. pp.

          8. @Longobongo
            Weil Sie gerade das Wärmepumpen- und Heizungsverbots-Klischee nochmal ansprechen, dazu habe ich einmal ein paar Fakten zusammengetragen. Hier nochmal der Gesetzentwurf, über den man sich so aufgeregt hatte, dass sogar eine Volksverhetzer-Veranstaltung nötig war, weil angeblich JEDE Öl- und Gasheizung unabhängig von ihrem Alter ausgetauscht werden „musste“.

            Die Demo in Erding war am 10. Juni.
            Der erste – bis dahin noch gar nicht im Parlament diskutierte – Gesetzentwurf stammt von Anfang April.
            Hier die Zusammenfassung dieses Entwurfs vom 19. April 2023 (das Original habe ich weiter unten verlinkt):
            https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/gesetzgebungsverfahren/Webs/BMWSB/DE/Gebaeudeenergiegesetz-geg.html

            Am Anfang des dritten Absatzes steht: „Als ein wesentlicher Schritt dieser Transformation soll jede neu eingebaute Heizung mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien (65-Prozent-EE-Vorgabe) betrieben werden. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hat die Koalition bereits am 23. März 2022 entschieden, dass diese Vorgabe möglichst für jeden Heizungsaustausch in neuen oder bestehenden Gebäuden ab dem 1. Januar 2024 gelten soll.“

            Also: Jede NEU EINGEBAUTE Heizung, das heißt, die allererste Heizung beim Neubau und jede neue Heizung bei Heizungstausch in bestehenden Gebäuden (also im Regelfall, wenn die alte irreparabel kaputt ist).
            Und MÖGLICHST bedeutet, es gibt auch Ausnahmeregelungen dort, wo es eben nicht möglich oder wenig sinnvoll ist.

            Hier der original Entwurf vom 03. April 2023:
            https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/gesetzgebungsverfahren/Webs/BMWSB/DE/Downloads/referentenentwuerfe/gebaeudeenergiegesetz-geg.pdf?__blob=publicationFile&v=4
            Dort steht ebenfalls im dritten Absatz genau das Gleiche.
            Im vierten Absatz steht dann das Datum, zu dem dann endgültig auch bestehende, noch funktionierende Heizungen getauscht werden müssen: Spätestens bis zum Jahr 2045!
            Das sind 22 Jahre, und deswegen müssen sich 13.000 Wutbürger in Erding aufführen wie eine Horde hormonverwirrter Pubertärer?!
            Auf Seite 2 unter Punkt „B. Lösung“ findet sich nochmal das o.g. „bei möglichst jedem Einbau einer neuen Heizung“.

            Am Ende sind 13.000 Menschen also einer Lüge, einem Gerücht auf den Leim gegangen.
            Das kommt dabei raus, wenn man sich nicht informiert, sondern alles glaubt. was BILD, WELT und ein paar Volksverhetzer in Foren, Bierzelten und an Stammtischen predigen 😮

      2. Na ja, Herr Fugmann, da machen Sie es sich zu einfach. Wenn man immer nur in eine Richtung hetzt, ohne Ausgewogenheit, ist klar wenn man sich mit an den Stammtisch holt.
        Alleine die Beschreibung des Videos ist sinnbefreit „Desaster einer Bundesregierung, die uns noch vor kurzem ein grünes Wunder versprochen hatte. Besser dagegen die Stimmung an der Wall Street“ – OK die Wall Street ist jetzt also die Regierung der USA?
        Na ja war schon mal sachlicher hier, aber die Richtig wurde nun mal einschlagen

        1. @Domi, Sie schreiben: „Wenn man immer nur in eine Richtung hetzt“
          Was ist daran „Hetze“? Die Fakten werden doch jetzt immer offensichtlicher – also was genau ist an meiner Kritik falsch oder verwerflich?
          Und natürlich muß ich einen Übergang kriegen zu meiner Berichterstattung über die Geschehnisse an der Wall Street, weil das „,ein täglich Brot“ ist – habe ich behauptet, das sei die Regierung der USA?? Seltsamer Vorwurf Ihrerseits..

          1. Na ja, auch hier wünsche ich mir mehr Selbstreflektion. Ihre Videos bzw. die Darstellung der Personen sind vielfach diffamierend und gehen oft durch auch in den Bereich der persönlichen Beleidigung. Wenn man ständig, immer wieder einzelne (und immer die gleichen) Menschen herausgreift und gezielt immer wieder als ganz bewusst aus ideologischen Gründen unsere Gesellschaft schädigend beschreibt, bedient man halt diese AfD Thema der Volksverräter. Das kann man schon unter Hetze einordnen oder fängt bei Ihnen erst Hetze an, wenn man konkret zur Gewalt gegen jemanden aufruft?! Dann kann man sich wie oben beschrieben als Trump auch hinstellen, dass man ja nie gesagt hat, dass die Leute das Parlament stürmen sollen! Haben die Leute wohl einfach missverstanden…

          2. @Longo: „Ihre Videos bzw. die Darstellung der Personen sind vielfach diffamierend“
            Belege??

          3. Ganz ehrlich, ist mir zu dumm. Sie wissen offensichtlich nicht was „diffamierend“ bedeutet genauso wenig wie Sie wissen was „libertär“ bedeutet. Kleiner Tipp: es ist nicht „freiheitlich orientiert“!. Alleine das Startbild, das Habeck als Bahnhofspenner darstellt ist diffamierend, aber das verstehen Sie wahrscheinlich wirklich nicht.
            Was Milei angeht bezeichnet er sich selbst als Anarchokapitalist. Vielleicht sollten Sie das mal googlen bevor Sie sich eine Meinung bilden: Ich helfe ja gerne:

            Laut Wikipedia:
            „Anarchokapitalismus

            Der Anarchokapitalismus wird hauptsächlich von Murray N. Rothbard und David Friedman vertreten.[25]

            Rothbard zieht dabei den Schluss, dass alle dem Staat übertragenen, auch traditionellen Aufgaben wie innere und äußere Sicherheit dem Markt überlassen werden sollten. Im Gegensatz zum klassischen Liberalismus, der eine Mindestausstattung staatlicher Institutionen als erforderlich ansieht, ist damit für diesen Libertarismus die Verwischung der Grenzen zwischen Liberalismus und Anarchismus kennzeichnend.[26]

            Unter einer Anarchie des privaten Eigentums würden individuelle Rechte und Marktkräfte uneingeschränkt herrschen. Während Libertäre, die eine kleine Regierung möchten, diese Position halten, um Missbrauch zu vermeiden, sind die Anarchokapitalisten der Meinung, nur ganz ohne Staat sei dies möglich.[27] In der Vergangenheit habe es unterschiedliche, miteinander konkurrierende und funktionierende private Rechtsordnungen wie in den Zeiten des internationalen Handels gegeben. Außerdem hätten erfolgreiche private Sicherheitsdienste zur Verfolgung Krimineller bereits vor einer staatlichen Polizei existiert.[28]“

            Das wird interessant zu sehen, wenn Gesundheit, Sicherheit und die Grundversorgung mit Nahrung und Energie plötzlich komplett den Märkten überlassen wird, während er gleichzeitig den freien Verkauf von Waffen unterstützt. Aber hey, solange die das Experiment auf einem anderen Kontinent veranstalten, hole ich mir erstmal Popcorn!

          4. @Longo.. haben Sie bzgl. Argentinien auch Popcorn genommen bei dessen konstantem Niedergang? Was kann dort noch schlechter werden durch einen Anarchokapitalisten?
            Das Habeck-Thumbnail ist aus meiner Sicht witzig, nicht diffamierend!

          5. Genau Herr Fugmann, es geht um Finanzberichterstattung! Der Dax hatte gestern ein Verlaufshoch und war somit nicht schlechter als die Wall Street! (die angeblich besser gelaufen sei). Hier politische „Berichterstattung“ dort Finanzberichterstattung.

            Ich sag mal so: Zwischen Kritik und Hetze ist ein schmaler Grat. Deshalb muss Kritik ausgewogen und differenziert sein, da es eben mehr als nur den Habeck, den Scholz und die Energiepreise als solche gibt. Kritik in diese Richtung hat ihre Berechtigung, ist bei Ihnen jedoch völlig einseitig und wenig bis gar nicht differenziert. – keinerlei Kritik an mindestens ebenso fragwürdigen Ideen und Haltung der FDP oder der ebenso völlig destruktiven (im Sinne von nicht konstruktiv arbeitenden) Opposition wie CDU und Co.
            Ich unterstelle Ihnen mal die Intelligenz, dass Sie wissen was Sie tun und wie Sie es tun. Wenn Sie immer nur in eine Richtung kritisieren, dann steckt eine Absicht dahinter und dann können Sie auch etwa einschätzen was diese bewirkt.

  7. Werden die Bundeskanzler Olaf Scholz-Bundesregierung/Koalition und Oppositionsführer Friedrich Merz aktuell wohlmöglich mit einem, wenn man so will, Government Shutdown konfrontiert? Auf jedenfall kann/muß man im Zusammenhang mit dem genannten haushaltspolitischen Willen von einem „Anschlag auf unsere Verfassung“ sprechen. Ex-MdB Fabio Valeriano Lanfranko De Masi ist diesbezüglich wohlmöglich ähnlicher Auffassung.

  8. Aus dem Doppel-Wumms wird jetzt der Doppel-Plumps!
    Weiterhin Dax short und Nasdaq jetzt auch. Aber immer noch kein deutlicher Druck nach unten, wahrscheinlich mal wieder nur ein überschaubarer Rücksetzer. Da oben warten schliesslich neue ATH und da möchte jedermann dabei sein.

    1. Na, das mit dem Nasdaq short, klappt doch hervorragend. Einstieg im Mittelwert bei 16’030, jetzt aktuell bei 15’870, also schon rund 160 Punkte im Plus. Der Dax dagegen gibt sich ziemlich unnachgiebig. Bin in die zweite Short-Welle nochmal bei 15’935 eingestiegen. Da war auch schon fast der perfekte Einstieg für die erste Welle, siehe mein Kommentar vom 17.11.2023, 16:30 Uhr:

      https://finanzmarktwelt.de/aktienmaerkte-und-wirtschaft-die-euphorie-vor-der-harten-landung-videoausblick-291585/

      Mal schauen wie sich die Bullen im Nasdaq wehren und welchen Einfluss heute Abend Nvidia noch so bringt.

  9. Warum ist eigentlich der Habeck der Schuldige für das 60-Milliarden-Loch? Verantwortlich für Finanzen ist doch in erster Linie mal ganz klar der Finanzminister: Christian Lindner! Der hat den handwerklichen Fehler gemacht, wird aber in dem Video mit keinem Wort erwähnt. Schon in 2021 wurde die Transaktion sehr kritisch gesehen. Siehe auch Bericht im Spiegel vom 10.12.2021:

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/christian-lindner-fdp-macht-60-milliarden-euro-schulden-auf-vorrat-a-d95816c9-b29b-4128-874f-420de78e10c6

    Und die Welt geht auch deswegen nicht unter, wenn in Deutschland 60 Milliarden weniger zur Verfügung stehen. Vielleicht muss man die „Geschenke“ an die Bevölkerung etwas zurückfahren, z.B. Erhöhung Bürgergeld um 12% ab Januar 2024 – ist ja ganz schön üppig. Den fehlenden Leistungsanreiz finde ich im Übrigen weitaus dramatischer für Deutschland, als den Umbau der Energieerzeugung. Wenn es da nun etwas langsamer geht, finde ich das sogar gut. Wir haben Jahrhunderte fleissig Kohle verbrannt, da kommt es jetzt auf ein paar Monate mehr auch nicht an. Panik ist nicht angebracht.

    1. @Permanix, die Umwidmung der Corona-Gelder in den neuen grünen Zweck paasierte, weil Habecks Wirtschaftsministerium es unbedingt wollte..

      1. @Fugmann. Ja das weiss ich, dass er die Gelder für sein Klimaprojekt wollte, aber da muss der Finanzminister eben hart bleiben oder zumindest deutlich seine Bedenken äussern. Aber sind wir mal ehrlich, die FDP war „regierungsgeil“ und hat sich ziemlich verbiegen lassen, wie übrigens alle in der Ampelkoalition. Deswegen ist das ganze Konstrukt eine völlige Katastrophe und eiert profillos in der Gegend rum. Und da kann sich keiner der Beteiligten rausreden. Man könnte auch sagen: Habeck war zum damaligen Zeitpunkt sehr stark und hat sich durchgesetzt und Lindner war einfach nur schwach.

        1. Ja, man sollte doch meinen, dass der Herr Lindner den Koalitionsvertrag vor Unterschrift durchgelesen hat. Die Vorstellung, der Christian hätte das gemacht, weil der Robert so ein netter Kerl und obendrein sein bester Freund ist, fällt doch ziemlich schwer.

          1. Unter Schwarz/Gelb wurde die Ungleichheit in Deutschland so richtig befeuert ( Missbrauch der Agenda 2010 bei der Leiharbeit ).
            Als die SPD den Mindestlohn einführte, hieß es seitens CDU und FDP, dann würde die Arbeitslosigkeit steigen. Fakt war das der Fachkräftemangel noch größer wurde und niemand aus den schwarz/gelben Regierung das wahr haben wollte.
            Ich bin Fachkraft mit 7 Jahren Ausbildung und vor knapp 6 Jahren ausgewandert. Die CDU und die FDP machen mir mit ihren nicht vorhandenen Ideen, aber Forderungen für die Arbeitgeberseite unser Land als Angestellter nicht wieder attraktiv…

            Leistung muss bezahlt werden, an jeden Beteiligten, ansonsten sind und bleiben wir ein unattraktives Land für Fachkräfte!

            Aber klar die Gelben mit der CDU machen Deutschland sicher wieder great again.

  10. Warum gehen wir zur notwendigen Umsetzung der Energiewende ( Klimaschutz und Unabhängigkeit), an einen Teil der Goldreserven?
    Unternehmen welche die Wende umsetzen können, hätten wir in Deutschland auch: z.B. Thyssen Krupp Nucera, Enapter, SMA Solar, Linde, BASF, Vulcan Resources etc.
    Ich weiss, der Neid unserer EU Nachbarn wäre ein Problem ( Ausschreibungen wären nötig etc.)

    Bloss wenn wir schwächer werden, trifft es dann auch viele Andere in Europa.

  11. Guten Tag Herr Fugmann,

    gibt es einen besonderen Grund, weshalb Sie meinen Kommentar vom frühen Nachmittag zensieren?
    Sind Kritik, Stellungnahmen und Meinungsfreiheit nur als Einbahnstraßenverkehr erlaubt?
    Bei anderen Kommentaren in die erwünschte Richtung sind Sie so gar nicht zimperlich, und wenn es richtig übel wird, dann eben nicht einmal verantwortlich.

    1. @Markus Fugmann
      Danke für die Zensur und das große Schweigen auf meine Nachfrage.
      Hier scheinen ja Diskurs, Ausgewogenheit, Fairness und Demokratie ganz oben auf der Agenda zu stehen.
      Vier wahrhaft gute Gründe, finanzmarktwelt.de unbedingt weiter zu empfehlen 👎

      1. @Leah, ich bin gelegentlich beschäftigt und kann daher nicht immer schnell antworten! Welchen Kommentar meinten Sie?

        1. @Markus Fugmann
          Sie fanden innerhalb von zwei Stunden achtmal Zeit, auf Kommentare zu antworten. Daher dachte ich, so eng kann es schon nicht sein.
          Mein Kommentar wurde in der Zeit gegen 13 Uhr plusminus 30 Minuten erfolgreich versendet und steckte dann einige Zeit mit der Meldung „Your comment is awaiting moderation. This is a preview, your comment will be visible after it has been approved“ fest, bevor er endgültig verschwand.

          Er lautete in etwa so:

          Die Qualität der Kommentare ist inzwischen auf ein Niveau gesunken, das einer FMW nicht länger würdig ist – inhaltlich, sprachlich und die Fakten betreffend.
          Der Lynchmob zieht wieder skandierend und allzeit bereit durch die Gassen und Straßen, auch wenn es bisher (noch) fast nur die digitalen sind. Es riecht wieder nach Fackeln, Brand und Kristallnacht im deutschen Vaterland.
          Fakten werden verdreht, nicht lange, bis die ersten Hälse folgen. Der Sündenbock ist diesmal grün, statt gelbem Davidstern wird ihm die gelbe Blume ans Revers geheftet und an die Haustüre geschmiert.

          Mit Ausnahme der sprachlichen Komponente scheinen sich nun leider auch die Artikel und Videos zum Teil diesem unterirdischen Niveau anzunähern.

          Noch vor zwei Tagen wies ein Autor der FMW darauf hin, dass der handwerkliche Fehler mit den 60 Milliarden im Verantwortungsbereich des Finanzministeriums läge. C. Lindner – der stets Unschuldige – bestätigte genau das auch implizit, schob er doch den Ball sogleich weiter an den Vorgänger im Amt.
          Doch ohne Scham und Zweifel besser geeignet für die Befriedigung der wütend-blauen Volksseele ist ein einzelner Sündenbock und Prügelknabe der Nation, nur dass der diesmal (noch) nicht der dreckige Jud‘, sondern versiffter Grüner ist.
          Natürlich trägt er die Alleinschuld, bestand er doch so listig und perfide auf diesem Geldtopf. Alle anderen Ministerien benötigten ja schließlich kein Budget angesichts der Bundesausgaben von über 570 Mrd. Euro!
          Längst vergessen sind zudem die Fakten, dass eigentlich die beiden Ministerposten genau andersherum besetzt sein sollten. Doch wichtiger für den adretten smarten Lobby-Chrissie war einfach „Sparpolitik 2.0 plus gehobene Klientelpolitik.“
          https://www.tagesspiegel.de/politik/habeck-als-finanzminister-warum-nicht-4286365.html

          Während die Industrienationen dieser Welt mit billionenschweren Subventionen Energie für Industrie und Endverbraucher verbilligen und Zukunftsindustrien anlocken, scheint das Thema Staatsverschuldung und Investitionen mit Perspektive in Deutschland tabu zu sein. Zumindest, solange derartige Anregungen von falsch gefärbter Seite ausgehen.
          Back to the roots ist nach wie vor das Gebot der Stunde. War das Konzept doch allzeit erfolgreich in den letzten 20 Jahren voller Innovationen, Digitalisierung, Erneuerung und Modernisierung von Infrastruktur und Bildungssystem und vielen weiteren Fortschritten für eine glückliche und erfolgreiche Zukunft unserer Kinder, voller Wohlstand und in einer lebenswerten Umwelt.

          Die sechs abgeschalteten Atomkraftwerke mit ihren 65 TWh p.a. hätten billige Energie für die energieintensive Industrie liefern können. Wie lächerlich ist das denn bei einem Energiebedarf von 829,5 TWh alleine in dem volkswirtschaftlich eher kleinen Industriezweig?
          Und wie viele der 2021 abgeschalteten Meiler lagen im Verantwortungsbereich der gerade einmal drei Wochen im Amt befindlichen Ampelregierung, angesichts der Tatsache, dass alles längst beschlossen und gesetzlich geregelt, dass Vorbereitung und Planung bereits seit Jahren in vollem Gange war?

          Der Vergleich der Staatsausgaben vor Corona mit 2023 ist mindestens genauso lachhaft. Warum wurde nicht mit 2020 (508,5 Mrd.), 2021 (572,7 Mrd.) und 2022 (495,8 Mrd.) verglichen? Lässt sich mit solchen Zahlen (minus 17% in den letzten 2 Jahren) die Volksseele nicht ausreichend gegen den Perma-Sündenbock aufstacheln?

          Und am Ende dann noch Bayer, die zwar nicht faktisch von den Energiekosten betroffen sind, aber zu Zwecken weiterer Hetze wenigstens noch sinnbildlich dem grünen Ersatzjuden untergejubelt werden können.

          Habt Ihr diesen polemischen Populismus tatsächlich nötig?

          1. @Leah, „Sie fanden innerhalb von zwei Stunden achtmal Zeit, auf Kommentare zu antworten“
            Das heißt aber nicht, dass das immer so ist – etwas anmaßend Ihrerseits solche Anwürfe..

          2. @Leah, Sie schreiben: „Noch vor zwei Tagen wies ein Autor der FMW darauf hin, dass der handwerkliche Fehler mit den 60 Milliarden im Verantwortungsbereich des Finanzministeriums läge. C. Lindner – der stets Unschuldige – bestätigte genau das auch implizit, schob er doch den Ball sogleich weiter an den Vorgänger im Amt“

            Scholz musste im Bundestag letzen Mittwoch zugeben, dass die Sondervermögen-Konsruktion von ihm selbst aus seiner Zeit als Finanzminster stammt und seine Idee war – tja, Fakten stören manchmal, nicht wahr?

          3. @Markus Fugmann
            Genau meine Worte!
            Erst schreiben Sie einem Leser, der Sie fragt, warum der Habeck der Schuldige sei: „@Permanix, die Umwidmung der Corona-Gelder in den neuen grünen Zweck paasierte, weil Habecks Wirtschaftsministerium es unbedingt wollte..“

            Sie schieben also explizit die Schuld Herrn Habeck zu und nicht dem früheren und/oder aktuellen Verantwortlichen im Finanzministerium. Und das, obwohl Herr Scholz zugab, dass die Konstruktion von ihm stammt und Herr Lindner nicht Manns genug war, die fragwürdige Umwidmung zu anderen und vorhersehbar wenig verfassungskonformen Zwecken zu unterbinden.

            In diesem Sinne – tja, Fakten stören manchmal, nicht wahr?
            Bitte verdrehen Sie diese nun nicht erneut komplett ins Unerkenntliche, indem Sie sich aus Ihrer einseitigen und polemischen Diffamierungskampagne gegen Robert Habeck herauszuwinden versuchen.

            Ihnen noch eine schöne Zeit, machen Sie so weiter!

          4. @Leah., Scholz baute die Hülle, Habeck füllte diese Hülle mit Klima-Inhalten. Ist das so schwer zu verstehen?

          5. @Markus Fugmann
            Die Umwidmung der Gelder aus der Coronakrise in den KTF erfolgte mit Zustimmung aller Koalitionspartner. Und das waren damals CDU/CSU und SPD. Ist DAS so schwer zu verstehen?
            Verantwortlich ist letztendlich das Finanzministerium als Hüterin der heiligen Gelder und Budgets. Das beißt die Maus keinen Faden ab.

            Das Bundesverfassungsgericht mahnte die Einhaltung der Klimaziele durch Ergreifen entsprechender Maßnahmen schon bei der untätigen Vorgängerregierung an.
            Dazu haben sich alle drei Partner der Ampel im Koalitionsvertrag verpflichtet.
            Und nun bzw. seit zwei Jahren nehmen Sie die arme schwache FDP in fast schon herzzerreißend touchanter Art und Weise aus der Schusslinie. Oh mei, der arme kleine Christian, er ist ja so ein Süßer, was kann denn der schon machen, wenn der böse Dämon Robert aus dem Hades aufsteigt und seine Blutopfer verlangt.
            Erstaunlich nur, wie erfolgreich sich der schwächliche liberale Partner bei der verfassungswidrigen Verlängerung vom Verbrennen fossiler Energieträger im Gebäude- und Verkehrssektor bis beinahe ultimo durchsetzen konnte.

            Mich würde einmal interessieren, wie der im GG verankerte Klimaschutz eingehalten werden soll, wenn diese Idiotenpartei unter dem Deckmäntelchen der Technologieoffenheit lieber die sabbernden und gierigen Bedürfnisse der Auto-, Öl- und Gaslobby befriedigt, statt ihrem Regierungsauftrag nachzukommen.
            Mit „Pragmatismus“ wie Gasfracking in Niedersachsen und Reaktivierung von Atomkraftwerken ist sicher kein Erfolg beschieden. Indem man die freie Wirtschaft nach Belieben schalten und walten lässt, gelingt die Einhaltung der Ziele schon dreimal nicht.

            Aber damit befassen wir uns ein paar Sekunden vor Mitternacht, wenn es soweit ist, gell? Erst einmal sollen die Chinesen, Russen und Amis schauen, dass sie ihren Laden in Ordnung bringen, nicht wahr?

          6. @Bernhard, aha, „die sabbernden und gierigen Bedürfnisse der Auto-, Öl- und Gaslobby befriedigt„.
            Wer aber spricht von der massiven grünen Lobby? Sabbert die auch? Die Gelder kommen von einem Milliarden-Erben aus den USA, der die Klimakleber finanziert, andere wie Agora haben direkten Zugang in die Politik, während die Öl-Lobby eher persona non grata ist inzwischen..
            Ich sehe auch die FDP kritisch – aber noch kritischer jene, die unsere Wirtschaft gegen die Wand fahren für einen Klimaschutz, der faktisch auf allerschmutzigstes LNG (schmutziger als Kohle) setzt und am Weltklima ohnehin nichts ändert..
            Der Klimaschutz ist nicht im GG verankert wie Sie schreiben..man möge mir die entsprechende Passage zeigen..

          7. @Markus Fugmann
            Die grüne Lobby aus Karlsruhe sieht das zumindest so:

            „Dass Treibhausgasemissionen gemindert werden müssen, folgt auch aus dem Grundgesetz. Das verfassungsrechtliche Klimaschutzziel des Art. 20a GG ist dahingehend konkretisiert, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur dem sogenannten „Paris-Ziel“ entsprechend auf deutlich unter 2 °C und möglichst auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

            Der Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit nach Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG schließt den Schutz vor Beeinträchtigungen durch Umweltbelastungen ein, gleich von wem und durch welche Umstände sie drohen. Die aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG folgende Schutzpflicht des Staates umfasst auch die Verpflichtung, Leben und Gesundheit vor den Gefahren des Klimawandels, etwa vor klimabedingten Extremwetterereignissen wie Hitzewellen, Wald- und Flächenbränden, Wirbelstürmen, Starkregen, Überschwemmungen, Lawinenabgängen oder Erdrutschen, zu schützen.

            Da infolge des Klimawandels Eigentum, zum Beispiel landwirtschaftlich genutzte Flächen und Immobilien, etwa aufgrund steigenden Meeresspiegels oder wegen Dürren Schaden nehmen können, schließt auch das Grundrecht auf Eigentum aus Art. 14 Abs. 1 GG eine Schutzpflicht des Staates hinsichtlich der Eigentumsgefahren des Klimawandels ein.“
            https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html

            Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art. 20a
            Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

          8. @Bernhard, aus meiner Sicht ist die Begründung aus dem GG nicht so ziehbar und daher problematisch. Eher ein politsches Statement als wirklich ein Verfassungsgerichts-Urteil

          9. @Markus Fugmann
            Nur leider interessiert Ihre Sicht nicht im Geringsten, wenn das Bundesverfassungsgericht so entscheidet. Analog dazu könnte man sonst auch monieren, die Entscheidung zum KTF sei nicht so ziehbar und daher problematisch. Irgendwann ist Schluss mit Interpretationen, ob es einem nun gefällt oder nicht. Sie können ja das Verfassungsgericht verklagen oder mit den Wutbürgern dagegen auf die Straße gehen 😏

          10. @Bernhard, richtig, Urteil ist Urteil – und nein, ich habe nichts mit den sogenanten „Wutbürgern“ gemein.
            Aber schon interessant, dass kein anderes Verfassungsgericht eines demokatischen Landes ein auch nur ähnliches Urteil gesprochen hätte.
            Ob die grüne Lobby auch „sabbert“, wollen Sie aber nicht sagen, oder? Merken Sie eigentlich, wie Sie ihre politischen Gegner latent dämonisieren? „Gierig“, „sabbern“ etc.
            Was mich nervt ist die schwindende Zukunfts-Chance für meine Kinder – und das aufgrund einer Ideologie, die zur Apokalyptik neigt. Sehr deutsch und sehr fatal diese Neigung zu Heilslehren..

          11. @Markus Fugmann
            Sie schreiben: „Merken Sie eigentlich, wie Sie ihre politischen Gegner latent dämonisieren?“
            Vielleicht liegt ein Grund darin, dass kein einziger Tag mehr vergeht, an dem nicht grüne Politiker, deren Wähler oder auch nur Menschen, die lediglich in gewissen Bereichen grüne Interessen haben, beleidigt, beschimpft, diffamiert oder zumindest extrem einseitig kritisiert und für alles Mögliche verantwortlich gemacht werden – von Seiten vieler Kommentatoren sowieso, leider inzwischen auch fast regelmäßig in Artikeln und Videos der FMW.

            Um es einmal mit zwei Binsenweisheiten zu sagen:
            Wie man in den Wald hineinruft so schallt es heraus.
            Alles kommt irgendwann zurück.

          12. @Jonas, woran machen Sie das fest? Wir versuchen mit sachlichen Argumenten zu zeigen, warum Deutschland mit seiner Energiepolitik sich selbst schadet, that´s it!

          13. @Jonas, absolut richtig. Was über die Grünen abgeht, ist keine „latente Dämonisierung“ mehr, sondern eine höchst evidente.
            Wie würde wohl Herr Fugmann reagieren, wenn täglich solch ein Shitstorm über ihn hinwegfegte? Er reagiert ja schon auf leiseste Kritik auffallend pikiert und verstimmt, selbst wenn sie völlig berechtigt ist.

          14. @Dieter, dass viele Leute auf die Grünen schlecht zu sprechen sind liegt daran, dass sie die Zeche dafür zahlen müssen.
            Wo bitte erkennen Sie bei FMW eine „Dämonisierung“??

          15. @Markus Fugmann
            Und die „sachlichen Argumente“ fallen in einer kurzen unvollständigen Stichpunktliste etwa so aus:

            – Angebliche Strompreisexplosion durch Abschaltung der Kernkraftwerke
            – Kernkraft gilt als Lösung für fast alles, die ungelösten zukünftigen und regelmäßigen aktuellen Probleme thematisieren Sie nie
            – Sie betonen stets die vergleichsweise hohen Strompreise, berücksichtigen aber nie die Fakten von Eurostat und die Kaufkraftparität
            https://ec.europa.eu/eurostat/cache/infographs/energy_prices/enprices.html?geos=EU27_2020,EA,BE,BG,CZ,DK,DE,EE,IE,EL,ES,FR,HR,IT,CY,LV,LT,LU,HU,MT,NL,AT,PL,PT,RO,SI,SK,FI,SE,IS,LI,NO,ME,MK,AL,RS,TR,BA,XK,MD,UA,GE&product=6000&consumer=HOUSEHOLD&consoms=KWH2500-4999&unit=KWH&taxs=I_TAX,X_TAX,X_VAT&nrg_prc=NETC,NRG_SUP,OTH,TAX_CAP,TAX_ENV,TAX_NUC,TAX_RNW,VAT&currency=PPS&language=DE&detail=0&component=1&order=DESC&dataset=nrg_pc_204_c&time=2022&modalOption=0&chartOption=0&precision=1&modalOpen=0&modal=0&modalLineOption=0
            – Kohlenutzung hat sich angeblich erhöht
            – Primärenergiebedarf statt Endenergieverbrauch ist Indikator für den Zustand der Wirtschaft
            – Waldbrände haben sich angeblich verringert, werden allerdings mit Wild- und Buschbränden verwechselt
            – PV-Ertrag im Sommer wird in der Viertelstunde um 20 Uhr kurz vor Sonnenuntergang beurteilt, und zwar durch unreflektierte Übernahme des Twitterposts eines BILD-Redakteurs
            – Anteil Erneuerbarer wird nach den ersten etwas schwächeren paar Tagen eines Monats bereits für den kompletten Monat beurteilt und festgeschrieben
            – anthropogener Klimawandel ist nicht bewiesen und gilt solange nur als Klimareligion
            – Sie argumentieren mit der Handvoll irrer Klimakleber, als wären die gleichbedeutend mit bzw. repräsentativ für die grüne Wählerschaft
            – Habeck ist verantwortlich für die Umwidmung der Coronagelder in den KTF, vielleicht noch Scholz, aber niemals Lindner oder Merkel
            – Scholz bringen Sie gleich doppelt ins Spiel, einmal als Finanzminister, einmal als Kanzler, ja nach Zeitraum und Argumentation. Um Lindner als Finanzminister aus der Schusslinie zu nehmen, sind Wirtschaftsminister und Kanzler schuld. Nachdem Sie zugeben mussten, dass die Umwidmung schon vor der Ampel beschlossen wurde, ist plötzlich der damalige Finanzminister verantwortlich, und nicht länger die Kanzlerin mit Richtlinienkompetenz
            – Klimaschutz ist nicht im GG verankert
            – Oh, das Verfassungsgericht ist anderer Ansicht. Naja, das ist problematisch und nur ein politisches Statement und nicht wirklich ein Verfassungsgerichts-Urteil
            – Corona, Lieferkettenprobleme, Krieg, Energiekrise, Putins Gasspielchen inkl. Verfünffachung der Gaspreise, Inflation sind nur Verstärker und keinesfalls Ursache
            – Die massiven Versäumnisse inkl. gigantischer Neuverschuldung der Vorgängerregierungen sind etwas ärgerliche Altlasten, aber vergleichsweise vernachlässigbar
            – Das wahre und praktisch einzige Problem sind die bisherigen zwei Jahre mit den Grünen, Sie sprechen gar von Niedergang und Deindustrialisierung
            – Sie kritisieren deutsche Subventionen jeglicher Art für die Industrie und wundern sich gleichzeitig, warum die dorthin abwandert, wo Abermilliarden auf sie warten und Energie aufgrund von Subventionen zum Spottpreis angeboten wird
            – Sie machen sich Sorgen um Ihre Kinder, dass es denen schlechter gehen wird als uns (was erst einmal ja ein löbliches Motiv ist)
            – Dass es aktuellen und künftigen Generationen nicht mehr so gut gehen wird, wie den Nachkriegsgeneration bis Mitte der 70er Jahre, ist und war schon immer ein offenes Geheimnis
            – Unter welchen klimatischen Bedingungen inkl. daraus resultierenden Schäden die leben müssen, thematisieren Sie nie. Da kann man ohnehin nichts machen, das müssen Chinesen, Amis, Russen und Inder regeln

          16. @Markus Fugmann
            Ich habe einfach mal „gierig“ als Indikator für Dämonisierung mit „ideologisch, religiös, apokalyptisch, Heilslehren“ ersetzt. Für mich klingt davon keines schlimmer oder besser, weshalb ich sie gleichgesetzt habe. Und doch erinnern Ihre Begrifflichkeiten aus dem Metphysischen mindestens ebenso an Dämonen wie die Gier. Wobei Habgier natürlich ebenfalls eine der sieben Todsünden im Katechismus der katholischen Kirche ist.

            Abgesehen davon, ist der Dämon grundsätzlich definiert als ein übernatürliches Wesen, das zwischen Mensch und Gott steht. So betrachtet, passt der Begriff doch gut zu liberalen Ökonomen, Leistungsträgern und einseitigen Dauerkritikern, die sich selbst als objektiv und sachlich ohne eigene Ideologie verorten 😃
            Um bei der Religion zu bleiben, könnte man also sagen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.

          17. @Dieter, wer wie Habeck glaubt, die Welt retten zu können, wenn Deutschland CO2-neutral wird (bei 2% Anteil), ist eben religiös – oder kann nicht rechnen. Habecks Satz: „Wenn wir das schaffen..“ zeigt doch den missionarischen Impetus übedeutlich!

          18. @Markus Fugmann
            Wer Habeck das religiöse Motiv unterstellt, „die Welt retten“ zu wollen, dämonisiert und ist nicht objektiv, sondern polemisch. Alleine schon diese Phrase trieft vor Häme, Überheblichkeit, Herablassung und Spott. Es ist ein typischer Kampfbegriff aus der Klimaleugnerszene und bei AfD-Anhängern (ich kenne diese Floskel zur Genüge auch aus anderen Foren zu Themengebieten, die mich interessieren und von Menschen, die mir persönlich bekannt sind).

            Eine wesentlich wahrscheinlichere Möglichkeit ist doch, dass Herr Habeck einfach versucht, die Verpflichtungen und Vereinbarungen zum Pariser Klimaschutzabkommen und der im GG verankerten Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen einzuhalten.
            Vielleicht sorgt er sich ebenfalls wie Sie um seine Kinder, nur eben aus anderen Gründen.
            In liberalen und libertären Ökonomenkreisen mag etwas wie Vertragstreue als dumm und naiv gelten, schließlich hält sich doch auch sonst niemand daran. Also sind wir Geisterfahrer und die ganze Welt lacht über uns. Das mag zwar zutreffen, rechtfertigt aber nicht die Art und Weise und den Ton, der hier angeschlagen wird.

          19. @Dieter, hören Sie auf mir eine Nähe zu Klimaleugnern und der AfD zu unterstellen. Wer nicht für Ihre Sicht ist, ist rechts und Klimaleugner – echt eine miese, diffamierende Tour, die Sie da abziehen!
            Religiöse werden offenkundig sauer, wenn man ihre Religion in Frage stellt! Dafür sind Sie leider ein gutes Beispiel..
            A propos: das EU-Parlament hat heute mit klarer Mehrhei beschlossen, Atomkraft als Netto-Null-Technologie (CO2) einzustufen – Klimaleugner und Faschisten alles, oder @Dieter?

          20. @Markus Fugmann
            Ich unterstelle Ihnen keine Nähe zu gar nichts, sondern weise lediglich darauf hin, dass diese Floskel sehr oft in den genannten Kreisen anzutreffen ist. Und dass sie polemisch, diffamierend und nicht objektiv ist.
            Warum reagieren Sie darauf so mimosenhaft? Ist vielleicht ein wahrer Kern erkennbar?
            Ich könnte auch von Ihnen schreiben: Wer nicht für Ihre Sicht ist, ist grün und Klimahysteriker – mache ich aber nicht, weil ich Sie nicht kenne, dafür aber meine Emotionen im Griff habe.
            Danke dennoch für Ihre warmen und netten Worte.

          21. @Markus Fugmann
            Apropos: Ich verstehe Ihren nachträglich hinzugefügten Hinweis auf Atomkraft als Netto-Null-Technologie nicht ganz. Was CO2-Emissionen betrifft, kann man das natürlich ansatzweise so bewerten. Niemand hat das je bestritten, genauso wenig wie ich jemals das Wort „Faschist“ benutzt habe.
            Mich als „Religiösen“ zu bezeichnen und mir eine „miese, diffamierende Tour“ zu unterstellen, beweist doch genau das, was ich die ganze Zeit sage. Sie sind nicht objektiv und dämonisieren mit Begriffen aus der Religion.
            Sie schlagen nun schon ziemlich wild um sich, oder @Markus?

          22. @Dieter, jetzt machen Sie auf ruhig und besonnen, um mir umso besser angebliche Hysterie und Getroffenheit zu unterstellen – aber Sie versuchen sehr gezielt mich in eine Ecke zu drängen, und dagegen verwahre ich mich.
            Sie sind ein begabter Demagoge, das muß ich Ihnen lassen..

          23. Billigtrix von Lurch

            @Dieter Stubenvoll
            Ich beziehe mich auf Ihre Aussage „Es ist ein typischer Kampfbegriff aus der Klimaleugnerszene und bei AfD-Anhängern.“

            So bescheuert und komplett hirnrissig die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Ansichten der AfD auch sind, so schlau ist ihre Strategie, diesen Schwachsinn erfolgreich zu verbreiten. Man hört und sieht den ganzen Tag nichts von diesen Spinnern, sie haben keine eigenen Ideen und Vorschläge mitzuteilen, sie sind einfach nur gegen alles und für eine Zersetzung demokratischer Grundprinzipien.

            Und dennoch gelingt es ihnen höchst erfolgreich, Ihr schleichendes Gift und ihre blanke Wut irgendwie indirekt über Social Medias und Messenger-Kanäle in die Köpfe der Bevölkerung zu infiltrieren, ohne dabei ihr inhaltliches Nichts zu offenbaren. Ganz im Gegenteil glauben ihre Opfer sogar noch, sie seinen Selbstdenkende und Erleuchtete.

            Dahingehend muss ich diesen Rechtspopulisten und Hasspredigern tatsächlich meinen Respekt aussprechen. Mit absolut gar nichts eine bundesweite Zustimmung um die 20% zu erreichen und weniger schlaue rechtskonservative Flügel anderer Parteien auch noch in Grabenkämpfe um die begehrte Wutwählerschaft zu verstricken und mit AfD-Parolen zum Original zu treiben, ist manipulatives Marketing vom Feinsten.
            Man sieht, die Jungs und Mädels haben ihre Schulaufgaben gemacht und erfolgreich die Kernkompetenzen von Josef, dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda assimiliert.

          24. @Markus Fugmann
            Dankeschön für die nächste Beleidigung.
            Wenn Sie meine bisherigen Kommentare in diesem Thread einmal durchlesen, nachdem Sie dreimal tief durchgeatmet haben, werden Sie feststellen, dass ich schon die ganze Zeit ruhig und besonnen bin.

            Um genau zu sein, haben Sie sich ziemlich emotional in meine (versuchte) Diskussion mit @Jonas Tobsch eingeklinkt, die durch Ihre Intervention dann leider erst gar nicht zustande kam.
            Und schon kurz danach sind Sie in die Luft gegangen wie das legendäre HB-Männchen😡
            Aus dem Grund lasse ich Sie nun fürs Erste in Frieden, bevor Sie einen Herzinfarkt erleiden.

            Hochachtungsvoll
            Ihr begabter religiöser mieser Demagoge vor dem Herrn

          25. @ Dieter

            „Ihr begabter religiöser mieser Demagoge vor dem Herrn.“

            Falls es Sie tröstet, ich halte Sie weder für begabt noch religiös und vor allem das Ganze auch nicht vor dem Herrn (Haben Sie sich versucht als jemand darzustellen der es in den Himmel schafft, weil er ja so ein guter Mensch ist?).

            Ich halte sie ehr besessen vom Dämon.
            Der Dämon der ultralaxen Geldpolitik der letzten ca. 15 Jahre läst Sie glauben, dass wir uns in Deutschland eine Energiewende mit der Brechstange leisten können.

    2. @Markus Fugmann
      Sie schrieben einen interessanten Satz am 21. November um 19.46 Uhr:
      https://finanzmarktwelt.de/deutschland-der-doppel-wums-gegen-habeck-und-scholz-marktgefluester-video-291933/#comment-162445
      „Die Gelder kommen von einem Milliarden-Erben aus den USA, der die Klimakleber finanziert, andere wie Agora haben direkten Zugang in die Politik, während die Öl-Lobby eher persona non grata ist inzwischen..“

      Nun, die Öl-Lobby hatte auch mindestens 70 Jahre lang Zeit, ihr Narrativ vom großen Wohlstandsbringer zu verbreiten, dabei sukzessive Umwelt und Klima annähernd irreparabel zu beschädigen, alle Nebenkosten und „kleinen“ Kollateralschäden auf die Allgemeinheit und zukünftige Generationen abzuwälzen. Letzteres gilt übrigens auch für die Atomlobby.

      Dass Milliardärserbinnen Klimakleber unterstützen, ist eine Sache. Die Summe, mit der sie unterstützen, eine völlig andere.
      Kennen Sie die Summen? Die „Letzte Generation“ erhielt ca. 50.000 Euro vom Climate Emergency Fund (Aileen Getty, Tochter von Jean Paul Getty, Rory Kennedy, Tochter des ermordeten US-Senators Robert Kennedy und Trevor Neilson, der für die Bill & Melinda Gates Foundation arbeitete).
      Aber Milliardär und Erbe und Klimakleber (als Synonym für Grüne) klingt viel publikumswirksamer, nicht wahr?
      Soweit ich mich erinnere, fiel kürzlich Ihre Bewertung zu Milliardärserben im Privatjet wesentlich weniger kritisch aus.

      Als Stakeholder ohne primäre finanzielle Interessen und gemeinnütziges Unternehmen, das sich durch Zuwendungen von Stiftungen und öffentlichen Einrichtungen finanziert, steht Agora den rein monetären Interessen von Shareholdern diametral gegenüber. Grundsätzlich ist Agora Energiewende damit weder unternehmerischen noch parteipolitischen Interessen verpflichtet, sondern sieht ihre Aufgabe ausschließlich im Gemeinwohl und dem Klimaschutz. Sie betreibt keine Auftragsforschung und akzeptiert keine finanzielle Unterstützung durch Unternehmen.
      Mit gerade einmal 14 Millionen Euro an zweckgebundenen Spenden und Zuwendungen entspricht ihr Budget nicht ganz dem Jahressalär eines einzelnen Leistungsträgers von Linde oder zweien von VW, Merck oder BMW. Von ausländischen Leistungsträgern aus der Fossilindustrie einmal ganz zu schweigen.

      Doch wer aus solchen Motiven tätig ist, wer – um es mit Max Webers sozialen Handlungsmotiven zu sagen – werteorientiert statt rein wirtschaftlich-zweckrational handelt, muss nach Ihrer Definition einfach religiös verblendet sein.

      Ich finde es etwas unausgewogen und seltsam, wie Sie sich auf zwei kleine Adjektive in einem ziemlich langen Kommentar von @Bernhard Waldyra fokussieren, um daraus „Dämonisierung“ abzuleiten. Sie bauen das in der Folge sogar zu einem ausgewachsenen Whataboutism aus (und was ist mit der grünen Lobby, Milliardenerben aus den USA, Klimakleber?), statt auf die eigentlichen Inhalte und Fragen einzugehen. Nachdem Ihnen @Bernhard unwiderlegbar dargelegt hat, dass Klimaschutz laut BVG-Urteil im Grundgesetz verankert ist und Ihnen @Jonas Tobsch Ihre eigene „Dämonisierung“ in einer langen Liste an Zitaten vor Augen geführt hat, stellen Sie letztendlich einen dritten Leser (@Dieter Stubenvoll) als Bauernopfer und miesen diffamierenden Demagogen an den Pranger.

      Und das nur, weil er Ihre Begriffe „ideologisch, religiös, apokalyptisch, Heilslehren“ als ebenso „dämonisierend“ (Ihre eigene schreckliche Begrifflichkeit) empfindet und dahingehend gleichsetzt mit „gierig“ (was nicht nur er als vergleichsweise harmloses Attribut im Zusammenhang mit Energieunternehmen zu empfinden scheint).
      Objektiv betrachtet, war @Dieters Stein des Anstoßes lediglich die Bemerkung: „Was über die Grünen abgeht, ist keine „latente Dämonisierung“ mehr, sondern eine höchst evidente.“ Und das bezogen auf @Jonas‘ Kommentar, der hauptsächlich den Shitstorm an Kommentaren adressiert, für den Sie selbstverständlich als Moderator nicht verantwortlich sind 😉

      Am Ende kontern Sie durch nachträgliches Editieren Ihres eigenen Kommentars erneut mit einem weiteren, sehr durchsichtigen Strohmann-Argument, indem Sie der Häme wegen des BVG-Urteils noch Spott wegen der Abstimmung des EU-Parlaments zur Einstufung von Kernkraft hinzufügen und im gleichen Atemzug @Dieter unterstellen, er würde auch die als „Klimaleugner und Faschisten“ bewerten.

      Darf ich offen sprechen, Major Rütting?
      @Dieters kurzer Satz in seinem ersten Kommentar hat sich bewahrheitet: „Er [Herr Fugmann] reagiert ja schon auf leiseste Kritik auffallend pikiert und verstimmt, selbst wenn sie völlig berechtigt ist.“
      Sie haben das von Anfang an emotional nicht überwunden, die ganze Zeit im Hinterstübchen mit sich geschleppt und – um es erneut mit Max Webers sozialen Handlungsmotiven zu sagen – extrem affektuell reagiert.

      Insofern ist @Dieter aus Ihrer subjektiven Sicht tatsächlich ein „begabter Demagoge“.
      Ebenso, wie Sie es aus der subjektiven Sicht von @Dieter, @Jonas, @Bernhard oder @Leah vielleicht sind.

      1. @Anna, ich glaube Sie unteschätzen, was hier abläuft: es ist die Stigmatisierung aller, die das dominante Klima-Narrativ kritsch sehen als „rechts“ und „Klimaleugner“. Das passiert in den Medien – das passiert jetzt hier im Forum. Damit sollen diese Menschen mundtot gemacht werden – Ewiggestrige, Verblendete, nicht ernst zu nehmen.
        Aber die Mehrheit der Menschen sieht das anders: die erleben etwa, dass ihre Immobilie massiv an Wert verliert, weil nicht den heutigen Energiestandards entsprechend etc. Ihre Jobs verschwinden. Warum? Weil vor allem eine europäische Elite sich in den Kopf gesetzt hat, jetzt voran gehen zu müssen, um die Welt zu retten. Und sei es um den Preis der Verarmung der Bevölkerung. Wir sind auf diesem Wege sehr alleine – was den Nutzen unserer Maßnahmen total konterkariert. Das verpufft, bringt nichts. Warum gehen die Klimakleber nicht nach Peking – also dorthin, wo es wirklich relevant ist?
        Das fossile Zeitalter hat den Wohlstand gebracht (jenseits irgendeiner Lobby) – unschön, aber wahr. Die Abschaffung der Fossilen wird als Konsequenz die Armut bringen. Und diese Abschaffung – und das ist so verhängnisvoll – wird mit einer Planwirtschaft systematisch betrieben. Der Sozialismus siegt – nur ist es diesmal der grüne Sozialismus. Die Folgen des Sozialismus sind immer gleich – und am Ende eben nicht zum Wohle der Menschen, weil die Mehrheit verarmt..

        1. Wohlstandserhalt und energetische Transformation zusammen scheinen, zumindest weltweit, für die nächste Zeit wohl nicht möglich zu sein.
          Also werden die Menschen, eben weil sie Menschen sind, den Wohlstand wählen und die Mühen der Transformation abwählen.
          Klimawandel kam bei den meisten Menschen bisher als etwas wärmere Sommer, ein paar Überschwemmungen und blockierte Straßen durch Klimakleber ins Bewußtsein.
          Dafür will keiner seinen Wohlstand aufgeben.

        2. @Markus. Ihren Kommentar „Wir sind auf diesem Wege sehr alleine“ ist nicht richtig wie ich Dir am Beispiel von Wärmepumpen und E-Autos gerne erläutern möchte, als zwei Technologien, die nicht fossile Energieerzeugung erst nutzbar machen.

          1.
          Deutschland ist in Europa nur auf Platz 15 was den Anteil neu eingebauter Wärmepumpen bezogen auf 100 Haushalte betrifft. WIR SIND NICHT ALLEINE!

          https://www.focus.de/finanzen/news/nur-knapp-vor-grossbritannien-deutschland-hinten-dran-so-foerdern-andere-staaten-europas-den-einbau-von-waermepumpen_id_189188816.html

          2.
          In Dänemark wurden Öl- und Gasheizungen schon 2013 verboten. In Frankreich ist der Einbau neuer Öl- und Gasheizungen bereits seit dem Jahr 2022 verboten. WIR SIND NICHT ALLEINE!

          3.
          Deutschand ist in Europa in der Neuzulassung von E-Autos nur auf Platz 9 (13%). In Norwegen beträgt dieser Anteil sogar fast 75%. WIR SIND NICHT ALLEINE!

          https://www.carforyou.ch/de/content/garagen/posts/die-entwicklung-der-elektroauto-situation-in-der-schweiz

          Klar können Sie jetzt argumentieren, dass der Strom nicht komplett erneuerbar produziert wird, aber immerhin entsprechend prozentual dann schon, Tendenz steigend.

          Im Übrigen nimmt Deutschland nur Platz 9 weltweit ein wenn es um den Anteil erneuerbarer Energien geht. WIR SIND NICHT ALLEINE!

          https://energiestatistik.enerdata.net/erneuerbare-energien/erneuerbare-anteil-in-strom-produktion.html

          Unsere Väter haben noch Kohlebriketts aus dem Keller geschleppt, als Kind kann ich mich noch an stinkende Öltanks im Haus erinnern, mit Gas haben wir uns zu stark abhängig gemacht, die Kernenergie lässt nach Tschernobyl und Fukushima auch sehr viele Fragen offen. Keiner möchte schliesslich ein Atomkraftwerk oder ein Endlager vor seiner Haustür – bin mir sicher auch Du nicht Markus!

          Die Entwicklung geht nun weiter Richtung erneuerbare Energieerzeugung. Markus, auch Du wirst diese Entwicklung nicht aufhalten können. Mir kommt es manchmal so vor, als ob Deine Rückschlüsse an der Realität vorbei gehen. Z.B. versuchst Du auch seit über einem Jahr 2x täglich die Aktienkurse nach unten zu predigen (bis auf wenige Ausnahmen), aber das Gegenteil ist ganz offensichtlich passiert.

          Aber ich möchte die Dinge gerne differenziert betrachten und Dir andererseits ein grosses Lob für die engagierte Marktbeobachtung und Datenzusammenfassung hier bei Finanzmarktwelt machen. Den Sarkasmus und die Ironie in Deinen Beiträgen muss jeder für sich selbst einordnen. Ich finde es ok, aber manchmal doch etwas übertrieben.

          Wo ich Dir auch recht gebe ist, dass die Ampel-Koalition und die Grünen im speziellen die Energiewende zu schnell und zu reglementiert vorantreiben. Da sollte die Bevölkerung viel besser mit eingebunden und mitgenommen werden. Ob wir jetzt noch ein paar Monate mehr oder weniger Kohle oder ein wenig LNG verstromen, ist doch egal. Finde das auch schlechte Politik was die Ampel-Koalition veranstaltet, ändert aber nichts an der Wegrichtung die wir beschreiten und weiterhin beschreiten werden. DENN WIR SIND NICHT ALLEINE!

          Der Anteil von Wärmepumpen steigt seit 2002 stetig und unaufhaltsam. Und das bereits massiv unter den Vorgängerregierungen, auch ohne Beteiligung der Grünen:

          https://de.statista.com/infografik/29432/anteil-der-waermepumpen-im-wohngebaeude-neubau-in-deutschland/

          WIR SIND NICHT ALLEINE!

          1. @ Permanix

            Die sog. Energiewende ist „von oben“ angeordnet und wird natürlich in fast allen Ländern verfolgt. Aber nur Deutschland schließt dabei Kernkraft aus, bzw. kauft sie nur beim Nachbarn ein.

            Jedes Land hat andere Umweltbedingungen. Wärmere Länder nutzen sinnvollerweise Wärmepumpen, weil sie weniger Heizungsbedarf und mehr Kühlungsbedarf haben. In Frankreich wird sehr ohnehin viel mit (Atom)strom geheizt.

            Es ist immer sinnvoll, dezentral angepaßten Einzelentscheidungen den Vorrang einzuräumen. Das ist generell ein Erfolgsfaktor im Vergleich zu zentralistischen Ländern. Warum gerade bei diesem Thema auf die schlechtere Strategie wechseln?

            Deutschland ist in der Hinsicht allein, dass wir auch bei diesem Thema wieder versuchen, es sehr dogmatisch umzusetzen.

            Hinzu kommt, dass alle anderen Länder ihren Bürger stärker unterstützen, wenn sie ihnen etwas abverlangen. Etwa müsste ein älteres Haus dass auf die Beheizung mit Öl hin gebaut ist, mit sehr hohen Kosten saniert werden. Der Zwang dazu wird mit dem Schutz der Allgemeinheit begründet und entspricht einer Enteignung. Wenn man das macht, muss man wenigstens in voller Höhe entschädigen. Kein Gedanke daran in Deutschland.

            Schließlich haben die letzten Monate sehr deutlich gezeigt, dass es nicht einhellige Überzeugung der Wissenschaft ist, dass wir es mit dem medial verbreiteten Klimawandel zu tun haben. Ich kann mich erinnern, dass dies hier im Forum noch vor einiger Zeit grundhaft abgestritten worden ist und frage mich, ob inzwischen jemand mitgeschnitten hat, dass dem nicht so ist?

          2. @Felix. Einen vollständigen Ausstieg aus der Erzeugung von Atomenergie haben bisher Italien und Deutschland durchgeführt, weitere Staaten wie Belgien (bis 2025) und die Schweiz haben einen Atomausstieg angekündigt bzw. ihn in die Wege geleitet. Österreich nahm sein fertiggestelltes Kernkraftwerk Zwentendorf bereits 1978 nach einer Volksabstimmung nicht in Betrieb, weitere Staaten brachen zum Teil weit vorangeschrittene Atomprogramme ab
            Und wie ich dargelegt habe, ist die Entwicklung der Energiewende, z.B. der Atomausstieg, auch schon in den Vorgängerregierungen beschritten worden. Der Anteil erneuerbarer Energien am weltweiten Strommix ist seit 2010 um 10 Prozentpunkte auf fast 30 % gestiegen. Diesen Trend kann man nicht verleugnen und ist definitiv kein Alleingang in Deutschland. Ich gehe nicht davon aus, dass wir 100% irgendwann abdecken können, aber es wäre doch als Menschheit dumm, wenn wir die Chancen und Vorteile neuer Technologien nicht nutzen würden.

            Meine Meinung zur Umsetzung in Deutschland unter der derzeitigen Regierung, habe ich bereits kundgetan. Aber auch andere Länder ordnen die Energiewende von oben an: Dänemark und Frankreich (fossil betriebene Heizungen). Italien und Belgien Ausstieg aus Atomkraftwerken. China reguliert sowieso alles von oben, möchte die erneuerbaren in den nächsten Jahren verdoppeln. Selbst die USA beginnt damit Verbote auszusprechen: Im US-Bundesstaat New York wird es in Zukunft verboten sein, neue Wohnungen und andere Gebäude an das Gasnetz anzuschließen oder mit anderen fossilen Energieträgern zu versorgen. Das berichtet die Washington Post. Demnach gilt das Verbot ab 2026 für neue Gebäude bis zu sieben Stockwerken und ab 2029 auch für größere.

            Wir müssen aufpassen, dass wir den Blick nach aussen realistisch behalten und unsere Situation in Deutschland ehrlich bewerten, auch wenn wir Deutschen immer etwas die Tendenz zur Jammerei haben. Und bei der nächsten Wahl kann jeder miteintscheiden wie es mit der Thematik weitergeht.

          3. @ Permanix

            Nichts gegen irgendeine Technik. Im Süden ist viel Sonne, in Dänemark weht der Wind. Was sich am Markt durchsetzt ist hilfreich. Was durchgesetzt werden muss, ist meistens nicht nachhaltig.

            Ich denke auch, dass es bessere Verwendungen für Öl gibt, als es zu verbrennen. Aber wir leben in einer Ecke der Welt, in der wir es mit viel Kälte und Feuchtigkeit zu tun haben. Zusätzlich sind wir dichtbesiedelt und benötigen also auch viel für den Lebensunterhalt der Menschen, haben aber wenig Rohstoffe. Daraus schließe ich, dass wir nicht die Bedingungen haben, um die Umstellung auf eine Metallwirtschaft anzuführen (zumal wir dafür eine Industrie benötigen, die hohe Temperaturen in der Fertigung – also z.B. auch Gas benötigt). Unser wichtigster Beitrag kann Forschung und Entwicklung sein.

            Schließlich stellt sich in einer Gesellschaft immer die soziale Frage. Wer heute schon einen Gebrauchtwagen fährt und nicht in den Urlaub fliegt, belastet die Umwelt schon viel weniger, als Wohlhabende mit neuen Autos und regelmäßigen Urlaubsflügen. Da kann man den Ärmeren nicht mit Hinweis auf das Klima den Strom und die Heizung verteuern. Sowas funktioniert nicht, weil es nicht in Ordnung ist.

            Wir kommen jetzt aus einer Phase, in der sehr viele aus der Atomkraft aussteigen wollten. Aber dieser Trend ist beendet. Die Länder nehmen bestehende Kraftwerke wieder in Betrieb und planen neue. Uran hat ein 15-Jahres-Hoch erreicht.

            Was die Frage nach der Wahl angeht, sehe ich das Problem auf einer anderen Ebene. Ich habe mehr und mehr den Eindruck, dass die Leute denken, „Demokratie ist, was die Mehrheit will“. Das ist aber falsch. Demokratie ist eingebettet in eine bestimmte Kultur. Eine Verfassung, die auch Minderheiten, aber grundhaft jeden Bürger vor dem Staat schützt. Der Staat ist in einer Demokratie immer auf ein ausführendes Organ begrenzt. Historisch wissen wir, dass jeder Staat immer versuchen wird, seine Macht auszudehnen. Typischerweise durch „Notfälle“. Dem ist entgegenzutreten. Immer.

            Keinem Staat steht es zu, seinen Bürgern konkrete Maßnahmen aufzuerlegen, weil man das Klima beeinflussen will. Das könnte theoretisch eine Weltregierung. Diese würde aber mit so vielen unveräußerlichen Merkmalen der westlichen Demokratien kollidieren, dass es dann eine Diktatur wäre. Und zwar selbst dann, wenn eine Mehrheit der Menschheit ein bestimmtes Programm gewählt hätte.

            Ich möchte ein kleines Gedankenexperiment anregen: Die AfD erfreut sich ja allgemeiner Unbeliebtheit bei 80%.
            Wenn nun aber die AfD 51% der Stimmen bekäme und alles so machen würde, wie sie es wollte, was wäre das Gefühl bei dieser Lage?

            Und genauso fühlt es sich im Moment für einen großen teil der Arbeitnehmerschaft in Deutschland hinsichtlich der grünen Regierung an.

          4. @Felix
            Dass ausgerechnet Sie sich ueber angebliche Anordnungen „von oben“, ist doch bei ihrer antidemokratischen, autoritaetsglaeubigen Haltung ein Witz. Sind Sie es nicht, der das Ergebnis von demokratischen Wahlen (wenn auch in einem anderen Land) nicht anerkennen will?

            Zu den Waermepumpen: Also, Daenemark, Schweden und Norwegen benoetigen weniger Heizungsbedarf als Deutschland? Sie scheinen in Geographie nicht besonders gut aufgepasst zu haben

            Und natuerlich erzaehlen Se wieder den kokolores von wegen, dass es nicht Konsenz in der Wissenschaft ist, dass der Klima menschengemacht ist.

            Sie scheinen a) weder den Stand der wissenschaftlichen Diskussion noch b) die Bedeutung von „Konsenz“ innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinde zu kennen.

            Es herrscht ein breter Konsenz, dass der Klimawandel menschengemacht ist. Punkt.

        3. Irgendwie hat man das Gefühl, dass die Grünen privilegierten Gutmenschen ein wenig gereizt auf ihren zerplatzten Traum einer schuldenfinanzierten Energiewende reagieren.

          Sie verstehen halt nicht, dass es nur ihr Traum ist und für die Mehrheit ein Alptraum bedeutet.

          😂

          Die Fragen sich wahrscheinlich immer noch, warum jetzt nicht alle Bürger sich eine PV Anlage auf’s Dach schrauben, eine unwirtschaftliche Batterie kaufen, einen teuren Elektrowagen kaufen, eine Wärmepumpe für mehrere zehntausende Euro einbauen, einen Altbau für hunderttausende Euros energetisch Sanieren etc. pp.

        4. @Markus Fugmann
          „die Stigmatisierung aller, die das dominante Klima-Narrativ kritsch sehen als „rechts“ und „Klimaleugner“.
          Gegenfrage: Ist „linksgrün-versifft“, „Klimahysteriker“, „Weltenretter“ und „Klimasekte“ denn keine Stigmatisierung?

          Wie gesagt, es vergeht kein einziger Tag mehr, an dem nicht grüne Politiker, deren Wähler oder auch nur Menschen, die lediglich in gewissen Bereichen grüne Interessen haben, beleidigt, beschimpft, diffamiert oder zumindest extrem einseitig kritisiert und für alles Mögliche verantwortlich gemacht werden.
          Ich meine, mich an einen kürzlichen Kommentar erinnern zu können, in dem die Grünen sogar für die schlechten Ergebnisse der deutschen Fußball-Nationalmannschaft verantwortlich gemacht wurden.
          Müssen also jetzt sogar schon unsere Kicker die Zeche grüner Politik bezahlen?

          Und wie soll man die Menschen künftig bezeichnen, die den anthropogenen Klimawandel leugnen oder völlig verniedlichen? Mir fällt einfach kein Wort ein, mit dem jeder leben kann und zufrieden ist. Vielleicht „Klimarealisten oder Klimapragmatiker“?

          1. „Ich meine, mich an einen kürzlichen Kommentar erinnern zu können, in dem die Grünen sogar für die schlechten Ergebnisse der deutschen Fußball-Nationalmannschaft verantwortlich gemacht wurden.“

            Stimmt doch auch oder?

            Die Grünen verbreiten mit ihren Weltuntergangsfantasien nun mal ein schlechtes Klima. Da bekommen selbst Fußballer Klimadepressionen und ver(baer)bocken jedes Spiel 😁

        5. Mein Gott, @Markus Fugmann, Sie werden ja zu einem wahren Ludditen. Aber als Historiker wissen Sie ja, dass – um einen Staatschef eines verwesten Staatswesens in abgewandelter Form zu zitieren – den Fortschritt auf seinem Lauf halten weder Ochse noch Esel auf. Auch keine Ludditen. Ich werde es später noch weiter elaborieren.

          Sie beklagen einerseits, dass das Klimanarrativ mit Millionen von reichen Gönnern lobbyiert wird, behaupten gleichzeitig, dass die Abkehr von den fossilen Brennstoffen zwangsläufig Armut bringen wird. Das zeigt, wie sehr Sie selber auf dem Lobbyismus der Öl- und Gasindustrie hereingefallen sind. Die Ölindustrie wusste seit den 1970ern aus Forschungen ihrer eigenen Wissenschaftler, welche Konsequenzen der massive Ausstoß von CO2 und anderen Klimagasen haben wird. Sie haben nicht nur Millionen über Millionen in Lobbyarbeit gesteckt, um das zu vertuschen. Sie haben es sogar geschafft, zwei Lobbyisten direkt ins Oval Office wählen zu lassen. Beide haben Ölkriege angefangen. Der eine hatte wenigstens den Vorwand der Besetzung Kuwaits durch Saddam Hussein, der Jüngere musste massiv Beweise fälschen. Der Dritte in der Familie hat es immerhin bis zum Gouverneur von Florida geschafft und war durchaus nah dran, ebenfalls ins Weiße Haus einzuziehen.

          Ich muss Ihnen, dem Historiker, wohl kaum Popitz erklären und dass als Konsequenz, dass sich Eliten bilden, die ihren Einfluss nutzen, um die Gesellschaft in ihre Richtung zu manipulieren. Und dies geschieht in der amerikanischen Gesellschaft wesentlich einfacher und offensichtlicher als in Europa. Nur, dass sich mittlerweile als Gegengewicht eine ebenso mächtige Wissenschaftselite gebildet hat und die Medien zu nutzen weiß. Nur, einfach die Erkenntnisse der Wissenschaft als Klimaideologie abzutun, weil auch die Klimaaktivisten gesponsert werden, spricht doch Ihren übrigen intellektuellen Fähigkeiten Hohn. Wir haben doch mit dem Internet genug Möglichkeiten, die Aussagen beider Gruppen zu vergleichen und zu bewerten. Und was fällt auf? Die Klimaleugner, lobbyiert von der Ölindustrie, fallen wesentlich häufiger durch Falschaussagen auf.

          Kommen wir zu Ihrer Aussage, die Abkehr von den fossilen Brennstoffen wird notwendigerweise zu Armut führen. Wir haben das Problem, dass wir nur eine Erde haben, und daher ein Kontrollversuch mit zwei Erden leider nicht funktioniert. Also müssen wir uns anders behelfen. Wir haben in den letzten Jahren und insbesondere dieses Jahr gesehen, wie uns das Klima um die Ohren schlägt. Hitzewellen in den USA, Trockenheit in Mittelamerika und Asien, Waldbrände in ungeahntem Ausmaß in Kanada und Südeuropa. Die letzten Jahre haben in Deutschland zu einer Dürre geführt. Selbst dieses relativ feuchte Jahr konnte bisher die Böden nicht ausreichend durchfeuchten. Und welche Region trifft es am meisten? Die Börde-Böden in Ostniedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg. Dort, wo das Gros unserer Lebensmittel wachsen. Die Dürre in Asien hat dazu geführt, dass Indien seine Reis- und Zuckerexporte reduziert hat. Logische Folge: Preissteigerungen. Für Millionen Menschen. Uns betrifft es nicht stark, weil wir a) reich genug sind, dass es uns egal ist, b) Reis nicht unser Grundnahrungsmittel ist. Ob der Dürre ist der Panamakanal betroffen. Weitgehend unbeachtet von uns herrscht in Panama seit Wochen Chaos. Vordergründig geht es um einen Minenstreik. Darauf komme ich gleich noch mal zurück.

          Was passiert eigentlich, wenn der Panama durch den Klimawandel nicht mehr nutzbar wird? Über 50% der Importe aus Asien werden durch den Kanal gen Osten der USA transportiert. Ein Ausfall des Kanals wird unmittelbar eine Verteuerung und Verknappung von Gütern in den USA zur Folge haben.

          Zurück zu Panama: In einem wirklich guten Video haben Sie mal den Zusammenhang zwischen gesteigerten Lebensmittelpreisen und Protesten am Beispiel des „Arabischen Frühlings‘ belegt. Was glauben Sie eigentlich, was passiert, wenn die Temperaturen dauerhaft oberhalb der 2-Grad-Steigerung liegen werden, wie wir es jetzt im November schon an einigen Tagen gesehen haben? Weite Teile Afrikas werden unbewohnbar, ebenso Teile Südeuropas. Die sozialen Verwerfungen des „Arabischen Frühlings“ werden uns dann nur wie ein laues Lüftchen vorkommen.

          Die billige fossile Energie ist Ursache unseres Wohlstandes. Richtig. Aber sie ist auch das Ende unseres Wohlstandes. Ich kann die Konservativen nicht verstehen – und Sie als Historiker erst recht nicht. Die Geschichte lehrt uns, dass, wenn wir uns nicht verändern und anpassen, untergehen. Vom Pharaonenreich über das Römische Reich, ob die Mongolen, das Spanische Kolonialreich oder die Qing-Dynastie. Die Meiji-Restaurierung ist ein einprägsames Beispiel, wie durch erfolgreiche Anpassung und Fortschritt ein Wohlstandsschub entstand.

          Oder bleiben wir in Deutschland: Wie hat sich die Montanindustrie im Rheinland geweigert, sich anzupassen, obwohl sie todesgeweiht war. Das Sterben durch unsinnige Subventionen wurde nur herausgezögert, statt konsequent die Wirtschaft umzubauen. Womit wir wieder bei den Ludditen oder den Schlesischen Weberaufstand sind. Wer nicht aus der Geschichte lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen. Müssen wir die Erfahrung der Ludditen wirklich wiederholen?

          Der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Wir können nicht ewig an Stahlrohrfabriken in Deutschland festhalten. Wir haben in Deutschland schon vieles verschlafen: Digitalisierung, elektrische Automobile, den gesamten Tertiären Bereich. Warum hat Deutschland oder Europa nichts wie Google, Amazon, ChatGPT etc. zu bieten?

          Sie machen sich Sorgen um die Zukunft Ihrer Kinder? Welche Zukunft haben sie, wenn wir in Deutschland noch in zwanzig Jahren Stahlrohre herstellen? Keine. Sie leben in Hamburg, auch wenn sie Norditaliener sind 😉. Wenn Sie mit den Einheimischen reden, dann wissen Sie, wie präsent die Große Sturmflut von 1962, bei den Älteren De Grote Mandrenke (mein Großvater erzählte davon, auch wenn es genaugenommen drei Mandrenken waren), ist. Mittlerweile steigt das Wasser in der Nordsee schneller, als die Halligen und Inseln natürlich wachsen. Ihre Kinder, wenn wir es nicht schaffen, den Anstieg des Meeres zu begrenzen, werden ein neues Gedicht lernen: „Heut bin ich über die Hallig Hooge gefahren, die Insel ging unter vor 50 Jahren.“ Zumindest die Norddeutschen haben alle das Original auswendig in der Schule gelernt: „Heut bin ich über Rungholt gefahren, die Stadt ging unter vor 600 Jahren.“ Ja, auch das Gedicht handelt vom Hochmut der Menschen.

          Und der Blanke Hans wird wieder reiche Ernte einfahren. Die Jahrhundert-Sturmflut in der Ostsee ist schon mal ein Vorgeschmack.

          Im Wattenmeer, als direkt vor Ihrer Haustür, lässt sich prima der Klimawandel beobachten. Die Brut- und Zugvögel haben sich verändert und kommen zu anderen Zeiten. Machen Sie mal eine vogelkundliche Wanderung im Hauke-Haien-Koog mit! Sehr lehrreich.

          Wir wussten von Anfang an, dass Öl und andere fossile Brennstoffe endlich sind. Und billiger? Keiner kann mir erzählen, dass Wind und Sonne, die potentiell eigentlich immer vorhanden sind und völlig kostenfrei sind, potentiell teurer sein sollen als etwas, was aus dem Boden mit schwerem Gerät herausgeholt werden muss, teuer transportiert werden muss und dann verbrannt werden wird. Warum machen wir uns immer wieder mit den fossilen Brennstoffen abhängig? Ob von Russland, dem Nahen Osten oder den USA, wenn die Energie umsonst vor unserer Haustür liegt? Verstehe ich nicht.

          Ach ja, dass wir jetzt dummerweise LNG aus den USA importieren müssen, liegt an jemandem im Osten, der uns das Gas abgestellt hat. Die Bundesregierung dafür verantwortlich zu machen, ist doch wohl etwas kindisch, oder?

          Die Abschaffung der fossilen wird vielleicht nicht die Verminderung des Wohlstandes verhindern, aber das Festhalten an Fossilen wird mit absoluter Sicherheit unseren Wohlstand zerstören. Kommen wir noch zu einem Ihrer Totschlag-Argumente: China. In „The Telegraph“ erschien dieser Tage ein Artikel, dass China seinen Peak an CO2-Ausstoß schon erreicht haben könnte. Ich kann die Daten nicht überprüfen. Vielleicht kann sich ja mal unser China-Experte darum kümmern. Die International Energy Agency geht zumindest davon aus, dass der Ölpeak spätestens Ende des Jahrzehnts in China erreicht sein wird. Abhängig von Wirtschaftsentwicklung und Einflüsse des Wetters, eventuell früher. Somit zeigt sich, dass Deutschland nicht allein dasteht, sondern dass der größte Emittent an Klimagasen auch seinen Ausstoß senkt.

          Überhaupt wirkt dieses Argument kindisch: Wir brauchen nichts zu tun, weil ja China auch nichts tut. Was sagt China? Wir brauchen ja nichts zu tun, weil ihr ja auch nichts tut. Ja, sind wir hier im Kindergarten?

          Noch ein Punkt zum Schluss: Sie kritisieren, dass Klimakritiker meist als „rechts“ und „Klimaleugner“ stigmatisiert werden. Ein Blick in dieses Forum reicht doch aus, um zu verstehen, warum dies so ist: Der Großteil der „kritischen“ sind rechts, autoritär verliebt, antidemokratisch und Klimaleugner. Ich weiß, dass sie nicht leugnen, dass sich das Klima wandelt und auch nicht, dass dies ursächlich vom Menschen verursacht wird. Ich will auch klarstellen, dass ich Sie nicht in die Ecke mit EIKE und AfD stellen will.

          Ich stimme auch in zwei Punkten überein: Es war vielleicht nicht die klügste Idee, in einer Energiekrise die Atomkraftwerke abzuschalten. Nun, es gehört zur grünen Folklore, und am Ende haben diese 4% der Stromproduktion den Kohl auch nicht mehr fett gemacht. Die Energiewende läuft alles andere als rund. Dies jedoch nur den Grünen und Klimaideologen in die Schuhe zu schieben, ist zu billig. Ihre Landsleute aus dem Süden tragen doch einen Großteil zu dem Chaos bei, indem sie erst in eine totale Verweigerungshaltung gegangen sind und nun sehen, dass das ihrem Bundesland irgendwie nicht richtig guttut.

          1. @Horst, was Sie schreiben klingt in vielen Punkten rationaler und vernünftiger..
            Aber Sie schreiben eben auch: „Sie machen sich Sorgen um die Zukunft Ihrer Kinder? Welche Zukunft haben sie, wenn wir in Deutschland noch in zwanzig Jahren Stahlrohre herstellen? Keine!“
            Genau diese Behauptung (eher eine apokalyptische Prophezeiung) bestreite ich! Das ist doch genau das zentrale Problem: Sie beschreiben einen massiven Anstieg des Meeresspiegels etwa bei der Nordsee – aber wo ist der? Der Club of Rome hatte bereits in den 1970er-Jahren prophezeit, dass viele Großstädte am Meer in den nächsten Jahren untergehen würden – nichts davon ist eingetroffen!
            Und so wird auch Ihre Prophezeiung nicht eintreffen..

          2. @Markus Fugmann: Warum, glauben Sie, werden die Deiche entlang der Nordseekueste erhoeht? Als Abreitsbeschaffungsmassnahme? Wie ich schon schrieb: Der Anstieg des Meeresspiegels in der Nordsee uebertrifft schon jetzt das natuerliche Wachstum der Halligen und Inseln. Konkret: 1,7 bis 4,1 Millimeter pro Jahr. In den vergangenen 100 Jahren ist der Meeresspiegel in der Deutschen Bucht um 15 bis 20 Zentimeter gestiegen.

            Seit Beginn der Industrialisierung ist durch die Klimaerwärmung der Meeresspiegel bereits um 20 cm angestiegen und der Anstieg hat sich von 1,4 mm p.a. am Anfang des 19. Jahrhunderts auf 3,7 mm p.a. im letzten Jahrzehnt deutlich beschleunigt.

          3. @Horst, ok, die Halligen sind gefährdet – das ist schade für die Halligen und natürlich für die Welt eine immense Katastrophe..
            Seit Beginn der Industrialisierung 20cm – da wird Hamburg bald nicht mehr bewohnbar sein (..kleiner Scherz am Rande), wie ein Hamburger Grüner kürzlich gesagt hat..

          4. @Markus Fugmann
            Noch sind ja auch seit 1992 „nur“ 7,56 Billionen Tonnen Eis geschmolzen, was zu einem relativ geringen globalen Anstieg des Meeresspiegels von 21 Millimetern führte. Wobei es natürlich enorme regionale Unterschiede gibt.
            Allerdings ist die Tendenz der Schmelzrate überproportional stark steigend, in Grönland ist die Rate des Eisverlusts heute fünfmal höher als 1992, in der Antarktis hat sie um 25 Prozent zugenommen.

            Betrachtet man einmal nur das Schelfeis im Polareisschild, sind seit 45 Jahren bereits 35 Prozent verloren gegangen. Diese riesigen schwimmenden Eisplatten aus Gletscherausläufern fungieren aber als eine Art riesiger regulierender Staudämme, die einen deutlich höheren Pegel aus freigesetztem Eis und Wasser dahinter bisher noch in der Region halten konnten.

            Alleine Grönland birgt ein Potenzial von sieben Metern Meeresspiegel-Anstieg – die Beiträge aus der restlichen Arktis und der Antarktis sind darin nicht mitberücksichtigt. Das wird natürlich noch lange dauern, allerdings gilt ein Anstieg um mindestens 21 Zentimeter in diesem Jahrhundert unabhängig von allen Klimaschutzmaßnahmen und Entwicklungen als höchstwahrscheinlich bis gesichert (wir wissen ja, in sämtlichen Naturwissenschaften gibt es keine absolut gesicherten Erkenntnisse wie in der Mathematik).

            Das Problem ist ja auch nicht der relativ statische Durchschnittspegel, sondern das zusätzliche dynamische Potenzial in Kombination mit höheren Temperaturen. Mehr Wärme, mehr relative Luftfeuchtigkeit. Mehr Wasserdampf in der Luft, mehr Energie. Mehr Energie, umso höheres Unwetterpotenzial durch Stürme, Sturmfluten und sintflutartige Nierschläge (ich hoffe, der Begriff ist nicht zu religiös-apokalyptisch 😉).

            Stichwort Sturmfluten, höherer Pegel, höheres Ausgangsniveau, höheres Auflaufen:
            https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/380/bilder/ww-i-9-01_775.png
            1999, bis dahin schlimmster Orkan in Dänemark, infolgedessen die kleine Insel Jordsand von der Landkarte verschwand.
            2006, sehr schwere Sturmflut mit den höchsten je gemessenen Pegelwerten im Bereich der Ems, Dünenabbrüche auf den Ostfriesischen Inseln, Pegel bis zu 5,5 Meter ü.NN.
            2007, schwerste Überschwemmungen in Hamburg seit 1990, riesige Dünenabbrüche auf Helgoland, in Rotterdam das Maeslant-Sturmflutwehr erstmals geschlossen, Pegel bis zu 5,4 Meter ü.NN.
            2013, Landverluste auf Sylt und den Ostfriesischen Inseln, Pegel St. Pauli: 6,1 Meter ü.NN.
            Oktober 2023, Jahrhundertsturmflut an der Ostseeküste, teilweise mit den höchsten, jemals registrierten Pegelständen.
            Heute, 24. November 2023, Sturmflut an Nordsee und Elbe erwartet.

          5. @Fugmann
            Ihre Sarkasmus ist ziemlich unangemessen fuer einen Kuestenbewohner. Sie scheinen ueberhaupt nicht zu begreifen, was dies fuer Sie als Kuestenbewohner bedeutet. Der Anstieg des Meerespiegels ist nicht linear, sondern beschleunigt sich. Der Anstieg bedeutet, dass Strumfluten schon heute deutlich hoeher auflaufen. Heisst: Ohne hoehere Deiche wird Hamburg Sturmfluten erleben, die bis zu 1.20 hoeher auflaufen, als 1962. Die Ertuechtigung der Deiche kostete allein 2022 128 Millionen Euro. Ich moechte mal das Geschrei hoeren, wenn HH absaeuft. Dann heisst es: Warum wurde nicht mehr gescheutzt?

            Der Anstieg der Lebensmittelpreise und der Verlust von Ackerflaeche ist wahrscheinlich auch nicht schlimm, oder? „Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen“???

          6. @Horst, also so weit ich weiß liegt Hamburg nicht an der Küste..
            Aber im Ernst: Sie malen ein Szenario, das schon so oft gemalt wurde – und nie eingetroffen ist..

          7. @Horst Schlemmer
            Ich hätte da eine – leicht ironische – Antwort auf Ihre Frage: „Was passiert eigentlich, wenn der Panamakanal durch den Klimawandel nicht mehr nutzbar wird? Über 50% der Importe aus Asien werden durch den Kanal gen Osten der USA transportiert.“

            Bekanntermaßen ist der Weg auf einer leicht abgeplatteten Kugel wie der Erde am Äquator am längsten, auch wenn er in der 2D-Ansicht einer Landkarte als die kürzeste Verbindung erscheint.
            Der Transport läuft dann auf dem kürzeren Weg durch die Arktis, und das tatsächlich ganzjährig ohne Eisbrecher, wenn wir so weitermachen 😉

          8. @Markus Fugmann
            Vielleicht (noch) nicht Hamburg, aber dafür andere, zum Teil deutlich dichter besiedelte Gebiete dieser Welt.
            https://www.watson.ch/international/natur/442286719-anstieg-des-meeresspiegels-15-staedte-und-laender-die-ein-ernsthaftes-problem-haben

            Ein weiterer Anstieg des Meeresspiegels um etwa 15 Zentimeter reicht aus, um die Häufigkeit von Sturmfluten in vielen der größten Küstenstädte der Welt zu verdoppeln.
            Aus Furcht, dass Jakarta aufgrund des Klimawandels in den nächsten Jahren im Meer versinken könnte, plant die Regierung laut der Online-Plattform archdaily, ihre neue Hauptstadt von Grund auf an einem anderen Ort zu bauen.
            https://www.archdaily.com/1003506/indonesia-plans-to-build-its-new-capital-from-the-ground-up-to-replace-the-sinking-city-of-jakarta?utm_medium=email&utm_source=ArchDaily%20List&kth=0
            „Das Parlament in Indonesien hat ein Gesetz zur Verlegung der Hauptstadt auf die Insel Borneo verabschiedet.“
            https://www.n-tv.de/panorama/Klimawandel-Indonesien-laesst-neue-Hauptstadt-bauen-Jakarta-drohen-Uberschwemmungen-article23067368.html
            „Die neue Hauptstadt Nusantara entsteht im Osten Borneos. 2024 will Präsident Widodo sie mit großen Erwartungen eröffnen.“
            https://www.deutschlandfunkkultur.de/indonesiens-neue-hauptstadt-nusantara-soll-co2-neutral-werden-weltzeit-dlf-kultur-6f0707c2-100.html

          9. Dieter Stubenvoll
            Schön, daß sie es ironisch meinen. müsste man mal nachrechnen. Die wichtigsten Häfen sind Shanghai und Guangzhou. rein Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass es länger dauert, als durch den Kanal.
            Ganz ironiefrei versucht China schon seit einiger Zeit die Arktisroute zu nutzen.

          10. @Markus Fugmann
            Also, indonesien verlagert ganz ohne Grund seine Hauptstadt?
            Und wir sollen wieder Kuchen essen?
            Ihre Argumente sind ziemlich schwach…

          11. @Horst, ich bestreite ja nicht den Klimawandel durch Erwärmung – die Frage ist, wieviel davon menschengemacht ist und wieviel es eben ein Erwärmungszykklus ist, in dem wir uns per se befinden.
            Aber Sie sprechen konkret von Hamburg, um dann auf Indonesien auszuweichen. Natürlich wird es Gebiete auf der Welt geben, die ein Problem bekommen – das gab es immer in der Klimageschichte der Welt. Aber Ihr Hamburg-Szenarion ist weit von der Realität entfernt..

          12. @leftutti
            Sie listen hier Sturmfluten mit Pegeln von +6 Metern in Hamburg auf, und Fugmann schreibt, solche Szenarien seien noch nie eingetroffen. Man könnte hier erneut von Leugnen sprechen, soll man aber wegen „Dämonisierung“ nicht mehr tun. Langsam aber sicher werden Diskussionen zu dem Thema sinnlos, weil absoluter Kindergarten.

            Ihre Bemerkungen zum Thema sind absolut korrekt, nur leider fließen solche Überlegungen zu den enormen Schäden durch deutlich erhöhtes Energiepotential nicht in die blauäugigen und einseitigen Wohlstandsargumente ein. Das zahlen ja schließlich die Versicherungen oder, wenn man wie viele im Ahrtal nicht versichert ist, springt eben der Steuerzahler ein.
            Und was in anderen Teilen der Welt passiert, geht uns ohnehin nichts an. Schließlich wollen wir doch nicht die Welt retten, sondern den Wohlstand der DAX-Vorstände und Aktionäre in Deutschland.

            „Tropische Wirbelstürme im Atlantischen Ozean und im Karibischen Meer gewinnen immer schneller an Stärke. Weil im Zuge des Klimawandels die Oberflächentemperaturen der Meere steigen, können Hurrikane nicht nur mehr Wasserdampf aufnehmen, sondern dies auch immer schneller tun.“
            https://www.mdr.de/wissen/Hurrikane-gewinnen-immer-schneller-Staerke-100.html
            https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/upload/Hurrikan-intensitaet.gif
            https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/upload/Hurrikan-kategorien.gif

          13. Gut, @Markus Fugmann, dann bleiben wir bei Hamburg:
            Wir haben also fuer hunderte von Millionen den Kuestenschutz ertuechtigt, damit Hamburg bei hoeheren Sturmfluten nicht abseucht, und weil wir das erreichen, sehen Sie das als Beweis, dass der Klimaschutz uebertrieben ist? SIe wollen also warten, ob HH wirklich absaeuft und dann mal darueber nachdenken, vielleicht doch die Deiche zu erhoehen? Ich moechte mal die Proteststuerme sehen, wenn Politiker so handeln wuerden. Und was sagen Sie Ihren Kindern? Ups, vielleicht haben wir uns doch geiirt?

            Diese Arguementationskette ist absurd.

            Wenn Sie sich ansatzweise mit der Arbeit von wissenschaftlern auseinandersetzen wuerden – und Sie sind ja wissenschaftlich ausgebildet – dann ist doch die Antwort ganz einfach: Egal, ob der Einfluss des Menschen nun 2,3,4, oder 10% ist: Es ist eindeutig zuviel, auf dass wir in Zukunft in einer Welt leben, die fuer uns ertragbar ist. Der Erde ist es ziemlich egal, die wird auch das ueberstehen und ob es darauf Menschen gibt, ist fuer die Erde als solches auch ziemlich egal.

          14. @Horst, die Schutzmaßnahmen Hamburgs liegen schon sehr viele Jahrezehnte zurück – da war das Klima-Thema noch gar nicht im Fokus, es war eine Reaktion auf die Sturmflut!

          15. @Horst Schlemmer
            Was ich über die Entfernungen geschrieben habe, ist schon richtig. Über die Arktis ist der deutlich kürzeste Weg.
            Hier einmal ganz grob die Daten aus einer Messung bei Google Maps:
            Shanghai – New York City über Nordwestpassage: 15.000 km
            Durch Panamakanal über die übliche Frachtschiffroute: 21.500 km
            Diese Route läuft voll am Äquator entlang:
            https://www.langsamreisen.de/fileadmin/_processed_/d/0/csm_fr3-276-frachtschiffreise_6d4977ee19.webp

            Bei einer Kugel täuscht man sich leicht mit den Entfernungen. Das ist gut zu sehen an den Verengungen der Längengrade, je weiter man sich vom Äquator entfernt:
            https://www.peter-jurgilewitsch.de/wp-content/uploads/2020/05/Linien.jpg

            Hier mal ein Programm, das schnell den Erdumfang an verschiedensten Breitengraden errechnet:
            http://www.hcgreier.at/tools/astronomie/erdumfang_breitengrad/
            Am Polarkreis sind es etwa 15.922 km, am Äquator 40.074 km.

            Mit Ironie habe ich übrigens auf unser aller Freund, den Oberrealisten, Naturwissenschaftler, Bauingenieur und Klimaprofi angespielt. Sie wissen sicher, wen ich meine 🙄

          16. @Markus, welche von den Sturmfluten meinst du? Die von 2006, 2007 oder 2013?
            In welchem dieser Jahre war das Klima-Thema noch nicht im Fokus?
            Und ändert das etwas an immer heftigeren Sturmfluten, ob das Thema im Fokus ist oder nicht?

          17. @leftutti, oder die vielen vielen Strumfluten in den vergangenen Jahrhunderten, die ganz ohne den derzeitigen Klimawandel passierten?
            Ich sage das, weil @Horst mit der Aussage kam, es würden in Hamburg massive Schutzmaßnahmen getroffen angesichts des Klimawandels – das aber ist schon sehr lange her, daher ist das Argument hinfällig, weil keine Reaktion auf die derzeitigen Entwicklungen. Mir ist nicht bekannt, dass Hamburg derzeit auch nur weitere Maßnahmen planen würde..

          18. @Markus, du weichst aus und argumentierst mit anekdotischen Ereignissen und Evidenzen.
            Seit es Pegelmessungen in Hamburg gibt (seit 1788), liegen 8 der 10 Extremwerte im Zeitraum von 1990 bis 2022, einer 1981 und einer 1976.
            Die jährliche Häufigkeit sehr schwerer Sturmfluten ab 3,50 m über MHW ist ebenfalls seit 1990 signifikant gestiegen.
            Ich denke nicht, dass eine derartige Häufung Zufall ist.

            P.S. Du wirkst in letzter Zeit etwas angefressen 😖
            Nervt dich die empirische Evidenz von Messungen, Fakten und Daten?

          19. @Markus Fugmann
            Die Verbesserung des küstenschutz in HH liegen Jahrzehnte zurück und haben mit dem Klimawandel nichts zu tun?
            Ach so, beim Ausbau der speicherstadt musste auf gestiegene Sturmfluten keine Rücksicht genommen werden? Warum genau wurden dann die Eigentümer verpflichtet, die Häuser auf warften zu bauen?

            Am 03. Mai 2019 schloss die Stadt Hamburg außerdem den Neubau der Hochwasserschutzanlage Niederhafen ab. In der Zeit vom Mai 2012 bis Mai 2020 wurde der komplette Bereich um die Landungsbrücken vom Alten Elbtunnel bis zur Speicherstadt neu gemacht. Auf einer Länge von 625 Meter wurden die Wallanlagen um 1,60 Meter bis 1,90 Meter erhöht und bieten somit besseren Schutz vor Hochwasser. Die Promenade um den Baumwall an der Elbe ist jetzt bis zu 8,90 Meter hoch

            Warum müssen denn die wallanlagen erhöht werden? Nicht etwa wegen des steigenden Wassers?

          20. @Dieter Stubenvoll
            Danke für die Info.
            ja, Gefühle sind keine Fakten.
            jetzt schicken wir @dr randolph mit der Komet los, der findet schon ne eisfreie Passage ;-)

          21. @Consumer
            Warum sollte er auch verschont bleiben, solange er selbst höchst durchschaubare Halbwahrheiten und einseitge, subjektive Ansichten verbreitet?
            Ist er ein unantasbarer Heiliger, dessen Sarkasmus und Polemik alle Leser bedingungslos huldigen müssen?
            Selbst ER, der Fugi und seine Plattform, haben inzwischen leider viel vom ehemaligen Glanz und Mythos der FMW-Philosophie verloren, das Wesentliche objektiv herauszufiltern und sachliche, unvoreingemommene Orientierung zu geben.
            Das mag kritiklosen Jüngern und bedingungslosen Kämpfern gegen sagenumwobene mythologische Ungeheuer ungehörig, respektlos und unschicklich, ja gar verdorben, unmoralisch, unsittlich und sündig erscheinen.
            Viele Leser scheinen das anders zu sehen.
            Was, aus demokratischer Sicht, hinsichtlich Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung, stört Sie daran?

      2. @ Anna

        Die Öl Lobby hat wenigstens die Demokratie respektiert.

        Das kann man von den Klimaklebern wohl weniger behaupten. Den Klimaklebern und deren Gesinnungsgenossen ist der Wille der Mehrheit egal (mit ihrer bescheuerten Forderung nach einem Klimarat etc.).

        In anderen Ländern würde man sie wohl ehr als Terroristen einstufen, da sie die Bürger mit nicht mehrheitsfähigen Forderungen terrorisieren aber natürlich meinen alles besser zu Wissen und vor allem, wie andere sich Verhalten müssten.

        Also ähnlich wie die Grünen tief im Herzen.

        1. @Ölmulti
          Der „Klimarat“ ist eine Erfindung des wbgu.de (wissenschaftlicher Beirat für Gesellschaft und Umwelt), damaliger Direktor Prof, Hans-Joachim Schellnhuber (Theorie der Physik). Erschienen 2011.“Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“ Dort konnte man schon 2011 in der Zusammenfassung (für policy makers) lesen, daß die Demokratie erhalten bleiben soll (wie edel !) aber dem Parlament ein Klimarat mit ausgewählten Personen (von wem ? welche ?) vorangestellt werden soll, der die Entscheidungen des Parlamentes auf Klimaverträglichkeit prüft.
          Die neue Art der Demokratie.
          Die Zusammenfassung ca. 30 S. dürfte noch als pdf zum runterladen da sein.Ist aber ein mühsam zu lesendes Pamphlet.
          So lange kurvt das also schon in den grünen Geistern herum.

          1. Wenn wir beide dann per Los in den Klimarat berufen werden, dann sorgen wir erst einmal für ein gutes Klima im Land 😁.

            Vielleicht findet sich ja dann eine Mehrheit im Klimarat für Atomkraftreaktivierung, für heimische Gasförderung und weniger Import von dreckigem LNG…

            Das werden sich die Klebenden aber sicher anders vorgestellt haben. 😂

            Vielleicht ist die Idee mit dem Klimarat doch garnicht so schlecht…..man stelle sich die ungeahnten Möglichkeiten vor, wenn dort viele Ölmultis hineingewählt werden 😁

            Es müssen halt nur die „richtigen“ Leute dort hinein 😁

          2. @ottonorma:
            Hat der Buergerat „Klima“ irgendwelche legislatorischen Befugnisse gehabt? -> Nein
            Hat der Buergerat „Klima“ irgendwelchen wesentlichen Einfluss auf Entscheidungen gehabt? -> Nen.
            Zitat: Was seine Wirkung angeht, so kann der offiziell gelobte Bürgerrat Klima getrost als Flop bezeichnet werden“
            Im Gegensatz zu den vom Ihnen genannten Vorstellungen, war es ein Losverfahren.
            Also, was regen Sie sich auf?

        2. @Ölmulti
          Die Klimakleber sind aber eine kleine Gruppe Radikaler und alles andere als repräsentativ für Grüne und Andersfarbige, die sich einfach nur für Klimaschutz und Energiewende einsetzen.
          Sehen Sie, das ist genau die Stigmatisierung und Diffamierung, die Herr Fugmann an der Gegenseite so vehement kritisiert. Wobei ich in der vorliegenden Diskussion der Ansicht bin, dass der Vorwurf keinesfalls zutrifft, weil niemand irgendwen persönlich als „rechts“ und „Klimaleugner“ bezeichnet, sondern nur darauf hingewiesen wurde, dass die hier verwendete Floskel vom „Weltenretter“ oft in diesen Kreisen anzutreffen ist. Man könnte sie auch einfach vermeiden, und schon wäre das Problem gelöst. Aber egal…

          Laut einem Verfassungsgerichtsurteil sind effektive Maßnahmen zum Klimaschutz im Grundgesetz verankert. Weiterhin gibt es europäische Verpflichtungen und globale Vereinbarungen, die einzuhalten sind. Auch das ist Teil der Demokratie, nicht nur libertäres egoistisches Streben nach uneingeschränkter Selbstverwirklichung ohne jede Rücksichtnahme auf Verfassung und Vereinbarungen.
          Wenn Sie einen praktikablen und preislich günstigeren Alternativvorschlag haben, wie die Klimaziele im gesteckten Zeitrahmen eingehalten werden können, nur her damit! Bisher hört man ja nur wütenden Protest, was alles nicht sein darf.
          Also bitte offenbaren Sie uns Ihre Ideen, wie folgende Ziele erreicht werden könnten:

          Anteil Erneuerbarer am Bruttoendenergieverbrauch
          2030: 30% (750 TWh)
          2040: 45% (1.125 TWh)
          2050: 60% (1.500 TWh)

          Die Werte in Klammern gehen bereits von einer weitgehenden Elektrifizierung und daher einem Bruttoendenergieverbrauch von nur 2.500 TWh (9.000 PJ) aus. Falls Sie irgendwelche tollen Ideen mit deutlich weniger Energieeffizienz auf Basis fossiler Energieträger in petto haben, rechnen Sie bitte noch rund ein Drittel hinzu.

          Kleiner Tipp, um Ihnen die Recherche zu ersparen:
          Die 17 Kernreaktoren, die 2011 noch in Betrieb waren, lieferten 133 TWh.
          Die 7 Reaktoren, die bis 2019 in Betrieb waren und mit viel Aufwand und Kosten reaktiviert werden könnten, lieferten 71 TWh.
          Für die bereits installierten Erneuerbaren können Sie im Idealfall 300 TWh einkalkulieren.

          1. „Klimaziele“ und „effektive Maßnahmen zum Klimaschutz“

            Die Klimaziele können nur erreicht werden, wenn die maßgeblichen Verursacher diese Ziele erreichen wollen.
            Die Energiewende in Deutschland müsste man auch unter Verhältnismäßigkeitsgesichtspunkten betrachten.

            Ist es Verhältnismäßig, dass wir in Deutschland unser Industrie kaputt machen und hunderte Milliarden investieren, um am Ende die Erderwärmung um 0,000000000001 °C oder was auch immer gesenkt zu haben, wenn andere Gleichzeitig eine Erderwärmung von 1-2 Grad verursachen? Sind diese Maßnahmen dann Effektiv für den Klimaschutz oder ändern diese Irgendetwas am Klima?

            „Also bitte offenbaren Sie uns Ihre Ideen, wie folgende Ziele erreicht werden könnten:“

            Wir schaffen einen staatlichen (Klima-)fonds der dort in der Welt investiert, wo der größte Effekt für das Klima erzielbar ist. Das bedeutet z.B. es müsste berücksichtigt werden, welche fossilen Kraftwerke durch die Investitionen substituiert werden.
            Und da sind andere Kraftwerke als die in Deutschland wichtiger.

            Wenn die erneuerbaren Wirtschaftlicher sind als andere Kraftwerke, dann hätten wir und das Klima etwas mehr von den investierten Geldern.

          2. @Ölmulti
            Irgendwie hatte ich schon erwartet, dass von Ihnen nichts sonderlich Konstruktives kommen würde.
            Obwohl, immerhin wollen Sie jetzt in China, Russland, Indien und der USA die vielen hundert Milliarden investieren, die wir uns in Deutschland nicht nicht antun wollen. Das ist schlau, richtig superschlau, warum ist da bisher nur noch keiner drauf gekommen?

            Dann fallen zwar in Deutschland die ganzen Arbeitsplätze und Aufträge weg und unser Geld wandert ins Ausland. Aber dafür wird vielleicht ein etwas dreckigeres Kohlekraftwerk ersetzt und die Windausbeute ist 5% höher. Am Ende, wenn wir schlau und gezielt investieren, erreichen wir statt unserer 1,8% Emissionsreduzierung vielleicht sogar 2%.

            Allerdings steigen bei uns die Strompreise ins Uferlose, wenn wir CO2-Zertifikate von den Ländern kaufen müssen, deren neue saubere Stromerzeuger wir subventionieren. Und wunderbarerweise werden immer mehr Schmuddelkraftwerke zu Grenzkosten in die Merit-Order rutschen. Naja, effektiver Klimaschutz muss schon einen Strompreis von mindestens 50 Cent/kWh wert sein. Und die energieintensive Industrie wird sich erst recht darüber freuen und gerne in Deutschland bleiben.

            Den steigenden Gasbedarf decken wir dann wieder mit Putingas, der nette Mann wird sicher zu den alten Konditionen liefern.
            Wieviel würden Sie denn überhaupt jährlich in den Klimafonds einzahlen? Oder speist sich der von ganz alleine, weil es ja ein Marktinstrument ist, und Märkte immer alles optimal regeln?

            Vielleicht habe ich Sie ja einfach missverstanden, weshalb ich mich nur wiederholen kann: Ich freue mich auf Ihre Vorschläge und Berechnungen anhand nachvollziehbarer Zahlen.

          3. Hallo @Anna Luisa,

            aus Sicht des Klimaschutzes ist es doch keine schlechte Idee EE-Kraftwerke dort zu bauen, wo diese besonders effektiv betrieben werden können. Und der Unterschied sind nicht nur ein paar Prozentpunkte: Im Sonnengürtel der Erde können Solarkraftwerke um ein vielfaches effizienter betrieben werden, als z.B. in Nordeuropa. Und wenn Deutschland z.B. ein Solarkraftwerk in Uganda bauen und auch betreiben würde, wäre das Geld auch nicht „flöten“, sondern würde eben durch den Betrieb (d.h. durch den Stromverkauf) auch wieder zurückkommen. Vergleichbar wäre es mit einem Kredit, den man peu a peu wieder zurückbezahlt bekommen würde. Und ein Teil der Wertschöpfung könnte dabei auch in Deutschland stattfinden – jedenfalls was den Bau betrifft. Einziger Nachteil wäre, dass so ein „Kredit“ den Strompreis in Deutschland – aufgrund des Emissionshandel – nicht billiger machen würde – aber es müssen ja nicht gleich hunderte von Milliarden in den Sonnengürtel der Erde fließen. Mit schönen Grüßen aus dem Sonnengürtel 😄, Lausi

          4. Hallo @Lausi
            In der Theorie und auf den ersten Blick mag das wunderbar klingen.
            Dem @Ölmulti nach geht es aber um Investitionen dort in der Welt, wo die schmutzigsten „fossilen Kraftwerke durch die Investitionen substituiert werden“ können.
            5% der Kraftwerke weltweit sind für 73% der Emissionen durch Stromproduktion verantwortlich.
            Spitzenreiter ist das Braunkohle-Kraftwerk Bełchatów in Polen, das etwa 20% des Stroms in Polen produziert und jährlich mehr Treibhausgase emittiert als die Schweiz. Von den restlichen neun der zehn dreckigsten Kraftwerke stehen zwei in Indien, drei in Südkorea, und je eins in Taiwan, China, Japan und Deutschland. Nennenswert ist natürlich auch die USA durch die hohe Anzahl von Kraftwerken.
            In Südamerika, Afrika oder im Pazifik sind solche Superdreckschleudern nicht zu finden.
            https://content.cld.iop.org/journals/1748-9326/16/9/094022/revision4/erlac13f1f1_hr.jpg?Expires=1701428398&Signature=ShOGS7lvQ1ygwlqDQmMe6SpngGAhdS2mMbcAiEw1wQegc3yrt4T6NS6VeqXMDODu-NJ~-fPy-6W8d9s80FwOOU3nHSUkZCqh-tP52oCuzYuT48lgBe~9yY6i777AkK-1dZlDkn3XZqArb~raolaoHvVq1MwuUfxMs6Xbs0xyimdsnC4QdmnuVAbwIShB6exw1Z0tuXPAPJePBaxcKmELJAlNoqkwXbDmqhwQ7nIFvXLgf-hu5w9QJtIfe~QqNakGZIyzIw8u~Ae8jNjjAwHFLeOtpV8A~hx0Ddk2zpXRrFFMzVPIG3z1G9eYwvRqvq0TRGc8zZYM1sktU1NRgF-4SQ__&Key-Pair-Id=KL1D8TIY3N7T8

            Im Sonnengürtel der Erde wird ohnehin nur vergleichsweise wenig Energie verbraucht, ergo entstehen dort auch nur wenig Emissionen, die reduziert werden könnten. In Uganda etwa sind es 0,02%. Ich kenne jetzt zwar nicht die Strompreise dort, kann mir aber gut vorstellen, dass sich eine Investition dort nur sehr langfristig, wenn überhaupt, amortisiert. Gleichzeitig müsste Deutschland jedes Jahr immer teurere CO2-Zertifikate kaufen, was die Preise hierzulande konstant in die Höhe treiben würde. Und das bei stagnierenden bis steigenden Emissionen.

            Mehr als 80% der weltweiten Emissionen von CO2 haben die G20-Staaten zu verantworten.
            https://edgar.jrc.ec.europa.eu/report_2022#emissions_table

            Um die Emissionen Deutschlands in anderen Ländern wie Uganda auszugleichen, müsste man also 90 solcher Staaten komplett emissionsfrei machen. Die Wertschöpfung in Deutschland sehe ich weniger bei der Produktion, sondern in der Montage und Installation vor Ort. Dazu gesellen sich dauerhafte Effekte durch Betrieb und Wartung der Anlagen und Steuereinnahmen. Bis zu zwei Drittel der Bruttowertschöpfung durch Investitionen der erneuerbaren Energiewirtschaft verbleiben im jeweiligen Bundesland, bis zu einem Fünftel in der Region.

            Summa summarum will ich mir das zusätzliche Geschrei der blauen Rasselbande lieber gar nicht vorstellen, wenn deutsche Steuermilliarden an Länder im Sonnengürtel fließen, die Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der erneuerbaren Energiewirtschaft in Deutschland flöten gehen und die Strompreise wegen der Zertifikate explodieren 😩😲

            Im Sonnengürtel und/oder sehr windreichen Regionen sehe ich eher das Potenzial für die Produktion von grünem Wasserstoff.

          5. Hallo @Anna Luisa,

            wie immer hast du durchaus Recht mit dem was du schreibst (ich glaube wir waren schon mal beim „du“…). Was mir beim Lesen deines Post noch in den Sinn gekommen ist:

            Da der Transport von Wasserstoff nicht ganz unproblematisch ist, würde es ja durchaus Sinn machen energieintensive Industrien dort anzusiedeln, wo es reichlich EE’s gibt – also z.B. ein Stahlwerk in Saudi-Arabien. Wenn grüner Stahl mal wirklich in Mode kommen sollte und entsprechend eine Nachfrage entstehen sollte, vielleicht keine ganz illusorische Vorstellung. Deutschland müsste sich dann zum Teil von diesen energieintensiven Industriebranchen verabschieden, aber es gibt ja auch noch andere Industrien wo Deutschland glänzen könnte – Hauptsache der Gehirnschmalz versiegt nicht in DL…😉

            Und wenn du von der weltweit größten „CO2-Dreckschleuder“ in Polen schreibst (diesem Braunkohlekraftwerk), könnte man auf die Idee kommen neben dem Süd-Link vielleicht auch ein Ost-Link zu bauen… Jedenfalls wäre diese CO2-Schleuder ein weiteres Argument dafür zügig ein europaweites HGÜ-Netz aufzubauen.

          6. Hallo @Lausi
            Natürlich ist es prinzipiell das Sinnvollste und Effizienteste, Energie in welcher Form auch immer, erst einmal dort zu verbrauchen, wo sie produziert wird. Das ist ja genau der Grundsatzgedanke dezentraler Versorgung.

            Ein hypothetisches Beispiel: Jedes Haus in einem Neubaugebiet besitzt eine PV-Anlage, ein Teil davon mit Batteriespeicher. Dadurch lassen sich schon heute übers Jahr gesehen Autarkiegrade von 80 bis 90% erreichen, wobei von März bis Oktober teils massive Überschüsse erzielt werden und die Leistung auch im Februar und November ausreicht.
            https://echtsolar.de/wp-content/uploads/2023/02/Photovoltaik-Ertrag-im-Jahresverlauf-Monat-zu-Monat.png
            Bei Einsatz von Wärmepumpe und E-Auto werden von März bis September bilanzielle Überschüsse erzeugt.
            https://www.erneuerbareenergien.de/sites/default/files/styles/content__zoomed/public/aurora/267332.jpeg?itok=v4YvnZEo
            Ein Leser hat einmal einen Energiemonitor für einen ganzen Landkreis in Bayern verlinkt. Diesen verfolge ich seither einigermaßen regelmäßig. Selbst in diesem schon deutlich größeren Maßstab wird übers Jahr gesehen ein Autarkiegrad von 80% und ein bilanzieller Überschuss von 20% erreicht, und das, obwohl kaum Windräder installiert sind (25 MW vs. 470 MWp PV-Leistung)

            Doch zurück zum Beispiel.
            Beim Altbaugebiet daneben sieht es natürlich anders aus. Also sollte doch der grüne Überschussstrom erst einmal dort verbraucht werden, statt ihn einzuspeisen und an den Börsen als Graustrom verkaufen zu müssen. Das spart Netzgebühren und Leitungsverluste und belastet die Netze insgesamt deutlich weniger.
            In der Nähe befindet sich ein Gewerbegebiet, dessen Hallendächer natürlich ebenfalls mit PV bestückt sind. Dort stehen auch ein paar Bürgerwindräder, die primär tagsüber das Gewerbegebiet mit zusätzlichem Bedarf versorgen und nachts dann die Privathaushalte.
            Teure Grundversorger und monopolistische Energiekonzerne bleiben erst einmal außen vor, und zwar solange, bis Strom von ihnen benötigt wird. Diese beliefern weiterhin energieintensive Regionen und Sektoren wie größere Städte und Großindustrie, wo regionale grüne Erzeuger noch nicht ausreichen. Netzentgelte werden entsprechend der kurzen Strecke berechnet, sofern keine direkten Leitungen vom Erzeuger zum Verbraucher verlegt sind.
            Smart-Grids und Lastmanagement (DSM) sorgen für maximale Effizienz, intelligent und flexibel gemanaged und abgerechnet wird alles über virtuelle Kraftwerke.
            Produzierte Überschüsse laufen dort auf ein virtuelles Konto für jeden Erzeuger auf. Zu den wenigen Zeiten, in denen externer Netzbezug nötig ist, fällt maximal der Strompreis an, zu dem durchschnittlich die restlichen 9 bis 10 Monate über auch verkauft wurde (beispielsweise in Höhe der derzeitigen Einspeisevergütung zzgl. ein paar wenige Cent Netzgebühren).

            Vergleichbares gilt selbstverständlich auch für dein Beispiel vom Stahlerzeuger. Ich würde diese Industrien zwar nicht unbedingt bei den Saudis und ähnlichen Ganoven ansiedeln, aber in sonnen- und windreichen Gegenden Europas natürlich allemal. Und dazu gehört natürlich auch der Norden Deutschlands, der seine Windkraft primär auch erst einmal der energieintensiven Industrie in der Region zur Verfügung stellen könnte, statt die dümmlich-sturen Bayern zu versorgen und dafür auch noch mit deutlich höheren Netzentgelten büßen zu müssen.

            Apropos Stahlindustrie: Deutschland importiert in etwa so viel Stahl und Eisen, wie es exportiert. Das gilt sowohl für Grunderzeugnisse, Körner und Pulver aus Eisen und nicht legiertem sowie nicht rostenden Stahl (leichtes Außenhandelsdefizit), als auch für Erzeugnisse und Waren aus Stahl und Eisen (leichter Überschuss).
            Besonders energieintensiv, und somit ineffizient, wenig rentabel und teuer, ist die Erzeugung von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen sowie der Bergbau.
            Bei einer derartigen Nullnummer stellt sich doch die Frage, ob man sich nicht mehr auf Recycling, die Produktion geheimnisvoller hochwertiger Legierungen und auf Waren wie Maschinenbau oder die Belieferung der heimischen Autoindustrie konzentrieren sollte.

        3. @Ölmulti
          Kleiner Nachtrag, die Zeilen hatte ich vergessen einzufügen.
          Da Sie ja keine Erneuerbaren, Wärmepumpen und E-Autos wollen und Gebäudedämmung ebenfalls ein No-Go ist, sind meine Zahlen zu den Zielen beim Anteil Erneuerbarer am Bruttoendenergieverbrauch eher uninteressant. Daher springen wir besser gleich zu den Emissionszielen:

          Reduktion der Netto-Treibhausgasemissionen gegenüber 1990
          2030: 55%
          2040: 70%
          2050: 80 bis 95%

          Ich freue mich auf Ihre Vorschläge und Berechnungen anhand nachvollziehbarer Zahlen.

          1. @Anna

            Sie haben da was Falsch verstanden.

            „Da Sie ja keine Erneuerbaren, Wärmepumpen und E-Autos wollen und Gebäudedämmung ebenfalls ein No-Go ist, sind…“

            Ich will das alles gerne haben nur müssten Sie mir das bezahlen. Würden Sie das machen?
            So wie ich das jetzt über Subventionen schon vielleicht bei Ihnen mit bezahlen muss, da ich für die von mir gezwungenermaßen benutzen noch bezahlbaren Energiequellen Abgaben entrichten muss, die dann an Reiche Menschen mit entsprechenden Investitionsmöglichkeiten zugeteilt werden.

            In Deutschland werden halt Theoretiker entsprechend entlohnt und können sich die von Ihnen genannten Annehmlichkeiten leisten. Glauben Sie im Ernst, dass ein einfacher Arbeiter sich das alles Leisten kann?
            Fragen Sie doch einmal den Mitarbeiter bei der Müllabfuhr der Ihren Müll abholt oder den angestellten Handwerker, welcher bei Ihnen etwas repariert und ob die sich das alles Leisten könnten.

          2. @Ölmulti
            Die Gazetten sind voll davon
            Das Landgericht München hat die „Letzte Generation“ als kriminelle Vereinigung eingestuft! In einer rechtskräftigen Entscheidung werden die militanten Aktivisten als kriminell bezeichnet. Bedeutet: KEINE weiteren Rechtsmittel sind gegen diese Entscheidung möglich.

        4. @Ölmulti

          1. Erinnern Sie mich: welche Regierung haben die Klimakleber nicht-demokratisch uebernommen? Straftaten sind nicht ok, aber die Klimakleber sind nicht die Klimabewegung. Die „Fridays For Future“ haben meines Wissens keine antidemokratischen Forderungen aufgestellt und die Gruenen sind durch freie, gleiche und geheime Wahlen in den BT und durch demokratische Prozesse an die Bundesregierung

          2. Die Oelllobby war gewiefter: Sie hat zwei Praesidenten ins Oval Office gesetzt. Beide haben Kriege ums Oel angefangen.

  12. Interessant, was ein deutscher Wirtschaftsforscher und Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft zu dem Thema sagt:

    „Die Schuldenbremse muss in Einklang gebracht werden mit einem anderen Verfassungsgerichtsurteil, das es zwischenzeitlich gab – dem zum Klimaschutz.
    2021 erklärte das Bundesverfassungsgericht das Klimaschutzgesetz der Großen Koalition für teilweise verfassungswidrig. Die Politik hatte zwar Ziele beschlossen, aber keine Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen. Auch dieses Urteil bindet die Politik durch das Klimaschutzgesetz: 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Das ist eine historische Aufgabe und erfordert erhebliche Investitionen.

    Mit der Schuldenbremse in ihrer heutigen Form ließe sich keine große Steuerreform umsetzen.

    Im letzten Jahr lag die Schuldenquote bei 66,3 Prozent – wir stehen also relativ gut da. Kein Unternehmen würde seine Investitionen nur aus dem Cashflow bestreiten. Wenn wir Investitionen allein aus dem Jahreshaushalt finanzieren, hieße das, dass die jeweilige Generation keinen Anlass hat, etwas zu tun, denn sie selbst hat davon ja keinen Nutzen. Für mich beispielsweise muss keine Transformation organisiert werden, ich bin 61, mir kann der Klimawandel völlig egal sein.

    Union und FDP berufen sich gern auf Ludwig Erhard oder auf Ordnungsökonomen wie Walter Eucken. Aber von denen hätte keiner so dürftig argumentiert, sie hätten immer gefragt: Passt die Regel in die Zeit? Ich bin der Meinung, dass wir diese Diskussion führen müssen. Sie nicht zu führen, hat uns genau dahin gebracht, wo wir jetzt stehen. Dieses Urteil ist ja nicht nur ein Desaster für die Regierung, sondern genauso für die klagende Oppositionspartei, die keine Antwort darauf hat, wie die Transformationsinvestitionen finanziert werden sollen.“
    https://www.n-tv.de/politik/Michael-Huether-zur-Schuldenbremse-Wenn-Politik-so-stattfindet-dann-ist-sie-am-Ende-article24545591.html

    Sicherlich auch nur linksgrün-versifftes Sozialistengeschwätz…

    1. @Bernhard – auf der Webseite der Deutschen Bundesbank steht (Zitat):

      Deutsche Staatsschulden steigen 2022 um 71 Milliarden Euro auf 2,57 Billionen Euro, Schuldenquote sinkt von 69,3 auf 66,4 Prozent

      Wenn man die 60 Mrd.des KTF als „normale“ Schulden aufnehmen würde, dann sinkt die Schuldenquote vielleicht auf 63%… Was ich mit diesem Witz sagen will, ist, dass auch die absoluten Zahlen ihre Bedeutung haben.

      Ansonsten gehe ich aber konform mit Ihrer Meinung. Investitionen in den Klimaschutz sollten wegen der Schuldenbremse nicht verhindert werden – sofern diese kosteneffizient von statten gehen. Beim Heizungsgesetz sehe ich aber diese Kosteneffizienz nicht gegeben…

      1. @Lausi
        Genau die absoluten Zahlen werden ja in die Schuldenquote einbezogen. Dass diese sank, liegt am Nenner, dem BIP, das entsprechend gestiegen ist.
        2021: BIP 3.617,45 Mrd., Schulden 2.506,89 Mrd., Quote 69,3%
        2022: BIP 3.876,81 Mrd., Schulden 2.574,20 Mrd, Quote 66,4%

        Die 60 Mrd. waren auch schon vorher da, nur eben in einem anderen Sondervermögen. Sie wurden lediglich umgeschichtet. Das ist vergleichbar, wenn Sie einen Bankkredit durch einen anderen ablösen.

        Der Öffentliche Gesamthaushalt und damit die Staatsschulden beinhaltet bereits diese Sondervermögen. Er setzt sich zusammen aus Bund, Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden sowie Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte:
        „Der Schuldenanstieg des Bundes ist somit zum Teil auf seine Extrahaushalte (Sondervermögen) zurückzuführen. Den größten Anteil daran hatte der im November 2022 gegründete Wirtschaftsstabilisierungsfonds Energie, dessen Verschuldung bis Ende Juni 2023 gegenüber dem Jahresende 2022 um 29,6 Milliarden Euro auf 59,8 Milliarden Euro (+98,0 %) zunahm.“
        https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/09/PD23_384_713.html

        „Der auf der Schuldenuhr angezeigte Gesamtschuldenstand umfasst neben den Schulden der öffentlichen Kernhaushalte auch die Schuldenentwicklung bei den sogenannten Schattenhaushalten.“
        https://www.steuerzahler-service.de/info_schuldenuhr/

        Dass hier mit den Sondervermögen getrickst wird, liegt an der Schuldenbremse.
        Laut der Schuldenbremse, die 2009 im Grundgesetz der BRD verankert worden ist, darf sich der Bund seit 2016 jährlich um maximal 0,35 Prozent des BIP neu verschulden.
        Somit hätte man nur mehr 13,57 Mrd. an Neuverschuldung zur Verfügung gehabt. Also nahm der Meister der Münze kurzerhand die nicht verbrauchten 60 Mrd. aus dem Coronatopf und schichtete sie in den Klimatopf um. Das ist aber nicht zulässig, weil die Gelder zweckgebunden zur Finanzierung einer außerordentlichen Krise bis zu deren Ende sind.

        Man muss allerdings immer bedenken: Die Kritik und die Aufforderung zum Totsparen kommt stets aus einer bestimmten Ecke, für die der Klimawandel als Märchen gilt und reine Panikmache seitens apokalyptischer Klimasozialisten darstellt. „Kritisiert wird die aktuelle Schuldenpolitik vor allem von Ökonomen aus dem rechtskonservativen Lager wie Monetaristen, neoliberalen Vertretern marktradikaler Wirtschaftstheorien oder Anhängern der Österreichischen Schule.“
        https://www.gold.de/staatsverschuldung-deutschland/

  13. Verhältnisblödsinn

    @ Cara, sehr tragisch, dass Leute sich Mühe nehmen nichtssagenden Tippfehler zu kritisieren und Leute verteidigen, die das Land mit Milliarden beschädigen.

  14. „was erlauben Strunz“ , was erlauben Verfassungsgericht ?

    Die Feststellung den Klimaschutz verfassungtechnisch juristisch festzuschreiben seitens des VfG ,das ist der eigentliche Kardinalsfehler. Damit verlässt das Gericht den Boden der Neutralität und überdehnt seine Zuständigkeit enorm. Denn mit dieser Aussage adressiert das Gericht ,dass das Klima bzw. die Atmosphäre nicht ländergrenzüberschreitend global,sondern erklärt die gesamte globale Atmosphäre für deutsches staatsinternes Gebiet und demzufolge auch die juristische Zuständigkeit. Das ist aber nachweislich falsch ,es gibt beim Klima keine Landesgrenze in dessen Zuständigkeit es zwingend fällt. Das Gericht kann schlicht darüber gar nicht Verfügen.Und aufgrund diesem Falschen ist das sowieso nichtig. Es gibt kein Recht im Falschen. So einfach geht das alles nicht .Solche Fehler machen solche hohen Richter.
    Man kann es kaum glauben .
    Die Regierung kann eventuell in Zukunft mit Begründung entschädigen,aber sicherlich nicht jetzt Gelder veruntreuen,um ein !!!globales!!! nicht in ihrer juristisch und praktischen Einflusszone befindliches Klima
    ,in welche Richtung auch immer, zu beeinflussen . Um das zu erkennen bedarf es nicht einmal einen Gutachter.
    Die aktuelle Regierung hätte vor dem Hintergrund die Abschaltung der KKWs durch die Vorgängerregierung
    (auch schon der Vergessliche) rückgängig machen müssen. Die Dinger sind ja emissionsfreier als KohleKWs.

    Das heißt nicht ,nichts zu tun ,Forschungsgelder etc..

  15. Das sind keine Fehler. Es muss nur die richtige Begründung gefunden werden, dann lässt sich alles erklären und in die gewünschte Richtung biegen. Am besten nimmt man dazu Journalisten her die haben das gelernt, aus Gut Böse und aus Böse Gut zu schreiben.
    Natürlich wären die KKWs prädestiniert für den sogenannten Klimaschutz. Dazu wurde ja der „Klimaschutz“ der „menschgemachte Klimawandel“ erfunden. Margaret Thatcher hatte ihn mit initiiert. Sie lag damals im Streit mit den Kohlegewerkschaften, die das Land lahm legten. Dies sollte nicht noch einmal passieren. Also musste eine Lösung gefunden werden. Kernkraft war in GB nicht hoch angesehen. Die sollte und musste zwecks Energieerzeugung aber gestärkt werden. Man machte Kohle zur dreckigen Kohle die mit CO2 Erzeugung die Welt erwärmte und natürlich zukünftige Klimakatastrophen heraufbeschwörte – genauso wie Klimaabkühlung. Dem wurde die Kernkraft als Lösung, weil CO2 frei, gegenüber gestellt. Man war zuversichtlich die richtigen Wissenschaftler dafür zu finden die diese Ansicht bestätigten – wissenschaftlich.
    Und siehe da, es klappte, allerdings nicht ganz so wie es sich die Initiatoren vorgestellt hatten. Nach Zusammenbruch des kommunistischen Blocks übernahm diese politische Richtung den menschgemachten Klimawandel als soziales Programm für eine Lenkung der Bevölkerungen. Der übermäßige Genuß konnte damit auch reduziert werden.
    Ein Verschwörungssender, die ARD evtl. Phönix, hatte sich dieses Themas in einer Doku angenommen, allerdings schon vor 16, 17 Jahren und es so dargeboten wie oben geschildert.
    Mittlerweile hat sich das Klimathema von seinen Ursprüngen entfernt. Am weitesten in Deutschland, weil dort sogar die Kernkraft verteufelt, obwohl sie im Grunde gefördert werden und als Klimaschutz angeboten werden sollte.

  16. Das die Industrialisierung des Klima erwärmt ist nur eine Hypothese. Durch Datenauslassung manipuliert der IPCC seine eigenen Studien.

    1. DAS IPCC hatte bzw. hat den Auftrag nachzuweisen, dass der Mensch an der Erwärmung schuld ist, nicht nachzuweisen warum es wärmer wird. Das Ergebnis steht also schon zu Beginn fest. oDies steht im Einklang mit der Grüdungsinitiative des IPCC von Frau Thatcher. Es sollte nachweisen, dass Kernkraft wegen des fast Null CO2 Ausstoß besser sei wie Kohle.

  17. Wenn 60 Milliarden nicht ausgegeben werden dürfen, dann ist das kein Milliardenschaden, sondern zunächst eine Milliardeneinsparung. Das beschädigt nicht die Bonität Deutschlands sondern vermindert die Schulden und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass diese zurückgezahlt werden können. Für Finanzpolitik kann das nur gut sein.

    Wer in der Finanzierungslücke einen Nachteil für Deutschland sieht, der muss logischerweise glauben, dass die Einsparung der Gelder Deutschland schadet, weil deren Verwendung doch sinnvoll und für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands wichtig gewesen wäre. Der vertritt also eigentlich grüne wirtschaftspolitische Ansichten.

    1. @ Ferdl
      Zurückzahlen ? was soll zurückgezahlt werden ? Die Schulden, die immer mehr werden ? Das ging nicht mal bei den Schulden aus dem Jahr 2000 und jetzt erst recht nicht. Was träumen Sie sich zurechte ?
      Vielleicht mit Lastenausgleich. Aber das kommt schon einem Raub gleich.

      1. Lieber @ottonorma, die Ratingagenturen verstehen etwas von ihrer Arbeit. Die Meinung von ahnungslosen Laien ist dagegen unerheblich. Laut Ratingagenturen werden die deutschen Staatsanleihen sehr wahrscheinlich alle am Ende ihrer Laufzeit zurückgezahlt. Daher vergeben sie die Bestnote für deutsche Staatsanleihen.

        Nominal werden die Staatsschulden immer mehr, aber das täuscht nur die Laien. Denn die Rückzahlung findet nicht jetzt statt, sondern in der Zukunft. Wird die Rückzahlung mit neuen Schulden finanziert, dann eben in noch fernerer Zukunft. Und bis dahin kann sich viel ändern am Wert der Schulden und auch deren relative Höhe im Vergleich zum BIP. Die Schulden von 2000 sind heute wegen zwischenzeitlicher Inflation auf 68% ihrer damaligen Kaufkraft gesunken, obwohl es noch genauso viel Geld wie damals wäre. So machte es doch Sinn, das Geld damals auszugeben, weil man heute nur mehr 68% dafür bekäme. Es kostete zwar Zinsen, aber wenn es Investitionen waren hat es auch etwas gebracht, das man ohne Schulden heute nicht hätte.

        Ferner gibt es Sondereffekte durch Wirtschaftswachstum. Zum Beispiel ist die Pro-Kopf-Verschuldung der Westdeutschen 1989 erheblich gesunken, weil jetzt auch ostdeutsche Köpfe dafür geradestehen. Das relativiert die Höhe der Schulden natürlich und mehr Köpfe können sich mehr Schulden leisten. So wurden die Schulden noch mehr, weil nun auch Ostdeutschland nicht mehr so aussehen soll wie ein schuldenfreier Staat, sondern wie ein moderner, verschuldeter Staat, was man ja ist.

        Mit ein wenig Wirtschaftswachstum und ein wenig Inflation erledigen sich die alten Schulden nach etlichen Jahrzehnten von selber. Daher ist es sogar sinnvoll, neue Schulden zu machen, um das Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten. Weil das gleichzeitig die alten Schulden relativiert. Die Gelder muss man investieren, nicht konsumieren. Die Neuverschuldung relativiert sich mit der Inflationsrate und dem Wirtschaftswachstum. Wenn die Neuverschuldung im Vergleich nicht überwiegt, dann ist man auf einem guten Weg, Schulden wertmäßig und relativ abzubauen, sogar ganz ohne Rückzahlung.

        Nur wer zurück will in schuldenfreie Zeiten, der müsste erst alle Schulden abbezahlen oder nicht zahlen und seine Kreditwürdigkeit langfristig verlieren. Das wäre ziemlich dumm. Da wäre Deine Vorstellung vom Lastenausgleich und Raub schon zutreffend, wenn so dumme Leute etwas zu sagen hätten.
        Auf der anderen Seite muss man natürlich aufpassen, die geliehenen Gelder sinnvoll in die Zukunft zu investieren und nicht in eine Überschuldung zu geraten.

        Man kann auf beiden Seiten ziemlich viel falsch machen, was eine Mausefalle für Schwarz-Weiß-Denker ist. Die fallen dann von einem Extrem ins Andere und finden den vernünftigen Kompromiss nicht mehr. Man denke an den Abstieg Argentiniens von einer der reichsten Nationen zum vielfachen Staatsbankrott. Da haben viele Regierungen jeweils das Gegenteil der Vorgängerregierung getan. Und nun ist schon wieder ein Extremist an der Macht, der mehr Meinung hat als Verstand. Daher überlassen wir es lieber ausgebildeten Experten, den richtigen Mittelweg zu finden und diesen langfristig gesetzlich zu verankern als Schuldenbremse. Die ist schon richtig und verschafft Vorteile in der EU, aber Schulden sind auch notwendig für den langfristigen Erfolg. Politisch oder wirtschaftlich beeinflusste Meinungen und Lobbyinteressen würden immer auf der einen oder anderen Seite vom richtigen Mittelweg volkswirtschaftlich abstürzen. Ratingagenturen sind da eine halbwegs neutrale Orientierungshilfe für eine ausgewogene, zukunftsfähige Staatsfinanzierung.

        1. Das ist Geschwätz, brutalste Vernebelung, oder warum steigen die Schulden unablässig ? Und wo stehen die größten Schuldenmacher des Erdballes, den USA, jedes Jahr ?
          Sie Laie ! fabelt hier was von dem Vorteil des Schulden machens.

          1. @ottonorma, wenn Schulden machen nicht auch Vorteile hätte, würde niemand Schulden machen.

  18. Haha, die deutschen Freaks spinnen mit ihrer Klima-Panik!
    Ich will endlich Palmen in meinem Garten kultivieren!
    Hoffe die Sonne burnt dieses Land noch ordentlich.

  19. Bitte nicht zu kurzfristig denken. Bei den Magdalena Hochwassern 1342 hat wahrscheinlich noch niemand von Klimawandel gesprochen.
    Damals sollen in einer deutschen Stadt die Schiffe über die Stadtmauern gefahren sein. Die Älteren unter uns können sich noch erinnern.
    Die Natur wird selber reagieren und Korrekturen anbringen, auch damals folgten dann kalte Sommer.Es ist nicht wie in der Finanzwirtschaft wo die Notenbanken den Irrsinn verschlimmern anstatt zu korrigieren.
    .

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