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Immense Gefahren f√ľr Lebensversicherer – Aufsicht ver√∂ffentlicht Details

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Erst gestern hat der Bundesgerichtshof sozusagen h√∂chstrichterlich entschieden, dass ein Gesetz aus dem Jahr 2014 rechtskonform ist. Demnach ist es rechtens, dass sich Lebensversicherer aus den Ertr√§gen bedienen k√∂nnen, die eigentlich ihren Kunden zustehen (wir berichteten). Mit diesen Gewinnen k√∂nnen die Versicherer Mindestrenditen f√ľr andere Kunden bezahlen. Damit bekommt man ein St√ľck weit mehr Stabilit√§t ins Finanzgef√ľge der Versicherer. Aber hey, was interessiert uns schon, dass viele Sparer viel Geld verlieren werden, das ihnen schon in Aussicht gestellt wurde?

Nein, wir unterstellen keine Verschw√∂rung zwischen Gerichten und Staat. Aber es mag ein (lustiger?) Zufall sein, dass genau am selben Tag (gestern Abend) des Urteils Unterlagen von Bundesfinanzministerium und BaFin ver√∂ffentlicht wurden, die aufzeigen, dass die Lage bei den Lebensversicherern doch dramatischer sein k√∂nnte als allgemein angenommen. Dazu m√∂chten wir erw√§hnen: Jetzt kann man sagen, dass es doch gerechtfertigt ist, zum Schutze aller Sparer Gelder umzuverteilen. Aber ist es nicht die Aufgabe der Versicherer zum Beispiel in Hochzinszeiten Reserven f√ľr solche Niedrigzinsphasen anzulegen? Oder w√§re es etwa auch in Ordnung, wenn sagen wir mal Banken sich einfach auf Sparb√ľchern von Kunden bedienen, um woanders L√∂cher zu stopfen? Auch das w√§re nat√ľrlich nicht vorstellbar.

Aber zur√ľck zur Sache. 34 der 87 Lebensversicherer in Deutschland h√§tten mittel- bis langfristig finanzielle Schwierigkeiten, so die Aufseher. Sie st√ľnden unter gesonderter Beobachtung der BaFin und m√ľssten zwei Mal im Jahr Bericht erstatten, wie sie die zugesagten Auszahlungen sicherstellen wollen. Warum Versicherer so essenziell wichtig sind f√ľr den Staat? Nun, mit ihren gigantischen Geldbergen finanzieren sie √ľber den Kauf von Anleihen den Staat und halbstaatliche Institutionen wie F√∂rderbanken. Daher ist es f√ľr den Staat wichtig diese Konstrukte am Leben zu halten. Gott bewahre, dass die Deutschen auf die Idee k√§men in gro√üem Umfang ihr Geld lieber in Aktienfonds zu stecken… BaFin und Finanzministeriun monieren in ihrer aktuellen Ver√∂ffentlichung zwei Risiken f√ľr die Versicherer.

Da w√§ren zum einen die Risiken aus dem Niedrigzinsumfeld. Es ist offensichtlich. Es gibt eine Mindestverzinsung, die erwirtschaftet werden muss. Das ist aber schwierig, wenn das Zinsniveau jahrelang darunter liegt, aus welchem man Renditen erwirtschaften kann. Und da gibt es noch was. Man weist auf das Risiko der steigenden Zinsen hin. Eigentlich sei das ja etwas Gutes f√ľr die Versicherer. Aber m√∂glich w√§re auch, dass zahlreiche Kunden dann abrupt ihre Vertr√§ge k√ľndigen. Sie lassen sich dann auszahlen und investieren ihr Geld in anderen Zinsanlagen mit vermeintlich h√∂heren Renditen. Dann w√ľrde den Versicherern z√ľgig viel Geld fehlen.¬†Zitat BaFin auszugsweise:

Aus Sicht der Finanzstabilit√§t erf√ľllt der Versicherungssektor eine kritische Funktion, indem er Unternehmen, Finanzinstitute, private Haushalte und staatliche Stellen gegen finanzielle Risiken absichert. Ein Ausfall dieser wichtigen volkswirtschaftlichen Funktion tr√§fe die Finanz- und Realwirtschaft unmittelbar.

Direkte und indirekte finanzielle Verflechtungen der Versicherer mit anderen Sektoren des Finanzsystems k√∂nnen zu Ansteckungseffekten f√ľhren. Die direkte Verflechtung besteht insbesondere durch hohe Anlagen von deutschen Versicherern in Banken (22% der Kapitalanlagen von Versicherern im vierten Quartal 2017) und in Investmentfonds (31% der Kapitalanlagen im vierten Quartal 2017). Indirekte Ansteckungseffekte k√∂nnen entstehen, wenn Versicherer √§hnliche Anlageportfolios haben und gleichgerichtete Risiken eingehen. Insgesamt verwalteten deutsche Versicherer im vierten Quartal 2017 Kapitalanlagen in H√∂he von 2,1 Billionen ‚ā¨ oder 14% der finanziellen Aktiva aller deutschen Finanzintermedi√§re.34 Damit haben sie einen entscheidenden Einfluss auf die effiziente Allokation von finanziellen Mitteln in der Volkswirtschaft. Hierbei haben Lebensversicherer eine besondere Bedeutung, da sie Ende 2017 1,2 Billionen ‚ā¨ oder 55% der Kapitalanlagen aller Versicherer verwalteten.

Aus diesen Gr√ľnden befasste sich der Ausschuss f√ľr Finanzstabilit√§t im Berichtszeitraum mit der Widerstandsf√§higkeit der deutschen Lebensversicherer gegen√ľber Zins√§nderungsrisiken. Zins√§nderungsrisiken sind insbesondere f√ľr Lebensversicherer relevant, weil diese h√§ufig feste nominale Zinsgarantien gegeben haben. Da die Laufzeit der Passiva, also der Lebensversicherungsvertr√§ge, die Laufzeit der Aktiva typischerweise √ľbersteigt, √ľbernehmen Lebensversicherer ein Wiederanlagerisiko.35 In einem Niedrigzinsumfeld ist es f√ľr viele Lebensversicherer eine Herausforderung, die in der Vergangenheit gew√§hrten Garantiezinsen zu erwirtschaften. Der Ausschuss f√ľr Finanzstabilit√§t stimmte darin √ľberein, dass ausreichende Risikopuffer der Versicherer wichtig sind, um systemische
Effekte aus dieser gleichgerichteten Anfälligkeit zu verhindern.

Der Ausschuss diskutierte m√∂gliche Finanzstabilit√§tsrisiken aus der Finanzierung der Zinszusatzreserve. Da die laufenden Kapitalertr√§ge die n√∂tigen Aufwendungen nicht decken, muss ein Teil der Zinszusatzreserve auch √ľber die Realisierung von Bewertungsreserven finanziert werden. Sofern dadurch umfangreiche Portfolioumschichtungen n√∂tig sind, k√∂nnen sich adverse Effekte auf den Kapitalmarkt ergeben. Daneben bestehen aufgrund der Ausgestaltung der Zinszusatzreserve Risiken, denn die Lebensversicherer m√ľssen auch bei einem moderaten Zinsanstieg die Zinszusatzreserve weiter aufbauen¬†(Nachlaufeffekt). Da in diesem Szenario die Bewertungsreserven zur√ľckgehen, wird die Finanzierung schwieriger. Aus dieser Situation k√∂nnen hohe handelsrechtliche Verluste f√ľr deutsche Lebensversicherer entstehen. Solvenzaufsichtlich kann ein moderater Zinsanstieg dagegen entlastend wirken: die Kapitalertr√§ge aus der Neuanlage fallen h√∂her aus und der Marktwert der Verbindlichkeiten f√§llt aufgrund ihrer l√§ngeren Laufzeit st√§rker als derjenige der Verm√∂gensanlagen.

Risiken aus hohen Liquidit√§tsabfl√ľssen bei abruptem und deutlichem Zinsanstieg

Ein abrupter und deutlicher Zinsanstieg k√∂nnte im Extremfall zu einer K√ľndigungswelle von Lebensversicherungskunden f√ľhren. Wird eine Lebensversicherung gek√ľndigt, sieht sich der Versicherer folgender Herausforderung gegen√ľber: Der R√ľckkaufswert der Police ist nach geltendem Recht unabh√§ngig vom Marktzins. Um die Auszahlung vorzunehmen, muss der Versicherer jedoch Verm√∂genswerte ver√§u√üern, deren Verkaufswert vom Zinsniveau abh√§ngt. Bei steigenden Zinsen erh√∂hen sich daher die Anreize f√ľr Versicherungsnehmer, ihren Vertrag zu k√ľndigen, um von den h√∂heren Renditem√∂glichkeiten am Markt zu profitieren.

Falls die Marktzinsen ein unternehmensspezifisches kritisches Niveau √ľbersteigen, bestehen ‚Äď unter bestimmten Modellannahmen ‚Äď sogar f√ľr alle Kunden eines Lebensversicherers Anreize zu k√ľndigen, da die R√ľckkaufswerte wegen des gesunkenen Marktwerts der Kapitalanlagen nicht mehr voll kapitalgedeckt sind. 41 Diese unternehmensspezifischen kritischen Zinsniveaus sind im Median von 6% Ende des Jahres 2006 auf 3,7% Ende des Jahres 2016 gesunken. Damit sind die deutschen Lebensversicherer w√§hrend der¬†Niedrigzinsphase anf√§lliger gegen√ľber Liquidit√§tsabfl√ľssen bei einem abrupten Zinsanstieg geworden.

Lebensversicherer Probleme Ursprung EZB
Der Ursprung aller Probleme f√ľr die Lebensversicherer? Die EZB-Zentrale in Frankfurt. Foto: EZB

5 Kommentare

5 Comments

  1. Nachlebnik

    28. Juni 2018 11:45 at 11:45

    Offenbar sind Deutsche noch immer so realitätsfremd, dass sie Unsummen windigen Provisionsjägern in den Rachen werfen.
    Habe vor mehr als 10 Jahren s√§mtliche LVs gek√ľndigt und in EM angelegt. Fette Rendite steurfrei seither.

  2. Rainer

    28. Juni 2018 12:21 at 12:21

    Nix da, mit massenhafter K√ľndigung. Schon in weiser Voraussicht wurde vor Jahren
    “ heimlich “ das VAG ( ¬ß89 )abge√§ndert .Versicherer k√∂nnen demnach die Auszahlung
    verweigern und die Weiterzahlung der Prämie verlangen, wenn es ihnen dreckig geht !!!

    • Michael

      1. Juli 2018 21:14 at 21:14

      314

  3. Sabi

    28. Juni 2018 13:26 at 13:26

    Die beiden haben dies immer wieder gesagt und gewarnt- auch hier!

    https://www.youtube.com/watch?v=tMLEXmfZBUk&feature=youtu.be

  4. Pingback: das-bewegt-die-welt.de

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H√∂chststrafe f√ľr EU und Bundesregierung: Deutsche Staatsunternehmen beenden Iran-Gesch√§fte

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Wie war das nochmal? Nach K√ľndigung des Iran-Atomabkommens durch die USA und vor allem nach Ank√ľndigung von US-Sanktionen gegen den Iran verk√ľndete die EU-Kommission gro√üspurig, dass man (die EU) weiter Gesch√§fte mit dem Iran machen werde. Man ermuntere europ√§ische Unternehmen dazu im Iran auch weiterhin aktiv zu sein – dazu hatte man j√ľngst auch weiterf√ľhrende Ma√ünahmen erlassen. So will man beispielsweise Mittelst√§ndler mit Krediten von EU-F√∂rderbanken unterst√ľtzen usw.

In die selbe Richtung geht die Haltung der deutschen Bundesregierung. Man will, dass deutsche Unternehmen weiter mit dem Iran Geschäfte machen. Die Marschroute ist klar, vor allem in Richtung Donald Trump Рwir lassen uns von dir nicht diktieren, mit wem wir Handel betreiben. Erst vor wenigen Tagen bekräftigte das Bundeswirtschaftsministerium, dass man Exportgarantien sowie Investitionsgarantien auch weiterhin anbiete.

Und wie sieht die Realit√§t aus? Gro√üe Konzerne aus Europa ziehen sich reihenweise aus dem Iran zur√ľck (Daimler uvm). Und das trotz der Drohung aus Br√ľssel, dass die EU europ√§ische Unternehmen bestrafen k√∂nne, die sich nach den US-Sanktionen richten (was f√ľr eine d√§mliche Drohung der EU-B√ľrokraten). Aber es kommt noch viel besser. Aktuell erfolgt die H√∂chststrafe f√ľr Br√ľssel und Berlin. Die Deutsche Telekom, an der der deutsche Staat mit 30% beteiligt ist, hat ihre (wenn auch kleinen) Beratungsgesch√§fte mit Teheran schon eingestellt. Offensichtlich will die Telekom nicht Gefahr laufen, dass die US-Beh√∂rden die gro√üe Fusion zwischen T-Mobile USA und Sprint stoppen.

Aber es geht noch besser. Die Deutsche Bahn, ein 100% im Staatsbesitz befindliches Unternehmen, stellt jetzt ihre Aktivit√§ten im Iran ein. Bisher war man dort beratend t√§tig f√ľr die staatliche Eisenbahngesellschaft, und hatte vor ein weiteres Unternehmen zu beraten. Davon nimmt man jetzt Abstand. Wenn der deutsche Staat Unternehmen aktiv dazu auffordert weiter dort Gesch√§fte zu t√§tigen, und wenn gleichzeitig deutsche Staatsunternehmen sich aus dem Iran verabschieden… dann ist das die H√∂chststrafe f√ľr Br√ľssel und Berlin.

Das bedeutet: Die europäische Politik einer eigenständigen wirtschaftlichen Aktivität mit dem Iran ist brutal gescheitert. Die USA haben sich mit ihrer Macht als gigantischer Konsummarkt durchgesetzt, auf den de facto kein europäisches Unternehmen verzichten kann oder will. Das wäre nämlich passiert, wenn man weiter mit den Iran Geschäfte gemacht hätte. Donald Trump hat sich mit seiner knallharten Drohung durchgesetzt.

Die Folge d√ľrfte sein, dass Teheran wie angek√ľndigt sein Atomprogramm wieder aufnimmt. Das hatte man bereits angedroht, wenn abseits der USA auch die anderen L√§nder sich nicht mehr an die Bedingungen des Abkommens halten. Und durch die Abkehr quasi der gesamten europ√§ischen Wirtschaft sind die Inhalte des Atomabkommens (keine Uran-Anreicherung gegen freien Handel) pulverisiert. Trump wird wohl bekommen, was die Hardliner um ihn herum wollen – eine wirtschaftliche Isolation des Iran durch den Westen, und eine Art Eskalation der politischen Gemengelage mit den Mullahs in Teheran.

Iran Atomabkommen
Im Jahr 2015 wurde das Atomabkommen unterzeichnet auch von den USA.

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Wie ungerecht ist Deutschland wirklich?

Wie ungerecht ist Deutschland wirklich? Laut Clemens Fuest und seinem Vorgänger Hans-Werner Sinn vom ifo Institut gebe es in keinem anderen Land der G7-Staaten weniger Ungleichheit als in Deutschland. Aber andere Untersuchungen kommen zu einem ganz anderen Ergebnis..

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Wie ungerecht ist Deutschland wirklich? Laut Clemens Fuest und seinem Vorg√§nger Hans-Werner Sinn vom ifo Institut gebe es in keinem anderen Land der G7-Staaten weniger Ungleichheit als in Deutschland. Aber andere Untersuchungen kommen zu einem ganz anderen Ergebnis in folgendem Video von „Mission Money“ – in dem es auch um die Frage geht, wie wahrscheinlich ene Zerschlagung von Amazon ist. Und was von Elon Musk und seinen Twitter-Kommentaren zu halten ist in Sachen Privatisierung von Tesla:

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Die neuen ESMA-Vorschriften und der CFD-Handel

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Ein Gastbeitrag von Ivan Gowan, CEO von capital.com

 

CFDs: Auswahl der richtigen Investitionsplattform

Das Jahr 2018 ist durch einige wichtige neue Regelungen gekennzeichnet, denn sowohl die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) als auch die Europ√§ische Wertpapier- und Marktaufsichtsbeh√∂rde (European Securities and Markets Authority, ESMA) bedeuten einen tiefen Einschnitt f√ľr CFD-Plattformen. Dies k√∂nnte dazu f√ľhren, dass sich einige Marktteilnehmer, die CFDs anbieten, zur√ľckziehen m√ľssen, da sie der neuen Gesetzgebung nicht entsprechen k√∂nnen. Dies kann unterschiedliche Gr√ľnde haben. So k√∂nnten etwa die organisatorischen F√§higkeiten oder die Kapitalisierung des Anbieters nicht ausreichen. Andererseits zeigt eine Analyse von Capital.com, ein Anbieter einer Trading-Plattform, der die Richtlinien der ESMA schon vor dem offiziellen Inkrafttreten auf seiner Plattform einf√ľhrte, wie Nutzer von den Regulierungen profitieren k√∂nnen.

 

Auf Seriosität achten

Wer neu in den Handel mit CFDs einsteigen m√∂chte, kommt nicht umhin, auf einen starken und seri√∂sen Partner zu setzen ‚Äď dies alleine schon aus Selbstschutz und um das eigene Risiko zu vermindern. Der Markt tritt hier in einen Reinigungsprozess ein und Trader sollten in diesem Zusammenhang auf einige Schl√ľsselelemente achten.

 

ESMA-Regeln verändern Markt

Zun√§chst sollte auf das Auftreten einer Handelsplattform geachtet werden. Die neue ESMA-Verordnung untersagt aggressive Werbung, die den Handel eines Traders beeinflusst, indem sie ihm einen Bonus anbietet. Sicher kann man in die Vergangenheit blicken und die Marktteilnehmer identifizieren, die auf diese Weise vorgegangen sind ‚Äď hier ist besondere Vorsicht angebracht. Daher ist es verst√§ndlich, dass Facebook und Google angek√ľndigt haben, die Werbung f√ľr CFDs in den geografischen Gebieten einzuschr√§nken, in denen sie nicht registriert sind. Dies dient dem Schutz der Verbraucher.

Auch bei Betrachtung der Einhaltung der ESMA-Regeln kann Spreu von Weizen unterschieden werden. So muss eine seri√∂se Plattform f√ľr die vollst√§ndige und vor allem sofortige Einhaltung der bevorstehenden √Ąnderungen der ESMA-Vorschriften sorgen. Diese umfassen einen Negativ-Saldo-Schutz, der verhindert, dass H√§ndler mehr Geld verlieren, als sie investiert haben. Ebenso f√ľhrt eine individuelle Close-out-Regel dazu, dass H√§ndler immer ihr maximales Verlustpotenzial kennen. Hinzu kommen maximale Limits der Hebelwirkung, die die Volatilit√§t jeder Anlageklasse widerspiegeln. Die Analyse eines Anbieters f√ľr den Handel mit CFDs, der die Richtlinien der ESMA bereits vor dem offiziellen Inkrafttreten auf seiner Plattform einf√ľhrte, zeigt, wie seine Kunden von den Richtlinien profitieren. Insbesondere unerfahrene Trader werden zu Beginn ihrer Marktteilnahme h√§ufiger mit einem Margenausgleich konfrontiert, bei dem sich ein Differenzkontrakt so entwickelt, dass das Geld des Nutzers nicht ausreicht, um zu verhindern, dass eine Position zwangsaufgel√∂st wird. Die Ergebnisse der Analyse von Capital.com legte offen, dass der Anteil der Trader, die innerhalb der ersten 15 Handelstage mit einem Margenausgleich konfrontiert waren, von rund 30 Prozent in den Monaten vor Einf√ľhrung der ESMA-Limits auf nur noch f√ľnf Prozent im Juni sank. Der durchschnittliche Verlust fiel um √ľber 80 Prozent.

 

Lizenz und Geschäftsmodell wichtig

Ferner ist f√ľr den Trader wichtig, auf welchen M√§rkten die Plattform √ľber eine Lizenz verf√ľgt. F√ľr europ√§ische H√§ndler scheiden alle nicht in der Europ√§ischen Union zugelassenen Plattformen aus. Zu einem seri√∂sen Anbieter geh√∂rt ein abgesichertes Gesch√§ftsmodell, das sowohl die Interessen des Anbieters als auch die des H√§ndlers in Einklang bringt. Nicht zuletzt sollte der Plattformbetreiber eine Hotline anbieten, die Trader bei ihren Fragen unterst√ľtzt.

 

Information ist Trumpf

Trader ‚Äď gerade diejenigen, die sich neu mit dem Thema besch√§ftigen ‚Äď sollten nat√ľrlich auch selbst f√ľr die Qualifizierung sorgen, die f√ľr den Handel unerl√§sslich ist. Neben der Marktbeobachtung und frei verf√ľgbaren Tutorials bieten kundenzentrierte Plattformbetreiber entsprechende Informationen und Schulungsmaterial. So informieren sie √ľber die Funktionsweise der Finanzm√§rkte, wie man die eigene Handelsperformance verbessern sowie aus den Fehlern der Vergangenheit lernen kann. Qualit√§tsanbieter verf√ľgen √ľber auf K√ľnstlicher Intelligenz basierende Apps, die das bisherige Verhalten analysieren, Handlungsverzerrungen erkennen und Tradern entsprechende Hinweise schicken.

Der Konkurrenzdruck zwischen den Plattformen wird k√ľnftig immer st√§rker. Alleine in Gro√übritannien sind 23 125k-lizensierte CFD-Unternehmen t√§tig. Durch die neuen Regeln ‚Äď sowohl die der ESMA als auch die Datenschutzgrundverordnung ‚Äď wird ein betr√§chtlicher Teil dieser Anbieter aus dem Markt scheiden. F√ľr Trader ist dies Grund genug, jetzt einen kritischen Blick auf ihre bisher genutzte oder potentielle Handelsplattform zu werfen.

 

 

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