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Immobilien – Trendwende beendet Boom!

Der Markt für Immobilien boomt in deutschen Großstädten. Aber die demografische Trendwende wird diesen Boom bald beenden!

Markus Fugmann

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Der Markt für Immobilien boomt in Deutschland – zumindest in den deutschen Großstädten, aber auch in vielen Mittel-Städten. Die Preise sind in diesen Großstädten in wenigen Jahren massiv gestiegen – aber selbst Regionen, die stagnierende oder gar eine schrumpfende Bevölkerung aufweisen, haben Preissteigerungen erlebt. Viele Beobachter sprechen daher von einer Immobilienblase vor allem in den deutschen Großstädten.

Wird das ungebrochen so weiter gehen? Nein, sagt Andreas Beck, denn der demografische Faktor wird spätestens ab dem Jahr 2030 voll durschlagen! Eben aufgrund dieses demografischen Faktors hatte Beck in einer Studie aus dem Jahr 2007 den kommenden Boom bei Immobilien richtig prognostiziert. Nun aber sei dieser Boom-Trend dabei zu kippen, so Beck.

Warum? Weil der demografische Faktor in den letzten Jahren positiv war für den Immobilienmarkt, aber in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die Preise dagegen negativ beeinflussen wird. Der Grund dafür ist die Wohnflächen-Nachfrage, die in den letzten Jahren durch die Baby-Boomer sehr stark war, aber in den nächsten Jahren deutlich zurück gehen wird!

Beck macht das an den übergeordneten Trends fest:  die Eltern von geburtenstarken Jahrgängen (das sind die Jahrgänge 1955 bis 1969) bleiben im Alter meist in den von ihnen erworbenen Immobilien wohnen – und blockieren damit gewissermaßen Wohnraum. Die zahlreichen Kinder (geburtenstarke Jahrgänge) dieser Eltern drängen daher – wenn sie das Elternhaus verlassen – auf den Markt für Immobilien, meist in Grostäddten, wo es die Ausbildungsplätze und Jobs gibt. Es ist die Nachfrage dieser ausziehenden Babyboomer, die ein zentraler Faktor für die stark steigenden Immobilienpreise war (und noch ist).

Aber: dieser Prozeß – geburtenstarke Jahrgänge drängen auf den Markt für Immobilien – ist bald abgeschlossen, die Nachfrage ist dann weitgehend bedient (auch durch starken Wohnungsbau vor allem in Großstädten). Dann sterben absehbar die Eltern der Baby-Boomer, wodurch der vorher blockierte Wohnraum frei werden wird. Da aber die Babyboomer selbst nur nuch 1,4 Kinder pro Frau haben, kommt aus der Nachfolge-Generation immer weniger Nachfrage – es gibt heute bereits ein Drittel weniger 20-Jährige als noch in der geburtenstarken Vorgänger-Generation.

Die Folge davon wird starker Leerstand bei Immobilien sein – selbst in Boom-Städten wie München. Umso mehr aber gilt das für die schon derzeit schrumpfenden Regionen in Deutschland, sodass in diesen Gegenden die  Immobilienpreise, die derzeit günstig erscheinen, noch stärker fallen werden als in Großstädten.

Für den Markt für Immobilien heißt das laut Andreas Beck: wir erleben das erste Mal in Deutschland eine echte Trendwende nach unten aufgrund der demografischen Entwicklung, die spätestens ab dem Jahr 2030 voll durschlagen wird. Da der Kauf einer Immobilie in der Regel ja eine auf jahrzenhte ausgerichtete Entscheidung ist, sollten sich Kaufinteressenten sehr gut überlegen, ob sie jetzt noch zu den derzeit extre, hohen preisen wirklich unbedingt kaufen müssen, so Beck.

Extrem sehenswertes Interview von „Mission Money“ mit Anders Beck – für Menschen, die den Kauf einer Immobilie erwägen, geradezu ein „Muß“!

 

Der Markt für Immobilien steht in Deutschland aufgrund der Demografie vor einer Trendwende

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    15. Januar 2020 11:49 at 11:49

    Heimlich, still und leise beginnt ein Trend von der Stadt zum Land, zumindest in meiner Region. Der Zuzug und die Preise in strukturstarken Landregionen mit ca. einer halben bis einer Stunde Fahrzeit vom Stadtzentrum, hat stark zugenommen. Die Preise rund um das Stadtzentrum sinken.
    Immer mehr Menschen, von der jungen Familie bis zum Singlerentner wollen im Dorf leben. Sicherheit, soziale Kontakte, gute Luft, Blick in die Landschaft und nicht auf die Fassade des Nachbarn usw. sind die Gründe.
    Natürlich kommt in meiner Region der Tourismus hinzu, der das Land strukturstark und leider auch teuer macht, aber das scheint die Leute nicht aufzuhalten.

    • Avatar

      TM

      15. Januar 2020 15:42 at 15:42

      Aber Speckgürtel unmittelbar um die Metropolregionen und Dorf sind zwei paar Schuhe. Die Zahlen zeigen bisher, dass sowohl junge als auch alte Leute in die Städte ziehen, Menschen im Alter, in dem üblicherweise die Familienplanung ansteht, ziehen in den Speckgürtel – von den echten Dörfern auf dem Land verzeichnen nur sehr, sehr wenige einen Bevölkerungszuwachs.

  2. Avatar

    Ludwig

    15. Januar 2020 15:10 at 15:10

    Sorry – aber ich sehe das ganz und gar anders:
    450.000 WE werden jährlich in D benötigt
    375.000 WE stehen im Koalitionsvertrag
    270.000 WE haben wir in 2019 geschafft und wir schaffen auch nicht mehr.

    Dazu kommt der Anspruch, dass selbst singels auf 100-120qm wohnen möchten.
    Und, dass es in den letzten 20 Jahren keinen Wohnungsbau gab.

    Die Immobilie ist und bleibt Anlage Nr.1.
    Zumal sie immer auch Ertrag generiert – egal in welcher Währung.

    • Avatar

      IchBins

      15. Januar 2020 23:53 at 23:53

      Wo gab es in den letzten 20 Jahren keinen Wohnungsbau? Hier bei mir in München habe ich seit 2009 immer die Baustellen in der Umgebung gezählt (nur Wohnungsbau). Ergebnis: immer etwa 3mal so viele wie die ganzen Jahrzehnte zuvor. 10 Jahre lang. Es wurden also bereits die Bauvorhaben der nächsten 20 Jahre vorgezogen. Dank Draghis Billigst-Luftgeld aus dem Nichts. Jetzt werden es schnell weniger. Wird bestimmt lustig für die Bauwirtschaft. Das ganz große und lange Loch im Anmarsch. Vermutlich das größte aller Zeiten.

  3. Avatar

    Ludwig

    16. Januar 2020 14:33 at 14:33

    Danke ICHBINS und subjektiv sicher richtig – allerdings sieht die Realität anders aus:
    statistik-bau-und wohnungswesen münchen: ab 2009 4125WE, 4289WE, 6266WE, 5589WE, 7233WE,
    6827WE, 5950WE, 7448WE, 2017 dann 7796WE, 2018 7490WE … alles fertiggestellte Wohnungen.

    Sicher, „kein Wohnungsbau“ ist übertieben – aber eben viel zu wenig. Auf München bezogen
    auch auf den Rest der Republik. IN Berlin werden pro Jahr im Vergleich 45.000WE benötigt.

    In Deutschland aktuell: In 77 dt. Großstädten fehlen mehr als 1,9 Mio WE.
    ich bleib dabei – Immobilien = Anlage Nr.1

  4. Pingback: Nachrichten vom 16. Januar 2020 | das-bewegt-die-welt.de

  5. Avatar

    James

    21. Februar 2020 09:44 at 09:44

    Genau so wird es kommen, zutreffend analysiert. Viele können sich dies aufgrund des recency bias nicht vorstellen aber der Markt funktioniert nun mal nach Angebot und Nachfrage. Und das Letztere deutlich sinken wird, geht aus den Zahlen eindeutig hervor.

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Aktuell: CureVac-Aktie mit 190 Prozent Plus am ersten Handelstag!

Claudio Kummerfeld

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CureVac forscht im Kampf gegen das Coronavirus

Das Unternehmen CureVac aus dem beschaulichen Tübingen hat heute für 213 Millionen Dollar Aktien verkauft, und legt heute auch seinen Börsengang an der Nasdaq in New York hin. Das Unternehmen forscht mit Hochdruck nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Vor wenigen Minuten gab es den ersten Börsenkurs. Nach dem IPO-Preis von 16 Dollar liegt der Aktienkurs jetzt schon mit 190 Prozent im Plus. Starke Schwankungen um die 46 Dollar sieht man derzeit. Der Höchstkurs lag vorhin schon bei 48,88 Dollar, der Erstkurs bei 44 Dollar. Was für ein Hype!

Frage: Wollen Sie liebe Anleger auf den Erfolg spekulieren, und hier einsteigen? Wer wirklich ein erfolgreiches Corona-Medikament auf den Markt bringt? Wer weiß das schon zum jetzigen Zeitpunkt? Ist es CureVac, könnte die Aktie natürlich durch die Decke gehen. Es ist eine reine Spekulation. Von den 213 Millionen Dollar IPO-Erlös bei Curevac gehen 150 Millionen Dollar in die Entwicklung des Corona-Impfstoffs. Mit weiteren 50 Millionen Dollar soll die kurzfristige Produktionskapazität ausgebaut werden.

SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp ist Haupteigner und soll es auch bleiben. Nach der Börsengang soll sein Unternehmen Dievini knapp 50 Prozent der Anteile halten. Die deutsche Staatsbank KfW hält knapp 17 Prozent, der Pharmakonzern GlaxoSmithKline knapp acht Prozent. Wird die Aktie der Renner an der Börse? Heute am ersten Tag ist sie es jedenfalls!

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – negative Nachrichten

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Markus Koch meldet sich LIVE im folgenden Video vor dem Handelsstart in New York. Heute gibt es verschiedene negative Nachrichten, welche die Stimmung zum Handelsauftakt eintrüben.

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Antizyklische Idee: Jetzt einen Touristiker kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

juckt Ihnen da schon der Orderfinger? In den vergangenen 12 Monaten rauschte die Tui-Aktie über 50 % in den Keller. Kaum besser das Bild der Lufthansa, deren Aktie in diesem Zeitraum 37 % verlor. Zum Vergleich: Der DAX gewann auf Jahressicht bis dato rund 10 % hinzu.

Sind diese Corona-Opfer jetzt möglicherweise einen Kauf? Nun, die aktuellen Zahlen der Tui sehen nicht nur auf den ersten Blick grausam aus. So schrumpfte der Umsatz im sog. Corona-Quartal um 98,5 % auf kleine 72 Millionen Euro. Gleichzeitig häufte der Touristiker aus Hannover einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro an. Klingt überschaubar, oder? Naja, das ist ungefähr so viel, wie wenn Apple in einem Quartal 500 Milliarden US-Dollar verlieren würde. Der Verlust der Tui entspricht also über der Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung der Aktie.

Bei solchen Relationen werden üblicherweise Insolvenzverwalter hellhörig und geben ihre Visitenkarten beim zuständigen Amtsgericht ab. Im Falle der Tui werden die Insolvenzverwalter allerdings voraussichtlich untätig bleiben, da Vater Staat – ähnlich wie der Lufthansa – rettend einspringen wird.

So stellt die staatliche KfW-Bank rund 3 Milliarden Euro in Form verbilligter Kredite für Tui zur Verfügung. Gleichzeitig schießt der Bund über eine Wandelanleihe 150 Millionen Euro in das Touristik-Unternehmen ein.

Also doch ein antizyklischer Kauf, die Tui-Aktie? Schauen wir uns die Situation bei der kurz zuvor geretteten Deutschen Lufthansa einmal im Detail an. Die Kranich-Linie wurde in einer konzertierten Aktion aus Wien (Austrian Air), Bern (Swiss und Edelweiss), Berlin (Lufthansa selbst) und Brüssel (Brussels Air) gerettet. Eine große europäische Anstrengung, die das Unternehmen und viele Arbeitsplätze retten wird.

Freilich kommt der Staat als Retter nie kostenlos. Beispiel Bern: Dort organisierte und garantiert die Regierung ein vergünstigtes Bankendarlehen in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro für die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss. Der Preis für die…..

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Klicken Sie dazu einfach an dieser Stelle
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