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Schuldenland USA: Ist doch alles bestens? Pro und Contra in Charts

Claudio Kummerfeld

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Die USA türmen immer mehr Schulden auf. Egal ob nun der Staat oder Verbraucher. Der Schuldenstand liegt derzeit höher als vor Ausbruch der Finanzkrise 2008. Geht man nur nach diesem Vergleich, dann müsste man sagen: Ja, die Lage ist dramatisch, die USA sind überschuldet, und das System wird irgendwann kollabieren unter seinem immensen „Eigengewicht“. Und dank des noch höheren Schuldenstandes ist die Fallhöhe für die nächste Krise noch höher, und die Krise wird noch schlimmer als 2008 werden? Aber wird es so kommen? Anhand mehrerer Charts der St. Louis Fed (Teil der Federal Reserve) zeigen wird Pro und Contra-Argumente für die schlimme Lage, und für eine andere Sichtweise einer massiven Überschuldung, die dennoch tragfähig erscheint.

Alles ganz schlimm in den USA?

Im folgenden Chart sieht man seit 1986 die US-Staatsverschuldung. Sie explodiert immer weiter. In diesem Gesamtzeitraum ist es ein Anstieg von damals 1,8 auf aktuell 23 Billionen Dollar! Der lange Zeitraum zeigt die enorme Steigerung dieser Summe. Kurz vor Ausbruch der Rezession in den USA im Jahr 2008, welche durch die Finanzkrise verursacht wurde, lag die Staatsverschuldung „nur“ bei 9,3 Billionen Dollar, und Ende 2009 nach Ende dieser Rezession (grauer Balken im Chart) lag sie bei 12,3 Billionen Dollar. Also ist sie trotz einer seitdem zehn Jahre laufenden Aufschwungphase um weiter 10 Billionen Dollar gestiegen. Kein Ruhmesblatt für die USA!

US-Staatsverschuldung seit 1986

Im folgenden Chart sehen wir seit 1986 die US-Konsumentenkredite. Auch hier gibt es einen stetigen Anstieg von 600 Milliarden auf 4,1 Billionen Dollar. Nur während der Finanzkrise 2008 (grauer Balken) gab es eine kurze Pause. Klar, die pleite gegangenen Verbraucher konnten erstmal keine neuen Schulden machen. Aber in der Hausse der letzten zehn Jahre stiegen die Konsumentenschulden immer weiter an.

US-Konsumentenkredite

Der folgende Chart zeigt seit 1986 die gesamten Immobilienschulden in den USA. Lagen sie kurz vor Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007 auf dem Höhepunkt noch bei 14,6 Billionen Dollar, so sanken sie durch den Zusammenbruch des Marktes bis 2013 auf 13,3 Billionen Dollar. Bis jetzt sind sie aber auf ein neues Rekordhoch von 15,8 Billionen Dollar gestiegen. Die Fallhöhe ist also höher als 2007. Die systemische Verschuldung bei Staat und Konsument ist also höher als vor der Finanzkrise 2008!

US-Immobilienkredite seit 1986

Ist doch alles nur halb so schlimm?

Aber ist die Lage in den USA nicht ganz so schlimm, wie man denken würde? Wir haben uns für alle Teilbereiche der Schulden die Daten zu Zahlungsausfällen angesehen. Und überall sieht es blendend aus. Hier im folgenden Chart sieht man in Prozenten die Ausfallquote der Kredite bei Banken in den USA seit 1986. Im Zuge der Finanzkrise 2008  kletterte die Ausfallrate von 1,5% auf 7,4% im Hoch. Seit 2010 ist sie nun mehr zehn Jahre durchgehend gefallen auf aktuell 1,46%. Auch im historischen Vergleich seit den 80er-Jahren ist dies ein Tiefststand! Also, extrem geringe Ausfallraten, die Amerikaner bedienen ihre auf Rekordhoch liegenden Schulden. Dann ist das System doch solide, wenn die Raten bedient werden?

Ausfallquoten bei Krediten in den USA

Ja, möchte man sagen. Denn man fährt quasi auf Vollbeschäftigung in den USA. Wer Arbeit hat, kann auch Schulden tilgen? Der folgende Chart zeigt den Leitzins der Fed seit 1986. Auf diesen langen Zeitraum gesehen fällt er immer weiter ab. Seit 2009 quasi auf der Null-Linie, konnte auch die Zinsanhebung der Fed beginnend ab 2016 die brummende US-Konjunktur nicht bremsen, und auch die Ausfallraten bei den Krediten stiegen dadurch merkwürdigerweise nicht an!

Ausfallraten bei Krediten in den USA

Und fairerweise muss man auch sagen: Während die Schulden im gesamten US-Finanzsystem immer weiter steigen, so wächst die Wirtschaftsleistung auch immer weiter an. Lag die Verschuldungsquote des Staates in prozentualer Relation zum Bruttoinlandsprodukt vor der Finanzkrise bei 62%, sprang sie durch die Rezession schnell auf über 80%. Mit derzeit 105% ist sie trotz jahrelanger wirtschaftlicher Expansion in den USA weiter gestiegen. Aber der Chart zeigt es. Seit 2013 ist diese Schulden-Relation kaum noch angestiegen. Von 101% auf 105% ist es seit sieben Jahren eher ein Seitwärtstrend, wenn man diesen Langfristchart anschaut. Das Wirtschaftswachstum hilft also dabei, dass das massive Anwachsen der Schulden in den USA nicht ganz so schlimm wirkt. Fazit: Solange die Konjunktur in den USA weiter brummt, können die Verbraucher ihre Kreditraten weiter bedienen. Aber die systemische Verschuldung in den USA steigt immer weiter an, auf immer neue Rekordstände. Schwächelt die Konjunktur, und werden parallel dazu die Zinsen erhöht, könnte das schnell zum Einsturz dieser Pyramide führen.

USA Staatsschulden in Relation zum BIP

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    BrettonWood

    15. Januar 2020 10:28 at 10:28

    Ja gut….das BIP ist ja nicht die tatsächliche Wirtschaftsleistung gemessen in Geld, zu mindest in den USA (ausserdem werden zB in der Schweiz auch illegale Tätigkeiten wie Drogenhandel zum Bip gezählt (bzw Geschätzt) in den Usa reicht es ja das der CHIP zB mehr Leistung hat auch wenn der Preis gleich bleibt damit das BIP steigt….und unter diesem Gesichtspunkt sind immer mehr Schulden ein Problem, solange es zu mindest nich irgendwie Zins gibt, wenn dieser immer weiter füllt oder gar negativ ist, ist es ja nicht erstaunlich das die Ausfallqouten sinken….ich meine einen Kredit zu bedienen wo ich noch Geld dafür bekomme ist einfacher als Zinsen zahlen….

    Hätten wir noch Zinsen würde die Exponetialkurve noch viel rascher ansteigen als dies der Fall ist, wenn Geld wieder Kosten verursacht führt dies auch zu Korrekturen an den Märkten, den das würde zangsläufig ja zur Bereinigung führen….

    Aber eben, gerade in den USA wo der Konsum Schuldenfinanziert ist, und die Depots als Bankomautomaten herhalten müssten, hätten Einbrüche zur Folge das man weniger Konsumieren kann was die Negativspirale auslösen würde….Insofern sind wir im Endspiel…die Frage ist nur gibts noch Verlängerung und Penaltyschiessen…

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      TM

      15. Januar 2020 10:57 at 10:57

      Warum sollten illegale Tätigkeiten nicht mit eingerechnet werden? Es geht doch gerade um die ökonomische Messung.

      Und nein, dieses ständige Beispiel mit den Chips/Rechnern… die Auswirkungen der hedonischen Berechechnung sind minimal.

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        BrettonWood

        15. Januar 2020 11:22 at 11:22

        Wie gross sind diese denn weiss man das ? Ich habe zu letzt hier das erstemal gelesen gehabt….

        Wieso sollte man Bereich zum Inlandsprodult einreichen, wo man keine Ahnung hat wie gross die Märkte wirklich sind? Wo man keine Ahnung hat wie die Gewinnmargen aussehen ?

        Das ist für mich absurd, das BIP sollte doch eine tatsächlich Messbare grösse sein.

        Und das man etwas was man den Menschen verbietet, Sie bestraft wenn Es tun dann doch Wirtschaftsleistung sein sollte erschliesst sich mir nicht. Warum zählen Autodiebstähle nicht zu Wirtschaftsleistung?

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        Koch

        15. Januar 2020 12:01 at 12:01

        Warum sollen illegale Tätigkeiten nicht mit eingerechnet werden?Einfach weil die EZB und die meisten Nationalregierungen das nicht wollen!Sie treiben uns ,per se Kriminelle,ja unsere gewohnten gesetzesbrecherischen Angewohnheiten,aus.(Grosse Geldscheine weg,Absenkung von Bargeldgeschäften auf Minimalbasis,Verbot grosser Geldscheine,nicht erfasste Goldankäufe auf jetzt 1999€,usw.)Da es in absehbarer Zeit,zumindest im Normalvolk keine finanziell krummen Dinger mehr gibt,und die Cum Ex und Derivateprofis alternativlos ungeschoren bleiben müssen,ist dieser Posten vernachlässigbar!

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    Quintus

    15. Januar 2020 10:42 at 10:42

    Die Saxobank heute dazu:
    (Übersetzung mit deepl)
    ….Aufgrund der niedrigeren Verankerung und der doppelten Stimulierung von der monetären und fiskalischen Seite können wir nicht ausschließen, dass die Aktienbewertung noch vor Ende der Party neue Allzeithochs erreicht. Aber die aktuelle Bewegung scheint zu aggressiv zu sein, und die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen starken Rückgangs der Aktien könnte jederzeit eintreten….
    https://www.zerohedge.com/markets/saxo-bank-we-are-putting-out-early-warning-sharp-correction-equities-could-be-imminent

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    TM

    15. Januar 2020 11:00 at 11:00

    Warum bildet ihr nur die Staatsschulden in Relation zum BIP ab und nicht auch die Schulden der Haushalte (oder in Relation zum Verfügbaren Einkommen)?

    Und bei den Statsschulden wäre es sinnvoll, die bei der Fed liegenden rauszurechnen, da die Zinsen direkt in die Staatskasse zurück fliessen.

    Neben der Deliquency Rate wären noch die Debt Service Ratio und das Financial Obligations Ratio hilfreich für die Beurteilung:

    https://fred.stlouisfed.org/graph/fredgraph.png?g=lLpv
    https://fred.stlouisfed.org/graph/fredgraph.png?g=muQm

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    Renten-Crash-Prophet

    15. Januar 2020 12:06 at 12:06

    Was natürlich alle Schlaumeier vergessen, was kürzlich ein bekannter U-S Professor erwähnte,
    ist die Riesensumme von Milliarden, die dank den Tiefstzinsen in der Altersvorsorge fehlen werden.
    Im jetzgenSystem müssen diese Anlagen in den USA mit ca,8% jährlich rentieren um tragfähig zu sein.
    Nach Börse- Immo- u.Aktienboom wird das in naher Zukunft nicht mehr möglich sein.Wie wäre da der buchhalterische Ausdruck, Transitorische Schulden? Dieses Problem wird ein weltweites werden. Der heutige Beitrag von FMW von der deutschen Rentenlüge wird sich stark verschlimmern.
    Das Jubelgeschrei wenn die Staaten jeweils einige Anleihen mit Negativzinsen emittieren ist für mich lächerlich, die Kenrseite der Medaille ist, dass genau wegen diesen Zinsen in Zukunht Hunderte von Milliarden fehlen werden.

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Zinseszinseffekt: So verdoppeln Sie Ihr Depot binnen weniger Jahre – Werbung

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Lieber Börsianer,

Albert Einstein bezeichnete ihn einst als 8. Weltwunder. Für Starinvestor Warren Buffett gilt er als wichtigster Erfolgsfaktor beim Investieren. Die Rede ist vom Zinseszinseffekt. Es kommt nicht von Ungefähr, dass diese beiden Genies dem Zinseszins eine so hohe Bedeutung beimessen. Denn er verhilft selbst bei kleinen investierten Beträgen über einen längeren Zeitraum zu großen Erfolgen. Folgende kleine Geschichte veranschaulicht den Effekt des Zinseszinses:

Die Legende vom Reiskorn

Die beeindruckende Wirkung des Zinseszinseffektes war offenbar bereits den alten Persern bekannt. Von ihnen stammt die Legende vom Reiskorn. In dieser forderte der König seine Untertanen auf ihm die Langeweile zu vertreiben. Wer es schafft, sollte eine Belohnung erhalten.

Ein kluger Höfling brachte dem König daraufhin das Schachspiel bei. Der König war begeistert ob der neuen Zerstreuung und wollte den Höfling belohnen. Dieser sprach: „Ich möchte nichts weiter als ein paar Reiskörner. Ich möchte, dass ihr mir das Schachbrett mit Reis füllt. Legt ein Reiskorn auf das erste Feld und dann auf jedes weitere Feld jeweils die doppelte Anzahl an Reiskörnern.“

Der König wunderte sich über den bescheidenen Wunsch seines Dieners und sagte sogleich die Belohnung zu. Er dachte wohl an ein kleines Säckchen voller Reis. In Wahrheit hätte er aber dank der 64-maligen Verdopplung mehr Reis gebraucht, als auf der ganzen Erde wächst.

Wie ist eine solche Fehleinschätzung möglich?

Das menschliche Gehirn ist nicht besonders gut in Prozentrechnung. Diese Art der Verzinsung ist in unserer Evolutionsgeschichte erst seit wenigen hundert Jahren von Bedeutung. Deshalb unterschätzen wir genau wie der persische König systematisch die Macht des Zinseszinses. Investmentgewinne von 5% locken nur wenige hinter dem Ofen hervor. Doch über einen…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Einzelhandelsumsätze boomen in der Coronakrise – bis auf ein Segment

Claudio Kummerfeld

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Leeres Einkaufszentrum als Symbol für die Coronakrise

Wenn man in der Coronakrise schon kein Geld für Restaurants, Theater, Kinos oder Urlaubsreisen ausgeben kann, dann kann man doch immerhin noch sein Haus, seine Wohnung oder den Garten verschönern? Und zuhause gut essen ist ja auch drin. Dementsprechend wandeln sich die Einzelhandelsumsätze in den letzten Monaten.

Unterm Strich geben die Deutschen deutlich mehr aus als noch im Vorjahr, und auch mehr als direkt vor Ausbruch der Coronakrise. Dies wird untermauert durch die vor wenigen Minuten vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Einzelhandelsumsätze für Oktober. Sie steigen im Vergleich zu Oktober 2019 um 8,2 Prozent, und im Vergleich zu Februar 2020 um 5,9 Prozent. Das ist eindeutig. Der Onlinehandel boomt am Stärksten, die Heimwerkermärkte boomen, und auch der Lebensmitteleinzelhandel. Ein klarer Wink hin zu mehr Konsum in den eigenen vier Wänden. Nur der stationäre Einzelhandel mit Bekleidung ist spürbar rückläufig. Klar, wenn man deutlich weniger ausgeht, hat man auch weniger den Drang neue Klamotten zu kaufen. Hier die Detailangaben der Statistiker über die Einzelhandelsumsätze im Wortlaut:

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Oktober 2020 real 7,3 % und nominal 10,3 % mehr um als im Oktober 2019. Dabei lag der Umsatz der Supermärkte, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkte real 7,9 % und nominal 10,9 % über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (wie zum Beispiel der Facheinzelhandel mit Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder Getränken) setzte im entsprechenden Vergleich real 3,0 % und nominal 6,5 % mehr um.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im Oktober 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 9,0 % und nominal um 9,4 %. Das größte Umsatzplus mit real 29,8 % und nominal 31,1 % erzielte der Internet- und Versandhandel. Deutlich zugenommen hat auch der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf mit einem realen Plus von 14,2 %. Noch nicht wieder auf dem Vorjahresniveau waren dagegen der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren und der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) mit real -6,4 % und -2,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Grafik zeigt Einzelhandelsumsätze für Oktober im Detail

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Autoindustrie: Die Stimmung hat sich brutal verfinstert!

Claudio Kummerfeld

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Riesiger Parkplatz mit unzähligen Autos

Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie (Hersteller und Zulieferer) hat sich brutal verfinstert. Laut heute früh veröffentlichten Umfrageergebnissen des ifo-Instituts ist die aktuelle Geschäftslage der Branche zwar noch akzeptabel mit einem Wert von +7,2 Punkten nach -2 Punkten im Oktober. Aber die Geschäftserwartungen der Autoindustrie sinken aktuell dramatisch ab, von +16,3 im Oktober auf -4 Punkte im November! Der Chart zeigt den Absturz der Stimmungslage in der Autoindustrie in den letzten Monaten. Im Moment läuft es noch, aber der Blick in die Zukunft macht die Firmen gegenwärtig nicht glücklich, so ifo aktuell in seiner Headline-Aussage. Weitere Aussagen hier im Wortlaut:

„Im Oktober haben wir einen Einbruch bei den gewerblichen Neuzulassungen gesehen. Das wird sich wahrscheinlich fortsetzen, aufgrund der großen Unsicherheit bei den Unternehmen“, sagt Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien.

Die Unternehmen gaben an, ihre Produktion deutlich drosseln zu wollen. Der Indikator sank von plus 38,6 Punkte auf minus 0,5 Punkte. Die Exporterwartungen fielen deutlich von plus 19,0 Punkten im Oktober auf minus 5,0 Punkte. Auch gab immer noch die Mehrheit der Unternehmen an, die Zahl ihrer Mitarbeiter zu verringern. Der Indikator stieg nur leicht auf minus 34,6 Punkte.

Der Auftragsbestand konnte zuletzt nicht mehr so stark zulegen. Der entsprechende Indikator sank deutlich auf 6,2 Punkte, nach 29,3 im Oktober. Der Bestand im Fertigwarenlager ist allerdings weiterhin geringer als saisonüblich. Der Indikator stieg nur leicht auf minus 4,9 Punkte.

Chart zeigt Verlauf der Geschäftserwartungen der Autoindustrie

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