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Jerome Powell in einer Diskussion mit Bernanke und Yellen: Live-Feed und Headlines

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Diskussion zwischen Jerome Powell, Ben Bernanke und Janet Yellen im Rahmen des „Federal Reserve Ciars: Joint Interview“ in Atlanta sehen Sie hier..

Powell:

– Daten bleiben stark, vor allem die heutigen US-Arbeitsmarktdaten

– Daten geben keinen Anlaß zu Sorgen um Inflation

– gestriger ISM Index war deutlich unter Erwartung, aber kommt von extrem hohen Niveaus

– Abverkauf an Märkten „is something worth keeping an eye on“

– Chinas Konsumenten scheinen nachzulassen in ihrer Kaufkraft

– Powell: „Markets are well ahead of the data“ (FMW: sprich Powell meint, dass die Märkte mit den Rezessions-Sorgen übertreiben!)

– sind bereit, Richtung der Geldpolitik zu ändern wenn nötig („We are always prepared to shift stance of policy“)

– Powell: „FED will be be prepared to adjust policy quickly“

– Powell: werden einlaufende Daten genau beobachten

– Powell: Treffen zwschen Fed-Chef und US-Präsident sind nicht unüblich, aber es ist nichts in dieser Richtung geplant bisher

– Powell: würde nicht zurück treten, wenn man (= Trump) mich dazu auffordern würde

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15 Kommentare

15 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang M.

    4. Januar 2019 16:41 at 16:41

    Der Fed-Put ist wieder da. Powell: “We donˋt hesitate to make a change.“ Wie erwartet, ab einem gewissen Kursniveau wird die Fed dovish. X-fach begründet. Das Vola-Spektakel 2019 ist eröffnet.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      4. Januar 2019 16:43 at 16:43

      @Wolfgang, hmm, da bin ich nicht so sicher: was Powell sagt, ist zwar kurzfristig dovish, aber sein Optimismus in Sachen US-Konjunktur ist langfristig hawkish!

  2. Avatar

    Wolfgang M.

    4. Januar 2019 16:48 at 16:48

    Ich meine, dass es ein Wechselspiel zwischen Hoffen und Bangen geben wird. Die Konjunktur schwächt sich ab – erkennbar – aber sowohl die Bank of China als auch die Fed werden versuchen gegenzusteuern – ohne langfristige Chance, am Ende des Zyklus.

    • Avatar

      tm

      4. Januar 2019 16:59 at 16:59

      Ich sehe eher das Problem, dass die US-Fiskalpolitik kaum noch gegensteuern kann. Die Trump-Regierung macht bereits jetzt rund doppelt so viele Schulden wie Obama in der zweiten Amtszeit und da sind die Auswirkungen der Steuerreform noch kaum enthalten. Tatsächlich hatte der 45. US-Präsident recht gute Start-Voraussetzungen. Der Bundeshaushalt war konsolidiert und es besteht/bestand relativ große Einigkeit, dass es eine Steuerreform, höhere Infrastrukturausgaben und auch höhere Verteidigungsausgaben bedurfte. Das Pulver ist nun aber ohne größere Wirkung verschossen.

      • Avatar

        Wolfgang M.

        4. Januar 2019 17:20 at 17:20

        @tm. Das mit dem „Pulver verschossen“ sehe ich genauso. Aber allein die Aussicht auf nicht automatisch steigende Zinsen und im „Worst-Case-Szenario“ ein Aussetzen des Tapering, brächte Hoffnung in die Märkte. Deshalb meine Annahme von großen Schwankungen, aber jeder Zyklus geht einmal zu Ende. Auch wenn es Regierung (besonders in Gestalt des Superoptimisten Larry Kudlow) und der Fed nicht wahrhaben wollen. Bei der Fed ist dies quasi systemimmanent. Zitat: „Wenn die Fed von einer Rezession spräche, würde sie das Scheitern ihrer Geldpoltik zugeben.“ Das will kein Fed-Chef.

  3. Avatar

    Christoph

    4. Januar 2019 17:09 at 17:09

    Einzige Neuerung ist meiner Ansicht nach die Aussage, dass die Bilanzreduzierung ggf. angepasst werden kann, wenn das Probleme macht. Sonst nichts neues: data dependend…macht ja auch Sinn. Reaktion von den Märkten mal wieder extrem…

  4. Avatar

    Marcus

    4. Januar 2019 17:40 at 17:40

    Da ist Powell also eingeknickt. Allein schon die Ankündigung die Geldpolitik bzw. die Bilanzreduktion wenn nötig anzupassen, ist der Startschuss für den Partymodus ! Ich denke das heute wieder so ein 1.000 Punkte Plus-Tag ist…

    Und da ja leider keine sinnvollen Tipps möglich sind bzgl. Index Ständen, Dow Jones 50.000 Punkte am Jahresende.

  5. Avatar

    Bond- Kenner 007

    4. Januar 2019 18:23 at 18:23

    Gestern nach den ISM Zahlen sind die US-Bonds stark gestiegen u.die Renditen stark gefallen.
    10Jahres -Rendite unter 2;6% , das preist eine sehr schwache Wirtschaft ein, mit wenig Teuerung.
    Nach den heutigen Arbeitsmarktzahlen hätten die Bonds eigentlich zerfallen müssen, was sie aber nur wenig taten.Der Bondmarkt, der sehr verlässlich ist ( eher von Profis gehandelt) glaubt also nicht richtig an die heutigen guten Arbeitszahlen. Also ,wie auch Wolfgang meint, der Wirtschaftszyklus kann von niemandem ausser Kraft gesetzt werden.Noch erstaunlich, die 1jährige Anleihe rentiert fast so hoch wie die 10 jährige.
    Also die Börse hat noch Fallhöhe, mindestens bis zum Anfang der TRUMP-SCHULDENFESTSPIELE.

  6. Avatar

    Prognostiker

    4. Januar 2019 18:35 at 18:35

    @ Marcus, jede zweite Sitzung hat er bis jetzt überrascht, nächstes mal wird wieder ein hawkischer Kommentar fällig.Er hat ein Problem, die Bondmärkte weisen auf Rezession hin.

    • Avatar

      Marcus

      4. Januar 2019 21:28 at 21:28

      Warum sollte das ein Problem sein ? Gerade wenn es zu einer Rezession kommt, ist das noch besser für die Märkte, weil dann neine neue QE Runde folgt.

  7. Avatar

    Kritisch

    4. Januar 2019 19:09 at 19:09

    Ich finde die Börsenentwicklungen (Indizes) in den letzten Wochen genial. Es geht wie verrückt rauf und runter. Wenn man sein Trading dieser Phase anpasst macht es so richtig Spaß. Dort wo man noch vor wenigen Wochen tage- und wochenlange Trades laufen lassen mußte geht es heut zu Tag schon manchmal in wenigen Stunden so richtig dahin. Als Pensionist kann man da so richtig seinem Hobby frönen und ordentlich Geld verdienen. Also, macht ruhig so weiter, ihr da drüben in den USA!

  8. Avatar

    Altbär

    5. Januar 2019 06:28 at 06:28

    @ Marcus, noch Nichts gelernt,wenn also gefühlte 10 QE der Wirtschaft nicht geholfen haben , sollte eine weitere QE das Problem lösen.

  9. Avatar

    Benjamin Grund

    6. Januar 2019 11:27 at 11:27

    Das war eine Beruhigungspille für die Märkte. Das die Fed ihre Strategie um 180 Grad wenden kann wenn es nötig ist (Rezession) war aber klar, das ist die Aufgabe der Notenbank. Der Kurs der Fed bleibt aber weiterhin bestehen, da ist Powell nicht zurück gerudert. Verstehe nicht, warum an den Märkten schon jetzt von neuen Allzeithochs gesprochen wird. Aktuell fallen die Marktteilnehmer von einem extrem ins andere. An einem Tag Weltuntergang und am nächsten könnte die Welt nicht besser sein. Dabei hat sich ja eigentlich an den ganzen Problemen nichts geändert.

    Mich erinnert das an Ende November, als Powell nach der Oktoberrede auch dovisher sprach was die Märkte abfeierten. Dazu kam dann noch der „super Deal“ mit Trump und Xi in Buenos Aires. Diese Rallye würde aber auch sehr schnell wieder abverkauft.

    Ich denke bis die Fed wirklich ihre Richtung ändert muss noch viel passieren. In der Zwischenzeit wird den Märkten immer etwas Zucker in form von verbalen Äußerungen gegeben.

  10. Avatar

    Beobachter

    6. Januar 2019 13:13 at 13:13

    @ Benjamin Grund,Ich sehe es auch so, wenn wegen schlechter Wirschaft ( nach 10Jahren Gratisgeld)
    wieder nicht mehr vorhandenes Pulver verpulvert werden müsste, wäre das eigentlich negativ für die Aktienmärkte.Aber wie wir Alle wissen in einem überverkauften Markt braucht es nur 2- 3 weniger negative
    Nachrichten u.die künstliche Intelligenz der Algos ,plus die natürliche Dummheit einiger Anleger sind fähig ,
    eine am Abgrund stehende Börse innert Sekunden in ein himmelhoch jauchzendes Rally zu verwandeln.
    Übrigens die Zahlen vom Do. ( ISM) waren total widersprüchlich zu den ( nachlaufenden )Arbeitszahlen am Freitag.
    Guter Bericht von Dan Ivascyn, Chevinvestor von Pimco: „ ES GIBT NOCH MEHR BÖSE ÜBERRASCHUNGEN“

  11. Avatar

    BG

    6. Januar 2019 13:38 at 13:38

    Das war eine Beruhigungspille für die Märkte. Das die Fed ihre Strategie um 180 Grad wenden kann wenn es nötig ist (Rezession) war aber klar, das ist die Aufgabe der Notenbank. Der Kurs der Fed bleibt aber weiterhin bestehen, da ist Powell nicht zurück gerudert. Verstehe nicht, warum an den Märkten schon jetzt von neuen Allzeithochs gesprochen wird. Aktuell fallen die Marktteilnehmer von einem extrem ins andere. An einem Tag Weltuntergang und am nächsten könnte die Welt nicht besser sein. Dabei hat sich ja eigentlich an den ganzen Problemen nichts geändert.

    Mich erinnert das an Ende November, als Powell nach der Oktoberrede auch dovisher sprach was die Märkte abfeierten. Dazu kam dann noch der „super Deal“ mit Trump und Xi in Buenos Aires. Diese Rallye würde aber auch sehr schnell wieder abverkauft.

    Ich denke bis die Fed wirklich ihre Richtung ändert muss noch viel passieren. In der Zwischenzeit wird den Märkten immer etwas Zucker in form von verbalen Äußerungen gegeben.

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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