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Flüchtlinge sollen künftig nicht in der offiziellen Arbeitslosenstatistik erscheinen

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es ist wirklich kein Witz. Das Bundesministerium für Arbeit hat laut der „Bild“ bestätigt, dass man derzeit daran arbeite ab Anfang 2016 in den EDV-Systemen der Bundesagentur für Arbeit „Informationen zum Aufenthaltsstatus von Kunden einpflegen zu können“. Ab 2016 sollen zwei getrennte Arbeitslosenstatistiken geführt werden, einmal für „normale“ Arbeitslose, und parallel dazu eine für die mit Flüchtlingsstatus. Das Bundeskanzleramt dränge derzeit darauf die offizielle Statistik ohne Flüchtlinge zu berechnen.

Flüchtlinge weglassen Andrea Nahles
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles möchte Flüchtlinge anscheinend aus der offiziellen Arbeitslosenstatistik entfernen. Sieht dann optisch einfach besser aus. Foto: Heinrich-Böll-Stiftung / Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Der Grund für diese Maßnahme liegt auf der Hand. Arbeitsministerin Andrea Nahles erwähnte schon, dass zunächst ein absoluter Großteil der Flüchtlinge auf Hartz4 angewiesen sein werde. Bei gut 1 Mio registrierter Flüchltinge dieses Jahr würde die Arbeitslosenquote in 2016, wenn den die Flüchtlinge nach und nach als arbeitslos erfasst werden, explodieren. Das macht sich für offizielle Statistiken gar nicht gut, wenn da statt 6% auf einmal 7, 8, oder 9% stehen.

Der „normale“ Bürger erwartet eigentlich von der Regierung Transparenz und Ehrlichkeit (abgedroschene Floskeln). Flüchtlinge aus der Statistik rauszurechnen, ist genau das Gegenteil. Der Bürger möchte einfach nur wissen, wie viele Menschen in Deutschland arbeitslos sind oder wie groß der Anteil der Arbeitslosen an der Bevölkerung ist, wenn er die Arbeitslosenquote ein Mal im Monat in der Tagesschau hört. Wird da auch in einem Jahr 6% verkündet, könnte man der Bundesregierung mehr als nur eine optische Täuschung unterstellen.

Das wäre ein noch deutlich dreisterer Schritt als das, was derzeit schon geschieht. Denn was öffentlich kaum bekannt ist: Arbeitslose im Alter von 58-65 Jahren werden in der Arbeitslosen-Statistik einfach gar nicht als arbeitslos mit aufgeführt. Warum? Das Bundesarbeitsministerium gab hierfür schon vor Jahren eine Direktive heraus, dass diese Altersgruppe nicht als arbeitslos mit gezählt werden soll, weil (Achtung) deren Chance auf Vermittlung einer Arbeitsstelle relativ gering sei. Auch wenn das stimmen mag: Der Fakt bleibt – ein 60jähriger Arbeitsloser ist arbeitslos, und gehört deswegen auch in die Statistik. Und ein arbeitsloser Flüchtling mit einem offiziellen Aufenthaltsstatus in Deutschland ist in Deutschland (!) arbeitslos und gehört deswegen ebenso in die Statistik!

Was wird übrigens die europäische Statistikbehörde Eurostat dazu sagen? Akzeptiert sie die deutsche Arbeitslosenquote „ex Flüchtlinge“? So was könnte man nämlich als Schummelei (harmloser Begriff) auslegen!

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    Gabriel Scheer

    3. Dezember 2015 10:16 at 10:16

    Liebe Leser, das ist wieder einmal der Beweis das nicht nur unsere Medien gleichgeschaltet sondern auch Regierungsparteien, egal ob CDU, SPD, FDP oder Die Grünen.

    • Avatar

      Chris

      3. Dezember 2015 11:52 at 11:52

      Ich finde,dass die Nahles vollkommen recht hat.Wer noch nie(zumindest in Deutschland)gearbeitet hat,der kann(zumindest in Deutschland)auch nicht als arbeitslos geführt werden!So zeigt sich wieder einmal die Genialität der GROKO.

      • Avatar

        Kathrin

        4. Dezember 2015 12:28 at 12:28

        Also Ihre, Chris, Interpretation, wer arbeitlos geführt werden soll oder nicht, kann ich nicht so stehen lassen.
        Ein „Flüchtling“ ist in dem Moment – und ich denke, so wird die Statistik auch geführt – arbeitslos, wenn er sich auf dem Arbeitsmarkt bewirbt. KEIN Mensch wird arbeitslos in einer Statistik aufgenommen, wenn er sich nicht arbeitslos meldet. Denn die Statistik wird ja über die ARGEN, Jobcenter und wie sie sich alle nennen, „gespeist“. Also ist derjenige arbeitslos, der arbeiten möchte/soll und bis zur Einstellung keine Arbeit hat, egal, ob er vorher in der BRD gearbeitet hat oder nicht.

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    Logiker

    3. Dezember 2015 11:19 at 11:19

    SPD und Linke Wähler, die ganz offensichtlich ehrlich eine Integration und Bleiberecht für alle Flüchtlinge wollen, werden als Mieter und Lohnabhängige die ganze Wucht von kommenden Mieterhöhungen, zunehmenden Lohndruck sowie die Kosten mit der Gesundheitskarte für anerkannte Asylanten über die gesetzl. Krankenkasse tragen müssen. Privatversicherte, Unternehmer Hausbesitzer sind doch kaum belastet und profitieren an der Krise.

    • Avatar

      Gabriel Scheer

      3. Dezember 2015 15:19 at 15:19

      Naja, das stimmt mal so nicht.
      Die Linke wollte erst keinen Konflikt in Syrien, Libyen, Ägypten etc. aufkommen lassen, was der Ursprung der Flüchtlingsmisere ist. Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen. Aber was die SPD betrifft kann das mit der Weitsicht nicht sehr weit her sein. Die transatlantischen Bündnisse zeigen Wirkung.

  3. Avatar

    Mariele

    3. Dezember 2015 11:24 at 11:24

    ;) JA, das macht ja auch Sinn ;)

    Denn während die einheimischen in diesem Lande für jeden Cent, den sie haben wollen unendlich viele bürokratische Nachweise bringen, dazu mit Sanktionen rechnen müssen, … erhalten die Asylforderer und Illegal in dieses Land Hineingelassenen
    Unterkunft
    4 Mahlzeiten am Tag
    Taschengeld in z.T. unglaublicher Höhe
    etc. etc.

    Wahrscheinlich wird der einen Seite der Arbeitslosenstatistik in Zukunft sowas wie ein Bedingungsloses Grundeinkommen gezahlt, während die andere Seite zu Zwangsarbeit verdonnert wird und das bis zum letzten Atemzuge.

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    joah

    3. Dezember 2015 11:40 at 11:40

    Nahles: durchgeknallte Jurastudium-Abbrecherin

    (alles Fakten, keine Behauptungen)

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    willy_winzig

    3. Dezember 2015 11:41 at 11:41

    Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast. Wer hat das doch gleich wieder gesagt? Aber das hat natürlich dann auch den Vorteil, dass es eigentlich eine entsprechende Statistik mit Arbeitslosen „Flüchtlingen“ geben müsste, aus der sich dann ergibt, wie sehr die deutsche Wirtschaft wirklich auf diese „Fachkräfte“ angewiesen und wie gut ausgebildet diese Personengruppe wirklich ist.

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      Ursula

      3. Dezember 2015 13:12 at 13:12

      „…entsprechende Statistik mit Arbeitslosen „Flüchtlingen“ geben müsste …“ – nur dass wir die dann niemals zu sehen bekämen.

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      Kathrin

      4. Dezember 2015 12:32 at 12:32

      Diese Statistik wäre aber nur auswertbar, wenn sie veröffentlicht wird. Ich verstehe es aber so, daß diese als eine „Nebenstatistik“ sein soll, die nur für die Politiker, nicht aber für die BRD-Bevölkerung zur Verfügung gestellt wird.

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    Siggi60

    3. Dezember 2015 11:41 at 11:41

    Das ist ja purer Rassismus. Nur weil ein Mensch ausländische Wurzeln hat, soll er nicht mehr in die Statistik kommen? Das ist doch diskriminierend.

    Statistiken werden eigentlich gemacht, damit jedermann sehen kann, was richtig und was falsch läuft im Lande. Man kann nur noch den Kopf schütteln. Wir erleben eben das Ende des Rechtstaats.

    • Avatar

      Siggi60

      3. Dezember 2015 11:51 at 11:51

      Weden bei der Berechnung des BIP dann zukünftig die von Immigranten erbrachten Leistungen herausgerechnet?

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    Gerd

    3. Dezember 2015 13:17 at 13:17

    Wir haben in der BRD ca. 15 Millionen Arbeitslose, da fallen ein paar Tausend Flüchtlinge nicht auf. Die Statistik wir solange geschönt bis es passt damit das gesammte Europa/Brüssel weiter funktioniert. Frohe Weihnachten hoffe ich.

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    Helmut Josef Weber

    3. Dezember 2015 13:36 at 13:36

    Ja ihr deutschen Wähler, Ihr habt Schröder gewählt, der Euch mit den Hartzgesetzen und der Deutschland GmbH verraten hat.
    Die Bundeskanzlerin hat Euch an Europa verraten und Gabriel hat wohl auch schon die Beraterverträge von TTIP und Co. in der Tasche; oder glaubt Jemand im Ernst, dass er Bundeskanzler werden möchte.
    Und nun müssen alle noch über die Runden kommen, damit bei der nächsten Wahl Gabriel seine Beraterverträge bekommt und CDU/CSU das Land weiter ausplündern lassen können.
    Egal ob von einer desolaten Flüchtlingspolitik, durch Europa oder durch die Kosten der Kriege, die nun auch Deutschland für die USA führen darf.
    Das ganze Problem liegt aber dort begraben, wo etwa 80% der Deutschen wählen dürfen, die nicht in der Lage wären den Test zu bestehen, den ein Ausländer bestehen muss, wenn er Deutscher werden möchte.
    Den Rest erledigen die Blödzeitung und das Regierungsfernsehen.
    Denn den Deutschen muss ja auch erklärt werden, warum die wehrfähigen Syrer nun in Berlin unter den Linden sitzen und Kaffee trinken, währen deutsche Soldaten in Syrien eingesetzt werden.
    Und dazu passen nun wirklich nicht arbeitslose Flüchtlinge, die sich zwar arbeitslos gemeldet haben, aber dort nicht erscheinen dürfen.
    Und der Michel jubelt weiter über die niedrigen Arbeitslosenzahlen; zumindest die, die den Test nicht bestehen würden, aber das reicht ja den Regierenden.
    So kommen auch nur Umfragen zu Stande, das 70% der Deutschen Merkel gut finden, aber die Regierung schlecht.
    Die Leute sind nicht in der Lage zu begreifen, dass die Regierung und Merkel zusammen gehören, aber wählen dürfen sie.
    Irgendwann sagen dieses 70/80%:
    „Wenn das die Merkel gewusst hätte“.

    Schöne Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  9. Avatar

    martin

    3. Dezember 2015 13:47 at 13:47

    …ich staune jeden Tag ein bisschen mehr. Da spricht man seit Jahren von Integration aber in die Statistiken sollen sie dann doch nicht integriert werden. Diese Stats sind doch nur Augenwischerei, frage mich weshalb die Börsen immer so gespannt darauf warten. Ist doch eh alles manipuliert und widerspiegelt die Realität nicht. Was man sich als Deutsche(r) alles bieten muss… halb Europa finanzieren, jetzt kommt noch der mittlere Osten dazu… Wahnsinn! Grüsse aus der Schweiz.

  10. Avatar

    Franjo

    3. Dezember 2015 18:14 at 18:14

    Ich mach mir die Welt, so wie sie mir gefällt (Pippi Langstrumpf).

  11. Avatar

    Zeitzmann

    3. Dezember 2015 23:21 at 23:21

    Die Flüchtlinge erhalten von der Regierung Geld, also müssen sie auch in die Arbeitslosenstatistik einbezogen werden, genauso Menschen bis 63 Jahre, bevor sie in Rente gehen, dann sieht die Welt nämlich anders aus und die 8 Mio Arbeitsloen sind die Tatsache !

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Weniger Konsum: So deutlich ändert sich das Verhalten bei Gering- und Normalverdienern

Claudio Kummerfeld

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am

Brieftasche wird zusammengepresst

Grundsätzlich ist es kein Geheimnis. Durch Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und Zukunftsängste geht der Konsum bei vielen Menschen in der Coronakrise deutlich zurück. Und je weniger Konsum, desto schlechter geht es den Betrieben, die Konsumprodukte zur Verfügung stellen. Schaut man dieser Tage auf zahlreiche Aussagen von Politik und Ökonomen, dann läuft die Konjunkturerholung derzeit auf Hochtouren, und wir haben die Lücke zur Vor-Corona-Zeit fast schon wieder geschlossen. Aber wer sich die Innenstädte, Restaurants, Einzelhandel, Reisebüros, Fluggesellschaften uvm anschaut, kann an so eine glatte, wunderschöne Erholung nicht so recht glauben. Ganz abgesehen von dem Heer der Solo-Selbständigen, die quasi unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit in ein Desaster schlittern, und direkt bei Hartz4 landen, ohne Sonderhilfen.

Der Anbieter Creditreform (Deutschlands führender Anbieter von Wirtschaftsinformationen und Lösungen zum Forderungsmanagement) hat heute eine repräsentative Umfrage veröffentlicht, die sich vor allem dem Konsum der Gering- und Normalverdiener in der Coronakrise widmet. Ende August mussten demnach hochgerechnet rund 15,5 Millionen Haushalte in Deutschland auf einen Teil ihres Haushaltseinkommens verzichten. Auffällig sei, dass es besonders die Gering- und Normalverdiener betreffe, die ein dünneres Finanzpolster hätten als Gutverdiener. So fehlten laut der Umfrage rund drei Viertel der Befragten bis zu 30 Prozent ihres regulären Einkommens.

Verhalten beim Konsum geändert

So haben die Menschen lauf Creditreform ihr Verhalten beim Konsum bereits geändert. So gaben 55 Prozent der Befragten Ende August an, krisenbedingt weniger Geld für den Konsum und die Lebenshaltung auszugeben. Das entspricht rund 22,7 Millionen Haushalten. Fast jeder Dritte sei sich unsicher, ob das Geld in den kommenden zwölf Monaten reicht, um alle finanziellen Verpflichtungen wie Miete und Nebenkosten, Kredite oder Versicherungsbeiträge bezahlen zu können. Gut jeder Zehnte gab sogar an, die Ratenzahlungen für Konsum-, Immobilien- oder Kfz-Kredite gestundet zu haben.

In Notzeiten schauen die Menschen laut aktueller Aussage von Creditreform strenger auf ihr Geld und verzichten eher auf unnötigen Konsum. Die Menschen würden den Rotstift demnach zuerst bei Urlaub, Bekleidung oder Schmuck ansetzen. Bei Medikamenten, der Altersvorsorge oder ihren Haustieren seien sie hingegen kaum zu Abstrichen bereit. Diese Ausgabenvorsicht helfe derzeit noch, die finanzielle Situation der Haushalte zu stabilisieren. Aber sollten die Menschen langfristig auf Teile ihres Einkommens verzichten müssen, rechne man mit einem starken Anstieg der überschuldeten Verbraucher. Besonders brisant würden die kommenden Wochen, da die von der Bundesregierung beschlossene Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen im Oktober wieder aufgehoben sei. Die Folge wären nicht nur steigende Insolvenzzahlen bei den Unternehmen, sondern auch ein Anstieg der Arbeitslosigkeit, so Creditreform.

Grafik zeigt Gründe für sinkende Einkommen

Grafik zeigt wo Verbraucher beim Konsum sparen

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Gewerbeumsatz im August rückläufig – warum es tatsächlich aber ein Anstieg ist

Claudio Kummerfeld

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Sprühender Funken bei Industrieproduktion

Den Gewerbeumsatz prognostizieren die Statistiker vom Statistischen Bundesamt aus den monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen. Daher können sie heute für den Monat August vorläufig sagen, dass der Umsatz in der gewerblichen Wirtschaft (gemeint sind die Bereiche Industrie, Bau sowie Handel und Dienstleistungen) im Vergleich zu Juli um 1,3 Prozent gesunken ist. Der Wert für August liegt vor Revision um 4,7 Prozent niedriger als im Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland. Diesen Abwärtshaken beim Aufschwung erkennt man auch im Chart am Ende des Artikels, der den Indexverlauf seit Anfang 2015 anzeigt.

Dieser aktuelle Rückgang kann aber täuschen. Man achte zum Beispiel auf die aktuellen Worte von Jörg Krämer, Chefökonom der Commerzbank. Die deutschen Unternehmen hätten zwar im August 1,3% weniger umgesetzt als im Juli gemacht. Aber der ohnehin starke Juli-Umsatz sei nach oben revidiert worden. Juli und August zusammen liegen jetzt 9,2 Prozent über dem 2. Quartal, und beim BIP zeichne sich ein starkes Plus von 9 Prozent ab, so seine Worte.

Und siehe da, schauen wir uns doch mal den Juli-Indexwert in der heute veröffentlichten Grafik der staatlichen Statistiker an. Er liegt bei 128,0 Indexpunkten. Schaut man auf die Original-Veröffentlichung der Statistiker für Juli vom 27. August, dann sieht man hier einen Juli-Indexwert von nur 125,9. Also, in der Tat. Der Juli-Wert wurde heute von 125,9 auf 128 kräftig nach oben revidiert. Von daher ist der heutige Rückfall auf 126,3 im August immer noch höher als in der Erst-Veröffentlichung für Juli aus dem Vormonat. Geht man also nach den jeweiligen Erstschätzungen, dann klettert der Gewerbeumsatz von Juli auf August weiter an.

Rückläufig ist der heutige August-Wert nur, weil man einen aktuellen Schätzwert in Relation zu einer revidierten Zahl setzt. Sinn macht es aber nur, wenn man entweder zwei Schätzwerte oder zwei revidierte Werte miteinander vergleicht. Man darf vermuten, dass der August-Wert, welcher Ende Oktober veröffentlicht wird, nach oben revidiert wird. Denn die Statistiker erwähnen heute auch, dass sich die Werte aufgrund von Nachmeldungen durch Revision noch erhöhen können. Der Anstieg im Gewerbeumsatz in Deutschland geht also vermutlich weiter, ohne unterbrechenden Abwärtshaken.

Chart zeigt Verlauf im Gewerbeumsatz seit 2015

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Meine Absage an Panikmache und Alarmismus – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Zentralbanken fluten derzeit wieder den Markt mit frischem Geld. Zunächst senkte die US-Fed den Leitzins im März praktisch auf Null (0-0,25 %). Die US-Regierung erprobte daneben gleich einmal eine Art Helicopter-Geld und unterstützte Arbeitslose mit 600 USD pro Monat.

Dann feuerte die EZB in den Markt und stockte im Rahmen des sog. PEPP-Programms (Pandemic Emergency Purchase Programme) die turnusmäßigen Anleihenkäufe um 600 Milliarden Euro auf. Derweil wurde die PEPP-Maßnahme nochmals erweitert. Nunmehr lassen die Währungshüter um Christine Lagarde bis Juni 2021 insgesamt 1,35 Billionen Euro rollen, um die angeschlagene Konjunktur zu stabilisieren.

Nie zuvor haben Notenbanken und nationale Regierungen derartige Summen mobilisiert in solch kurzer Zeit in den Markt gegeben. Im Vergleich dazu mutet die Geldpolitik der vergangenen Jahre geradezu konservativ und zurückhaltend an.

Vor diesem Hintergrund mehren sich die Stimmen, die nicht nur steigende Inflation prognostizieren, sondern zumindest für den Euro wieder die Existenzfrage aufwerfen. Die Sorgen vieler Marktteilnehmer spiegeln sich eindrücklich unter anderem in steigenden Preisen für Gold und Silber. In dieser Situation sucht man Substanz, und einer Papierwährung trauen diese Substanz üblicherweise nicht zu. Nichts als bedrucktes Papier, so der verbreitete Tenor.

Aber schauen wir uns die Fakten an. Ist es im digitalen Zeitalter überhaupt noch zulässig von einer Papierwährung zu sprechen? Tatsächlich laufen gegenwärtig in der Euro-Zone Geldscheine und Münzen im Wert von rund 1,4 Billionen Euro um. Das entspricht also grob der Bewertung der Apple-Aktie vor vier Wochen. Heute hat Papiergeld streng genommen kaum noch eine wirtschaftliche Funktion außerhalb des Dienstleistungssektors bzw. des Einzelhandels. Papiergeld brauchen wir um Semmeln beim Bäcker zu holen und um ein Eis auf die Hand beim Stadtbummel zu kaufen.

Alle modernen Währungen sind heute elektronisch. Die wahren Geldmassen lagern heutzutage auf Konten, in Depots oder sind in Immobilien gebunden. So wiegt etwa der private Immobilienmarkt allein in Deutschland rund 5 Billionen Euro. Der DAX, also nur die 30 größten Unternehmen hierzulande, wiegen derzeit rund 1 Billion Euro. Noch ein Beispiel: Der französische Leitindex CAC 40 ist noch schwerer. Seine Unternehmen sind gegenwärtig rund 1,5 Billionen Euro schwer.

Möglicherweise sind diese Marktwerte aufgebläht. Diese Aussage ist zulässig. Die Aussage, dass eine moderne Währung ungedeckt von Sachwerten wäre, hingegen ist Humbug. Ich halte ganz generell die Sorgen um den Kollaps des Euro bzw. einer anderen westlichen Währung für übertrieben. Die Sorge, dass eine…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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