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Klimapaket wird Inflation um 0,25 Prozentpunkte pushen – hier der exakte Rechenweg

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Die Erde erwärmt sich - das Klimapaket soll etwas dagegen tun

War es die Intention von Greta, den Grünen, den Demonstranten oder der Bundesregierung, mit dem Klimapaket die Inflation zu pushen? Wohl kaum. Das wäre wohl ein Stück zu viel Verschwörungstheorie. Aber man kann es süffisant so formulieren: Wenn die EZB mit ihren abgeschafften Zinsen und den 2,6 Billionen gedruckten Euros es nicht schafft die Verbraucherpreise Richtung 2% zu pushen (aktuell 1,1% in Deutschland), dann müssen eben Greta und Merkel nachhelfen?

Klimapaket wird die Inflation hochtreiben

Und das geht so. Angeblich ist es ja nun nach monatelangen Massendemos vieler Jugendlicher gesellschaftlicher Konsens, dass der CO2-Ausstoß massiv verteuert werden soll. Das geschlossene Klimapaket (hier ein Kommentar zu Gewinnern und Verlierern) der Bundesregierung gilt Grünen, Fridays for Future etc als viel zu gering und fast wirkungslos im Kampf gegen den Klimawandel. Aber dieses beschlossene Klimapaket wird trotzdem deutliche Auswirkungen haben. Denn es ist, wie es ist. Alles was der Staat den Unternehmen in Form von neuen Steuern aufdrückt, werden die Unternehmen letztlich an den Endverbraucher weiterreichen, und zwar in Form steigender Verbraucherpreise. Auch wenn man es noch so oft sagt, dass endlich die böse Industrie für die Klimawende blechen soll, so zahlt am Ende doch nur der Verbraucher, in Form steigender Lebenshaltungskosten.

Das sieht auch die Bundesbank so. Im Rahmen einer heutigen Veröffentlichung zu aktuellsten Konjunkturentwicklung und zur Prognose der Entwicklung der nächsten Jahre haben die Bundesbanker nämlich auch veröffentlicht, wie sich das Klimapaket und die CO2-Bepreisung auf die Kosten für die Endverbraucher auswirken wird. Und die Bundesbank hat sogar exakt kalkuliert, wie stark die Verbraucherpreise hierdurch ansteigen werden. Das Klimapaket werde die Preise für die Bürger in Deutschland um 0,25 Prozentpunkte verteuern. Also: Steigt die Inflation eigentlich in 2021 um 1,1%, so werden es mit Klimapaket 1,35% sein. Zitat Bundesbank mit dem genauen Rechenweg:

Das Mitte November 2019 vom Bundestag verabschiedete Klimapaket enthält Maßnahmen, die sich auf Verbraucherpreise und Wirtschaftswachstum auswirken. Insbesondere die Einführung von Zertifikaten für CO2-Emissionen in den Bereichen Gebäudeheizung und Verkehr sollte merklichen Einfluss auf die Inflationsrate haben. Der Gesetzgeber verpflichtet ab dem Jahr 2021 Unternehmen, die Heiz- und Kraftstoffe in den Handel bringen, CO2-Zertifikate zu erwerben. Zunächst gilt hierfür ein Festpreis von 10 Euro pro Tonne CO2, der in den Folgejahren bis 2025 auf 35 Euro pro Tonne steigen wird. Danach soll sich der Preis für die Zertifikate am Markt bilden. Die Einführung der Zertifikate wirkt sich zunächst direkt auf die Verbraucherpreise aus. Unter der Annahme, dass die Unternehmen die Aufschläge vollständig an die Verbraucherebene weitergeben, zeigen die Berechnungen der Bundesbank für die Jahre 2021 und 2022 einen Anstieg der Energiepreise um jeweils gut 2 Prozent. Da Energie mit einem Gewicht von etwas über 10 Prozent in die Inflationsrate einfließt, würde diese jeweils rein rechnerisch um rund einen viertel Prozentpunkt steigen.

7 Kommentare

7 Comments

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    sabine

    13. Dezember 2019 12:40 at 12:40

    Was wird denn mit den Milliarden neuen Klimasteuern gemacht? Windräder? Oder doch wieder, wie der Solidarpfennig, für Pensionskassen usw.?

    Grönland kommt von Grünland. Hannibal kam nur über die Alpen, weil sie schneefrei waren. Gibts manchmal.

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      leftutti

      13. Dezember 2019 14:01 at 14:01

      @sabine, die Südspitze Grönlands in einem schmalen Küstenstreifen kann tatsächlich schon mal grün und eisfrei sein. Die liegt nämlich auf dem 60. Breitengrad, genau wie Oslo und Stockholm, etwas südlicher als Helsinki, dafür aber genau auf Höhe von St. Petersburg oder den Shetland-Inseln. Dort ist es auch manchmal grün. Der grönländische Eisschild, der bis zu 3.200 Meter dick auf dem größten Teil der Insel liegt, ist 400.000 bis 800.000 Jahre alt, Landwirtschaft war selbst während der „Warmphase“ nur in bescheidenem Umfang und in geschützten Buchten an einem schmalen Küstenstreifen Grönlands möglich.

      Island kommt von Eisland, und obwohl es deutlich weiter nördlich liegt, als die Südspitze Grönlands, ist es weitgehend eisfrei. Es ist schon eine Krux mit den alten Namen.

      Schneefreie Alpen im Herbst, ja das gibts manchmal auch. Vor allem seit zwei bis drei Jahrzehnten. Ansonsten betreiben Sie mal wieder Ihren wohlbekannten Geschichtsrevisionismus: Im Herbst des Jahres 218, ehe die Römer es ahnten, standen Hannibals Truppen in Norditalien … Immerhin: Der eisige Lac Savine bot genug Trinkwasser, und der Boden gab bei aller Kargheit und Schnee für Pferde und Elefanten offenbar noch genügend Grashalme her, so daß sie ein wenig Energie tanken konnten vor dem höllischen Abstieg … Schrecklicher als der Aufstieg gestaltete sich der Abstieg. Der frisch gefallene Schnee hinderte jede Orientierung. Menschen und Tiere stürzten in die Abgründe. Nach 15 furchtbaren Tagen kam man in der Ebene von Ivrea an. Etwa die Hälfte seines Heeres hatte Hannibal während des wagemutigen Marsches verloren. Doch mit den restlichen Truppen verwüstete er 15 Jahre lang Italien.

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        sabine

        13. Dezember 2019 14:56 at 14:56

        @Claudia,die @welt sagt: Forscher konnten nun nämlich erstmals nachweisen, dass es im Mittelalter, von 800 bis 1300, weltweit wärmer war als heute.
        https://www.welt.de/print-wams/article97167/Als-Groenland-noch-gruen-war.html
        @welt: Lange ist bekannt, dass es im so genannten Mittelalterlichen Klimaoptimum in Grönland grünte – daher der Name. (Da steht nix von nur dem schmalen Küstestreifen, wie Sie das gerne haben wollen. Auch nix von Ihrer fetten (3km dicken???) Eisplatte. Der Spiegel nennt sie 2km dick. Anderes Meßlatte wahrscheinlich. Seien wir nicht kleinlich.) Und in England florierte der Weinanbau. Bisher jedoch galt die Warmphase bei Klimaforschern als beschränkt auf den Nordatlantik und Europa. Zudem wurde sie nicht als wärmer eingestuft als das derzeitige Klima.
        Wissenschaftler der Harvard-Universität werteten nun 240 Klimastudien aus und berichten im „Climate Research Journal“ von einem anderen Resultat.
        … Das Klima war demnach größeren Schwankungen ausgesetzt. Im Klimaoptimum erblühte die Landwirtschaft, und Hungersnöte in Europa wurden selten. Die Temperaturen lagen im Jahresmittel um etwa 1,5 Grad höher als heute. Das beweist wieder einmal, dass sich auch ohne den Menschen das Klima in vergleichsweise kurzer Zeit ändern kann.
        https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/800-000-jahre-altes-erbgut-groenland-war-gruenland-a-492626.html
        Der Spiegel berichtet von nur 2km Dicke! Und das vor 800.000- 450.000 Jahren dort überall Tannen wuchsen.
        .
        Aber auch nur Theorien. die Realität ist da irgendwo in der Nähe.

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          Claudia

          13. Dezember 2019 15:34 at 15:34

          @sabine, was wollen Sie von mir? Haben Sie schon ein Claudia-Trauma? 🙂

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          leftutti

          13. Dezember 2019 16:40 at 16:40

          @sabine, erst einmal vorab, der Artikel in der Welt ist von 2003, der im Spiegel von 2007. Inzwischen liegen wesentlich mehr, bessere, aussagekräftigere und umfangreichere Untersuchungen aus 1000en Bohrkernen, Satellitenuntersuchungen usw. vor, die dieses alte Märchen aus dem Artikel der Welt (ich meine nicht die Erkenntnisse des Spiegel) längst widerlegt haben.

          Der Spiegel schreibt von 2 km Dicke, weil das in etwa die Durchschnittsdicke der zentraler gelegenen Gebiete ohne die küstennahen Regionen ist. Oder weil der Bohrkern aus dem Bericht aus Südgrönland stammt, wo die Dicke ohnehin etwas geringer ist. Im gesamten Mittel ist das Eis mehr als 1,5 km dick; stellenweise beträgt die Mächtigkeit mehr als drei Kilometer. Aus bis zu drei Kilometer tiefen Bohrungen wurden Proben entnommen, aus denen Rückschlüsse auf die Temperaturen in der Vergangenheit, die Ausdehnung der Ozeane, Niederschläge, chemische Zusammensetzung der Atmosphäre, vulkanische Aktivität und viele andere Vorgänge und Situationen der jüngeren Erdgeschichte gezogen werden können. Der Spiegel schreibt übrigens ganz explizit von Wald in Südgrönland.

          Was schreibt die Welt noch so alles? Der Eispanzer in Zentralgrönland ist mindestens 2,7 Millionen Jahre alt: Zudem gehe aus den Messungen hervor, dass der Eispanzer wahrscheinlich auch zu wärmeren Zeiten Zentralgrönland bedeckte, seit er sich vor 2,7 Millionen Jahren bildete. Grönland war also tatsächlich einmal grün, vor etwa 3 Millionen Jahren 🤣
          https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article127112271/Eis-konserviert-Millionen-Jahre-alte-Landschaft.html

          Dass vor mehreren hundertausend Jahren in Südgrönland Tannen wuchsen, sollte nicht verwundern, wenn Sie sich die Temperaturkurve einmal anschauen:
          https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5b/All_palaeotemps_G2.svg

          Mit dem längst widerlegten Märchen einer weltweiten Erwärmung im sogenannten Mittelalterlichen Klimaoptimum hat das alles nichts zu tun.

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    barthez72

    13. Dezember 2019 13:08 at 13:08

    Wer,warum,wie ist doch wurscht oder wie beim Fussball,..“wenn er rein geht ,isser drin !“

    https://www.youtube.com/watch?v=5fB7xXCZEko

  3. Pingback: Meldungen und Nachrichten vom 13.12.2019 | das-bewegt-die-welt.de

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Olaf Scholz und die Steuer-Abzocke!

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Böse Zungen sagen: Wuhan schenkt der Welt den Coronavirus – und Hamburg schenkt Deutschland und Europa seinen ehemaligen Bürgermeister Olaf Scholz, der einst seinen Mitbügern im Vorfeld des G20-Gipfels zurief: „Es wird Leute geben, die sich am 9. Juli wundern werden, dass der Gipfel schon vorbei ist“.

Bekanntlich haben das Ende des G20-Gipfels dann doch einige Hamburger mitbekommen – als sie ihr von freundlichen G20-Gipfel-Besuchern in Brand gestecktes Auto an der Elbchaussee begutachten durften.

Nun also der kometenhafte Aufstieg von Olaf Scholz vom Hamburger Bürgermeister zum deutschen Finanzminister. Und seine Amtszeit steht zunächst unter dem Motto: rote Null setzt sich für schwarze Null des Bundeshaushalts ein – das ist in sich zwar löblich, macht aber übergeordnet vielleicht nicht so viel Sinn, wenn der Rest der Welt von Schuldenorgie zu Schuldenorgie wankt. Aber am deutschen Finanzwesen soll die Welt genesen, lautet wohl die Parole des Hamburgers in Berlin.

Bekanntlich ist die SPD derzeit leicht im Stimmungstief – und übt sich nun in der linken Vorwärtsverteidigung durch  die überraschende Mitgliederwahl von Bojans und Eskens. Daher muß die Gruundrente her – das macht ja auch durchaus Sinn angesichts der Tatsache, dass die Renten etwa in Österreich sehr viel höher sind als in Deutschland.

Aber wie soll die Grundrente finanziert werden? Durch das neue Einkommensteuergesetz, das faktisch jene Menschen bestraft, die versuchen, sich selbst eine Rente aufzubauen – jenseits der staatlichen Hunger-Rente. Und das ist schon ein Skandal: faktisch sorgt die Geldpolitik der EZB für finanzielle Repression durch Abschaffung der Zinsen, sodass Wertpapiere die einzige Fluchtmöglichkeiten bieten – weshalb ja der Dax nun auf Allzeithoch agiert und Dividenden die neuen Zinsen sind.

Aber nun wird faktisch auch diese Tür zugemacht durch die geplante Finanztransaktionssteuer in Kombination mit dem neuen Einkommenssteuergesetz. Olaf Scholz wird irgendwann völlig überrascht feststellen, dass die Einnahmen aus diesen neuen Gesetzen deutlich gringer sein werden als erwartet (siehe Frankreich) – aber dann ist das Kind schon in den Brunnen gefallen!

Was Olaf Scholz plant, ist die Fortsetzung der finanziellen Repression diesmal nicht durch eine Notenbank, sondern durch den Staat selbst. Das ist Sozialismus nach dem Motto: lieber alle gleich arm als unterschiedlich reich!

Sehen Sie zu dieser Thematik auch das Inside-Markets-Interview von Manuel Koch und Sissi Hajtmanek mit Alice Schwarzer!

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Deutsche Bank: Sigmar Gabriel wird Aufsichtsrat – Amen und Haleluja!

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Hätte Sigmar Gabriel sich nicht so einen allgemeinen „Beraterposten“ a la „Schröder bei Putin“ besorgen können? So ein bisschen beraten, auf Events blicken lassen, Networking etc? Nein, es muss gleich die Deutsche Bank sein. Die ehemalige Führungsfigur der SPD wird laut offizieller Mitteilung der Bank in den Aufsichtsrat berufen. Amen und Haleluja, möchten wir da sagen. Wollen wir alle zusammen nochmal schnell eine Messe lesen lassen?

Bürger von Hamburg und Schleswig-Holstein erinnern sich noch gut an Heide Simonis, die ehemalige Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein. Sie war auch im Aufsichtsrat, und zwar bei der HSH Nordbank. Als der Laden mit Milliarden-Loch den Steuerzahlern aufgedrückt wurde, konnte Frau Simonis dazu nur sagen, dass sie von der ganzen Bankmaterie überhaupt nichts verstanden hatte, und darauf vertraute, dass das alles schon seine Ordnung hat, was die Vorstände der Bank ihr da zum Abzeichnen vorlegen. Wurde sie zur Rechenschaft gezogen? Sie kennen die Antwort. Und Sigmar Gabriel? Muss es gleich die größte Bank Deutschlands sein, wo es wirklich wichtig wäre finanzielle Fachkompetenz im Aufsichtsrat zu versammeln, die auch komplexe banktechnische und börsentechnische Zusammenhänge kennt?

Hat Sigmar Gabriel sich in den letzten Jahren solche Fachkenntnisse erworben? Zweifel sind angebracht. Gut, er war von 2005 bis 2009 im Verwaltungsrat der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau… man könnte auch sagen: Schlimmer als Achleitner geht eh nicht? Sigmar Gabriel wird nicht Vorsitzender, sondern nur einfaches Mitglied im Aufsichtsrat. Bei der nächsten Hauptversammlung muss er noch von den Aktionären bestätigt werden. Aber wenn man Herrn Achleitner nie austauschte, trotz konstantem jahrelangem Niedergang der Bank, dann wird der Aktionär auf der HV auch einen Herr Gabriel wählen?

Die offizielle Begründung, warum die Deutsche Bank gerade Sigmar Gabriel „einkauft“, zeigt recht schnell, dass es hierbei nicht um irgendeine Art von finanzieller Fachkompetenz geht, sondern wohl eher um Kompetenz im politischen Networking, wie wir es mal formulieren möchten. Zitat Deutsche Bank:

„Wir freuen uns sehr, mit Sigmar Gabriel einen überzeugten Europäer und Transatlantiker für den Aufsichtsrat der Deutschen Bank gewinnen zu können“, sagte Paul Achleitner, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Bank. „Wir erleben geopolitisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich herausfordernde Zeiten, in denen sich eine globale Bank ganz neuen Erwartungen und Anforderungen stellen muss. Als ehemaliger Umwelt-, Wirtschafts- und Außenminister wird Sigmar Gabriel mit seinem großen Erfahrungsschatz einen besonderen Beitrag leisten und unsere Kompetenz im Aufsichtsrat ergänzen.“

Seit seinem Rückzug aus der Bundesregierung ist Gabriel in verschiedenen internationalen Gremien und Organisationen aktiv. Er ist seit Juni 2019 in ehrenamtlicher Funktion Vorsitzender der Atlantik-Brücke, Mitglied im Board of Directors der International Crisis Group sowie Mitglied der Trilateralen Kommission und des European Council on Foreign Relations. Beruflich berät Gabriel zudem Unternehmen zu internationalen Fragen.

Man darf also vermuten, dass es die Aufgabe von Sigmar Gabriel sein wird für die Deutsche Bank bei Aufsichtsbehörden „Schöne Welt“ zu machen, wenn es um Stresstests, Prüfungen, Regularien, Kaptialanforderungen etc geht? Hätte man ihm da nicht eher einen Vertrag als externen Berater geben können? Jetzt soll er ja per Definition die Bank beaufsichtigen. Sigmar Gabriel wird aktuell offiziell folgendermaßen zitiert:

„Die Berufung in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank ist für mich eine große Ehre. Mit einer nun klaren Strategie und ihrem starken Führungsteam hat die Deutsche Bank als eine der wichtigsten Finanzinstitutionen in Europa die Chance und die Verantwortung, die Zukunft der deutschen und europäischen Wirtschaft mit zu gestalten. Dazu möchte ich einen Beitrag leisten.“

Sigmar Gabriel im Jahr 2018
Sigmar Gabriel. Foto: EU2018BG Bulgarian Presidency – Informal Meeting of Foreign Affairs Council (Gymnich): Arrival CC BY 2.0

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Steuer-Horror: Forex-Trader aufgepasst, Finanzministerium hat uns geantwortet

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Forex Steuer-Horror? Deutschland-Flagge

Der Steuer-Horror beginnt ab Januar 2021. Viele Portale wie auch wir haben in den letzten Tagen über dieses Debakel berichtet, welches auf Bürger zukommt, die sich erdreisten am Kapitalmarkt mit Derivaten handeln zu wollen. Wichtig nochmal in Kurzform: Man darf nur noch Verluste mit Gewinnen aus der selben Kategorie verrechnen. Man kann also beim Zertifikate-Trading keine Verluste mit Gewinnen aus Aktien verrechnen. Und noch viel wichtiger und schlimmer: In jeder Kategorie darf man pro Jahr nur noch 10.000 Euro Verlust gegen seine Gewinne setzen. Was heißt das für CFD- und Forex-Trading?

Es wird dazu führen dass Trader, die Gewinne und Verluste in ähnlichen Größenordnungen machen, fett Steuern zahlen müssen. Wer Gewinne macht, kann so viel Steuern zahlen, dass er effektiv sogar Verluste macht. Und wer im Trading vor Steuern insgesamt Verluste macht, muss auch noch Steuern zahlen. Einfach unglaublich. Die genauen Rechenwege und Beispiele finden Sie beim Klick an dieser Stelle.

Betroffen sind Sie als Trader, wenn sie Hebelzertifikate, Optionen, Futures, Optionsscheine und CFDs handeln. Und der Devisenhandel, abgekürzt auch bekannt als Forex-Trading? (Foreign Exchange). Hierzu haben wir beim Bundesfinanzministerium nachgefragt und um eine klare Antwort gebeten. Und wir haben Antwort erhalten. Wer die vorher beschriebenen Derivate auf Devisenpaare handelt, unterliegt diesem neuen Steuer-Horror. Wer Forex in der Kasse handelt, hat kein Problem, denn er ist nicht davon betroffen. Hier im Wortlaut das Bundesfinanzministerium:

Devisentermingeschäfte sind in Randziffer 38 des BMF-Schreibens „Einzelfragen zur Abgeltungsteuer“ vom 18. Januar 2016 (BStBl I S. 85) geregelt. Devisenkassageschäfte fallen nicht unter diese Regelung.

Wichtig: Der Forex-Kassa-Handel ist nicht betroffen, weil er sozusagen das Originalprodukt darstellt. Die betroffenen Produkte sind allesamt Derivate, sie beziehen sich also auf ein anderes Produkt. Zitat Ministerium:

Der Begriff des Termingeschäfts umfasst sämtliche als Options- oder Festgeschäft ausgestaltete Finanzinstrumente sowie Kombinationen zwischen Options- und Festgeschäften, deren Preis unmittelbar oder mittelbar abhängt von

dem Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren,

dem Börsen- oder Marktpreis von Geldmarktinstrumenten,

dem Kurs von Devisen oder Rechnungseinheiten,

Zinssätzen oder anderen Erträgen oder

dem Börsen- oder Marktpreis von Waren oder Edelmetallen.

Dabei ist es ohne Bedeutung, ob das Termingeschäft in einem Wertpapier verbrieft ist, an einer amtlichen Börse oder außerbörslich abgeschlossen wird. Zu den Termingeschäften gehören insbesondere Optionsgeschäfte, Swaps, Devisentermingeschäfte und Forwards oder Futures, vgl. Rzn. 36 und 37. Die Zuordnung hängt dabei von der konkreten Fallgestaltung ab.

Am Ende nochmal der Disclaimer: Wir sind keine Steuerberater. Wollen Sie hundertprozentige Rechtssicherheit, sprechen Sie bitte mit einem Steuerberater! Man weiß ja nie, welche letztliche Ausgestaltung sich die Herrschaften in Berlin sich für diesen neuen Steuer-Horror bis Januar 2021 noch einfallen lassen.

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