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Krisen sind wichtig! Krisen sind Chancen! Exklusiver Auszug aus dem neuen Buch von Marc Friedrich

Es ist wichtig, die Fakten objektiv zu betrachten und konstruktive Lösungen aufzuzeigen. Die Politik muss beginnen, uns gegenüber mit der vollen Wahrheit herauszurücken und keine Salamitaktik zu betreiben. Wir wissen bis dato nicht, wie groß der volkswirtschaftliche, aber auch der gesellschaftliche, politische und seelische Schaden ist. Vor allem bei den Jüngsten unserer Gesellschaft dürften die Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung erhebliche Konsequenzen mit sich gebracht haben.
2020 war ein großer Wendepunkt. Die Welt, in der wir in Zukunft leben werden, wird nicht die gleiche sein. Es wird eine komplett neue Zeitrechnung beginnen – unabhängig davon, wie lange uns die Corona-Pandemie noch in Atem hält.

Die Karten werden neu gemischt

Deutschlands Wirtschaft ist geprägt vom Maschinenbau, von der Automobilindustrie und von anderen Unternehmen des produzierenden Gewerbes. Allgemein bekannt ist, dass unsere Schlüsselindustrien den einen oder anderen Trend schlichtweg verpennt oder gar ignoriert haben. Erst jetzt durch die Häufung der Krisen wird unsere Wirtschaft gezwungen sein, sich neu zu erfinden oder zu scheitern. Volkswagen hat bereits einen neuen Weg eingeschlagen und setzt voll auf Elektromobilität. Andere versuchen sich am Wasserstoff und Car-Sharing. Welche Strategie die richtige sein und wer überleben wird, wird sich zeigen. Fakt ist: Nichts zu tun, ist keine Lösung! Stillstand ist Tod! Bewegung ist Leben! Nur Unternehmen und Branchen werden überleben, die den Wandel umarmen und aktiv gestalten. Das gilt für uns alle! Das große Aussieben hat begonnen. Falls wir jetzt nicht den Mut haben, neue Wege zu beschreiten und uns neu erfinden, müssen wir unserem Wohlstand Adieu sagen.

Was tun?

Wie kann man als Unternehmen, als Mensch und als Gesellschaft gestärkt aus Krisen hervorgehen und sich darauf vorbereiten? Hier hilft ein seit jeher bestehender Grundsatz: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Diversifikation, Innovation und dezentrale Systeme sind sinnvoll, um die Abhängigkeiten zu reduzieren.

Parallel sollte man sich nicht zu sehr auf die Politik verlassen, sondern selbst aktiv werden. Wahrer Wandel kommt immer von unten, von uns Menschen. Was in der Politik oftmals fehlt, haben wir nun immer mehr in Form von bahnbrechender Technologie: Erstmalig haben wir große Helfer in Form von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz an unserer Seite. Dies alles birgt eine enorme Chance, um die Krisen zu meistern und gestärkt daraus hervorzugehen. Noch nie hatte die Menschheit diese Möglichkeit.

Uns allen muss klar sein: Wenn wir an dem Alten festhalten, so wie es viele Politiker und Entscheidungsträger momentan verzweifelt versuchen und propagieren, wird der Kollateralschaden für uns alle immer größer – wirtschaftlich, monetär, gesellschaftlich und politisch. Dass sich Entwicklungen in Zyklen vollziehen, ist ein Naturgesetz, und diese Zyklen sind nicht zu stoppen. Entweder wir sind bereit, den Fortschritt und die laufende Veränderung anzuerkennen, oder wir werden von ihnen überrollt.

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Wir können Krisen nicht vermeiden, wir können sie aber nutzen und daraus lernen. Die Entwicklung der Menschheit ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Aber sie ging immer einher mit Krisen. Krisen sind seit jeher stets Teil der Menschheitsgeschichte gewesen.

Je größer eine Krise, desto größer der Sprung nach vorne, den sie ermöglicht. Die kommende Krise hat das Potenzial, einen kompletten Neustart zu initiieren und uns auf eine neue Bewusstseinsstufe zu katapultieren. Denn dieses Mal handelt es sich nicht nur um eine lokale Krise oder die einer Branche oder eines Landes. Dieses Mal ist es eine globale Krise und wir als Menschheit sind gemeinsam zu ihrer Bewältigung gefordert. Das ist anstrengend und neu, aber essenziell für unsere Entwicklung. Wenn wir jetzt die richtigen Entscheidungen treffen, als Menschheit an einem Strang ziehen, Grabenkämpfe beenden, geistige Grenzen abbauen, die Technologie für uns alle einsetzen und nicht dazu, den Profit einzelner Länder, Unternehmen oder sonstiger Akteure zu maximieren, wenn wir jetzt den Mut haben, die richtigen und unbequemen Entscheidungen zu treffen, neue, unbekannte Pfade zu beschreiten und alte Zöpfe abzuschneiden, dann wird für uns alle ein goldenes Zeitalter beginnen.

Marc Friedrich ist Finanzexperte, sechsfacher Bestsellerautor, gefragter Redner, Vordenker, Freigeist und Gründer der Honorarberatung Friedrich Vermögenssicherung GmbH für Privatpersonen und Unternehmen.

Sein neuer Bestseller: Die größte Chance aller Zeiten – Was wir jetzt aus der Krise lernen müssen und wie Sie vom größten Vermögenstransfer der Menschheit profitieren.

Mehr Informationen unter https://friedrich-partner.de sowie bei Twitter und Instagram:: @marcfriedrich7



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10 Kommentare

  1. Vielen Dank für den Artikel.
    Und das schlimmste ist, man hat nicht viel aus den bisherigen Krisen gelernt.

    In den USA laufen Immobilien wieder hervorragend:

    https://youtu.be/pRHwhvUc54A

    Wahnsinn.

  2. Das Jahr 2020 wird als Beginn einer nachhaltigen Zeitenwende in die Geschichtsbücher eingehen. Durch die Corona-Pandemie wurde uns allen weltweit bewusst, wie resilient unser hochkomplexes und fortschrittliches Wirtschafts- und Finanzsystem de facto ist. Innerhalb weniger Tage sind die Just-in-time-Produktions- und Lieferketten eingebrochen oder gar komplett zum Stillstand gekommen – und innerhalb von Tagen und Wochen hat das globalisierte System sich stabilisiert. In den wohlhabenden Ländern hat es nur kurz geruckelt, dann war wieder alles lieferbar. Hinter welchem Mond hat der Autor gelebt?

      1. @Columbo, sehr guter Artikel, der alles auf den Punkt bringt, was es dazu zu sagen gibt. Fehlt eigentlich nur einer von den Ober-Crash-Gurus, die mit ihren Prognosen seit 10 oder mehr Jahren völlig daneben liegen. Aber die Strategie ist klar. Warne 30 Jahre lang drei Mal pro Jahr vor dem Crash, und wenn die etwa 1%ige Wahrscheinlichkeit dann irgendwann einmal eintritt, kann man mit stolzgeschwellter Brust behaupten: Ich habe es euch doch gesagt! Leider verpasst man so die 99%ige Chance eines erfolgreichen Vermögensaufbaus. Aber es geht ja in erster Linie darum, Leute zu verunsichern und mit deren Ängsten zu spielen, um sie in die eigenen, wenig erfolgreichen Anlagefonds oder teuren Goldshops zu locken.

        1. Ja @Leftutti, das alte Lied:
          Angst und Götter, damit kann man uns Menschlein ganz schön erschrecken.

    1. Na ja, wenn ich mir aktuelle Kanppheit anschaue, dann haben wie dessen Peak noch nicht erreicht….

  3. Wenn die Crashpropheten -Hasser informiert wären .wüssten sie,dass z.B. Marc Faber immer sehr gut analysiert und schon lange kein Crashprophet mehr ist.Der Kritiker von Goldmann Sachs könnte einmal die kathastrophalen Fehlprpgnosen seines Hauses unter die Lupe nehmen.Aber wieder einmal, die Warner werden gehasst, die Schönredner und Bilanztrickser werden von 50 Millionen Followern vergöttert.Sehr bald werden die wenigen Warner wieder mit Hochachtung verehrt, während die Permabullisten wieder ganze Vermögen,Firmen und Späteinsteiger ruinieren.

    1. Na klar, das klingt nun gar nicht nach Crash-Prophet, sondern nach guter und fundierter Analyse: Die Abverkaufsorgie machte dabei auch vor Krisen-Assets wie Gold nicht halt. Faber erwartet nun eine tiefe weltweite Rezession … Nun komme alles unter die Räder, nicht nur Aktien, Anleihen und Gold, sondern auch Immobilien, Kunst, Oldtimer und andere Anlagealternativen … Alle würden jetzt Geld in dieser Krise verlieren, er, Faber, eingeschlossen. Jetzt gehe es darum, möglichst wenig zu verlieren und nicht Bankrott zu machen. Überhaupt seien die Aussichten nicht rosig …
      https://www.institutional-money.com/news/maerkte/headline/marc-faber-wittert-idiotische-oekonomen-und-deppen-in-den-notenbanken-196179/

      Und wer, in Gottes Namen, ist der Kritiker von Goldmann Sachs mit den katastrophalen Fehlprognosen?

  4. Nur eins ist sicher: Es geht so lange gut, bis es nicht mehr gut geht… ;-)

  5. Vielleicht hätte ich „The Corona Crisis didn’t happen“ von J.Baudrillard gelesen. Der vorgelegte Auszug klingt dagegen nach Erbauungsliteratur.

    Als das im März 2020 mit COVID-19 im Westen losging, hieß es ja schon „lasse keine Krise ungenutzt verstreichen“ und das scheint überhaupt die Funktion der Krise im öffentlichen Diskurs zu sein. Ohne Krise gibt es nur weiter-so. Nicht nur der Christ, auch der moderne Mensch braucht die Krise, der eine für die Reinigung der Seele, der andere, weil er süchtig ist nach Zukunft, die immer ganz anders zu sein hat, als die Vergangenheit. Für den modernen Menschen ist der scharfe Kontrast zwischen Vergangenheit und Zukunft das Leben selbst.

    Mag sein, dass unsere Zivilisation in wachsender Komplexität immer mehr Fehler akkumuliert und zu keiner Korrektur mehr fähig ist, dass sie irreversibel verrottet, aber es bleibt die heitere Idee einer immer sich wiederholenden Verjüngung durch die gerade bevorstehende Zukunft. Die Krisen haben dabei die Funktion von Passagen zwischen alt und neu. Durch sie muss man hindurch. Wenn man gerade keine Krise zur Hand hat, wie Covid-19, dann projiziert man sich eine mit Hilfe der Demografie oder aus Bündeln von Klimamodellen.

    Falsches Bewusstsein heißt nicht mehr, an falsche Götter zu glauben, sondern nicht mehr Teil der Zukunft zu sein, abgehängt zu werden. Massensuggestion wird erreicht durch fear-of-missing-out. Jeder, der schon dabei ist, der die nächste Welle nimmt und sich auf die richtige Seite der Geschichte stellt, ist automatisch klüger als derjenige, der es nicht ist. Dort wo Märkte / Werbung allein nicht reichen, um die Suggestion zu entfalten, kann Politik = Macht = Androhung & Vollzug von Strafe und Gewalt, auch nachhelfen. Wer nicht süchtig nach Differenz ist, der ist nicht nur nicht normal, der hat auch das Leben selbst auf dem Gewissen und dagegen muss interveniert werden.

    Wenn wir doch alle Teil derselben zivilreligiösen emotionalen Bewegung sind, warum haben „Crashpropheten“ dennoch einen so strengen und unangenehmen Geruch? Nun, wir sind aufgeklärt oder etwa nicht? Man muss Dinge auch bemänteln können, sie verbürgerlichen und normalisieren, die Aufregung wieder rausnehmen. Der Crash ist das Sujet von Fanatikern und Sektierern, von Leuten, die andere dazu animieren, die Nerven zu verlieren. Wenn uns eine Krise nicht gefällt, sie nicht ins Konzept passt, wenn wir nichts mit ihr anfangen können und wollen, wenn sie uns lästig ist, wenn wir sie nicht ausbeuten können, dann ist sie auch nicht Teil der Zukunft. Die Zukunft, die nicht kommt ist ebenfalls falsches Bewusstsein und auch die Modernen sind innerhalb der Moderne nicht frei davon. So bleibt auch in der Moderne noch Platz für die Trägen, die sich nicht animieren lassen.

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