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Los Angeles erhöht Mindestlohn auf 15 Dollar

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Davon können ostdeutsche Friseusinnen nur träumen (westdeutsche wohl auch): der Stadtrat (City Council) von Los Angeles hat heute beschlossen, den Mindestlohn von 9 Dollar auf 15 Dollar anzuheben – und das mit 14:1 Stimmmen. Das ist eine satte Anhebung von 67%. Damit entspricht der Stadtrat einer Forderung von Arbeitnehmervertretern und Religionsverbänden.

Demnach müssen ab dem Jahr 2020 Firmen mit mehr als 25 Angestellten diesen Mindestlohn einführen, kleinere Firmen haben dafür ein Jahr mehr Zeit. Bereits ab 2016 steigt der Mindestlohn auf 10,50 Dollar, um dann Jahr für Jahr erhöht zu werden, bis 2020 dann die 20 Dollar-Mindestlöhne erreicht sind. Das ist eine gute Nachricht insbesondere für die 800.000 städtischen Angestellten in Los Angeles.
Zuvor hatten bereits Seattle und San Francisco die Anhebung von Mindestlöhnen beschlossen – ebenfalls auf 15 Dollar. Das Niveau soll in diesen Städten in zwei bis sechs Jahren erreicht werden, abhängig von der Firmengröße. Emeryville, eien Stadt in der San Francisco Bay Area, dürfte morgen eine Anhebung des Mindestlohns auf 16 Dollar (bis zum Jahr 2019) beschliessen – das wäre dann der höchste Mindestlohn in den USA. Chicago hatte im letzten Jahr eine Anhebung des Mindestlohns bis 2019 auf 13 Dollar beschlossen, New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio will bis 2019 den Mindestlohn auf 15 Dollar anheben.

Gegner des heutigen Beschlusses in Los Angeles fürchten, dass mit dieser Anhebung in kurzer Zeit viele Firmen Mitarbeiter entlassen würden. Sollten sich weitere Städte in den USA der Anhebung von Mindestlöhnen anschließen, hätte das Folgen für die Inflation in den USA – diese ist bisher niedrig, weil die Löhne in den USA kaum gestiegen sind in den letzten Jahren.

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