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Marktgeflüster: Bruch der Untersützung

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Der Dax rauscht durch zwei relevante Unterstützungsbereiche – wir müssen uns nun darauf gefasst machen, dass die nächste zentrale Unterstützung im Bereich 11375/80 angelaufen wird. Heute wieder extrem schwache US-Konjunkturdaten, und für die US-Indizes sind heute bad news auch wirklich bad news, sprich man spielt (bisher) nicht die Karte schwache Daten = Verschiebung der Zinswende.
In der nächsten Woche ist die Entscheidung in der Griechenland-Frage zu erwarten, offenkundig besteht ein Ultimatum der Gläubiger bis nächsten Sonntag. Das bedeutet, dass auch die nächste Handelswoche volatil sein wird, Ausgang noch ungewiß..

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    bademeister

    29. Mai 2015 18:28 at 18:28

    Viel zu viele haben schon viel verloren:

    Nämlich das Vertrauen in unsere Politiker/Spieler.

    Der Unterschied zu den letzten lows an den Märkten besteht darin, dass die Psychospielchen aller Beteiligten immer schmutziger und undurchschaubarer werden.

    QE wird verpuffen…das „letzte Ultimatum“ kann nur nach hinten los gehen…für die, die es gesetzt haben und eben viel zu verlieren haben.

    Weiter so….dann gehen auch wir bald zur (Wahl-) Urne.

  2. Avatar

    FR

    29. Mai 2015 19:22 at 19:22

    Hallo Herr Fugmann & Team/Autoren von FinanzmarktWelt.de
    An der Stelle ein großes Lob und Dankeschön für die Berichterstattung und Beiträge.
    Auch diese Woche – auf den Punkt und über den Tellerrand trockener Markttechnik hinaus.
    Beste Grüße
    Ole

  3. Avatar

    khaproperty

    29. Mai 2015 19:56 at 19:56

    EZB unterläßt weitere (gesetzeswidrige) Unterstützung, um die Insolvenz offensichtlich werden zu lassen und damit den Grexit einzuleiten.

    Aus dem Fed-Bezirk Chikago kam schon gestern die Kotcholakota-Apokalypse, nun also eine miese Stimmung und dazu ein niederer PMI. Kein Wunder, denn die Chicago-Region leidet immer noch (am Obama-Wirkstoff).

    Die Fed liegt im Hike-Wettlauf mit ihren eigenen Fehlern. Mal sehen, wer zuerst im Ziel ist.

    .

  4. Avatar

    Mr. Jones

    30. Mai 2015 13:39 at 13:39

    Ein Grexit wird nicht kommen, ein QE 4 schon. Wie schon von Herrn Fugmann erwähnt, waren schlechte Nachrichten diesmal auch schlechte Nachrichten. Das hat aber mit der kommenden Sitzung der FED am 16–17 Juni was auf sich, da soll ja über eine Anhebung der Zinsen entschieden werden. Eine Zinsanhebung wird nicht kommen, eher eine kontroverse Diskussion über wirtschaftliche Unterstützung durch ein neu aufgelegtes Quatative Easing (QE 4).

    Der Dow Jones hat aufgrund der Bad News etwas mehr als 100 Punkte gelassen, was noch nicht einmal annähernd für eine Enttäuschung spricht, sondern kaltes Kalkül. Die Marktteilnehmer wissen demnach das keine Zinsanhebung kommt, woher?, nun ja, sind sie schließlich die Besitzer der Federal Reserve Bank, die 1913 auf Jekyll Island, der Residenz von JP Morgan, gegründet wurde. Frau Yellen wird das machen was ihr gesagt wird und nichts anderes.

    Freitag war Monatsabschluss, der Dollar ist hoch, Europas Börsen sind wieder günstig, da kann Montag wieder richtig eingekauft werden. Begünstigt wird das alles durch eine positive Nachricht über Griechenland. Nach dem FED Statement wird wieder alles normal sein, wieder nichts Genaues, keine Zinsanhebung, noch kein QE 4, Inflationsrate singt, Industrieproduktion kommt zum Erliegen (Halden und Lager voll). USA geht in eine Depression über. Ende Juni kollabieren alle Märkte, ausgelöst durch den Junk Bond Markt (Unternehmensanleihen).

    Alle Unternehmen produzieren auf Halde oder Lager in der Hoffnung das Zeug eines Tages verkaufen zu können. Die Verschuldung der Unternehmen steigen immer rasanter und können nicht abgebaut werden und schon gar nicht über den Anleihemarkt. Es ist mittlerweile schon so, dass Anleihen begeben werden um fällige auszulösen. Apple hat eine Anleihe ausgebracht um überhaupt Dividende zahlen zu können und das nach einem 17 Mrd. US$ Quartalsgewinn. Aktienrückkäufe werden auch so getätigt.

    Da sind noch jede Menge Schönheitsfehler, die es Anzusprechen gibt, das würde allerdings den Rahmen eines Kommentars übersteigen.

    Man sollte sich aber doch schon auf einen ungemütlichen Sommer einstellen.

  5. Avatar

    Chris

    30. Mai 2015 14:28 at 14:28

    Auf der Finanzen.net-seite lese ich:Vitor Constancio(EZB-Direktor)EZB zufrieden mit Ergebnissen ihrer lockeren Geldpolitik!Isses wahr?Ja sappradi Bursch!Ich bin völlig perplex!Damit hätte ich jetzt überhaupt nicht gerechnet!Eher mit der Aussage,dass das Wahnsinnige QE der Geld-Al-Capones totaler Blödsinn ist&sich nun als solcher auch herausgestellt hat!Die Monetenprohibition,wo es sagenhafte Börsenpromille(zente)nur in Untergrundclubs für Ausgewählte gibt,wird hoffentlich genauso enden wie das Original.Im Kugelhagel,entweder der nicht bestochenen Polizei,oder der weltweiten Währungskonkurrenz!

    • Avatar

      khaproperty

      30. Mai 2015 19:12 at 19:12

      In der Tat redet die EZB insgesamt wie der Blinde von der Farbe.

      Natürlich schadet QE den wirtschaftlichen Restrukturierungen in den meisten der Euro-Länder.
      Man sagt sich dort: weiter schmarotzen im Euro und ansonsten nicht machen. Die anderen werden es schon – wie auch bisher – bezahlen. Was droht, ist der Grexit in allen mediterranen Ländern, dann auch im Rest.

      Kein Wunder, wenn nicht einmal die EZB zu begreifen vermag, daß eine Währungsunion unter souveränen Staaten nicht, noch nie, funktionierte, was sollen denn die hilflos naiven Schnellschuss-Politruks von Brüssel bis Berlin auch nur ahnen, was sie mit dem brutalen systemischen Solvenzkiller Euro anrichteten.

      • Avatar

        joah

        31. Mai 2015 14:17 at 14:17

        Deutschland ist nicht souverän und andere Länder wurden unter die EU rechtlich darunter gezwungen (untergeordnet, diktiert). Wie man – ohne Verlaub – so geistlos sein kann, hier noch das Wort „souverän“ mit dem Wort „Staat“ syntaktisch in einem Satz zu verknüpfen, leuchtet mir nicht ein. Entweder totale Verblendung oder absolut unwissendes Gefasel.

        Kein „sorry“ dazu notwendig.

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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