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Marktgeflüster: Bruch der Untersützung

Von Markus Fugmann

Der Dax rauscht durch zwei relevante Unterstützungsbereiche – wir müssen uns nun darauf gefasst machen, dass die nächste zentrale Unterstützung im Bereich 11375/80 angelaufen wird. Heute wieder extrem schwache US-Konjunkturdaten, und für die US-Indizes sind heute bad news auch wirklich bad news, sprich man spielt (bisher) nicht die Karte schwache Daten = Verschiebung der Zinswende.
In der nächsten Woche ist die Entscheidung in der Griechenland-Frage zu erwarten, offenkundig besteht ein Ultimatum der Gläubiger bis nächsten Sonntag. Das bedeutet, dass auch die nächste Handelswoche volatil sein wird, Ausgang noch ungewiß..



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7 Kommentare

  1. Viel zu viele haben schon viel verloren:

    Nämlich das Vertrauen in unsere Politiker/Spieler.

    Der Unterschied zu den letzten lows an den Märkten besteht darin, dass die Psychospielchen aller Beteiligten immer schmutziger und undurchschaubarer werden.

    QE wird verpuffen…das „letzte Ultimatum“ kann nur nach hinten los gehen…für die, die es gesetzt haben und eben viel zu verlieren haben.

    Weiter so….dann gehen auch wir bald zur (Wahl-) Urne.

  2. Hallo Herr Fugmann & Team/Autoren von FinanzmarktWelt.de
    An der Stelle ein großes Lob und Dankeschön für die Berichterstattung und Beiträge.
    Auch diese Woche – auf den Punkt und über den Tellerrand trockener Markttechnik hinaus.
    Beste Grüße
    Ole

  3. EZB unterläßt weitere (gesetzeswidrige) Unterstützung, um die Insolvenz offensichtlich werden zu lassen und damit den Grexit einzuleiten.

    Aus dem Fed-Bezirk Chikago kam schon gestern die Kotcholakota-Apokalypse, nun also eine miese Stimmung und dazu ein niederer PMI. Kein Wunder, denn die Chicago-Region leidet immer noch (am Obama-Wirkstoff).

    Die Fed liegt im Hike-Wettlauf mit ihren eigenen Fehlern. Mal sehen, wer zuerst im Ziel ist.

    .

  4. Ein Grexit wird nicht kommen, ein QE 4 schon. Wie schon von Herrn Fugmann erwähnt, waren schlechte Nachrichten diesmal auch schlechte Nachrichten. Das hat aber mit der kommenden Sitzung der FED am 16–17 Juni was auf sich, da soll ja über eine Anhebung der Zinsen entschieden werden. Eine Zinsanhebung wird nicht kommen, eher eine kontroverse Diskussion über wirtschaftliche Unterstützung durch ein neu aufgelegtes Quatative Easing (QE 4).

    Der Dow Jones hat aufgrund der Bad News etwas mehr als 100 Punkte gelassen, was noch nicht einmal annähernd für eine Enttäuschung spricht, sondern kaltes Kalkül. Die Marktteilnehmer wissen demnach das keine Zinsanhebung kommt, woher?, nun ja, sind sie schließlich die Besitzer der Federal Reserve Bank, die 1913 auf Jekyll Island, der Residenz von JP Morgan, gegründet wurde. Frau Yellen wird das machen was ihr gesagt wird und nichts anderes.

    Freitag war Monatsabschluss, der Dollar ist hoch, Europas Börsen sind wieder günstig, da kann Montag wieder richtig eingekauft werden. Begünstigt wird das alles durch eine positive Nachricht über Griechenland. Nach dem FED Statement wird wieder alles normal sein, wieder nichts Genaues, keine Zinsanhebung, noch kein QE 4, Inflationsrate singt, Industrieproduktion kommt zum Erliegen (Halden und Lager voll). USA geht in eine Depression über. Ende Juni kollabieren alle Märkte, ausgelöst durch den Junk Bond Markt (Unternehmensanleihen).

    Alle Unternehmen produzieren auf Halde oder Lager in der Hoffnung das Zeug eines Tages verkaufen zu können. Die Verschuldung der Unternehmen steigen immer rasanter und können nicht abgebaut werden und schon gar nicht über den Anleihemarkt. Es ist mittlerweile schon so, dass Anleihen begeben werden um fällige auszulösen. Apple hat eine Anleihe ausgebracht um überhaupt Dividende zahlen zu können und das nach einem 17 Mrd. US$ Quartalsgewinn. Aktienrückkäufe werden auch so getätigt.

    Da sind noch jede Menge Schönheitsfehler, die es Anzusprechen gibt, das würde allerdings den Rahmen eines Kommentars übersteigen.

    Man sollte sich aber doch schon auf einen ungemütlichen Sommer einstellen.

  5. Auf der Finanzen.net-seite lese ich:Vitor Constancio(EZB-Direktor)EZB zufrieden mit Ergebnissen ihrer lockeren Geldpolitik!Isses wahr?Ja sappradi Bursch!Ich bin völlig perplex!Damit hätte ich jetzt überhaupt nicht gerechnet!Eher mit der Aussage,dass das Wahnsinnige QE der Geld-Al-Capones totaler Blödsinn ist&sich nun als solcher auch herausgestellt hat!Die Monetenprohibition,wo es sagenhafte Börsenpromille(zente)nur in Untergrundclubs für Ausgewählte gibt,wird hoffentlich genauso enden wie das Original.Im Kugelhagel,entweder der nicht bestochenen Polizei,oder der weltweiten Währungskonkurrenz!

    1. In der Tat redet die EZB insgesamt wie der Blinde von der Farbe.

      Natürlich schadet QE den wirtschaftlichen Restrukturierungen in den meisten der Euro-Länder.
      Man sagt sich dort: weiter schmarotzen im Euro und ansonsten nicht machen. Die anderen werden es schon – wie auch bisher – bezahlen. Was droht, ist der Grexit in allen mediterranen Ländern, dann auch im Rest.

      Kein Wunder, wenn nicht einmal die EZB zu begreifen vermag, daß eine Währungsunion unter souveränen Staaten nicht, noch nie, funktionierte, was sollen denn die hilflos naiven Schnellschuss-Politruks von Brüssel bis Berlin auch nur ahnen, was sie mit dem brutalen systemischen Solvenzkiller Euro anrichteten.

      1. Deutschland ist nicht souverän und andere Länder wurden unter die EU rechtlich darunter gezwungen (untergeordnet, diktiert). Wie man – ohne Verlaub – so geistlos sein kann, hier noch das Wort „souverän“ mit dem Wort „Staat“ syntaktisch in einem Satz zu verknüpfen, leuchtet mir nicht ein. Entweder totale Verblendung oder absolut unwissendes Gefasel.

        Kein „sorry“ dazu notwendig.

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