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Mario Draghi: Sein Problem im Detail, aktuell, schwarz auf weiß

Tja, Mario Draghi hat so einige Probleme. Gerade eben kam ein weiteres hinzu. Donald Trump ist ziemlich erbost darüber, dass die Eurozone doch glatt ihre Geldpolitik weiter lockert, was den Euro gegen den Dollar schwächt. Diese bösen Europäer und Chinesen, die ihre Währungen manipulieren, um den Amerikanern die Arbeitsplätze wegzunehmen.


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Mario Draghi hat eigentlich nur eine Aufgabe

Und dann wäre da noch die stark einbrechende Industrieproduktion in Europa. Krise voll im Anflug. Und ja, eigentlich hat Mario Draghi nur eine Aufgabe, nämlich für Preisstabilität zu sorgen. Dafür wurde vor Jahren offiziell das Inflationsziel von 2,0% für die Eurozone ausgegeben. Bloß keine Deflation riskieren, war damals die Devise! Erst sei an eine Zinswende nach oben zu denken, wenn die Inflation inklusive der Kerninflation für eine lange Zeit bei mindestens 2% liege. Tja, aber das funktioniert nicht. Nicht mal ansatzweise. Davon ist derzeit nicht mal zu träumen.

EZB-Präsident Mario Draghi
Mario Draghi. Foto: EZB CC BY-NC-ND 2.0

Heute hat die europäische Statistikbehörde Eurostat offiziell die Details für die Verbraucherpreise im Mai veröffentlicht. Von März auf April sprangen die Preise von 1,4% auf 1,7%. Mensch, wie toll, dachten sich wohl so einige Beobachter. Da kommt man doch nah ran an die 2,0%? Aber im Mai folgte nun der Einbruch von 1,7% auf 1,2%. Die Details zeigen, dass der April-Wert von 1,7% (wohl zum Leidwesen für Mario Draghi) nur ein einmaliger Ausreißer nach oben war. Verursacht war er durch einen kurzen Preisschub bei Dienstleistungen. Dort stiegen die Verbraucherpreise von 1,1% auf 1,9%. Und jetzt, zack, wieder runter auf 1,0%.

Details zu den Verbraucherdaten machen Mario Draghi unglücklich
Grafik: Eurostat

Die Energiepreise fallen als Wachstumstreiber auch aus, obwohl sie mit aktuell +3,8% immer noch deutlich über dem Schnitt liegen. Aber in den Vormonaten (rot markiert) lagen die Prozentraten bei über 5%. Lebensmittel sind mit „nur noch“ +1,5% auch keine große Hilfe mehr wie noch letztes Jahr, wenn es um steigende Verbraucherpreise geht. Ganz rechts im folgenden Chart sieht man den jüngsten Rückfall bei den Verbraucherpreisen.

Eurozone Verbraucherpreise Mai Chart



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