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Marktgeflüster: Warum steigt der Dax?

Von Markus Fugmann

Warum steigt der Dax? Die tiefgründigste Antwort lautet: weil er nicht fällt. Der Markt war etwas überverkauft nach den Rückgängen der letzten Tage, heute gewinnt der Index im Gefolge der US-Indizes an Aufwärtsdynamik, nachdem der amerikanische Anleihe-Guru Jeff Gundlach meint, dass die Fed in 2015 wohl nicht mehr die Zinsen anheben wird. Wir dürften nun zunächst eine Fortsetzung der Rally sehen, aber die Bäume werden nicht in den Himmel wachsen.
Die Märkte kümmert heute wenig, dass sich die Wahrscheinlichkeit für einen Grexit auch heute wieder erhöht hat, nachdem Juncker den Stab über Tsipras gebrochen hat und als Vermittler mit tiefen Geldtaschen (die EU-Kommission) vorerst nicht mehr zur Verfügung steht. EU-Währungskommissar Moscovici ließ Athen wissen, dass die Vorschläge von Tsipras in keiner Form die Diskussionen der letzten Wochen widerspiegele.
Ansonsten herrscht Depression in China, nachdem Chinas Aktien nicht in den MSCI-World aufgenommen wurden, und Japans Notenbankchef redet den Yen stark – wohl weil die Amerikaner es so wollten..



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4 Kommentare

  1. …der DAX steigt, weil die ELA-Kredite erhöht wurden…also wieder einmal geht’s weiter auf Pump…

  2. @bademeister, als die Nachricht über die Erhöhung der ELA (ca. 17Uhr) kam, war der Dax schon gut 2% im Plus – die Nachricht hat dann kaum kursrelevant gewirkt..

  3. Der Dax steigt wegen eines Bloomberg Reports:

    http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-06-10/germany-said-to-consider-offering-tsipras-staggered-deal-on-aid

    Dieser Report kam exakt 17:13 Uhr und stimmt genau mit dem Anzug des DAX überein. Bloomberg hat diesen Bericht aus dem Halfter geschossen und ich glaube nicht das der richtig ist. Bloomberg gehört den Rothschilds, vielleicht war das ja ein Gefälligkeitsgutachten?

    Von Anfang an gab es für den DAX keinen Grund zu steigen und schon gar nicht wegen Griechenland. Das war gezielt gesteuert!

  4. Ein Friedensangebot aus Japan im Währungskrieg hat den gewünschten Erfolg. Der Yen steigt – ein wenig.

    MSCI von Morgan-Stanley sollte sich von den Chinesen noch freihalten, denn Kühe und Erbsen vertragen sich nicht im selben Karton. So dominiert das chinesische Paket etwa den Welt-Index von FTSE.

    Keiner will den Griechen mehr die Stange halten – nur EZB-Coeure redet wieder mal politischen Unfug, wo doch Politik gar nicht seine Aufgabe ist.
    Als einziger will er sich weigern, über den Grexit nachzudenken – was aus EZB-Sicht dringend nötig wäre bezüglich der zu erwartenden Folgen im finanziellen (!) Bereich der Eurozone.
    Auch will er einen Haircut, was er nicht zu entscheiden, auch nicht vorzuschlagen hat. Es ist nicht seine Aufgabe.
    Auch seine Feststellung, man befände sich in einer Übergangsphase und müsse daher großzügig bei den Griechen sein, ist der nationalen Politik der Mitglieder des EU-Rates allein vorbehalten.

    Und – in der Tat – die EU-Kommission ist weder Gläubiger irgendeines Eurolandes, kann es nicht sein, und sie hat auch nichts Entscheidendes zu sagen über all die Themen, die EZB-Coeure rechtswidrig öffentlich herum posaunt. Ihr Chef Juncker ist nur eine dazu peinliche Gallionsfigur aus Billigplastik – bestenfalls. Er verwaltet nur eine Portokasse, in welche die Nationen zuvor ein wenig einzahlten. Das ist alles.

    Hilft man Griechenland nicht, steigt der Respekt der PIIGSZF und ihrer Finanziers – und ein wenig vielleicht sogar die vergebliche Hoffnung in Europa.

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