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Aktien

Marktbericht: Die große Stille vor der großen Action

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am

Ja, die große Action kommt am Donnerstag! Dann veröffentlicht die EZB nämlich, ob sie Zinsen senkt und/oder neue Anleihekäufe startet. Auch gibt es die Möglichkeit von Ankündigungen für folgende Termine. Auf jeden Fall erwartet der Markt eine Lockerung der Geldpolitik in Euroland.

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Johnson, Franken und Quartalszahlen

Am morgigen Dienstag wird Boris Johnson als neuer britischer Premier (höchstwahrscheinlich) das bestimmende Thema sein. Pfund vs USD dürfte sich wohl bewegen, aber auch FTSE100 und der Dax? Mal sehen, was Boris zu sagen hat, wenn seine Ernennung als Parteichef und Premier verkündet wird. Auch morgen und Mittwoch hagelt es Quartalszahlen, die dann mehr in den Fokus vor allem der US-Börsianer treten werden, bis am Donnerstag alle Welt nur noch auf die EZB schaut.

Aktuell kann man im Schweizer Franken gut sehen, dass man sich am Devisenmarkt auf die EZB-Sitzung schon mal vorbereitet. Der Franken wertet kräftig auf (EURCHF jetzt bei 1,10). Wir berichteten vorhin schon über diese charttechnisch dramatische Lage für die Schweizer Notenbanker. Werden Sie im Franken intervenieren, wenn die EZB den Euro am Donnerstag weiter in den Keller schickt? Am Markt wird schon gemunkelt.

Indizes

Dax und Dow befinden sich derzeit in einer Art luftleerem Raum vor der EZB-Entscheidung. Im folgenden Chart seit Freitag früh haben wir Dow und Dax übereinander gelegt. Aktuell sind die beiden zu ihren Tiefs von Freitag Abend zurückgekehrt. Die Aktienindizes könnten vor der EZB-Sitzung aufgrund der Quartalszahlen und der Johnson-Ernennung neue Impulse erhalten.

Sonstiges

Euro vs USD und Gold vs USD verharren seit Freitag in einer Seitwärtsphase, die eher eine Totenstarre ähnelt. Das Pfund hat sich als Vorbereitung auf die Johnson-Wahl in den letzten Tagen ziellos rauf und runter bewegt. Morgen solle mehr Klarheit in den Chart kommen, je nachdem wie Johnson sich nach der Wahl äußert.

Ach ja… da gab es heute kleine zarte Pflänzchen in Sachen Handelskrieg USA vs China. In der South China Morning Post war zu lesen, dass die Handelsgespräche aus chinesischer Sicht bald wieder aufgenommen werden könnten. Aber vorher müssten die USA alle eingeführten Zölle erst einmal abschaffen. Das klingt nicht sonderlich realistisch! Und unser deutscher Wirtschaftsminister Altmaier? Der wird doch wohl nicht einknicken vor all den US-Zöllen? Aktuell hört man von ihm jedenfalls die Idee, dass die EU die Autozölle auf US-Importe auf Null senken könne. Dann gäbe es nicht mehr den Vorwurf, dass amerikanische Autozölle niedriger seien als die der Europäer. Aber diese kleinen Scharmützel im Handelskrieg sind aktuell nicht primär wichtig. Im Fokus haben wir jetzt die Quartalszahlen, Boris Johnson, und dann am Donnerstag den MEGA-Tag (hier näher im Detail, was ansteht).

Morgen stehen unter anderem Texas Instruments und Snapchat auf dem Plan mit ihren Quartalszahlen, bevor es Mittwoch richtig los geht.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. sabine

    23. Juli 2019 11:40 at 11:40

    „Lockerung der Geldpolitik“ klingt ja nett.
    Das heißt im Klartext,
    – kurbelt die Inflation an, die Preise steigen
    – die EZB macht das Geld billiger, also wertloser
    – die Negativzinsen brauchen Bargeldverbot – das also dann auch.
    Das klingt dann nicht mehr nett. Der IWF arbeitet schon mit Hochdruck an der Umsetzung der lockeren Geldpolitik!

    https://www.epochtimes.de/meinung/gastkommentar/norbert-haering-der-internationale-waehrungsfonds-iwf-will-dem-bargeld-trickreich-an-den-kragen-a2949954.html

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Aktien

General Electric mit Kursdebakel – eine gute Kaufgelegenheit?

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am

General Electric war jahrelang schon genug gebeutelt worden. Der Siemens-Konkurrent in den USA ist immer noch ein gigantischer Mischkonzern, aber die Geschäfte laufen seit geraumer Zeit schlecht. Vor einem Jahr wurde die Aktie von General Electric aus dem Dow 30-Index gestrichen, und durch eine Apothekenkette ersetzt. Was für eine Demütigung für die altehrwürdige GE-Aktie. Dadurch verlor GE enorm an Aufmerksamkeit. Der Vorteil für den Gesamtmarkt aber ist: Fällt GE weiter kräftig in den Keller, kann das den Dow nicht mehr nach unten ziehen.

General Electric mit größerem Betrug als Enron?

Da ist es für die Bullen wohl besser, dass die Aktie von General Electric seit einem Jahr nicht mehr im Dow enthalten ist? Denn im Herbst 2018 rauschte sie gewaltig in den Keller. Und jetzt nach einer langen Phase einer „kleinen“ Erholung rauschte sie gestern erneut nach unten. Alleine gestern verlor die GE-Aktie 1,02 Dollar oder 11,3% an Wert. Grund dafür ist ein Whistleblower, der schon den Madoff-Skandal aufdeckte (größtes Schneeballsystem aller Zeiten).

Der Privatermittler Harry Markopolos behauptet nämlich General Electric habe seine Bücher frisiert. In einer ausführlichen Studie behauptet er GE habe Verluste in Höhe von 38,1 Milliarden Dollar verschleiert. Der Betrug bei General Electric sei ein größerer Fall als Enron. Beobachter erinnern sich noch an diesen gigantischen Skandal, der die US-Börse erschütterte. Sein Team habe sieben Monate lang die Bücher von GE analysiert, so Markopolos.

General Electric Aktie seit September 2018

General Electric weist Vorwürfe zurück- Kaufgelegenheit?

In einer offiziellen Stellungnahme weist General Electric die Anschuldigungen als „wertlos“ zurück (hier nachzulesen). Auch würde Markopolos mit einem Hedgefonds zusammenarbeiten, der auf fallende Kurse bei GE setzen würde. Gegenüber dem WSJ sagte Markopolos man würde mit einem nicht genannten Hedgefonds kooperieren. Tja, jetzt dürfte wohl ein Rechtsstreit zwischen beiden Seiten folgen? Eine Schlammschlacht? Fest steht nur: Die Börse ist verunsichert. Ist was dran oder nicht an den Vorwürfen? Ist dieser tiefe Kurs von GE eine Kaufgelegenheit, oder wird die Aktie nun in eine lange Phase der „Abwärts-Lethargie“ eintreten, weil auf lange Zeit niemand weiß, ob die Vorwürfe fundiert sind oder nicht?

Auf lange Sicht gesehen (folgender Chart seit 1997) hängt die Aktie derzeit an ihrem Tief aus dem Jahr 2009. Fällt sie darunter, kann es ganz düster werden. Der Chef von General Electric Larry Culp hat gestern jedenfalls für 2 Millionen Dollar GE-Aktien gekauft – offenbar als Vertrauensbeweis des Chefs in die Aktien des Unternehmens, um die Märkte zu beruhigen. Der Kaufpreis lag bei 7,93 Dollar – also unter dem Tagesschlusskurs von gestern Abend. Da hat er ja schon mal einen kleinen Gewinn erzielt (Scherz).

General Electric Aktie seit 1997
Hier die GE-Aktie seit 1997.

General Electric
GE Gelände in Schenectady, New York. Foto: UpstateNYer CC BY-SA 3.0

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Aktien

Quiz-Frage: Was sieht man in diesem Chart?

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Konnten Sie es erraten nur beim Betrachten des Vorschaubildes zu diesem Artikel? Gut, wir wollen nicht zu viel Spannung aufbauen. Der Chart zeigt seit September 2018 im steigenden Kurs die zehnjährige deutsche Bundesanleihe. Immer mehr Geld rennt in die Staatsanleihe. Der Kurs steigt, und die Rendite fällt. Heute haben wir mal wieder ein historisches Tief von -0,66% in der Rendite. Was für ein Wahnsinn!

Und die beiden fallenden Kurse zeigen die Aktien von Deutsche Bank und Commerzbank. Die Korrelation ist klar erkennbar. Je tiefer die Rendite, desto tiefer auch die Aktienkurse. Denn die EZB wird die Zinsen aller Voraussicht nach weiter senken, und die Zinsmargen der Banken werden somit noch schlechter aussehen. Außerdem indizieren die steigenden Anleihekurse auch die zunehmende Rezessionsangst, welche somit auch auf die Bankaktien negativ einschlägt. Rezession bedeutet mehr Kreditausfälle, weniger Börsengänge usw. Die ohnehin kaum vorhandenen Profite der beiden Banken dürften in einem zunehmend schlechteren Konjunkturumfeld schrumpfen oder sogar ganz aufgefressen werden. So nimmt es der Kapitalmarkt wohl an.

Nur noch 8 Cents ist die Aktie der Deutschen Bank von ihrem Allzeittief aus Juni entfernt. Und die Commerzbank-Aktie, die hatte erst gestern ihr Allzeittief erreicht (eigentlich jeden Tag ein neues), und ist aktuell nur 5 Cent davon entfernt. Also, findet sich irgendwann durch Zufall mal irgendeine Bank aus dem Ausland, der im Vorbeigehen die beiden Schnäppchen namens DB und CoBa aufkauft? Die Ertragsaussichten der Banken dürften auf jeden Fall erst einmal kaum besser werden.

Deutsche Bank und CoBa vs Bundesanleihe

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Aktien

Walmart-Quartalszahlen: Besser als erwartet, Aktie +6,3%

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Die Walmart-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Sie sind deswegen extrem wichtig, weil Walmart der größte Einzelhändler der USA ist. Für die Konsumgesellschaft USA ist das der Gradmesser in Sachen Konjunktur! Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 130,38 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 128/erwartet 130).

Der Gewinn liegt bei 1,27 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,29/erwartet 1,22).

Die Aktie notiert vorbörslich mit +6,3%.

Die Aussichten hat man jetzt nur minimal nach unten angepasst. Für den Markt offenbar eine freudige Überraschung, dass es kein Debakel gibt!

Walmart-Quartalszahlen

Walmart-Quartalszahlen - Walmart Logo
Foto: MikeMozartJeepersMedia CC BY-SA 3.0

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