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Markus Krall über die große Krise + aktuelle Daten – 10 Fragen und Antworten

Claudio Kummerfeld

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am

Markus Krall spricht über Kreditverknappung, die große Krise uvm

Markus Krall ist unserer Leserschaft schon bestens bekannt. In der „normalen“ medialen Öffentlichkeit wird er in der Regel als einer der Schwarzmaler eingestuft, als Crash-Prophet, wo der Weltuntergang vorhergesagt werde. Einfach nur übertrieben was der Markus Krall da sagt, in seinen Prognosen gäbe es viel zu viele Variablen, und sowieso, das wird schon alles nicht so schlimm werden… so lauten dann sinngemäß Kommentare so einiger „Experten“ zu seinen Thesen (hier eine Bewertung aus der SZ). Egal ob man den Thesen von Markus Krall Glauben schenkt, oder ob man sie als übertriebene Panikmache abtut – logisch nachvollziehbar und im Detail kann er erklären, warum ab Ende 2020 oder in den ersten zwei Quartelen 2021 eine Kreditverknappung bei deutschen Banken einsetzen soll, woraus eine Kettenreaktion in Gang gesetzt wird, welche die ganze Volkswirtschaft in eine massive Krise stürzen wird – und das nicht nur in Deutschland!

Tritt die Kreditverknappung wie von Markus Krall vorhergesehen bereits ein?

In den folgenden zwei Videos hat Daniel Sauer die zehn wichtigsten seiner Leserfragen gestellt, welche von Markus Krall beantwortet werden. Übrigens: Die laut seinen Thesen bevorstehende Kreditverknappung bei deutschen Banken (weil ihr Eigenkapital sinkt), ist dieses Szenario jetzt schon dabei Realität zu werden? Ganz frisch liegen Daten vom Kreditmarktausblick der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vor. Das Kreditwachstum gehe immer weiter zurück mit den derzeit schwächsten Zuwächsen seit zwei Jahren (und das trotz konstanter Nullzinsen). Für das laufende Vierteljahr sehen die KfW-Volkswirte sogar ein negatives Kreditwachstum von 2,5 Prozentrechnen! Magere konjunkturelle Dynamik, Rezession in der Industrie sowie die vielfältigen politischen Unsicherheiten dämpfen den Appetit auf neue Kredite trotz Niedrigzinsen, so die KfW. Von einer möglichen Kreditverknappung durch die Banken wird bei der KfW nichts erwähnt.

10 Leserfragen und die Antworten

Aber zurück zu den Leserfragen an Markus Krall. Er geht nochmal auf die Kernthese seines Szenarios ein, nämlich das schrumpfende Eigenkapital der Banken, welches aber als Basis notwendig ist für die Kreditvergabe. Weniger Kreditvergabe (Kreditverknappung) lässt die Wirtschaft erlahmen. Eingehen tut er auch auf die Frage um ein mögliches Goldverbot. Sehr interessant und logisch erklärt Markus Krall, warum es auch aus geldpolitischer Sicht keinen guten Grund gebe ein Goldverbot einzuführen. Denn nach einem großen Finanzcrash werde es womöglich eine neue durch Gold gedeckte Währung geben. Und die Bundesbank besitze einen sehr großen Goldbestand. Mit einem Goldverbot würde man eine wichtige Handlungsoption der Bundesbank abwürgen.

Dass eine wachsende Volkswirtschaft durch eine nicht steigende Geldmenge beschränkt werde, bespricht Markus Krall auch mit Gegenargumenten. Themen sind auch Silber sowie der Bitcoin, von dem er keine besonders hohe Meinung hat. Ein für wohl viele Menschen wichtiges Thema sind Lebensversicherungen (immer weiter sinkende Garantiezinsen). Hierauf geht Markus Krall sehr differenziert ein. Wo es doch gerade hier sehr einfach wäre pauschal negativ draufzuhauen, erwähnt er, dass einige Anbieter schon seit geraumer Zeit durch Anlagen in Aktien und Immobilien höhere Rücklagen geschaffen hätten, und durch die aktuelle Flaute (dank Nullzinsen) besser hindurch kämen als andere. So einfach sei es also nicht alle Anbieter der Branche negativ zu bewerten. Wichtig: Markus Krall rät davon ab Geldanlagen in Euro zu halten, womit er wohl vor allem Staatsanleihen und all zu große Bankguthaben meint. Damit spielt er wohl darauf an, dass der Euro einen großen Systemcrash nicht überleben werde. Aber schauen Sie selbst die folgenden Videos mit Fragen und Antworten.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Michael

    13. Januar 2020 18:41 at 18:41

    Die Aussagen in dem verlinkten Artikel in der SZ sind in großen Teilen nicht so ganz von der Hand zu weisen. Danke für den Link!

    • Avatar

      M. Kohlhass

      14. Januar 2020 11:56 at 11:56

      Hä? Dann müssen Sie einen anderen SZ-Artikel gelesen haben. Phrasen und keine Substanz – genau das, was man eigentlich den „Crash-Propheten“ unterstellt.

  2. Avatar

    Axel

    13. Januar 2020 22:58 at 22:58

    Folgt man dem allgemeinem Crashtenor, handelt die Regierung mit ihrer Goldpolitik völlig kontraproduktiv.
    Anstatt die Grenze für anonyme Edelmetallkäufe auf 2.000 Euro zu begrenzen und den Bürgern das „ewige Geld“ madig zu machen, sollte sie die Menschen zum Edelmetallkauf animieren und Käufe in unbegrenzter Höhe erlauben.

    Sollte nämlich nach dem Crash ein goldgedecktes Geldsystem etabliert werden, um einer erneuten Schuldenorgie vorzubeugen und das Geld wertig zu verankern, kann man dann ja wirklich sein Gold ja wieder sorglos in die nun gedeckte Papierwährung umtauschen. Und umso mehr Gold in der Bevölkerung ist, umso mehr Gold fließt in den Staatssäckel zurück.
    So Land kann sich das Land über eine immense Zunahme seiner Goldvorräte erfreuen und mehr Sozialausgaben verteilen…äähhh, wollte sagen, in Innovationen investieren…

    • Avatar

      Ice 9

      14. Januar 2020 10:48 at 10:48

      Ganz genau. So wäre viel Gold in privater Hand eine Art volkswirtschaftliche Kick-off-Finanzierung nach dem reset des System. Aber weiter als bis zu Enteignungsfantasien reicht die Vorstellungskraft unserer ‚Elite‘ wohl nicht.

  3. Avatar

    Jouhou

    14. Januar 2020 07:34 at 07:34

    Spannend wäre zu wissen wie Markus Krall das bei den banken in der Schweiz sieht. Diese haben ja noch stärkere Minuszinsen…

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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