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Markus Krall über die große Krise + aktuelle Daten – 10 Fragen und Antworten

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Markus Krall spricht über Kreditverknappung, die große Krise uvm

Markus Krall ist unserer Leserschaft schon bestens bekannt. In der “normalen” medialen Öffentlichkeit wird er in der Regel als einer der Schwarzmaler eingestuft, als Crash-Prophet, wo der Weltuntergang vorhergesagt werde. Einfach nur übertrieben was der Markus Krall da sagt, in seinen Prognosen gäbe es viel zu viele Variablen, und sowieso, das wird schon alles nicht so schlimm werden… so lauten dann sinngemäß Kommentare so einiger “Experten” zu seinen Thesen (hier eine Bewertung aus der SZ). Egal ob man den Thesen von Markus Krall Glauben schenkt, oder ob man sie als übertriebene Panikmache abtut – logisch nachvollziehbar und im Detail kann er erklären, warum ab Ende 2020 oder in den ersten zwei Quartelen 2021 eine Kreditverknappung bei deutschen Banken einsetzen soll, woraus eine Kettenreaktion in Gang gesetzt wird, welche die ganze Volkswirtschaft in eine massive Krise stürzen wird – und das nicht nur in Deutschland!

Tritt die Kreditverknappung wie von Markus Krall vorhergesehen bereits ein?

In den folgenden zwei Videos hat Daniel Sauer die zehn wichtigsten seiner Leserfragen gestellt, welche von Markus Krall beantwortet werden. Übrigens: Die laut seinen Thesen bevorstehende Kreditverknappung bei deutschen Banken (weil ihr Eigenkapital sinkt), ist dieses Szenario jetzt schon dabei Realität zu werden? Ganz frisch liegen Daten vom Kreditmarktausblick der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vor. Das Kreditwachstum gehe immer weiter zurück mit den derzeit schwächsten Zuwächsen seit zwei Jahren (und das trotz konstanter Nullzinsen). Für das laufende Vierteljahr sehen die KfW-Volkswirte sogar ein negatives Kreditwachstum von 2,5 Prozentrechnen! Magere konjunkturelle Dynamik, Rezession in der Industrie sowie die vielfältigen politischen Unsicherheiten dämpfen den Appetit auf neue Kredite trotz Niedrigzinsen, so die KfW. Von einer möglichen Kreditverknappung durch die Banken wird bei der KfW nichts erwähnt.

10 Leserfragen und die Antworten

Aber zurück zu den Leserfragen an Markus Krall. Er geht nochmal auf die Kernthese seines Szenarios ein, nämlich das schrumpfende Eigenkapital der Banken, welches aber als Basis notwendig ist für die Kreditvergabe. Weniger Kreditvergabe (Kreditverknappung) lässt die Wirtschaft erlahmen. Eingehen tut er auch auf die Frage um ein mögliches Goldverbot. Sehr interessant und logisch erklärt Markus Krall, warum es auch aus geldpolitischer Sicht keinen guten Grund gebe ein Goldverbot einzuführen. Denn nach einem großen Finanzcrash werde es womöglich eine neue durch Gold gedeckte Währung geben. Und die Bundesbank besitze einen sehr großen Goldbestand. Mit einem Goldverbot würde man eine wichtige Handlungsoption der Bundesbank abwürgen.

Dass eine wachsende Volkswirtschaft durch eine nicht steigende Geldmenge beschränkt werde, bespricht Markus Krall auch mit Gegenargumenten. Themen sind auch Silber sowie der Bitcoin, von dem er keine besonders hohe Meinung hat. Ein für wohl viele Menschen wichtiges Thema sind Lebensversicherungen (immer weiter sinkende Garantiezinsen). Hierauf geht Markus Krall sehr differenziert ein. Wo es doch gerade hier sehr einfach wäre pauschal negativ draufzuhauen, erwähnt er, dass einige Anbieter schon seit geraumer Zeit durch Anlagen in Aktien und Immobilien höhere Rücklagen geschaffen hätten, und durch die aktuelle Flaute (dank Nullzinsen) besser hindurch kämen als andere. So einfach sei es also nicht alle Anbieter der Branche negativ zu bewerten. Wichtig: Markus Krall rät davon ab Geldanlagen in Euro zu halten, womit er wohl vor allem Staatsanleihen und all zu große Bankguthaben meint. Damit spielt er wohl darauf an, dass der Euro einen großen Systemcrash nicht überleben werde. Aber schauen Sie selbst die folgenden Videos mit Fragen und Antworten.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Michael

    13. Januar 2020 18:41 at 18:41

    Die Aussagen in dem verlinkten Artikel in der SZ sind in großen Teilen nicht so ganz von der Hand zu weisen. Danke für den Link!

    • Avatar

      M. Kohlhass

      14. Januar 2020 11:56 at 11:56

      Hä? Dann müssen Sie einen anderen SZ-Artikel gelesen haben. Phrasen und keine Substanz – genau das, was man eigentlich den “Crash-Propheten” unterstellt.

  2. Avatar

    Axel

    13. Januar 2020 22:58 at 22:58

    Folgt man dem allgemeinem Crashtenor, handelt die Regierung mit ihrer Goldpolitik völlig kontraproduktiv.
    Anstatt die Grenze für anonyme Edelmetallkäufe auf 2.000 Euro zu begrenzen und den Bürgern das “ewige Geld” madig zu machen, sollte sie die Menschen zum Edelmetallkauf animieren und Käufe in unbegrenzter Höhe erlauben.

    Sollte nämlich nach dem Crash ein goldgedecktes Geldsystem etabliert werden, um einer erneuten Schuldenorgie vorzubeugen und das Geld wertig zu verankern, kann man dann ja wirklich sein Gold ja wieder sorglos in die nun gedeckte Papierwährung umtauschen. Und umso mehr Gold in der Bevölkerung ist, umso mehr Gold fließt in den Staatssäckel zurück.
    So Land kann sich das Land über eine immense Zunahme seiner Goldvorräte erfreuen und mehr Sozialausgaben verteilen…äähhh, wollte sagen, in Innovationen investieren…

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      Ice 9

      14. Januar 2020 10:48 at 10:48

      Ganz genau. So wäre viel Gold in privater Hand eine Art volkswirtschaftliche Kick-off-Finanzierung nach dem reset des System. Aber weiter als bis zu Enteignungsfantasien reicht die Vorstellungskraft unserer ‘Elite’ wohl nicht.

  3. Avatar

    Jouhou

    14. Januar 2020 07:34 at 07:34

    Spannend wäre zu wissen wie Markus Krall das bei den banken in der Schweiz sieht. Diese haben ja noch stärkere Minuszinsen…

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Corona-Krise und das dauerhaft veränderte Konsumverhalten

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Erst war es aus der Not geboren: Viele Menschen, die eigentlich viel lieber in Geschäften eingekauft hatten und nicht im Online-Handel, mussten sich durch den Lockdown in der Corona-Krise zwangsläufig umorientieren. Werden diese alle wieder ins alte Konsumverhalten zurückkehren? Neueste Studien zeigen: Davon ist nicht auszugehen.

Corona-Krise: Umfragen nicht im Sinne des stationären Handels

Bisher schob man es zum großen Teil auf die Maskenpflicht: Die gebremste Shoppinglust mit einem Utensil, welches nicht nur Kommunikation und Atmung beim lustbetonten Einkaufsbummel behindert, sondern auch so etwas wie eine psychologische Falle darstellt: Hier lauert eine Gefahr für mich, aufpassen, nicht leichtsinnig werden! Wenngleich es noch keine großen wissenschaftlichen Nachweise gibt, dass es in Geschäften zu größeren Infektionen mit Covid-19 gekommen ist, bleibt die Maskenpflicht noch eine Zeit bestehen. Spannend wird es im Hochsommer, wenn das Personal in Räumen ohne Klimatisierung den Schutz über acht Stunden am Tag tragen muss.

Auch wenn immer mehr Lockerungen im Gespräch sind, erschrecken Umfragen in Deutschland, wie auch in Europa, den stationären Einzelhandel. Viele Kunden haben sich an den Online-Handel gewöhnt und werden wohl auch nach der Corona-Krise nicht mehr so häufig zum Shoppen gehen.

Die bisherigen Verkaufsumsätze liegen unter den Erwartungen des Handels, man hofft auf die Rückkehr zu alten Gewohnheiten. Der Konsum als Ganzes wird dabei wieder auf alte Höhen klettern, sollte es nicht zu weiteren Einschränkungen wegen Corona kommen. Aber die aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Alvarez & Marsal dürfte der Branche nicht gefallen:

23 Prozent der Deutschen wollen weniger in Geschäften einkaufen, mehr über online shoppen, aber insgesamt weniger ausgeben.
Auch in anderen europäischen Ländern (Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Schweiz) brachte die Studie ähnliche Ergebnisse. Im Ausland fürchtet man die Folgen der Corona-Krise stärker – Verlust des Arbeitsplatzes, Vermögenseinbußen –  so dass viele Kunden nur das Nötigste eingekauft haben. 41 Prozent der Befragten wollen auch in naher Zukunft erst einmal abwarten – auf eine Besserung der wirtschaftlichen Lage.
Die Furcht vor einer zweiten Welle ist überall zu verspüren. Kein Wunder, in der täglichen Berichterstattung ist es ständiges Thema. Verfügbarkeitsheuristik, nennt es die Psychologie, wenn Ereignisse so oft wiederholt werden, dass es im Gedächtnis fest verankert wird.

Zunahme des Online-Handels

Der Lockdown hat in vielen Bereichen die Digitalisierung angeschoben – nicht nur bei Microsoft, wo der CEO Nadella behauptet hat, die Corona-Krise hätte die Entwicklung von zwei Jahren komprimiert auf wenige Monate -, auch beim Handel. Auch eine weitere Umfrage bestätigt diese Annahme: Bei einer Befragung von 2500 Konsumenten durch den Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland, erzählten über 50 Prozent der Menschen, dass sie künftig mehr online kaufen würden, die Coronazeit habe sie überzeugt.

Beispielsweise habe die Online-Plattform der Otto-Gruppe in kurzer Zeit eine Million Kunden hinzugewonnen. Wie wollen die Geschäfte auf diese Entwicklung reagieren? Verkleinerung der Verkaufsflächen, Rationalisierungen, neue Ideen beim Verkauf der Produkte?

Fazit

Sehr oft ist derzeit die Rede davon, was die Corona-Krise für Langfristfolgen in der Gesellschaft zeitigen wird. Home Schooling, Home Office, Video-Besprechungen, Änderungen im Reiseverhalten oder auch beim Shopping. Letzteres dürfte sehr wahrscheinlich werden, zu sehr hat die Corona-Krise selbst Technikmuffel von der Bequemlichkeit der Methode überzeugt.

Wie lange wartet man schon auf einen radikalen Rationalisierungsschnitt im Einzelhandel durch automatisierte Zahlungssysteme an den Kassen? Und jetzt auch noch der Umbruch durch den Versandhandel. Was aber geschieht mit der Einzelhandelsbranche, den zahlreichen Geschäften und ihren vielen Beschäftigten?

Die Corona-Krise verändert das Konsumverhalten dauerhaft

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EZB-Bilanz +53 Milliarden Euro in einer Woche – Anleihekäufe waren nicht der größte Posten!

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Der EZB Tower in Frankfurt

Die Bilanz der EZB wird einmal pro Woche veröffentlicht. Jetzt liegt uns die Bilanz mit Stand 3. Juli vor. Sie klettert immer weiter, auf ein derzeitiges Allzeithoch von 6,289 Billionen Euro. Noch im Februar waren es 4,7 Billionen Euro. In der folgenden Originaltabelle der EZB zeigen wir die aktuellste Aktiva der Bilanz. Die Bilanzsumme stieg im Wochenvergleich um 52,8 Milliarden Euro. Wie üblich dieser Tage würde man denken, dass diese Steigerung herrührt durch die ständigen Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank, die sich aufgrund der Beschlüsse in Folge der Coronakrise um insgesamt 1,35 Billionen Euro ausweiten werden. Aber nein, diese Bilanz ist anders. Die Anleihekäufe machen nur den zweitgrößten Zuwachsposten aus mit +33,48 Milliarden Euro.

Der größte Posten war ein Plus von 38,95 Milliarden Euro beim Bilanzposten Gold. Weil der Goldpreis so gut gestiegen ist, und weil gerade Quartalsende war, wurden die Goldbestände der EZB neu bewertet. Der Wertzuwachs durch den Preisanstieg bei Gold wird in der Bilanz jetzt mit 38,95 Milliarden Euro quasi nachgebucht, wodurch die Bilanz um diesen Wert ansteigt. So trägt der steigende Goldpreis zu einem kräftigen Bilanzzuwachs bei der EZB bei. Abseits dieser beiden großen Posten gibt es noch viele kleinere Änderungen, wodurch insgesamt ein Zuwachs von 52,8 Milliarden Euro im Wochenvergleich herauskommt. Die Bilanz der EZB macht jetzt 53 Prozent der Wirtschaftsleistung der Eurozone aus. Im Vergleich dazu liegt die Bank of England bei 31 Prozent, die Fed bei 33 Prozent, und die Bank of Japan bei exorbitanten 119 Prozent.

Daten zur aktuellsten EZB-Bilanz

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Dirk Müller zum Wasserstoff-Hype: Warum man jetzt nicht einsteigen sollte

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Wir hatten erst vorgestern über die Aussagen von Dirk Müller berichtet,über die Wahnsinns-Hausse der letzten Wochen in den USA, wo teilweise Minderjährige mit den Kreditkarten ihrer Eltern die Börse stürmen, und wo Millionen von Menschen mit Kleinstbeträgen wie wahnsinnig Börsenkurse pushen. Heute spricht Dirk Müller im folgenden Video über den aktuellen Hype rund um das Thema Wasserstoff. Diese Woche wurde der Hype nochmal kräftig befeuert durch die erst gestern präsentierten großen Pläne der EU, dass man bis 2050 klimaneutral werden wolle, und das mit Wasserstoff. Gigantische Milliardenprogramme sollen von Staaten und Unternehmen in Europa aufgelegt werden.

Also, ist das nun auch der große Start für den Hype rund um Wasserstoff-Aktien? Oder läuft er schon, und Anleger, die sich hier noch nicht auskennen, kommen zu spät? Genau davor warnt Dirk Müller im folgenden Video. Er beschreibt diese jetzige Euphorie und vergleicht sie mit Themen wie 3D-Druck oder Cannabis-Aktien. Jetzt sei der Markt für Anleger schon zu teuer. Man müsse nun erst einmal auf die Marktbereinigung warten, die nach der Euphorie einsetze. Er beschreibt auch Phasen der Markteuphorie, wie es sie in anderen Bereichen schon gegeben habe, die nun auch so beim Wasserstoff ablaufen würden.

Wasserstoff Tankstelle in Belgien
Eine Wasserstofftankstelle in Zaventem Belgien. Foto: Dr. Artur Braun (Arturbraun) CC BY-SA 4.0

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