Devisen

(Mittel-)Osteuropa zittert nach SNB-Entscheidung

Die gestrige Entscheidung der SNB hat globale Auswirkungen. Das zeigt sich insbesondere bei osteuropäischen Währungen wie dem ungarischen Forint und dem polnischen Zloty. Der Grund ist klar: viele Firmen, aber auch „normale“ Konsumenten haben Franken-Kredite aufgenommen – sodass die Schuldlast nun deutlich steigt. Die Währungen dieser Länder zeigen heftige Reaktionen:

Dollar-Forint:

usdhuf

Und Dollar-Zloty:

usdpln

Unterdessen scheint klar, dass die SNB nach ihrer Entscheidung gestern am Devisenmarkt interveniert hat, um eine zu starke Aufwertung des Franken zu verhindern. Das dürfte sich nun insbesondere dann wiederholen, wenn Risikoaversion am Markt herrscht. Kurse unter der Parität sind für die Schweizer Wirtschaft mittelfristig kaum verkraftbar – daher agiert die SNB nun verdeckt am Devisenmarkt. Gleichwohl hat sie in den letzten drei Jahren zur Aufrechterhaltung des Mindestkurses massiv Euro gekauft, und Franken verkauft. Das dürfte letztlich zu herben Verlusten in ihrer Bilanz führen – vom Vertrauensverlust einmal abgesehen. Schließlich hatte die Notenbank noch vor zehn Tagen ihr Mantra wiederholt, den Mindestkurs unter allen Umständen zu verteidigen.



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