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Möglicher Handelskrieg gegen China: Und da ist er, der erste offizielle Schritt der USA

Wie erwartet hat Donald Trump ein sogenanntes Presidential Memorandum unterschrieben, mit dem er sozusagen den US-Handelsbeauftragten auffordert zu untersuchen, ob China unfair mit den USA…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wie erwartet hat Donald Trump ein sogenanntes Presidential Memorandum unterschrieben, mit dem er sozusagen den US-Handelsbeauftragten auffordert zu untersuchen, ob China unfair mit den USA umgeht. Genau geht es in diesem Fall um den Schutz geistigen Eigentums. Klaut China oder klauen chinesische Firmen massenhaft geistiges Eigentum von US-Unternehmen? Gestern flog schon eine Schadenssumme von insgesamt 255 Milliarden Dollar durch den Raum für die Verletzung geistigen Eigentums, Produktpiraterie usw. Trump spricht nun offiziell von 600 Milliarden Dollar Schaden pro Jahr für die US-Wirtschaft durch Diebstahl geistigen Eigentums (wahrscheinlich meint er die Summe bezogen auf alle Diebe weltweit).

Wie wird wohl so eine Untersuchung aussehen? Nun, erst einmal wird sie einige Zeit dauern (maximal ein Jahr). Aber seien wir mal ehrlich. Wenn Donald Trump seine Mitarbeiter anweist, etwas zu untersuchen, dessen Ergebnis er längst verkündet hat… wie wird dann das Ergebnis ausfallen? Ohhh Wunder, ja, China stiehlt massiv geistiges Eigentum von US-Unternehmen, und dagegen muss man genauso massiv etwas unternehmen – so wird wohl das Ergebnis lauten!

Von daher ist diese Unterschrift unter diese Dienstanweisung von Trump der erste offizielle Schritt für den möglichen Beginn eines klassischen Handelskriegs. Die USA könnten für diverse chinesische Waren Importzölle erheben, wodurch diese Waren für US-Verbraucher deutlich teurer werden. Trump lässt nun offiziell verkünden, dass man als Maßnahmen sogar komplette oder teilweise Verkaufsverbote für chinesische Waren in den USA verhängen könnte. Ebenso könne man chinesischen Firmen die Rechte an geistigem Eigentum entziehen. Auch könne man chinesischen Firmen gleichberechtigte Positionen bei Verhandlungen entziehen usw.

Wie gesagt, schon vor der Untersuchung scheint das Ergebnis festzustehen. So schreibt das Weiße Haus, dass China Regularien eingeführt habe, nach denen US-Unternehmen dazu ermuntert würden geistiges Eigentum nach China zu transferieren. Dabei kommt die in der Tat unfaire Regelung zur Sprache, die auch europäischen Firmen zu schaffen macht. Wer nämlich in China eine Fabrik aufmacht, muss einen chinesischen Partner mit ins Boot holen. Zitat Weißes Haus:

The People’s Republic of China has implemented laws, policies, and practices and has taken actions related to intellectual property, innovation, and technology that encourage the transfer of American technology and intellectual property to enterprises in China and otherwise affect American economic interests. This restricts U.S. exports, deprives U.S. citizens of the right to fair remuneration for their innovation, contributes to our trade deficit with respect to China, and undermines efforts to strengthen American manufacturing, services, and innovation. For example, U.S. companies can be required to enter into joint ventures with Chinese companies if they want to do business in China, resulting in Chinese companies forcibly acquiring U.S. intellectual property.

Dass China so etwas nicht unbeantwortet lassen dürfte, scheint klar zu sein. So droht das chinesische Handelsministerium aktuell, dass die USA zum Zerstörer multilateraler Regeln werden könnten. Das Vorgehen der USA sei nicht durch die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) abgedeckt. Anders als die USA es darstellen würden, habe China sich nicht gegenüber ausländischen Märkten abgeschottet. Man sei weiter zugänglich.

Würden die USA jedoch die Regeln des internationalen Handels und das wirtschaftliche Verhältnis zu China verletzten, werde man angemessene Maßnahmen ergreifen, und entschieden die legitimen Rechte und Interessen Chinas verteidigten. Wie wir gestern schon schrieben: Das könnte zu aller erst Firmen mit guten Umsätzen in China treffen, wie zum Beispiel Apple, Tesla, GM, McDonalds etc.

Dass das Ergebnis der Untersuchung schon feststeht, kann man auch aus diesen weiteren Ausführungen des Weißen Hauses schließen. Einfach hier klicken.

President Donald J. Trump speaks with Secretary of Defense James Mattis and other senior leaders of the armed forces at the Pentagon in Washington, D.C., Jan. 27, 2017. (DOD photo by U.S. Air Force Staff Sgt. Jette Carr)

Donald Trump. Foto: DOD photo by U.S. Air Force Staff Sgt. Jette Carr / Gemeinfrei

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Paulinchen

    15. August 2017 19:04 at 19:04

    Wenn die USa das gestohlene Eigentum Deutschlands zurückerstatten müsste, wäre es für die kommenden 40 Jahre stehend bankrott.

  2. Avatar

    Jan

    15. August 2017 22:46 at 22:46

    Die Maschinen von meine 2 ehemaligen Uhr-Deutschen Arbeitgebern, wurden als Kopie per Zufall in China gesichtet. Welche schaden daraus bestehrn lässt sich nach irgenwelchen Kriterien beziffern. Vermutlich hätten wir dort nicht verkaufen können. Ob die Kopien außerhalb China ein Markt finden bezweifele ich jetzt. Aber immerhin ist ein Teil der Entwicklung in China von diesen Maschinen ohne Kosten gewesen. Deswegen finde ich es ausnahmeweise gut dass H. Trump in diesen etwas macht. Mann könnte es bestimmt etwas eleganter machen aber er hätte vermutlich nicht unsere Stahlindustrie in den letzten 20 Jahre nach China ziehen lassen. Und jetzt heulen wir über Chinesischen Stahldumping. Vielleicht lernt unsere Führung auch was davon.
    Und wenn die amis aus Deutschland geklaut haben, dann sieht es bedrohend aus: Nein, wir lernen nicht…

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Experte: Finger weg von Deutsche Bank und Commerzbank

Redaktion

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Von

Andre Stagge über Commerzbank und Deutsche Bank

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) rät als Langfristinvestment ganz klar ab von Aktien wie Deutsche Bank und Commerzbank. Ausführlich bespricht er die Krise der Banken, und warum 2021 wohl kein gutes Jahr für sie werden wird. Auch wenn die Kurse auf den ersten Blick günstig zu sein scheinen. Eine Welle an Kreditausfällen könnte nun anstehen. Das Thema der faulen Kredite, die auch schon vor der Coronakrise da waren, aber jetzt noch deutlich ansteigen dürfen, besprechen wir oft auf FMW (siehe zum Beispiel hier). Andre Stagge geht aktuell darauf näher ein, und bietet eine Art Gesamtüberblick auf die Lage der Bankenbranche in der Krise.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Verbraucherpreise in Deflation – Rabattschlacht bei Bekleidung

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse in einer Klemme

Für die deutschen Verbraucherpreise im Monat Dezember liegen ganz frisch die endgültigen und ausführlichen Daten vor. Weiterhin hängen sie mit -0,3 Prozent in der Deflation. Wie die Details zeigen, passiert genau das was man erwarten darf. Weil alle Daten zeigen, dass die stationären Verkäufer in den Bereichen Bekleidung und Schuhe die großen Corona-Verlierer im Einzelhandel sind, durfte man von einer kräftigen Rabattschlacht ausgehen. Und so kam es auch. Dank Lockdown muss man mit kräftigen Rabatten die Produkte online an die Kunden bringen – Hauptsache man bekommt überhaupt Geld in die Kasse um durchzuhalten?

So kam für den Bereich Bekleidung und Schuhe im Dezember im Jahresvergleich ein deutliches Minus von 5,4 Prozent zustande. Oben drauf kommt ja für alle Endkundenprodukte noch dazu, dass der Dezember der letzte Monat mit reduzierter Mehrwertsteuer dazu. Dieser Faktor wird sich wohl auf alle Segmente ausgewirkt haben – weshalb man aber für Januar mit steigenden Preisen rechnen darf? Die Verbraucherpreise für den Sektor Verkehr lagen mit 2,7 Prozent im Minus. Hier wirken nach wie vor die schwachen Energiepreise.

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise für Dezember

An dieser Stelle zitieren wir auszugsweise die aktuellen Aussagen des Statistischen Bundesamts zum Gesamtjahresvergleich zwischen 2019 und 2020:

Im Jahresdurchschnitt 2020 verbilligten sich vor allem die Energieprodukte

Die Energieprodukte verbilligten sich 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 4,8 % nach einem Anstieg um 1,4 % im Jahr 2019. Preisrückgänge gab es insbesondere bei leichtem Heizöl (-25,9 %) und bei Kraftstoffen (-9,9 %). Verantwortlich war neben der Senkung der Mehrwertsteuersätze vor allem der Ölpreisverfall auf dem Weltmarkt in den ersten Monaten des Jahres. Dagegen verteuerte sich Strom um 3,0 %. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2020 bei +1,1 % gelegen.

Preise für Nahrungsmittel überdurchschnittlich gestiegen

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2020 gegenüber 2019 überdurchschnittlich um 2,4 %. Im Jahresverlauf hat sich der Preisauftrieb zeitgleich mit der Senkung der Mehrwertsteuersätze abgeschwächt. Deutlich teurer waren im Jahr 2020 Obst (+7,1 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+6,1 %). Günstiger hingegen wurden insbesondere Speiseöle und Speisefette (-4,1 %).

Waren verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %

Waren insgesamt verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %. Unter den Verbrauchsgütern verteuerten sich Tabakwaren (+4,9 %) deutlich, die von der Senkung der Mehrwertsteuersätze ausgenommen wurden. Unter den Gebrauchsgütern verbilligten sich zum Beispiel Telefone (-6,0 %) sowie Geräte der Informationsverarbeitung (-4,4 %).

Dienstleistungen verteuerten sich 2020 gegenüber 2019 um 1,3 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019 mit +1,3 % überdurchschnittlich, darunter Nettokaltmieten mit +1,4 %. Bei einigen Dienstleistungen stiegen die Preise deutlich stärker, unter anderem für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,2 %), Leistungen für Friseure und Körperpflege (+4,1 %) sowie für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,2 %). Die Ursachen hierfür waren vielschichtig, neben der Mindestlohnerhöhung dürfte auch der Aufwand für Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Corona-Infektionen relevant gewesen sein. Günstiger wurden vor allem Fahrkarten im Bahnfernverkehr (-14,9 %), bedingt vor allem durch die bereits seit Jahresbeginn abgesenkte Mehrwertsteuer für Bahnfernfahrten von 19 % auf 7 %.

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Covid-19: Sehen wir bald Peak-Corona? Einiges spricht dafür!

Es gibt einige Aspekte, die durchaus dafür sprechen, dass der Hochpunkt der Infektionen mit Covid-19 bereits überschritten ist!

Wolfgang Müller

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Sicher klingt es extrem merkwürdig, wenn man mitten im kalten Januar, beim Auftreten von massenhaft Mutationen von Covid-19 und einer noch nicht richtig in die Gänge gekommenen Impfaktion von einem möglichen und baldigen Überschreiten des Höhepunktes der Coronakrise spricht.

Aber es gibt einige Aspekte, die durchaus dafür sprechen.

Covid-19: Impfwelle und Dunkelziffer

Eines vorweg: Gemeint ist damit nicht das Ende der Infektionen, sondern die Zahl der Neuinfektionen, die in der zweiten oder dritten Welle ständig geklettert sind.

Die Zahl der offiziell an Covid-19 Infizierten hat am 7. Januar 2021 mit über 834.000 Menschen ihren bisherigen Höhepunkt erreicht (lt. John-Hopkins-Universität). Seither geht es tendenziell, trotz der Mutationszahlen, nach unten.

Ist der Hochpunkt von Covid-19 bereits überschritten?

Noch muss dies nicht die Wende bei den Infektionen gewesen sein, aber es deutet sich an, dass dies zumindest bald bevorstehen könnte. Dafür sprechen einige Faktoren: Es gibt weitere temporäre Verschärfungen in den Lockdowns (Europa, USA). Der Frühling naht, denn bis zum meteorogischen Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel sind es nur noch sechs Wochen, und die Impfquoten werden demnächst ein Vielfaches der offiziellen Infektionszahlen erreichen. Vor allem, wenn die USA über eine Million Menschen pro Tag impfen, die EU mit ihren 27 Staaten voll einsteigt und viele andere Staaten und die für Februar deutlich erweiterte Impfstoffproduktion anschwillt.

Sonderfall Deutschland

Was Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten sehr unterschiedlich macht, ist die Zahl der bisher Infizierten und zugleich die wahrscheinlich niedrigere Dunkelziffer zu anderen europäischen Ländern. Die offizielle Infektionsrate mit Covid-19 liegt aktuell bei gut 2,4 Prozent, während sie in Großbritannien und vielen europäischen Staaten bei vier oder gar fünf Prozent liegt, bei einer gleichzeitig deutlich höheren Dunkelziffer. Das heißt, die Gesamtinfektionsrate läge möglicherweise in Deutschland bei weniger als 10 Prozent der Bevölkerung, während sie in anderen Ländern vielleicht schon über 20 Prozent liegt. Mit großer Auswirkung für die durch die Impfung zu beschleunigende Gefahrenabwehr gegenüber der Pandemie. Vorteil USA, auch wenn es makaber klingt: Wegen einer „offiziellen“ Infektionsrate von 7,5 Prozent, einer vielfach höheren Dunkelziffer, weil sich Teile der Bevölkerung bis zuletzt aus Angst vor beruflichen Konsequenzen nicht haben testen lassen und das Virus weitaus mehr verharmlost wurde, als in Deutschland. Und jetzt Joe Biden mit allem Einsatz 100 Millionen Menschen in sehr kurzer Zeit impfen lassen will.

In Deutschland kommt noch das Gefahrenmoment einer relativ alten Bevölkerung zum Tragen.

Laut statista gibt es derzeit in Deutschland rund 18,1 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Ein prozentualer Anteil von rund 22 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Lande. Dabei etwa drei Millionen Pflegebedürftige, über zwei Millionen zuhause und mit anderen Familienangehörigen zusammenlebend. Auch die Zahl der über 80-Jährigen liegt in Deutschland bei über fünf Millionen, es leben sogar schon 20 Tausend Hundertjährige in Deutschland.

Aus diesen Zahlen erklärt sich auch die große Fürsorgepflicht der Regierung gegenüber der älteren Bevölkerung.

Hier liegt auch der große Effekt der Impfaktion in Deutschland, denn bis vor Kurzem lag der Anteil der Coronatoten bei den über 70-Jährigen bei 87 Prozent und 70 Prozent bei den über 80-Jährigen. Diese Altersgruppen sollten jedoch in der großen Mehrheit bis in den März geimpft sein.

China und Indien

Ein Drittel der Menschheit (über 2,8 Milliarden Menschen) lebt in diesen beiden Ländern. Und wie sehen die Infektionszahlen aus? China wird sich weiter abschotten (bei unglaublich niedrigen Infektionen) und selbst impfen und im 1,39 Milliarden-Land Indien (mit der halben Bevölkerung unter 20 Jahre) zeigen die Zahlen schon seit Monaten nach unten.

Covid-19 in Indien

Fazit

Natürlich wird es nicht einfach sein, die Menschheit in ihrer Gesamtheit gegen Covid-19 zu impfen. Man weiß auch weder wie lange eine „erimpfte“ Immunität gegen Corona anhält, noch im Entferntesten, wie viele Menschen die natürliche Immunität bereits erlangt haben. Dabei soll die Krankheit bei einem Großteil der jungen Menschen sogar symptomlos verlaufen. Die Zahl der jungen Menschen unter 18 Jahre beträgt weltweit 30 Prozent, immerhin über 2,3 Milliarden Jungbürger.

Aber sollten sich die Impfpläne so umsetzen lassen, wie von den Firmen und den Ländern mit ihren Gesundheitsbehörden geplant, wird sich rasch Peak Corona einstellen. 750.000 Neuinfektionen, mit abnehmender Tendenz gegenüber Millionen täglicher Impfungen, zunächst bei den „Vulnerablen“, Peak Corona eben, auch wenn die Pandemie nicht so schnell erledigt sein dürfte. Was sind da nicht alles für Fragen offen, in Richtung Immunität, Übertragbarkeit und so weiter, aber aus meiner Sicht gibt es ein gewaltig helles Licht am Ende des Tunnels, zumindest für Covid-19.

Der Peak bei Covid-19 könnte bereits überschritten sein!

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