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Moscovici erwartet heute den „Deal“

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Der EU-Währungskommissar Pierre Moscovici erwartet bei den heutigen Verhandlungen den Durchbruch und rechnet mit einem „Deal“. So sagte Moscivici heute Morgen gegenüber dem Radiosender Europe 1, dass die griechische Regierung offenkundig verstanden habe, dass sie solide und konkrete Gegenvorschläge machen müsse – und die Institutionen hätten solche Vorschläge in der Nacht tatsächlich bekommen.

Die griechischen Vorschläge gingen in die „richtige Richtung“ und seien eine Basis für eine Verständigung. Auf die Frage, ob er für heute beim Treffen der EU-Staatschefs einen „Deal“ erwarte sagte Moscovici: „Ich glaube ja, offen gesagt“.

Für die EU steht viel auf dem Spiel – einem Grexit könnte der Austritt Griechenlands aus der EU folgen – inklusive einer Annäherung Griechenlands an Russland. Damit wäre ein Grexit nicht nur ökonomisch teuer, sondern auch politisch schädlich – aus Sicht der Eurozone. Sollten die Gläubiger nun doch einem „Deal“ heute zustimmen, während Griechenland nur minimale Zugeständnisse macht, hätte sich die Verhandlungsstrategie der Tsipras-Regierung voll ausgezahlt.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    joah

    22. Juni 2015 09:10 at 09:10

    zu „ökonomisch teuer“:
    Ganz ehrlich: wie teuer sollte es denn noch werden, damit es sich (letztendlich) nicht mehr lohnt?

  2. Avatar

    Maciej

    22. Juni 2015 09:41 at 09:41

    Ein Zwerg zwingt einen Riesen auf die Knie oder hat sich die Helene billig an den Peter verkauft?

    Bin schon ganz gespannt wie die EU Politiker uns den EU Steuerzahlern diese Maskerade erklären und verkaufen wollen. Es ist unglaublich das ein Land sich über Jahre so EU asozial verhält und noch belohnt wird. Warum sollen Menschen z.B. aus Polen in einem Land wo es bis ins Alter von 65 Jahren gearbeitet wird um dann eine Rente von etwa 400 EUR zubekommen die Griechen finanzieren welche mit 56 in Rente gehen und eine fast doppelt so hohe Rente bekommen.
    In Polen gibt es annähend keine Sozialhilfe, es gibt kaum Arbeitslosenunterstützung und wenn dann nur für 6 Monate, gut ausgebildete junge Menschen emigrieren um Arbeit zu finden und Familien zu unterstützen dafür soll es Geld für die Griechen geben. Sorry, ich habe kein Verständnis dafür… ich hoffe das es in der EU mehr hardliner und EU kritische Politiker – nicht EU feindliche, geben wird.

    • Avatar

      joah

      22. Juni 2015 13:46 at 13:46

      Ein immerwährendes Delegieren von Verantwortung immer nach oben („[…]… ich hoffe das es in der EU mehr hardliner und EU kritische Politiker – nicht EU feindliche, geben wird.“) bringt nichts: die Veränderung muss von der Strasse her kommen, sprich von unten. Noch sind die Leute zu träge und inkorrekt organisiert dafür. EU-feindlich wäre meinerseits allerdings wünschenswert, denn die sind genau der Umverteilungsmechanismus, der weg muss.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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