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Nervöser Dax auf Richtungssuche – worauf ist zu achten?

Nervöser Dax auf Richtungssuche - worauf ist zu achten?

Dax-Händler erlebten im gestrigen Handel eine wilde Achterbahnfahrt. Nachdem der deutsche Leitindex schwach in den Handelstag gestartet war, legte er los wie die Feuerwehr und schoss nahezu senkrecht gen Norden. Vom Tagestief bei 15.629 Punkten ging es wie an der Schnur gezogen um knapp 270 bis zum Tageshoch bei 15.898 Punkten. Mit der Eröffnung der US-Börsen kam dann aber die Ernüchterung. Die Fahnenstange brach zusammen und der Dax beendete den Handel schließlich kaum verändert bei 15.809 Zählern. Unter dem Strich stand ein kleines Plus von 37 Punkten (0,24%) zu Buche.

Im Gegensatz zu den US-Börsen, die stark abhängig von ihren Tech-Werten sind, hält sich der Dax erstaunlich robust. Das hängt mit den Zinssorgen zusammen und der daraus resultierenden Rotation von Wachstumstiteln in „langweilige“ Value-Werte. Dementsprechend ist es dem Deutschen Aktienindex gelungen, die für den Trend wichtige 200-Tage-Linie, die aktuell bei 15.609 Punkten verläuft, zu verteidigen. Zudem wurde die Bulle-Bär-Marke bei 15.800 Punkten per Schlusskurs zurückerobert. Wirft man jedoch einen Blick auf die US-Indizes, dann scheint das Tief noch nicht drin zu sein. Eine mögliche Fortsetzung der Schwäche der US-Börsen dürfte folglich das deutsche Börsenbarometer wiederholt unter Druck bringen.

News und Konjunkturdaten

Heute stehen neben den viel beachteten Inflationsdaten aus Deutschland und der Eurozone ebenfalls interessante Konjunkturdaten in den USA auf der Agenda. Zuerst wurden vor wenigen Minuten die deutschen Erzeugerpreise für den Dezember veröffentlicht. Im Jahresvergleich haben die Preise um satte 24,2% zugelegt und liegen damit deutlich über der Erwartung (Prognose 19,4%; vorher 19,2%). Wie zu erwarten war, hält der Preisdruck für die Produzenten an. Um 11:00 Uhr sollten Dax-Händler ihr Augenmerk auf die Verbraucherpreise der Eurozone richten. Analysten erwarten eine weiterhin hohe Rate von 5,0% (vorher 5,0%).

Anschließend veröffentlicht die EZB das Protokoll der letzten Sitzung (13:30 Uhr). Am Nachmittag sehen wir um 14:30 Uhr dann die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie den Philly Fed Herstellungsindex. Im Anschluss folgen noch die Verkäufe bestehender Häuser (16:00 Uhr) und die US-Rohöllagerbestände (17:00 Uhr). Unternehmensseitig stehen nachbörslich die Quartalszahlen vom Streaming-Giganten Netflix im Fokus.

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Dax: Wo heute die wichtigen Marken für den Handelstag liegen

Ein Anstieg über 15.840 bringt den Dax zunächst zur Marke bei 15.869. Darüber könnte er die Hürde bei 15.898/906 erreichen. Hier ist aber mit Gegenwehr der Bären zu rechnen. Gelingt der Ausbruch über das gestrige TH und den Pivot bei 15.906, dann könnte der Dax bis zur horizontalen Widerstandszone bei 15.965 ansteigen. Die Hürde könnte jedoch zu hoch sein, sodass der Dax zunächst den Rückwärtsgang einlegt. Ein signifikanter Ausbruch über 15.965 könnte den Dax wieder zurück über die 16.000er Marke führen.

Unterhalb des gestrigen TH bei 15.898 bleibt der Dax anfällig für weiter fallende Notierungen. Eine erste Unterstützung liegt im Bereich von 15.815. Darunter ergeben sich mögliche Ziele auf der Unterseite bei 15.775/765 und 15.724. Unterhalb von 15.724 droht ein Rücklauf an die Tiefs bei 15.666 und 15.629.

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DAX Ausblick: Fortsetzung der Erholung

Dax Unterstützungen (US)

15.813 – M15-Chart

15.775/765 – US-Zone / Pivot

15.724 – Zwischentief

15.669 – Tagestief 18.01.

15.665 – US-Zone

15.629 – Tagestief 19.01.

15.622 – 127,2% Ext. (15.724-16.090)

15.593 – Gap 21.12.

15.526 –  61,8 %Retracement (15.060-16.285)

Dax Widerstände (WS):

15.869 – horizontaler WS

15.898 – Tageshoch 19.01.

15.933 – Gap 17.01.

15.965/972 – WS-Zone

16.031 – Gap 13.01.

16.090 – Tageshoch 13.01.

16.156 – Tageshoch 06.01.

16.202 – Hoch 04.01.

16.271 – Gap 05.01.

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